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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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InternetCoach ist jetzt online.

Hallo, zurzeit stehe ich vor einer neuen großen Herausforderung,

Kundenfrage

Hallo, zurzeit stehe ich vor einer neuen großen Herausforderung, vor der ich Angst habe, die nicht bewältigen zu können.
Ich habe meine Chefin angesprochen, dass ich mit den Arbeitszeiten nicht klar komme weil ich Allein-erziehend bin. Sie sagte bei beidseitigen Entgegenkommen wär da eventuell was zu machen, aber schließlich hätte Personalchefin und Geschäftsführer das letzte Wort. Daraufhin habe ich die Personalchefin angeschrieben und sie darum um ein Gespräch gebeten. Ich arbeite seit ca 1 Jahr von 11.00-16.00 möchte aber morgens von ca 8.00-12.00 arbeiten. In unserer Firma(Kommissinierung ca.350 Mitarbeiter) wird Schicht gearbeitet. Ich bin schon seit 14 Jahren in der Firma. Natürlich mache ich bei Mehrarbeit Überstunden wenn es organisierbar ist, da arbeite ich dann manchmal bis zu 10 Stunden am Tag. Das geht leider nicht immer, hab oft mit den Kindern Arzttermine Zahnarzt, Hautarzt, und die werden auch oft krank (Sohn 7, Tochter 4). Meine Blutwerte sind auch schlechter geworden , Eisenmangel, und Blutmangel. Der Vater hat leider kein Interesse behilflich zu sein. Mein Sohn hat Kurse , die von Sponsoren bezahlt werden, weil er als besonders begabt von der Lehrerin ausgewählt wurde. Darauf möchte ich keinesfalls verzichten, weil Bildung meiner Kinder mir sehr wichtig ist. Mir wurde von der Kinder-Psychologien geraten ihn zum Fußball zu schicken, weil er eine Zeit als Verhaltensauffällig genannt wurde (ziemlich direkt nach der Trennung). Das alles ist mit viel Planung und Organisierung nur machbar, weil ich in diesen Zeiten in der Firma bin. Ich muss meine Mutter meine Schwester, Mütter von Klassenkammeraden, Nachbarn immer wieder um Hilfe bitten. Natürlich muss ich denen entgegenkommen und Hilfe erwidern. Das kommt meistens zu kurz. Ich kaufe meinen Eltern Schwester Geschenke um Dank und Annerkennung zu schenken. Dann fällt mir auf, dass die dann plötzlich gerne nach den Kindern schauen und ohne sich über deren Verhalten zu beschweren. Das ist noch ein weiteres Problem. Sie schildern jedes einzelne Fehlverhalten der Kinder und wie furchtbar sie manchmal sind. Damit bin ich oft überfordert. Weil ich nicht unmittelbar dabei bin kann ich nicht viel ändern. Mein Erziehungsstil und deren Stil unterscheiden sich sehr. Darauf möchte ich aber später eingehen.
Meine schlechten Arbeitszeiten sind auch viel mit Kosten verbunden Hort und Kindergartenbeiträge kosten in unserer Gemeinde mittlerweile 450 Euro und ich verdiene mit meinem stunden job nur ca 800 Euro( Überstunden werden nicht bezahlt, will ich auch nicht) . Ich bekomme zwar Hilfe vom Staat, dass wird aber jedes Jahr neu festgelegt. Das heißt ich muss auch viel Anträge ausfüllen und das kann man auch nicht immer einfach locker nebenher erledigen.
Jetzt aber zum erwähnten Problem. Ich habe Angst im Gespräch nicht argumentieren zu können. Es läuft das Gerücht herum, dass ich mich von der Arbeit drücke und dass die anderen da auch durch müssen und und und.
Ich weiß, dass das heutige Arbeitsleben härter geworden ist und viel fordert. Ich weiß auch dass Krankheiten dadurch immer mehr werden. Meine Krankheit ( bibolare Störung) möchte ich ungern erwähnen. Ich weiss auch , dass sie manipulieren können und mich eventuell einschüchtern können. Ich muss einfach selbstbewusster auftreten, dass fällt mir sehr schwer.
Ich bin in die Firma gekommen, da war ich 18. Bisher war ich leicht einzuschüchtern und sehr naiv. Hab mal Führungspositionen ausprobiert war aber nicht erfolgreich und bin wieder zurrück ans Fließband. Für mich war diese Situation auch als Niederlage zu betrachten. Davon will ich mich lösen, auch von der bisherigen Rolle als Ungebildete Türkin.
Ich habe auch verschiedene Prüfungen abgelegt, die auch beurkundet sind. Ich habe auch Hemmungen, dies zu erwähnen, weil ich befürchte,dass es heißt, warum ich Halbtags arbeiten möchte wenn ich doch soviel Zeit habe, mich auf Prüfungen vorzubereiten. Aber das macht mir einfach Spaß. Ich gebe auch Nachhilfe an Sozial- benachteiligten Kindern mit Migrationshintergrund, aber beziehe meine Kinder immer mit ein. Ich war sogar vor 2 Wochen bei einer Beraterin ; Sabine Asgodom in der Fernsehsendung. Wenn die Chefs die Aufzeichnung sehen, weiß ich nicht was sie dann über mich denken werden.
Ich danke XXXXX XXXXX Voraus und hoffe, dass sie der Richtige Ansprechpartner sind. Können Sie mir auch Rechtlich helfen oder müsste ich ihre Kollegen von dem Bereich- Recht zusätzlich um Meinung fragen.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragestellerin,
vielen Dank fuer die ausfuehrliche Beschreibung Ihrer Situation. Wenn ich Ihre Frage richtig verstehe, dann moechten Sie wissen, wie Sie mehr Selbstvertrauen gewinnen und dadurch dann sicherer in den Verhandlungen mit der Firma auftreten koennen.

Sie haben schon mit einer Beraterin gesprochen, die wahrscheinlich versucht hat, Ihnen ein paar Tipps zu geben, wie Sie selbstbewusster wirken koennen, aber Sie haben anscheinend das Gefuehl, dass diese innere Unsicherheit, die Sie spueren, tiefer geht und sich nicht so einfach "ueberspielen" laesst, sondern dass Sie auf psychologischem Weg geloest werden sollte.

Ersteinmal moechte ich Ihnen ein Kompliment machen, dass Sie sich weiterbilden, dass Sie Ihren Kindern beibringen, wie wichtig es ist, anderen zu helfen, denen es schlechter geht, dass Sie Ihren Kindern viele Moeglichkeiten geben, sich zu entwickeln und dass Sie anscheinend trotz aller unschoenen Geruechte auf der Arbeit so lange durchgehalten haben.

Meine Vermutung ist, dass Sie eine tieferliegende Angst davor haben, dass Sie "nicht gut genug" sind, dass irgendwann irgendjemand herausfinden koennte, dass Sie gar nicht so kompetent sind, wie Sie scheinen, oder dass irgendetwas schlimmes passiert, wenn Sie Ihre Beduerfnisse in den Vordergrund stellen. Diese Aengste stammen oft von der "Grundangst" vor Ablehnung. Wenn wir uns abgelehnt fühlen, dann bewerten wir eine Reaktion, eine Aussage oder ein Verhalten eines anderen als Ablehnung (ob dies so gemeint war oder nicht, sei einmal dahingestellt). Die meisten Menschen haben Angst vor Ablehnung und fühlen sich verletzt, wenn sie sich abgelehnt fühlen. Warum ist das so?

Die Angst vor Ablehnung ist eng mit der Selbstablehnung verbunden. Je mehr wir uns selbst ablehnen, je mehr wir uns selbst für minderwertig oder nicht liebenswert halten, je mehr wir an unserem Wert zweifeln, umso mehr haben wir Angst vor Ablehnung, umso mehr leiden wir unter einer negativen Bewertung unserer Mitmenschen und umso schmerzlicher empfinden wir eine Ablehnung durch diese.

Woher kommt die Angst vor Ablehnung?

In den meisten Fällen entsteht die Angst vor Ablehnung schon in unserer Kindheit, genauer gesagt in den ersten 7 Lebensjahren. In dieser Zeit lernen viele von uns:

  • Ich werde nur akzeptiert, wenn ich lieb bin.

  • Ich bin nur liebenswert, wenn ich perfekt bin.

  • Ich werde nur akzeptiert, wenn ich eine gute Leistung bringe.

Wenn wir von unseren Eltern nur angenommen und gelobt werden, wenn wir uns so verhalten, wie sie es sich wünschen, und sie uns ablehnen, wenn wir uns anders verhalten, dann lernen wir: gemocht werde ich nur dann, wenn ich tue, was andere von mir verlangen. Tue ich, was ich will, stoße ich auf Ablehnung.

Dabei reicht es schon, dass wir als Kinder den Eindruck haben, nicht um unserer Selbstwillen gemocht zu werden. Es müssen keine Worte fallen und wir müssen nicht geschlagen werden, um das Gefühl zu haben, nicht in Ordnung zu sein und abgelehnt zu werden. Schon ein strafender oder tadelnder Blick reichte vielleicht, um uns in Lebensgefahr zu sehen.

Warum nehmen wir uns als Kinder solche Worte so zu Herzen und warum reagieren wir als Erwachsene immer noch so verängstigt? Der Grund ist: Wir sind als Kinder völlig abhängig von der Zuwendung und Fürsorge unserer Eltern. Ohne sie können wir nicht überleben. Eine Ablehnung empfinden Kinder immer als ein im Stich-Gelassen- und Verstoßen-Werden. Und das kommt für ein drei- oder fünfjähriges Kind gefühlsmäßig einem Todesurteil gleich.

Haben wir als Kind kein Grundvertrauen, dass man für uns sorgen wird, dann entwickeln wir eine große Angst vor Ablehnung.

Als Erwachsene hängt unser Leben nicht mehr vom Urteil anderer Menschen ab. Dennoch empfinden wir bei Ablehnung reflexartig so, wie das drei- oder fünfjährige Kind, das seinen Eltern auf Gedeih und Verderben ausgeliefert war. Der Grund ist: Wir tragen quasi immer noch den kleinen verängstigten Jungen oder das kleine verängstigte Mädchen in uns, die eine Ablehnung als existenzielle Bedrohung empfinden.

Eine andere Lektion in unserer Kindheit und Jugendzeit bestand vielleicht darin, uns auf sehr persönliche und verletzende Weise auf unsere Fehler und Schwächen aufmerksam zu machen. Wir mussten uns vielleicht häufig anhören: Du taugst nichts. Du bist ein Tollpatsch. Du bist so was von blöd. Wegen dir muss man sich schämen.

Dadurch haben wir gelernt, an uns zu zweifeln und haben kein Selbstvertrauen entwickelt. Wir haben Angst zu versagen oder nicht zu genügen und deshalb abgelehnt zu werden.

Und natürlich hatten auch Erfahrungen mit unseren Spiel- und Schulkameraden einen Einfluss auf unsere seelische Entwicklung. Vielleicht wurden wir in der Schule gemobbt. Vielleicht hatten wir eine körperliche oder persönliche Auffälligkeit und wurden deshalb zur Zielscheibe von Spott und Hänseleien, die an unserem Selbstwertgefühl genagt haben und von denen wir uns nie mehr erholt haben.

Was tun gegen die Angst vor Ablehnung?

Wenn wir lernen, unseren Selbstwert und damit unser Selbstwertgefuehl zu stärken, dann machen wir uns unabhängiger von der Reaktion anderer und erleben eine Ablehnung nicht mehr als Todesurteil. Eine Ablehnung ist dann nur noch bedauerlich und schade, aber nicht mehr bedrohlich. Und damit verlieren wir unsere Angst vor der Ablehnung.

Und noch eines ist sehr wichtig: in der Regel fühlen wir uns durch die Worte oder das Verhalten des anderen als ganzer Mensch abgelehnt, fühlen wir unseren Wert herabgesetzt. D.h. wir beziehen seine Reaktion auf uns und nicht auf unser Verhalten. Dies ist ein großer Denkfehler. Es mag ja sein, dass einem anderen nicht gefällt, was wir sagen oder tun oder er unsere Ansichten ablehnt. Aber warum sind wir dann als Mensch ablehnenswert, wenn dem anderen an uns ein bestimmtes Verhalten nicht gefällt?

Das ist genauso, als würde man einen Apfelbaum verurteilen, der neben schönen Äpfeln auch wurmstichtige Äpfel trägt, weil man sagt: ein Baum, der wurmstichige Äpfel trägt ist minderwertig. Und selbst wenn ein Baum nur wurmstichige Äpfel tragen würde, käme wohl niemand auf die Idee, ihn deshalb zu fällen.

Und noch eines sollten Sie bedenken: über wen sagt eine Ablehnung etwas aus? Über den Abgelehnten oder den Ablehnenden? Letztlich nur über den Ablehnenden. Seine Ablehnung ist Ausdruck seiner Werte, seiner Ansichten, seiner Moral, seines Geschmacks, seiner Weltanschauung.

Wenn Sie ein modernes Gemälde schrecklich finden, heißt das, dass dieses Bild wertlos ist? Nein, es gibt viele, denen dieses Gemälde gefällt. Folglich sagt Ihre Ablehnung nichts über den Wert oder die Qualität des Bildes aus, sondern lediglich etwas über Ihren Geschmack.

Die meisten Menschen, die Angst vor dem Versagen haben, haben irgendwann in ihrem Leben entschieden, dass sie minderwertig, nicht liebenswert, unwichtig oder wertlos sind, wenn sie nicht perfekt sind. Darum setzen sie alles daran, nicht zu versagen und keine Fehler zu machen, denn dann koennen sie vermeiden, sich so zu fuehlen. Oft fuehrt das dazu, dass sie versuchen, anderen deren Wuensche und Beduerfnisse vom Gesicht abzulesen und oft entsprechend handeln bevor ein Wunsch ausgesprochen wurde. Oder, dass sie sich nie eigene Beduerfnisse goennen, denn das koennte ja dazu fuehren, dass die andere Person einen als Last empfindet und verlaesst.
Oft leben Menschen, die diese Schlussfolgerung gezogen haben, in staendiger Angst, etwas falsch zu machen und darum verlassen zu werden. Diese Menschen sind auch bewundernswert sensibel und haben ein riesengrosses Einfuehlungsvermoegen, was sie zu wunderbaren Freunden macht. Andererseits, werden sie auch oft ausgenutzt und haben Angst davor, Ihre Beduerfnisse durchzusetzen.
Was kann man tun, um diese Angst loszuwerden? Eine kognitive Therapie zeigt oft recht gute Erfolge, denn da findet man herau, warum man diese Schlussfolgerung gezogen hat (nicht perfekt = Wertlos), und kann diese Glaubenssaetze dann herausfordern und aendern. Denn oft hat man diese Glaubenssaetze als Kind gelernt und verinnerlicht. Und nicht alles, was man als Kind glaubt, erweist sich als hilfreich, wenn man erwachsen ist. Sie koennten also eine Therapie machen, um diese Grundangst zu konfrontieren. Sie koennten auch ein Selbsthilfebuch durcharbeiten und damit vielleicht Ihre Aengste konfrontieren.

 

Gedanken verändern Gefühle: Fertigkeiten, um Stimmungen, Verhalten und Beziehungen grundlegend zu verbessern von Dennis Greenberger, Christine A. Padesky, Theo Kierdorf und Hildegard Höhr von Junfermann (Oktober 2007).


Manche Menschen koennen einfach "so tun als ob" sie selbstbewusst sind und damit ihr Ziel erreichen. Wahrscheinlich ging es auch in Ihrem Coaching darum, einfach so aufzutreten als ob Sie an sich glauben, aber anscheinend ist Ihnen das nicht genug. Darum die Empfehlung, eine Therapie in Erwaegung zu ziehen, die sich mit den Wurzeln Ihrer Unsicherheit beschaeftigt. Natuerlich dauert so eine Therapie eine Weile und wuerde darum nicht kurzfristig dabei helfen, dass Sie in dem Treffen mit der Firma selbstbewusster auftreten koennen.

Dazu hilft es manchmal seine groesste Angst zu konfrontieren und vielleicht sogar ein Rollenspiel zu machen. Fragen Sie sich:"Was ist das allerschlimmste, was mir da gesagt werden koennte?" Dann spielen Sie die moeglichen Szenarien mit Ihrer Schwester oder einer Freundin durch. Sie spielen sich und die andere Person sagt all die Dinge, die Ihnen Angst machen ("Sie wollen sich nur vor der Arbeit druecken!" "Wenn Sie genug Zeit haben, all diese Fortbildungen zu machen, dann koennen Sie auch nachmittags arbeiten!" - Ich weiss natuerlich nicht genau, was Ihre groessten Aengste da sind, darum sind das nur Beispiele). Ueben Sie, was Sie antworten und ueben Sie gleichzeitig, sich zu entspannen und sich nicht in die Enge treiben zu lassen. Tief atmen, Muskeln entspannen, Augenkontakt machen, Abwarten, mit fester Stimme das Beduerfnis wiederholen (oder die eingeuebte Antwort geben).

Diese Strategie koennte kurzfristig funktionieren, aber langfristig hilft es wahrscheinlich mehr, wenn Sie sich an die Grundangst wagen und danach gar keine Angst mehr vor einer solchen Begegnung haben, anstatt Ihre Angst nur zu ueberspielen.




Hier finden Sie Informationen zur Kognitiven Verhaltenstherapie:

http://www.gesundheitsinformation.de/merkblatt-kognitive-verhaltenstherapie.491.de.html


Hier finden Sie Entspannungsverfahren:


http://www.palverlag.de/entspannungsmethoden.html

 

 

 

 

Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort in ihrer Kürze geholfen hat und beantworte auch gerne eine Anschlussfrage. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

Wenn meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht, bitte ich Sie, nicht zu vergessen das Honorar (durch Anklicken von "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank.

 

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Darauf wäre ich nie gekommen, dass ich so viele Störungen, Ängste habe.
Auf den ersten Blick hat mich das sehr verunsichert. Wollte ihre Antwort nicht akzeptieren.
Ich hätte mir aber mehr Argumente gewünscht die für mich sprechen ( dass die Firma mein Anliegen akzeptiert) Sie sind mit Ihrer Antwort, glaube ich, sehr tief gegangen.
Mir wird jedesmal empfohlen eine Therapie zu machen. Die Psychotherapie, die ich bisher hatte hat mir sehr geholfen aber auch sehr verunsichert. Selbst die Pyschotherapeutin hat mir das Gefühl gegeben, dass sie mir nichts zutraut. Und eine andere zu finden fällt mir nicht leicht.
Können wir auf den Betrag von 25 Euro einig werden, da mir Ihre Antwort in dieser Situation nicht weitergeholfen, dafür sehr verunsichert hat.
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie brauchen meine Antwort gar nicht zu akzeptieren, wenn Sie diese nicht hilfreich finden. Es tut mir sehr leid, dass ich Sie verunsichert habe. Das war nicht meine Absicht. Es gab zwei Wege, auf Ihre Frage zu antworten und ich habe erst mit der "tieferen" Antwort angefangen und dann die Strategien beschrieben, wie Sie Ihrem Chef erfolgreich gegenueber treten koennen. Vielleicht koennen Sie den ersten Teil meiner Antwort erst einmal in eine Akte legen und ihn sich spaeter noch einmal anschauen, wenn Sie sich etwas tiefer mit Ihrer Unsicherheit beschaeftigen wollen, und wir schauen uns hier noch einmal den zweiten Teil meiner Antwort an:

Ich hatte geschrieben:

Dazu hilft es manchmal seine groesste Angst zu konfrontieren und vielleicht sogar ein Rollenspiel zu machen. Fragen Sie sich:"Was ist das allerschlimmste, was mir da gesagt werden koennte?" Dann spielen Sie die moeglichen Szenarien mit Ihrer Schwester oder einer Freundin durch. Sie spielen sich und die andere Person sagt all die Dinge, die Ihnen Angst machen ("Sie wollen sich nur vor der Arbeit druecken!" "Wenn Sie genug Zeit haben, all diese Fortbildungen zu machen, dann koennen Sie auch nachmittags arbeiten!" - Ich weiss natuerlich nicht genau, was Ihre groessten Aengste da sind, darum sind das nur Beispiele). Ueben Sie, was Sie antworten und ueben Sie gleichzeitig, sich zu entspannen und sich nicht in die Enge treiben zu lassen. Tief atmen, Muskeln entspannen, Augenkontakt machen, Abwarten, mit fester Stimme das Beduerfnis wiederholen (oder die eingeuebte Antwort geben).



Die beste Strategie gegen Angst ist Entspannung. Im Zustand der Muskelentspannung ist es unmöglich, Angst zu empfinden. Wenn man Angst hat, dann moechte man "wegrennen" oder sich notfalls wehren (die beruehmte "fight oder flight Reaktion"). Dazu schickt der Koerper Blut und Sauerstoff (also Energie) in die Gliedmassen (zum Rennen oder Zuschlagen), damit bekommt das Gehirn nur wenig Sauerstoff und darum kann man in einer Situation, in der man Angst hat, nicht gut denken. Das ist also ein koerperliches Phaenomen, nichts krankhaftes oder aussergewoehnliches. Wenn man lernt, sich zu entspannen, dann fliesst das Blut wieder ins Gehirn und man kann wieder denken.

 

 

Hier finden Sie entsprechende Entspannungsverfahren. Oft hilft es, diese regelmaessig zu ueben, damit man sich dann in einer Angstsituation tatsaechlich entspannen kann. http://www.palverlag.de/entspannungsmethoden.html

 

Auch Meditationsuebungen, in denen man sich auf den Atem konzentriert und diesen dann verlangsamt haben den gleichen Effekt auf den Koerper. Wenn man Angst hat, atmet man schnell und flach. Wenn man den Atem tief und langsam machen kann, dann signalisiert man dem Koerper, dass keine Angst besteht und man kann besser denken. Hier finden Sie entsprechende Uebungen:

 

http://www.meditationschool.eu/meditationskurs/erste-meditationsuebung---atmen/index.html oder http://www.schoener-meditieren.de/meditationstipps.html

 


Muskelentspannung ist also gleichbedeutend ist mit einer seelischen Entspannung und mit verbessertem Denkvermoegen. Mit anderen Worten: die Muskelentspannung ist das natürlichste Beruhigungsmittel, das es gibt.


Dann sind die Rollenspiele wichtig. Je oefter Sie etwas gehoert haben (also ein "Nein" oder einen Vorwurf), desto weniger stark werden Sie wahrscheinlich reagieren. Wenn Sie also in einem Rollenspiel die Antworten gehoert haben, vor denen Sie Angst haben, dann sind diese weniger laehmend, wenn der Chef diese dann sagt. Darum waere es wichtig, dass Sie sich ueberlegen, was Ihr Chef sagen koennte, um Ihnen die Umlegung der Stunden abzulehnen. Bereiten Sie Antworten auf alle diese Moeglichkeiten vor. Auch wenn der Chef dann etwas anderes sagt, wird Sie das weniger aus der Bahn werfen.


Wenn Sie waehrend dieser Rollenspiele Angst spueren, dann konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung und auch das Entspannen Ihres Koerpers. Dann koennen Sie wieder denken und klar antworten.


Sie haben ein Recht darauf, diese Bitte vorzutragen und gehoert zu werden. Meist moechte eine Firma wissen, in wieweit eine persoenliche Bitte gut fuer die Firma ist. Koennten Sie mit Argumenten aufkommen, warum es gut fuer die Firma ist, Ihre Arbeitszeit zu aendern? Fehlt da irgendetwas waehrend dieser Stunden, das Sie leisten koennten? Wie profitiert die Firma davon, Ihnen Ihren Wunsch zu gewaehrleisten? Das ist meist ein ueberzeugenderer Ansatz, als wenn Sie v.a. persoenliche Gruende vorlegen - also sagen, warum das fuer SIe besser ist. Letztendlich steht fuer einen Chef das Wohl der Firma ueber dem Wohl der einzelnen Angestellten - leider.


 

Ich hoffe, dass diese Antwort eher Ihren Vorstellungen entspricht, ansonsten schreiben Sie mir gerne zurueck.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

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Wenn meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht, bitte ich Sie, nicht zu vergessen das Honorar (durch Anklicken von "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank.



Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Tut mir auch leid. Ich konnte mit der Antwort nicht viel anfangen. Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Jedenfalls ist es nicht das was ich als Antwort brauche.
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

es tut mir leid, dass ich anscheinend nicht hilfreich sein kann. Sie koennen versuchen, Ihre Frage noch einmal anders zu stellen oder es dabei belassen, dass Sie die Antwort einfach nicht akzeptieren.

Vielen Dank,

Annegret Noble

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Mit ihrer Antwort war ich sehr beschäftigt.
Ich weiß nicht ob ich alles falsch formuliert habe oder nicht.
Jedenfalls bin ich seit 3 Tagen sehr oft von meinen Vorgesetzten bei jeder banalen Kleinigkeit angegriffen worden bin in Tränen ausgebrochen. In meinem Hinterkopf sind ihre Aussagen wie Grundangst Ablehnung....immer wieder zum Vorschein getreten. Ich habe seit ihrer Antwort zu sehr angefangen mich mit mir zu beschäftigen (grübeln wie schlimm das alles ist...)
Ich fühle mich fast bestätigt, dass Angriffe seitens meiner Vorgesetzten gerechtfertigt sind, obwohl einige Kollegen mir versichert haben, dass ich auf der Richtigen Seite bin.
Vor lauter Grübeln habe ich sogar meine Tasche mit 2 Handys ( eine gehört nicht mir) in der Garderobe vergessen. Ich kann mir finanziell keinen weiteren Erwerb leisten und muss erreichbar sein und das andere Handy zurrück bezahlen.
Jetzt sitze ich zuhause möchte meine Kinder nicht von meinen Eltern abholen,weil ich verzweifelt und mutlos bin, mich an allem was schief gelaufen ist verantwortlich fühle und für das Gespräch habe ich keine Kraft und Hoffnung mehr.
Ich möchte einfach nicht, dass meine Eltern erkennen, dass es mir schlecht geht weil für die ist das ganz schlimm.
Das beschäftigt mich sehr, habe ich wirklich soviel Störungen, dass ich das Miteinander in der Arbeit und Familie nicht hin bekomme?
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
f
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ich kann leider ihre Antwort nicht lesen, da ist ein f nur zu erkennen
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

es tut mir so leid, dass es Ihnen so schlecht geht. Nein, Sie sind keine "kaputte" Person mit ganz vielen Stoerungen. Die Angst vor Ablehnung (falls das auf Sie zutrifft) ist etwas, das vielen Menschen zu schaffen macht. Man kann Aengste haben und trotzdem eine kompetente Person sein. Es scheint das meine Antwort irgendetwas in Ihnen bewegt hat und vielleicht waere es sinnvoll, dass Sie eine Therapie in Erwaegung ziehen, damit Ihr sehr komplexes Leben etwas einfacher wird. Meine Antwort war dazu gedacht, Sie zu ermutigen sich ganz gezielt Hilfe zu besorgen, damit Sie ohne Angst fuer sich und Ihre Beduerfnisse eintreten koennen - seien das die veraenderten Arbeitszeiten oder Arztbesuche mit Ihren Kindern. Meine Hoffnung war, dass Sie das ganze so sehen koennten wie bei einem Arztbesuch, man macht viele Tests, damit man die richtige Diagnose bekommt, damit man die richtige Medizin nimmt, damit die Symptome weggehen. Wenn man weiss, was mit einem nicht stimmt, dann kann man es aendern. Wenn es einem einfach nicht gut geht, man aber nicht weiss, warum, dann kann man auch nichts aendern.

 

Von dem, was Sie sagen haben Sie im Leben ganz viel richtig gemacht.Wie alle Ihre Mitmenschen (dazu gehoere auch ich), haben Sie natuerlich auch Fehler gemacht. Sie sind menschlich, das ist normal. Meine Hoffnung ist, dass Ihr naechster Schritt ist, dass Sie sagen: "Ich moechte etwas grundlegendes an meinem Leben aendern, denn ich mag mich nicht so fuehlen, wie ich mich fuehle. Ich mache einen Termin bei meinem Arzt, beschreibe, wie es mir geht, rede mit ihm ueber Medikamente fuer diese Krise in meinem Leben und hole mir eine ueberweisung zu einer therapie." Damit nehmen Sie Ihr Leben in die Hand und koennen hoffentlich viele neue schoene Erfahrungen machen - ohne Angst. Angst zu haben bedeutet nicht, dass man ein schlechter oder inkompetenter Mensch ist - wenn Sie die Grippe haben, dann machen Sie sich hoffentlich ja auch keine Vorwuerfe, wie Sie das nur haben zulassen koennen. Aengste sind nicht wirklich anders als die Grippe, nur die Behandlung ist eben etwas anders.

 

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

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