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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
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Mein Mann und ich sind seit 30 Jahren verheiratet. Und jetzt

Kundenfrage

Mein Mann und ich sind seit 30 Jahren verheiratet. Und jetzt haben wir schon fast 2 Jahre keinen Sex mehr. Ich habe nie viel Lust auf Sex gehabt. Für mich hängt Sex immer von dem Gefühl ab auch verliebt zu sein und das bin ich nicht mehr. Mein Mann will sich zu dem Thema auch gar nicht aeussern und scheint es so anzunehmen wie es ist. Er sagt aber immer, dass er mich früher oder später verlässt, da ich ein Stresstyp bin seiner Ansicht nach. Ich habe Gewissensbisse, weil ich meinem Mann keine "vollkommene" Ehefrau sein kann. Wir leben wie Bruder und Schwester zusammen, haben gemeinsame Hobbies, gemeinsame Freunde, hemeinsame Ferien und Interessen. Ich habe schon mit meinem Frauenarzt gesprochen, doch er kann mir keine Pille verschreiben, damit ich wieder Lust bekomme. Und allein im Alter willich auchnicht sein. Wie kannich mir und meinem Mann helfen?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage. Sie beschreiben eine schwierige Situation. Es ist nicht ungewoehnlich fuer eine Frau, v.a. kurz vor, waehrend und nach den Wechseljahren kaum noch Lust auf Sex zu haben. Ich gehe davon aus, dass Sie wahrscheinlich in "diesem Alter" sind. Es kommt danach auch manchmal zu Schmerzen beim Sex, wenn man die Lust behaelt.


Ihr Wunsch, Ihrem Mann eine gute Ehefrau zu sein, is sehr ehrenhaft, allerdings klingt in Ihrer Frage durch, dass das groessere Problem in Ihrer Ehe gar nicht der fehlende Sex sondern Ihr "Stress" ist. Ich bin mir natuerlich jetzt nicht ganz sicher, was das genau bedeutet, darum waere es wahrscheinlich hilfreich, wenn Sie mir im Rahmen einer Anschlussfrage ein paar zusaetzliche Informationen geben, damit ich genauer darauf eingehen kann. Meine Vermutung ist, dass "Stresstyp" vielleicht bedeutet, dass Sie mit unterschwelligen Aengsten leben und darum oft versuchen, Dinge (und Menschen) in Ihrem Leben zu kontrollieren. Denn die typische menschliche Antwort auf Angst ist Kontrolle. Angst bedeutet, dass man etwas nicht kontrollieren kann, darum versucht man oft, dieses Gefuehl zu "beruhigen" indem man in einem anderen Bereich seines Lebens etwas kontrolliert (wie z.B. Stress auf der Arbeit=super saubere Kueche).

Wie gesagt, ich kann hier nur Vermutungen aussprechen: Viele Frauen haben v.a. mit der Angst vor Ablehnung Probleme. Es ist oft keine bewusste Angst, aber sie scheint dennoch grossen Einfluss auf uns auszuueben.

 

Wenn wir uns abgelehnt fühlen, dann bewerten wir eine Reaktion, eine Aussage oder ein Verhalten eines anderen als Ablehnung (ob dies so gemeint war oder nicht, sei einmal dahingestell). Die meisten Menschen haben Angst vor Ablehnung und fühlen sich verletzt, wenn sie sich abgelehnt fühlen. Warum ist das so?

Die Angst vor Ablehnung ist eng mit der Selbstablehnung verbunden. Je mehr wir uns selbst ablehnen, je mehr wir uns selbst für minderwertig oder nicht liebenswert halten, je mehr wir an unserem Wert zweifeln, umso mehr haben wir Angst vor Ablehnung, umso mehr leiden wir unter einer negativen Bewertung unserer Mitmenschen und umso schmerzlicher empfinden wir eine Ablehnung durch diese.

Woher kommt die Angst vor Ablehnung?

In den meisten Fällen entsteht die Angst vor Ablehnung schon in unserer Kindheit, genauer gesagt in den ersten 7 Lebensjahren. In dieser Zeit lernen viele von uns:

  • Ich werde nur akzeptiert, wenn ich lieb bin.

  • Ich bin nur liebenswert, wenn ich lieb bin.

  • Ich werde nur akzeptiert, wenn ich eine gute Leistung bringe.

Wenn wir von unseren Eltern nur angenommen und gelobt werden, wenn wir uns so verhalten, wie sie es sich wünschen, und sie uns ablehnen, wenn wir uns anders verhalten, dann lernen wir: gemocht werde ich nur dann, wenn ich tue, was andere von mir verlangen. Tue ich, was ich will, stoße ich auf Ablehnung.

Dabei reicht es schon, dass wir als Kinder den Eindruck haben, nicht um unserer Selbstwillen gemocht zu werden. Es müssen keine Worte fallen und wir müssen nicht geschlagen werden, um das Gefühl zu haben, nicht in Ordnung zu sein und abgelehnt zu werden. Schon ein strafender oder tadelnder Blick reichte vielleicht, um uns in Lebensgefahr zu sehen.

Warum nehmen wir uns als Kinder solche Worte so zu Herzen und warum reagieren wir als Erwachsene immer noch so verängstigt? Der Grund ist: Wir sind als Kinder völlig abhängig von der Zuwendung und Fürsorge unserer Eltern. Ohne sie können wir nicht überleben. Eine Ablehnung empfinden Kinder immer als ein im Stich-Gelassen- und Verstoßen-Werden. Und das kommt für ein drei- oder fünfjähriges Kind gefühlsmäßig einem Todesurteil gleich.

Haben wir als Kind kein Grundvertrauen, dass man für uns sorgen wird, dann entwickeln wir eine große Angst vor Ablehnung.

Als Erwachsene hängt unser Leben nicht mehr vom Urteil anderer Menschen ab. Dennoch empfinden wir bei Ablehnung reflexartig so, wie das drei- oder fünfjährige Kind, das seinen Eltern auf Gedeih und Verderben ausgeliefert war. Der Grund ist: Wir tragen quasi immer noch den kleinen verängstigten Jungen oder das kleine verängstigte Mädchen in uns, die eine Ablehnung als existenzielle Bedrohung empfinden.

Eine andere Lektion in unserer Kindheit und Jugendzeit bestand vielleicht darin, uns auf sehr persönliche und verletzende Weise auf unsere Fehler und Schwächen aufmerksam zu machen. Wir mussten uns vielleicht häufig anhören: Du taugst nichts. Du bist ein Tollpatsch. Du bist so was von blöd. Wegen dir muss man sich schämen.

Dadurch haben wir gelernt, an uns zu zweifeln und haben kein Selbstvertrauen entwickelt. Wir haben Angst zu versagen oder nicht zu genügen und deshalb abgelehnt zu werden.

Und natürlich hatten auch Erfahrungen mit unseren Spiel- und Schulkameraden einen Einfluss auf unsere seelische Entwicklung. Vielleicht wurden wir in der Schule gemobbt. Vielleicht hatten wir eine körperliche oder persönliche Auffälligkeit und wurden deshalb zur Zielscheibe von Spott und Hänseleien, die an unserem Selbstwertgefühl genagt haben und von denen wir uns nie mehr erholt haben.

Was tun gegen die Angst vor Ablehnung?

Wenn wir lernen, unseren Selbstwert und damit unser Selbstwertgefuehl zu stärken, dann machen wir uns unabhängiger von der Reaktion anderer und erleben eine Ablehnung nicht mehr als Todesurteil. Eine Ablehnung ist dann nur noch bedauerlich und schade, aber nicht mehr bedrohlich. Und damit verlieren wir unsere Angst vor der Ablehnung.

Und noch eines ist sehr wichtig: in der Regel fühlen wir uns durch die Worte oder das Verhalten des anderen als ganzer Mensch abgelehnt, fühlen wir unseren Wert herabgesetzt. D.h. wir beziehen seine Reaktion auf uns und nicht auf unser Verhalten. Dies ist ein großer Denkfehler. Es mag ja sein, dass einem anderen nicht gefällt, was wir sagen oder tun oder er unsere Ansichten ablehnt. Aber warum sind wir dann als Mensch ablehnenswert, wenn dem anderen an uns ein bestimmtes Verhalten nicht gefällt?

Das ist genauso, als würde man einen Apfelbaum verurteilen, der neben schönen Äpfeln auch wurmstichtige Äpfel trägt, weil man sagt: ein Baum, der wurmstichige Äpfel trägt ist minderwertig. Und selbst wenn ein Baum nur wurmstichige Äpfel tragen würde, käme wohl niemand auf die Idee, ihn deshalb zu fällen.

Und noch eines sollten Sie bedenken: über wen sagt eine Ablehnung etwas aus? Über den Abgelehnten oder den Ablehnenden? Letztlich nur über den Ablehnenden. Seine Ablehnung ist Ausdruck seiner Werte, seiner Ansichten, seiner Moral, seines Geschmacks, seiner Weltanschauung.

Wenn Sie ein modernes Gemälde schrecklich finden, heißt das, dass dieses Bild wertlos ist? Nein, es gibt viele, denen dieses Gemälde gefällt. Folglich sagt Ihre Ablehnung nichts über den Wert oder die Qualität des Bildes aus, sondern lediglich etwas über Ihren Geschmack.

Die meisten Menschen, die Angst vorm Alleinsein haben, haben irgendwann in ihrem Leben entschieden, dass sie minderwertig, nicht liebenswert, unwichtig oder wertlos sind, wenn sie alleine sind - oder nicht perfekt sind. Darum setzen sie alles daran, nicht alleine (oder perfekt) zu sein, denn dann koennen sie vermeiden, sich so zu fuehlen. Oft fuehrt das dazu, dass sie versuchen, anderen deren Wuensche und Beduerfnisse vom Gesicht abzulesen und oft entsprechend handeln bevor ein Wunsch ausgesprochen wurde. Oder, dass sie sich nie eigene Beduerfnisse goennen, denn das koennte ja dazu fuehren, dass die andere Person einen als Last empfindet und verlaesst.
Oft leben Menschen, die diese Schlussfolgerung gezogen haben, in staendiger Angst, etwas falsch zu machen und darum verlassen zu werden. Diese Menschen sind auch bewundernswert sensibel und haben ein riesengrosses Einfuehlungsvermoegen, was sie zu wunderbaren Freunden macht. Andererseits, werden sie auch oft ausgenutzt.
Was kann man tun, um diese Angst loszuwerden? Eine kognitive Therapie zeigt oft recht gute Erfolge, denn da findet man herau, warum man diese Schlussfolgerung gezogen hat (Allein = Wertlos), und kann diese Glaubenssaetze dann herausfordern und aendern. Denn oft hat man diese Glaubenssaetze als Kind gelernt und verinnerlicht. Und nicht alles, was man als Kind glaubt, erweist sich als hilfreich, wenn man erwachsen ist.



Wenn Sie denken, dass eine solche Angst zu Ihrem "Stress" fuehren koennte, dann waere eine kognitive Verhaltenstherapie hilfreich.


 

Hier finden Sie Informationen zur Kognitiven Verhaltenstherapie:

http://www.gesundheitsinformation.de/merkblatt-kognitive-verhaltenstherapie.491.de.html

 

Ein Buch, das in diese Therapiearbeit einfuehrt ist:

 

Gedanken verändern Gefühle: Fertigkeiten, um Stimmungen, Verhalten und Beziehungen grundlegend zu verbessern von Dennis Greenberger, Christine A. Padesky, Theo Kierdorf und Hildegard Höhr von Junfermann (Oktober 2007)

 

 

 

Da ich natuerlich komplett falsch liegen koennte mit meiner Antwort, moechte ich noch ganz konkret auf die sexuellen Probleme eingehen, die Sie beschreiben. Fehlende Lust ist uebrigens auch ein Symptom von Depressionen. Da Sie ansonsten keine weiteren Depressionssymptome erwaehnen, weiss ich nicht, ob das auf Sie zutrifft, aber es koennte eine Moeglichkeit sein. Fragen Sie bitte nach, wenn Sie da mehr wissen moechten.

Ansonsten gibt es nicht eine einzige Ursache für das sexuelle Problem, sondern ein Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren. Daher ist es auch erforderlich, die Problematik von verschiedenen Perspektiven aus zu beleuchten: körperliche Gründe, psychologische Ursachen und soziale Faktoren.

Körperliche Ursachen sind Abweichungen des Körpers, die zu sexuellen Problemen führen können. Beispiele wären hormonelle Regulationsstörungen bei Erkrankungen oder auch Medikamente, die zu einem verringerten sexuellen Interesse führen.

Psychologische Faktoren wären Gefühle, Gedanken und Vorstellungen oder Erfahrungen, die sexuelle Probleme verursachen und unterhalten können. Dies können negative Gefühle oder Ängste und Schamgefühle gegenüber dem Partner sein, schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit oder auch Probleme und Ängste vor Grenzüberschreitungen bzw. Probleme angemessen seine Wünsche und Grenzen gegenüber dem Partner deutlich machen zu können.

Psychologische Erkrankungen wie Depressionen, Burnout oder Angststoerungen koennen ebenfalls zu sexuellen Problemen fuehren.

Soziale Faktoren können sich auf erlernte bzw. erworbene Werte und Normvorstellungen beziehen, die sie in der Kindheit beigebracht bekamen oder aber durch traumatische Erfahrungen geprägt wurden. Auch bestimmte Stressfaktoren wie z.B. Arbeitsplatzprobleme oder finanzielle Sorgen oder auch Streits können die sexuelle Funktionsfähigkeit beeinflussen.


 

Eine Sexualberatung hilft dabei, den psychischen Ursachen auf den Grund zu gehen und diese nach Möglichkeit zu beseitigen. Aufgrund der starken Wechselwirkungen zwischen unserer Sexualität und der Psyche können Sexualtherapie und Psychotherapie häufig sogar bei rein organischen Beschwerden im Sexualbereich eine Verbesserung der Symptomatik erreichen.

Sexuelle Probleme sind in einem typischen Lebensverlauf keineswegs etwas Außergewöhliches: statistische Erhebungen deuten darauf hin, daß jeder Mensch im Verlauf seines Lebens zumindest 1x Schwierigkeiten sexueller Art haben dürfte! Um aber nicht womöglich jahrelang oder das ganze Leben lang darauf warten zu müssen, daß das Problem "wie von selbst" verschwindet, ist es ratsam, es nach einigen Wochen ohne deutliche Verbesserung ernst zu nehmen und sich ggf. Unterstützung durch einen Sexualtherapeuten zu holen.

Die häufigsten Beschwerden

  • sexuelle Lustlosigkeit (Appetenzstörung, Libidoverlust) - das Verlangen nach Sex wurde immer geringer oder ist gar nicht mehr vorhanden
  • sexuelle Hemmungen / Blockaden ('Sexual Shyness') - es bestehen Hemmungen oder Blockaden gegenüber dem eigenen oder dem anderen Körper, sexuelle Aktivitäten können aufgrund der Unsicherheiten nicht genossen werden

  • sexuelle Abneigung (sexuelle Aversion) - der Gedanke an Sex wird als unangenehm und abstoßend erlebt, "keine Lust auf Sex".

  • ausbleibender Orgasmus (Anorgasmie) oder Schwierigkeiten, einen Orgasmus zu erreichen

  • Orgasmus oder Samenerguß mit ausbleibender Befriedigung

  • sexuelle Wünsche oder auch Probleme, die in der Partnerschaft nicht angesprochen werden können

  • plötzlicher Erregungsabbruch

  • chronische Erektionsstörungen (Fachbegriff: erektile Dysfunktion, auch bekannt als Impotenz): der Penis wird nicht mehr (ausreichend) steif



Wirklich zufrieden mit ihrem sexuellen Leben sind nur wenige Menschen, und die Zahl der Unzufriedenen oder Enttäuschten nimmt tendentiell zu. Menschen, die längere Zeit hindurch keine oder nur defizitäre Sexualkontakte haben, empfinden i.a. weniger Lebensqualität, häufig geht sexuelle Unzufriedenheit auch mit Depressionen oder anderen psychischen Belastungen einher. Letztlich liegt es aber in den meisten Fällen an den Betroffenen, ob sie sich professionelle Unterstützung für ihre sexuellen Probleme suchen oder nicht. Da diese Probleme immer noch als "peinlich" empfunden werden, passiert dies jedoch verhältnismäßig selten: die überwiegende Mehrheit der Betroffenen leidet folglich jahrelang, ohne daß eine nachhaltige Veränderung erreichbar wäre.

Jene, die aber eine Sexualtherapie bei professionell arbeitenden SexualtherapeutInnen in Anspruch nehmen, erfahren zunächst eine diagnostische Abklärung der jeweiligen Beschwerden. Bleibt es lediglich beim Abfragen der Erscheinungsform(en), wie es mitunter bei nicht oder unzureichend ausgebildeten Sexualtherapeuten vorkommt, greift dies häufig zu kurz - und kann folglich zu ausbleibendem Therapieerfolg führen, da die eigentlichen Ursachen ggf. weitgehend unberührt bleiben. Häufig zeigt sich dies, wenn aufgrund einer rein psychischen Ursachensuche (=häufig bei BeraterInnen, PsychologInnen oder PsychotherapeutInnen) allzu schnell irgendwelche "Tipps" oder trickreich wirkende "Aufgaben" gegeben werden, oder (=häufig bei ÄrztInnen oder HeilpraktikerInnen) sofort Tabletten oder andere Substanzen verordnet werden.

Eine sexualtherapeutische Diagnose besteht aus

  • Sexualanamnese (Geschichte und Erfahrungen der eigenen sexuellen Entwicklung)

  • Familienanamnese (Beziehung zu Vater und Mutter und zu Geschwistern, Beziehung der Eltern, Vorbilder, Werte und Normen, Umgang mit Angst und Schuld, prägende Erlebnisse)

  • Fragen nach der aktuellen Beziehung (Kennenlernen, weiterer Verlauf, aktueller Stand)

  • Fragen nach dem aktuellen Sexualleben (Lust, Erregung, Kontakt, Orgasmus)

Körperliche Ursachen (z.B. hormonelle Störungen) kann man medikamentöse aber auch mit anderen Interventionen, bisweilen auch mit einer psychologischen Behandlung, therapieren. Psychologische Ursachen wie z.B. Ängste oder Depressionen werden mit spezielleren psychotherapeutischen Verfahren angegangen. Liegen die Probleme eher im familiären bzw. zwischenmenschlichen Bereich wird eine Familientherapie bzw. systememische Therapie vorgeschlagen. Bei Sexualstörungen wird normalerweise dabei der Partner mit in die Behandlung einbezogen.

Wichtig ist ein integrativer Ansatz,der z.B. Elemente verschiedener Therapieformen vereint:Gespräch e, Wahrnehmungserweiterung, Körpertherapie, Verhaltenstherapeutische Interventionen, Systemische Ansätze, ganzheitliche Therapien mit tiefenpsychologischer Ausrichtung wie z.B. Gestalttherapie, Paartherapie, Tantrischer Ansatz. Die Voraussetzung für eine gelingende therapeutische Arbeit bildet die vertrauensvolle Beziehung und der gute Kontakt zwischen Berater und Klient.

Hier finden Sie eine Liste von Sexualtherapeuten:

http://www.netzwerk-sexualtherapie.de/organisation/php/liste_behandler.php

http://www.therapeutenfinder.com/therapeuten/

http://www.impotenz-selbsthilfe.de/info/beratung.html

Es ist schwer aus der Ferne mit begrenzter Information genau zu sagen, was zu den Problemen Ihres Partners fuehrt, darum waere eine genaue Diagnostik durch einen kompetenten Sexualtherapeuten der erste Schritt.






Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort in ihrer Kürze geholfen hat und beantworte auch gerne eine Anschlussfrage. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

Wenn meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht, bitte ich Sie, nicht zu vergessen das Honorar (durch Anklicken von "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank.

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