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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Eigentlich benötige ich dringend einen Psychologen in meiner

Kundenfrage

Eigentlich benötige ich dringend einen Psychologen in meiner Nähe, aber hier in meiner Umgebung ist es offensichtlich alles belegt...<hm
Also ich ADHSer 50 Jahre, Psoriasis pustulosa..mit Auslöser möglicherweise psyhosomatisch bedingt,#
Seit zwei Jahren neuer Wohnsitz und Beziehung und Job...also nun verliere ich meinen Job. Meine Beziehung ist in der Auflösung begriffen, ich habe keine Rückendeckung von Familie oder Freunde.
Und soll mir nun einen Psychologen suchen, damit ich eine Reha beantragen kann...
tja so sind die Fakten.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen eine punktuelle Hilfestellung zu geben.

Sie haben schon den richtigen Schritt gemacht und sich im Internet über Psychotherapeuten in Ihrem Umfeld Infomiert um Hilfe in Ihrer derzeitigen Lebenskrise zu erhalten. Nun ist es wichtig, entsprechend der Diagnose der Störung den Psychotherapeuten herauszusuchen, der auch die entsprechenden Therapieform praktiziert die empfohlen wird. Wichtig ist ebenfalls das Wissen um die von den Krankenkassen anerkannten Therapieformen, denn nur diese werden auch von der Krankenkasse bezahlt. Dazu gehören die Pharmakotherapie, die Verhaltenstherapie und die tiefenpsychologisch fundierte Therapieform. Sie können natürlich gern auch andere Therapieformen wählen, jedoch gestaltet sich dann eine Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen schwierig da bei vielen anderen Therapieformen die Wirksamkeit nicht wissenschaftlich belegt ist. Ist die Therapieform festgelegt und der entsprechende praktizierende Therapeut gefunden sollte eine Kontaktaufnahme zur Terminvergabe erfolgen. Hier kann man schon erste Eindrücke sammeln ob das therapeutische Setting mit diesem Therapeuten/Therapeutin passt oder nicht. (ob die“ Chemie „stimmt) Es ist nicht jeder Therapeut auch für jeden Menschen und jede Therapieform geeignet. Erkundigen Sie sich auch bei den Krankenkassen oder lesen Sie in Foren, die auch die zu behandelnde Störung betreffen die Erfahrungsberichte anderer Klienten/Patienten um Hilfe bei ihrer Entscheidung zu erhalten. Beachten Sie aber auch dabei, auch dies sind nur subjektive Ansichten der Forenmitglieder. Ob ein Therapeut gut ist zeigt sich erst am Ende des therapeutischen Settings, nämlich dann wenn Ihre Wege sich wieder trennen und Sie als Ergebnis wieder eine höhere Lebensqualität haben.

Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren und dort vorstellig werden.

Da Sie eine psychosomatische Störung bei Ihnen vermuten möchte ich Ihnen zu Ihrer weiteren Information folgendes nahelegen. Chronische Überforderung, psychosozialer Stress und auch eine angelegte oder erworbene Organschwäche können Auslöser einer psychosomatischen Störung sein. Ihre Hausärztin hat dies schon richtig erkannt. Um Ihnen das Verständnis für diese psychische Störung ( Somatisierungsstörung )etwas näher zu bringen möchte ich Ihnen die wesentlichsten Symptome zusammenfassend darstellen. Am Anfang möchte ich Ihnen ein Zitat mit auf den Weg geben, der den Umstand einer Somatisierungsstörung (psychosomatischen Störung = Psychosomatik) sehr gut beschreibt.

„Geh du vor, sagt die Seele zum Körper.

Auf mich hört er nicht. Vielleicht hört er

auf dich.

Ich werde krank, dann wird er Zeit für

dich haben, sagt der Körper."

Mit Psychosomatik (altgr. Zusammensetzung Psycho für Atem, Hauch und Seele und Soma für Körper, Leib und Leben) wird in der Medizin die Betrachtungsweise und Lehre bezeichnet, in der die geistig-seelischen Fähigkeiten und Reaktionsweisen von Menschen in Gesundheit und Krankheit in ihrer Eigenart und Verflechtung mit körperlichen Vorgängen und sozialen Lebensbedingungen in Betracht gezogen werden Bei psychosomatischen Störungen handelt sich um zumindest erheblich psychogen verursachte aber organisch anmutende körperliche Symptome Die Psychosomatik umfasst den gesamten Bereich diffuser körperlicher Mißempfindungen bis hin zu nachweisbaren organischen Schäden mit psychogener Beteiligung Psychosomatik = Syndrome ohne fassbaren pathologischen Organbefund, d.h. der psychische Anteil ist immer von unterschiedlicher Art und Gewicht für jeden einzelnen Patienten, was der Psychosomatik immer etwas sehr individuelles gibt und somit nicht immer allgemeingültig sein kann. Wesentlich hierbei ist, das körperliche Symptom tritt auf, da die Person unfähig ist, ihre Konflikte psychisch zu verarbeiten .In der heutigen Betrachtung der Psychosomatik geht man von einem bestehenden TRIAS zwischen dem Individuum, seinen Beziehungsgestaltungen sowie seiner Umwelt aus ==>

Der psychosomatische Trias besteht aus drei Ebenen (personelle Ebene, zwischenmenschliche Ebene und soziokulturelle Ebene) die auch für sich wiederum einen Einfluss auf die Entstehung,

den Verlauf sowie die Prognose der Krankheitsproblematik haben und in Wechselwirkung miteinander stehen Es stellt sich auch für Sie berechtigt die Frage, ab wann kann man eine Diagnose Somatisierungsstörung (somatoforme Störung oder auch psychosomatische Störung) stellen?

Grundlage der Diagnose sind natürlich erst mal das

Vorliegen vegetativer Beschwerden

alle sog. klassischen psychosomatischen Erkrankungen (z.B. „Holy Seven" z.B. Zwölffingerdarmgeschwüre, Bluthochdruck usw.) das Auftreten der Symptome in Zeiten besonderer Belastung oder körperlicher Reifungsprozesse wie Schuleintritt, Pubertät, Berufseintritt, Todesfälle, Wechseljahre, Midlife-Krise, Ehe etc. das frühere oder gegenwärtige Vorliegen neurotischer Symptome (z.B. Angst, Depression, Zwanghaftigkeit usw.) fehlender organischer Befund trotz intensiver Untersuchung wenn zum hauptsächlichen Leiden (Leitsymptom) weitere vorwiegend funktionelle Symptome (z.B. diffuse Beschwerden Herz-Kreislauf, Magen Darm) hinzukommen wechselnde, unbeständige Beschwerden ( Taubheitsgefühl, Kribbelgefühl, Jucken und brennen der Haut, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Müdigkeit , Kopfschmerzen usw.) direkt oder indirekt (unbewusst) ersichtliche psych. Konflikte des Patienten der Krankheitsverlauf entspricht den Vorstellungen des Patienten von der Krankheit und nicht dem "normalen" Krankheitsverlauf .Das Fehlen nachweisbarer organischer Ursachen alleine berechtigt aber noch nicht zur Unterstellung einer psychosomatische Erkrankungen ACHTUNG dazu müssen möglichst konkrete Hinweise auf mögliche psych. Belastungen vorliegen Sie merken vlt. selbst, das einige dieser Symptome auf Sie zutreffen können oder auch andere wiederum gar nicht. Hier ist eine diagnostische und fachgerechte Abklärung (auch differenzialdiagnostisch) unbedingt erforderlich, jedoch bitte von einem Psychologen bzw. Psychiater, aber nicht von einem Neurologen.

Sie können sich dazu an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen) mit einer Zusatzqualifikation für tiefenpsychologisch/ psychoanalytische Therapie oder psychosomatische Medizin in Ihrer Nähe wenden. Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. "tiefenpsychologisch/ analytische Ausbildung + Ort oder Facharzt für psychosomatische Medizin usw.) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen Ambulanz vereinbaren und dort vorstellig werden. Des Weiteren können Sie auch Hilfe bekommen durch eine Selbsthilfegruppe in Ihrer Nähe. wo sich eine Gruppe mit dieser Beschwerdesymptomatik befindet erfahren Sie über Ihre Krankenkasse oder sogenannte Selbsthilfekontaktstellen)gibt es in jeder größeren Stadt). Natürlich können Sie sich auch einem Selbsthilfeforum im Internet anschließen, vielleicht ist diese Seite für Sie hilfreich, hier finden Sie Selbsthilfegruppen für die verschiedenen psychischen Störungen, einfach Psychosomatik anklicken

http://www.ipsis.de/adressen/adressselbsthilfe.htm

Bitte denken Sie daran, diese beschriebene Symptomatik kann viele Ursachen haben, diese können sehr weit zurückliegen, aber es liegt alleine an Ihnen genügend Mut zu finden das genau heraus zu finden um sich dann damit auseinander setzen zu können. Leider gibt es keine anderen Möglichkeiten als durch eine Psychotherapie hier Abhilfe zu schaffen, natürlich können Sie aber auch zusätzlich Entspannungsverfahren wie Autogenes Training anwenden oder auch eine Hypnotherapie nach Erickson ist eine Alternative.

Ich hoffe ich konnte Ihnen in der Kürze der Ausführung etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar(durch Klick auf den Button Akzeptieren) anzuweisen. Vielen Dank

diplompsychologe und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich bin beeindruckt, danke......
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für die Akzeptanz und das entgegengebrachte Vertrauen, ich freue mich das ich Ihnen helfen konnte und wünsche Ihnen alles Gute auf Ihrem weiteren Weg.
Mit freundlichen Grüßen