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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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Hallo, Ich leide unter sozialer phobie, dass hab ich schon

Kundenfrage

Hallo,
Ich leide unter sozialer phobie, dass hab ich schon rausgefunden. Doch was kann ich dagegen
unternehmen?
Jeden Tag muss ich die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen und es ist für mich richtig schlimm.
Bin dann total angespannt, nervös, riech auch komisch und will so schnell wie möglich da raus.

Bitte können Sie mir Tipps geben wie ich damit besser umgehen kann.

Ich danke XXXXX XXXXX mal im voraus.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.

Die von Ihnen geschilderten Phobien (Sozialphobie) gehören zu der Gruppe der Angststörungen. Man versteht darunter Krankheitsbilder die durch unterschiedliche Erscheinungsformen der Angst geprägt sind. Eine Unterscheidung erfolgt in Panikstörung, Phobien und generalisierte Angststörungen. Bei Phobien tritt die Angst überwiegend in spezifischen Situationen oder bei Kontakt mit bestimmten Objekten auf, die an sich ungefährlich sind. Die betreffenden Objekt oder Situationen werden nach Möglichkeit gemieden oder nur voller Angst ertragen.

Die Therapie von Phobien/Angst/Panikstörungen kann vor allen durch drei Verfahren erfolgen. Verhaltenstherapie, Psychopharmaka, tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie. Bei der Verhaltenstherapie kann auch noch einmal unterschieden werden in Reizkonfrontation( wenn ein deutlicher Auslöser für die Angst identifiziert werden kann); Gruppentherapie z.b. bei einer Sozialphobie- bei Ihnen eventuell sehr hilfreich, denn hier lernt der Patient sich im Rollenspiel mit schwierigen Situationen auseinanderzusetzen, seine Gedanken und sein Selbstbild zu hinterfragen, Kontakte mit fremden Personen aufzunehmen und auch Gespräche zu führen, also Selbstsicherheitstraining und ; Kognitive Therapie vorwiegend bei generalisierter Angststörung ist eine konsequente Konfrontation mit den sorgenvollen Gedanken und das einüben eines angemessenen Denkens. Im Rahmen einer Reizkonfrontation- wenn ein deutlich identifizierbarer Auslöser besteht in welchem der Patient klares Vermeidungsverhalten zeigt, werden gute Ergebnisse erzielt. Bei der systematischen Desensibilisierung wird abgestuft vorgegangen und nach Erstellen der Angsthierarchie wird der Patient nach entsprechender Vorbereitung langsam mit dem angstauslösenden reiz konfrontiert und er erlernt geeignete Bewältigungsstrategien für die auslösende Situation. Eine weitere Möglichkeit ist ,es einmal mit einer Hypnotherapie zu versuchen, auch hier werden gerade bei spezifischen Phobien sehr gute Ergebnisse erzielt ,es ist durchaus möglich bei einem auf Hypnose spezialisierten Therapeuten im Rahmen des Settings den auslösenden Vorfall für Ihre soziale Phobie zu isolieren und mit Ihnen gemeinsam neu zu bearbeiten.

Auch Entspannungsverfahren sind hilfreich, wie z.B. die progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen oder autogenes Training.

Im Rahmen der von Ihnen beschriebenen Symptome würde ich Ihnen eine Konsultation eines Psychiaters z.B. in einer psychiatrischen Institutsambulanz Notfallambulanz an einer Uniklinik oder in einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie empfehlen um eine genaue diagnostische Abklärung durchzuführen( differenzialdiagnostische Abgrenzung insbesondere zur Agoraphobie und auch einer vielleicht gleichzeitig bestehenden Depression, denn hier ist die Komorbidität sehr hoch und kann somit spezifische Maßnahmen erfordern- daher vermutlich auch die sofortige Verschreibung von Antidepressiva) und auch eine entsprechende therapeutische Behandlung zu veranlassen. Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich auch an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren und dort vorstellig werden. In der Regel tragen die Krankenkassen auch die Kosten.

Ich hoffe ich konnte Ihnen in der Kürze der Ausführung etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

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