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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
57334328
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diplompsychologe ist jetzt online.

Hallo, ich befinde mich mitten in einer entsetzlichen Krise,

Kundenfrage

Hallo,
ich befinde mich mitten in einer entsetzlichen Krise, leide unter schweren Depressionen und Panikattacken ( nehme Trittico ) und versuche so gut es geht meine Lage in den Griff zu bekommen. Mein Partner und ich haben uns nach drei Jahren perfekter Beziehung und sehr grosser Liebe getrennt, bzw. ging die Trennung von ihm aus. Er wurde mit meiner Krankheit und meiner Wesensveraenderung nicht fertig, ich habe auch unsere Beziehung sehr vernachlaessigt und meinen neuerlichen Depressionsschub zu spaet erkannt und behandelt.
Wir lieben uns noch immer sehr, mein Partner bestaetigte mir das auch andauernd, bestand aber auf die Trennung und trifft sich jetzt auch noch mit einer anderen Frau. Ich bat ihn darauf um Abstand, da es fuer mich nur sehr schwer ertraeglich ist seinen Mails oder Sms zu lesen, in denen er mir schreibt er liebe mich noch immer, sich aber trotzdem distanziert und mit einer anderen trifft. Seine letzte Aussage war, er warte selbst darauf, dass sich dieses Gefuehl in ihm verabschiede, da er nicht damit klarkommt mich verlassen zu haben und sich eigentlich ein Leben ohne mich nicht vorstellen kann. Ich bat ihn nun um Kontaktsperre, bzw. melde ich mich seit einer Woche nicht mehr und auch er haelt die Funkstille ein. Kann es sein, dass mein Partner wirklich total blockiert ist und durch den Abstand die Liebe wieder so an den Tag kommt, dass es wieder klappt, und wie lange sollte ich auf Abstand gehen? Verhalte ich mich richtig?
Danke XXXXX XXXXX Hilfe, freue mich auf Ihre Antwort
Lehla
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.

Ich verstehe Ihr Problem und es ist für Angehörige von depressiv Erkrankten auch sehr schwer sich in deren Lage zu versetzen und mit dieser Psychischen Störung umgehen zu können. Hier hat Ihr Partner vermutlich resigniert und geht im Moment den für Ihn leichteren Weg. Da eine Depression teilweise auch im Zusammenhang mit frühkindlichen Verlustängsten zu sehen ist, kommt es zu zusätzlichen Ängsten. Ich würde Ihnen empfehlen nicht zu hohe Erwartungen in die vielleicht wieder aufflammende Beziehung zu setzen um nicht nachher in ein noch größeres Tief zu verfallen. Eine Kontaktsperre ist sicher im Moment sehr hilfreich, denn so haben Sie Zeit sich erst einmal um Ihre Gesundung zu kümmern. Es ist jedoch hier auch zu empfehlen sich eine bestimmte begrenzte Zeit z.bsp. 3 Monate zu setzen um nicht ins uferlose zu verfallen. So weiß Ihr Partner nur bis zu diesem Zeitpunkt ist eine Rückkehr in die Beziehung möglich und nutzt nicht Ihre Liebe aus um sich noch ein Hintertürchen offen zu lassen

Wesentlich ist es aber hier für Sie beide gemeinsam über eine Paartherapie nachzudenken, hierzu können Sie einen Psychotherapeuten mit einem systemischen Ausbildungshintergrund kontaktieren und einen Termin ausmachen. Denn in dieser Therapieform wird gemeinsam auf dem "Konflikthintergrund" jedes einzelnen Beteiligten (auch Ihres Partners) eine Lösung mit den aktuellen Problemen erarbeitet und praktische Lösungsmöglichkeiten eruiert. Dies kann jedoch nur auf dem Willen und der Motivation jedes Einzelnen gelingen. Sie und Ihr Partner können dort im therapeutischen Setting an der Weiterführung der Beziehung auf der Grundlage von Respekt und Toleranz sowie Gemeinsamkeit arbeiten oder auch an einer endgültig verarbeiteten Trennung. Eventuelle Adressen für eine Paartherapie/Mediator können Sie unter folgender Homepage erfahren.

http://www.netzwerk-paartherapie.de/,

http://www.paartherapeut-in.de/

Wichtig bei allen Hilfsmöglichkeiten ist es jedoch, dass Sie sich klar darüber werden, was Sie wollen.

Sie schreiben Sie sind schon in Therapie zur Behandlung Ihrer Depression, aber vielleicht ist auch folgende Information für Sie hilfreich.

In diversen Fachpublikationen konnte eine ziemlich neue Therapiemethode gerade bei schweren psychischen Erkrankungen bzw. Komorbidität (also noch andere Erkrankungen spielen eine Rolle) gute Behandlungserfolge vorweisen. Diese Therapiemethode entwickelte sich aus der Verhaltenstherapie (wird daher auch von den Krankenkassen übernommen) und integriert auch andere Behandlungsansätze in die Therapie. Diese Therapieform nennt sich Schematherapie und vor allem zu Therapeuten die diese Behandlungsmethode anwenden erfahren Sie unter http://www.schematherapapie.de/ .

Ich hoffe, meine Ausführungen konnten Ihnen weiter helfen und wünsche Ihnen für die Zukunft viel Kraft, Mut, Ausdauer und alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar(durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

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