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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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habe in der scgule probleme mit meinem 7jahre alten sohn die

Kundenfrage

habe in der scgule probleme mit meinem 7jahre alten sohn die lehrerin sagt er bockt öfters und hätte sie auch schon angeschrien,nun bezeichnet sie ihn als verhaltensauffällig, hatte aber mit verhalten nie probleme! was kann die ursache sein das er jetzt anscheinend in der schule so ist?? er lernt sehr gut meinte die lehrerin!! LG FRAU MÜLLER
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre vertraunsvoll gestellte Frage.

Ihre Sorgen kann ich verstehen um Ihren Sohn und er kann wohl sich zurecht glücklich Schätzen, dass Ihr Sohn eine Mutter hat die sich auch im Alter von 7 Jahren Gedanken macht und Ihren Sohn bei seinen Problemen so intensiv begleitet. Leider ist es nicht immer so und leichtfertig werden die von Ihnen beschriebenen Verhaltensreaktionen (z.B. verbale Aggressionen (Anschreien), bockiges Verhalten bzw. opposionelle Verhalten, Schulunlust bis hin teilweise zur Verweigerungshaltung usw.) mit vorübergehender altersentsprechenden Verhaltensauffälligkeiten erklärt ohne dabei zu bedenken , dass daraus weitreichende Schwierigkeiten auch letztendlich in Ihrem Falle in der Erziehung mit später vlt. sogar diversen somatischen Symptomen bzw. psychische Störungen entstehen können (nicht zwangsläufig müssen) bis hin zu einer Schulphobie (Schulangst) da die Konflikte, wo immer Sie auch liegen mögen, besser auf welchem Hintergrund nicht gelöst werden.
Auf Grund der geringen Explorationsdaten kann ich es aus fachlicher Sicht kaum in meiner Antwort so gestalten, dass ich Ihnen mit einer Diagnose bzw. Ursachen für das Verhalten Ihrer Tochter dienen kann. Jedoch kann es sich um eine Störung der Emotion und des Sozialverhaltens genauso handeln wie um eine emotionale Entwicklungs- und Wahrnehmungsstörung bzw. Aufmerksamkeitsstörung im Kindesalter (um hier nur ein Mal zwei eventuell in Frage kommende Diagnosen zu nennen). Genauso verhält es sich mit den Ursachen, diese liegen zwischen einer eventuellen Geschwisterrevalität, über kognitive/ emotionaler Überforderung hin zu unverarbeitet unbewussten Konflikten.

Was können Sie tun?

Aus meiner Sicht wäre der erste Ansprechpartner in Ihrem Falle der schulpsychologische Dienst der Schule ggf. der Vertauenslehrer, denn es kann ja auch die Möglichkeit bestehen, dass bei Ihrem Sohn gar keine Ursachen zu finden sind und Ihr Sohn nur auf das Fehlverhalten z.B. des Lehrkörpers reagiert. Eine weitere Möglichkeit ist die Hilfe über den Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes meist untergliedert in Kinder u. Jugendbereich und/ oder Erwachsenenbereich zu erhalten, denn dort sind speziell ausgebildete Psychologen vor Ort ggf. auch schnell einen Termin zu bekommen und hier kann auch eine zumindest Abklärung der bestehenden Problematik erfolgen.

Sie haben, bedingt durch das Lebensalter Ihres Sohnes, noch das alleinige Mitsprachrecht und sollten dies auch nutzen. Hier ist jedoch immer die Voraussetzung, dass Ihr Sohn bereit ist sich helfen zu lassen (entsprechend des Lebensalters), zur Einsicht gelangt entsprechend des Alters, dass sich Ihr Verhalten verändern sollte und Sie dahingehend auch von Ihnen motiviert werden kann (auch begleitet und unterstützt).

Wichtig ist erst ein Mal aus meiner Sicht, die Ursachen fachlich adäquat diagnostisch abklären zu lassen. Denn irgendwoher müssen die Verhaltensauffälligkeiten/ Schulprobleme ect.) ja her kommen und um dann entsprechende weiterführende Schritte bzw. ggf. Problemlösungen zu finden (Behandlungen) durchführen zu können.

Sie können sich auch an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen für Kinder- und Jugendpsychotherapie) in Ihrer Nähe wenden und einen Termin ausmachen. Aus meiner Sicht eher im verhaltenstherapeutischen Therapiekontext. Die Kosten dafür werden im Regelfall von der Krankenkasse übernommen. Über die Krankenkasse erfahren Sie auch ohne Probleme welche Kollegen für eine psychotherapeutische Behandlung in Ihrem Umfeld hierfür in Frage kommen. Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut für verhaltenstherapeutische Psychotherapie im Bereich Kinder und Jugend wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. psychotherapeutische Ausbildung für Kinder und Jugend Verhaltenstherapie + entsprechendem Ort in Ihrer Nähe z.B. München) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren.

Es besteht für Sie auch die Möglichkeit sich einer Selbsthilfegruppe für Angehörige (Eltern) auch für z.B. "verhaltensauffällige" Kinder anzuschließen. Hierzu erfahren Sie mehr über Gruppen in Ihrer Nähe über so genannte Selbsthilfekontaktstellen und Ihre Krankenkasse. Natürlich können Sie sich auch im Internet bestimmten hierzu bestehenden Foren im Internet besuchen u.a. http://www.selbsthilfenetz.de/ , http://www.eltern.de/ , http://www.imedo.de/

Es ist wichtig, wenn Sie Ihrem Sohn weiter helfen wollen sich Informationen zu beschaffen und wenn Sie dies zu sehr belasten sollte, sich auch umgehend z.B. psychologische Hilfe zur Begleitung suchen. Dies kann auch über eine Erziehungsberatungsstelle in Ihrer Nähe geschehen und die Beratung ist hier in der Regel kostenlos und es gibt dort häufig sehr schnell einen Termin.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiter helfen und wünsche Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar(durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank