So funktioniert JustAnswer:

  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.

Stellen Sie Ihre Frage an diplompsychologe.

diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
57334328
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychologie hier ein
diplompsychologe ist jetzt online.

Mein Sohn ist 10 Jahre, und hat in letzter Zeit ständig etwas

Kundenfrage

Mein Sohn ist 10 Jahre, und hat in letzter Zeit ständig etwas anderes, ich habe oft das Gefühl dass er Ängste, Krankheiten und so weiter benutzt um mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung zu bekommen. Ich bin der Meinung dass ich meinem Sohn viel gebe, ihn unterstütze und auch Zeit für ihn habe. Aber es scheint nie genug. In letzter Zeit flippe ich immer öfter aus, und schwalle ihn dann zu, dass es genug ist und warum, obwohl ich denke ein klares deutliches Nein wäre besser. Ich fühle mich manchmal richtig verzweifelt, weil immer irgendetwas ist, er alles ständig verschlampt, ich Dinge mit ihm bespreche und er sich nicht daran hält. Ich habe das Gefühl, dass er sich selber viel zu wenig bemüht. Er scheint immer nur zu tun, oder auch vorzutäsuchen etwas zu tun, damit man denkt er hätte sich daran gehalten. Er scheint alles zu vergessen und zu verlieren, und ich bin mit meiner Geduld am Ende. Immer öfter spüre ich eine maßlose Wut in mir, und immer öfter würde ich am liebsten abhaun. Ich bin so maßlos wütend!
Ich opfere mein halbes Leben, und werde immer unglücklicher. Wenn ich Freunde treffe, oder andere Menschen, geht es mir schnell besser, und ich spüre wieder dass es noch eine andere Frau gibt, die glücklich sein kann, und dazu gar nicht viel braucht. Aber mit meinem Sohn fühle ich mich immer mehr überfordert, immer scheint es etwas zu geben das ihn weinerlich stimmt, oder Angst macht. Ich weiss nicht warum ich inzwischen nur noch wütend darüber werde. Ich kann und will gerade kein Verständnis mehr dafür aufbringen. Er hängt sich an mich, und ich fühle mich manchmal so, als ob er all meine Fröhlichkeit und Lebensfreude im Keim erstickt, und mir ständig Schuldgefühle dadurch entstehen. Ich sitze dann oft in meinem Zimmer und weine nur noch. Ich habe mir mein Leben anderst vorgestellt. Wie kann ich richtige Grenzen setzen, ohne mich schuldig zu fühlen, wie vermeide ich Diskussionen mit ihm, und kann ihm doch helfen. Ich wünsche mir, dass er mehr versucht mit seinen Problemen umgehen zu können, und etwas dagegen unternimmt, ständig alles zu verschlampen. Ich bin nicht mehr bereit, das immer alles auszubaden. Wie kann ich das konsequent durchsetzten? Wie bekomme ich meine unglaublichen Wutgefühle in den Griff?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll und offen gestellte Frage.
Wie viele Eltern geht es auch Ihnen im Umfeld von Kindern, die oft Hilflos und mit Nichtverstehen („er versteht einfach nicht was ich Ihm sage bzw. ich kann das Verhalten nicht verstehen..") diesen und anderen Verhaltensweisen die zum Teil auffällig sind gegenüberstehen. Es ist erst ein Mal sehr löblich von Ihnen, dass Sie sich Sorgen machen um Ihren Sohn und dazu besteht aus meiner Sicht auch auf Grund der Verhaltensweisen (auch wenn diese ganz unbedeutend erscheinen mögen) und der berufspraktischen Erfahrung berechtigter Anlass. Denn allzu oft, werden doch schwer nachvollziehbare Verhaltensweisen z.T. auch allgemein nicht so auffälliges Verhalten wie z.B. aggressives Verhalten, Konzentrationsschwierigkeiten zu leichtfertig mit den Worten "das ist doch Normalität " auch gerade von Lehrern oder dem anderen Elternteil beschrieben. Jedoch können diese Verhaltensmuster auch auf tiefgreifende unverarbeitete psychische Belastungen hinweisen oder als Ursache für eine noch nicht behandelte psychische Störung.

Wesentlich bist hierbei jedoch immer der Umstand, dass wenn Sie Ihrem Sohn auch entsprechend helfen möchten und Ihn in der schwierigen Situation begleiten wollen, Selbst genügend Stark sein sollten, d.h. nicht unter der Last Selbst zusammen brechen und ggf. burnoutähnlich/ depressive Symptome zeigen.

Man sollte sich immer vor Augen halten, dass diese Verhaltensmuster, die Sie so deutlich beschreiben (Neigung zu auffälligem Sozialverhalten, somatisch bezogene Symptomen usw.) auch auf tiefgreifende unverarbeitete psychische Belastungen hinweisen oder als Ursache für eine noch nicht behandelte psychische Störung sein können. Unter anderem können emotional nicht verarbeitete Ängste eine Rolle spielen (ggf. Trennungsängste, Verlustängste), genetische Faktoren in Hinblick auf eine psychische Störungsdisposition innerhalb der Familie, emotionale Instabilität im familiären Umfeld (z.B. erlebte Überängstlichkeit der Mutter è Übertragung der vorgelbeten Verhaltensweisen z.B. auch Depressivität und psychosomatische Beschwerden), eine vielleicht vorhandene Geschwisterrevalität die jedoch nicht geäußert wird = unbewusst jedoch erlebt wird von Ihrer Tochter, emotionale Überforderung z.B. weil Ihre Tochter die Verantwortung für Beziehungsschwierigkeiten der Eltern übernimmt, kognitive Unterforderung w/ einer eventuellen Hochbegabung bzw. Überforderung im Rahmen der schulisch zu erbringenden Leistungen, zu starke Fokusierung und übersteigerte Aufmerksamkeit der Eltern (häufig jedoch nur bei Einzelkindern) und somit Einschränkung der individuellen Entwicklung ==> aber wie kann ein Kind von 10 Jahren sich dagegen wehren, nur eben mit Verhaltensauffälligkeiten, weil er diese Zusammenhänge noch nicht emotional/ kognitiv erfassen kann usw. Um hier wirklich nur einige mögliche Ursachen für Verhaltensauffälligkeiten wie von Ihnen beschrieben darzustellen. Oft überfordern wir Kinder auch indirekt damit, dass wir oft Denken, die Verstehen doch schon so viel, aber Sie tun es eben oft nicht bzw. nicht im richtigen Kontext. Jedoch kann es sich auch schon um eine bereits bestehende psychische Störung im Kindes- und Jugendalter handeln z.B. um eine Störung der Emotion und des Sozialverhaltens genauso wie um eine Angst- und Panikerkrankung bis hin zu einer psychosomatisch/ hypochondrischen Störung wäre auch im Bereich des Möglichen. Auch kann eine A(h)DS Erkrankung nicht ausgeschlossen sein. Leider ist es aus fachlichen Überlegungen, auch auf Grund der sehr geringen Informationsdaten aus meiner beruflichen Sicht geeignet hier noch weitere eventuelle diagnostische Überlegungen anzustellen. Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis.

Das Problem ist nämlich, dass psychische Störungssymptome immer wieder auftreten können, auch wenn es den Betroffenen im Moment gut geht (Besserung in Sicht ist) und Sie keinerlei Beschwerden im Rahmen Ihrer Störungsreaktionen (Verhaltensreaktionen) haben und niemand kann sagen wann es das nächste Mal sein wird. Zum Teil potenzieren sich die Störungssymptome häufig und Sie werden unbehandelt schlimmer und halten länger an und bitte bedenken Sie dabei immer, jetzt ist Ihr Sohn noch zu einem gewissen Maße steuerbar (beeinflussbar im positiven Sinne), es hat noch keine weiterführenden Konsequenzen wegen seines Alters gegeben. Aber bitte was ist, wenn er 14 wird oder noch Älter ist, was ist dann mit der Schule ect.

Sie können sich an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen) mit einer Zusatzqualifikation für Kinder u.- Jugendpsychologie oder Jugendpsychiatrie in Ihrer Nähe wenden und einen Termin ausmachen. Die Kosten dafür werden im Regelfall von der Krankenkasse übernommen. Über die Krankenkasse erfahren Sie auch ohne Probleme welche Kollegen für eine Diagnostik (Abklärung um welche Form es sich genau handelt im Rahmen der psychischen Störung) und psychotherapeutische Behandlung (eventuell verhaltenstherapeutisch oder tiefenpsychologisch) in Ihrem Umfeld hierfür in Frage kommen.
Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut für Kinder und Jugendpsychotherapie wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. verhaltenstherapeutisches oder tiefenpsychologisches Ausbildungsinstut für Kinder und Jugend + größere Orte in der Umgebung) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren und dort mit Ihrem Sohn vorstellig werden.

Es besteht für Sie auch die Möglichkeit sich einer Selbsthilfegruppe für Eltern auch für von Kinder und Jugendliche anzuschließen und von anderen Eltern und deren Erfahrungen zu lernen. Oft werden solche Elterngruppen über die Erziehungsberatungsstelle angeboten bzw. Sie erfahren hierzu weiteres über eine Selbsthilfekontaktstelle oder Krankenkasse, wo sich eine Gruppe in der Nähe befindet. Natürlich können Sie sich auch im Internet bestimmten hierzu bestehenden Foren im Internet besuchen u.a. http://www.ads-selbsthilfe.de/, http://www.adhs-selbsthilfepool.de/, ads-gruppe.de, http://www.selbsthilfenetz.de/, http://www.eltern.de/, Es ist wichtig, wenn Sie Ihrem Sohn entsprechend helfen wollen sich Informationen zu beschaffen und wenn Sie dies zu sehr belasten sollte, sich auch umgehend z.B. psychologische Hilfe zur Begleitung suchen. Dies kann auch über eine Erziehungsberatungsstelle in Ihrer Nähe geschehen und die Beratung ist hier in der Regel kostenlos. Aber auch die Zuhilfenahme des Schulpsychologen (ggf. durch die Vermittlung der Lehrerin) oder bis hin zur Hilfe zur Erzeihung (erhalten Sie durch die Unterstützung beim Jugendamt für Ihren Sohn) könne Sie Hilfe bekommen, so Sie diese annehmen.
Bitte tun Sie etwas und haben Sie keine Angst davor, was vielleicht die Umwelt meinen könnte, Sie wären vielleicht "schlechte Eltern" oder gar "Eltern die versagt haben in der Erziehung". Nein das sind Sie ganz und gar nicht, sondern Sie scheuen weder Kosten und Mühen um Ihren Sohn adäquat zu helfen.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiter helfen und wünsche Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute.

Mit freundlichem Gruß

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar(durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

Bekannt aus:

 
 
 
„[...]mehr als Zehntausend Experten weltweit; 1500 davon in Deutschland. Acht Jahre nach dem Start ist das [...] Online-Unternehmen mit seinen 90 Mitarbeitern die größte Web-Seite für das Vermitteln von Experten von Anwälten über Ärzte bis hin zu Universitätsprofessoren.“
„Wer eine fachmänische Lösung für ein medizinisches, rechtliches oder technisches Problem sucht, kann das jetzt auch im Internet tun. Lebenshilfe auf die schnelle, unkomplizierte und vor allem erschwingliche Art bietet die Seite www.justanswer.de. Etwa 1500 Experten stehen per Mail für Fragen zu ca. 200 Fachgebieten rund um die Uhr zur Verfügung."
„Rat gewünscht? Rechtliche, medizinische oder allgemeine Fragen beantworten Experten unter www.justanswer.de."
„JustAnswer, die weltweit führende Online-Plattform für Expertenfragen und -antworten, bietet ab sofort noch mehr Sicherheit und Qualität für Verbraucher."
„Ob Vorbereitung, Notfall oder Reklamation nach dem Urlaub - JustAnswer bietet jederzeit schnelle, kompetente Antworten"
„Die Online-Plattform JustAnswer bringt Ratsuchende und Experten in über 200 Fachgebieten zusammen."
 
 
 

Was unsere Besucher über uns sagen:

 
 
 
  • Danke für die wachrüttelnde Antwort, die freundlich aber bestimmt angekommen ist. Das war nötig und sehr hilfreich. Danke! JustAnswer Kunde
< Zurück | Weiter >
  • Danke für die wachrüttelnde Antwort, die freundlich aber bestimmt angekommen ist. Das war nötig und sehr hilfreich. Danke! JustAnswer Kunde
  • Sehr schnelle und kompetente Antwort, die für mich bares Geld bedeutet. Vielen Dank! S.Stober K.
  • Herzlichen Dank! Hab durch Ihre Antwort viel Geld gespart! Ben R. Deutschland
  • Sehr schnelle und kompetente Hilfestellung. Besonders für mich als Laien wurde alles sehr verständlich erklärt. Gerne wieder! Rosengl Bad Tölz
  • Vielen Dank für die schnelle und gute Beratung. Sie haben uns gut weitergeholfen. Wir kommen gerne wieder auf Sie zu. Birgit H. Kempten
  • Hervorragende und außerordentlich liebenswürdige Hilfe! Ich werde bei Bedarf bestimmt wieder auf JustAnswer zurückgreifen und bin sehr dankbar, dass es so etwas gibt! Dr. Gert Richter Verl
  • Danke für die schnelle Hilfe. Sehr schön, auch an einem Sonnabend ist jemand zu erreichen. Janine Gaus Bielfeld
 
 
 

Lernen Sie unsere Experten kennen:

 
 
 
  • diplompsychologe

    diplompsychologe

    Dipl- Psychologe

    Zufriedene Kunden:

    1216
    Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
< Zurück | Weiter >
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/DI/diplompsychologe/2011-4-27_194256_Foto158.gifbearbeitet3.64x64.gif Avatar von diplompsychologe

    diplompsychologe

    Dipl- Psychologe

    Zufriedene Kunden:

    1216
    Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/BJ/BJnD8/2013-8-2_142434_FKH0080KopfLimpens.64x64.jpg Avatar von Johann Schweißgut

    Johann Schweißgut

    Diplom Psychologe

    Zufriedene Kunden:

    817
    Verhaltenstherapeut, Systemischer Berater und Coach, Supervisor
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/WE/webpsychiater/2015-8-15_7533_ildschirmfotoum...64x64.png Avatar von webpsychiater

    webpsychiater

    Dr

    Zufriedene Kunden:

    47
    Ärztlicher Psychotherapie (Verhaltenstherapeie
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/EW/ewolf/2014-11-22_123326_rofilildx.64x64.jpg Avatar von Frau-Wolf

    Frau-Wolf

    Diplom Psychologin

    Zufriedene Kunden:

    28
    zertifiziert als Mediatorin* (Hochschule Darmstadt); als ILP (integrative lösungsorientierte Psychologie) coach; HP (Psych) ;WB med. Hypnose
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/HO/hoellering/2015-9-3_152044_x.64x64.jpg Avatar von Dr. Höllering

    Dr. Höllering

    Fachärztin

    Zufriedene Kunden:

    9772
    Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/OR/Orthodocs/2012-2-12_211834_IMG6092a.64x64.jpg Avatar von Orthodoc

    Orthodoc

    Dr. med.

    Zufriedene Kunden:

    1138
    Orthopädie,Unfallchirurgie,Notfallmedizin, Allgemeinmedizin
 
 
 

Ähnliche Fragen in der Kategorie Psychologie