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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

ich hatte ein burn out am november . arbeite seit anfangs märz

Kundenfrage

ich hatte ein burn out am november . arbeite seit anfangs märz wieder 50 prozent . ich konnte heute nicht zur arbeit gehen . ich spürte die depression . darum blieb ich zuhause . ich war blockiert und konnte kein telefon machen blieb bis jetzt im bett habe auch immer keine possitiven gedanken mehr . als der chef anruf nahm ich das telefon auch nicht ab . das pasierte mir seit einem monat schon das 3 mal . was kann ich dagegen tun ?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich würde Ihnen als erstes empfehlen diagnostisch bei Ihrem Hausarzt abklären zu lassen, dass keine körperlichen Ursachen die von Ihnen beschriebenen Symptome auslösen oder noch verstärken. Es gibt Burnouts die nicht das Ausmaß einer Depression erreichen, aber nach fortschreiten des Burnouts kommt es zu einer Erschöpfungsdepression. Daher empfehle ich Ihnen nach Abklärung beim Hausarzt eine nochmalige Diagnostik bei einem Psychiater, denn es ist durchaus möglich dass die Behandlung des Burnouts nicht ausreichend war. Nehmen Sie noch Medikament und erfolgte eine Psychotherapie um auch an den auslösenden Faktoren der Depression/des Burnouts zu arbeiten? Den Verlauf einer Depression kann man in zwei Phasen unterteilen, d.h. gesunde Phasen wechseln sich mit depressiven Episoden ab, dabei können die einzelnen Phasen zwischen einigen Wochen bis über ein Jahr anhalten. Bei mehrmaligem Auftreten der Symptome spricht man von einer rezidivierenden Erkrankung. Meine Frage wäre jetzt, inwieweit auch eine psychotherapeutische Behandlung als Unterstützung von Ihnen in Anspruch genommen wird. Ein Psychiater darf hilfreiche Medikament verschreiben so, dass Sie schnellstmöglich aus diesem Tief wieder herauskommen, jedoch ist dies natürlich kein Dauerzustand und die Behandlung mit Antidepressiva ist nur ein Therapiepfeiler bei der Behandlung von Depressionen. (Zwei weitere sind psychotherapeutische und sozialpsychiatrische Verfahren je nach den speziellen Gegebenheiten der depressiven Störung).Sie können sich dazu auch an eine nahegelegene psychotherapeutische/psychiatrische Fachklinik wenden (an Unikliniken) und um eine Notaufnahme(Behandlung)bitten, um dort viel schneller als bei den niedergelassenen Kolleginnen oder Kollegen einen Termin zu bekommen. Auch psychotherapeutische Ausbildungsinstitute vergeben Termine zur Diagnostik. Zur Ermittlung des Schweregrades einer Depression werden z.B: auch spezielle Tests wie z.B. der BDI (Becks Depression Inventory) oder der HAMD(Hamilton- Depression- Scale) herangezogen. Eine weitere therapeutische Maßnahme zur Behandlung der Depression ist eine Schlafentzugstherapie, Lichttherapie auch Ergotherapie wird bspw. bei stationären Patienten in der Klinik eingesetzt um neue Ressourcen kennenzulernen und positiv zu nutzen. Auch die Ausarbeitung einer Tagesstrukturierung durch sinnvolle, aktivierende und nicht überfordernde Aktivitäten wirkt sich positiv aus. Eine genaue Vorhersage wann bei Ihnen der Gesundheitszustand wieder erreicht ist, kann ich Ihnen leider nicht geben. Entscheidend ist auch immer der diagnostizierte Schweregrad der Depression, die Bedingungen im sozialen Umfeld des Erkrankten (z.B. sind auch häufig belastende Lebensereignisse Auslöser der Depression); Chrobobiologische Faktoren ( hier z.B: Störungen im biologischen Rhythmus das Auftreten der Depression zu bestimmten Jahreszeiten ( Herbst/Winterdepression) oder durch Schichtarbeit bedingt weil gestörter Schlaf/WachRhytmus); körperliche Erkrankungen oder Medikamente können ebenfalls Auslöser sein . Ich kann Ihnen nur empfehlen, wenn noch nicht erfolgt, eine psychotherapeutische Unterstützung in Anspruch zu nehmen und wenn es gar nicht geht, eventuell auch eine stationäre Behandlung in Erwägung zu ziehen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen in der Kürze der Ausführung etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank