So funktioniert JustAnswer:

  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.

Stellen Sie Ihre Frage an InternetCoach.

InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychologie hier ein
InternetCoach ist jetzt online.

mein mann ist zum wiederholten mal fremdgegangen und belügt

Kundenfrage

mein mann ist zum wiederholten mal fremdgegangen und belügt mich regelmäsig. er sagt das er selbst nicht weis warum er das macht, das es ihm leid tue und er es eigentlich gar nicht will, er sagt auch das er mit mir glücklich ist und ihm bei uns nix fehle. wie kann ich mich für ihn wieder interessant machen? Ich hab schon überlegt ob er mich deswegen belügt weil er von kind an gelernt hat das er für die wahrheit bestraft wird und fürs lügen nicht. er hat auch schwierigkeiten mit mir über sein gefühlsleben zu reden, sagt selbst das er das nie musste, er hat auch nie gelernt mit konflikt situationen umzugehen, seine eltern vertrten die meinung das ein kind nichts mit bekomm darf von streitereien oder meinungs verschiedenheiten. er sagt das er sich nicht erinnern kann das seine eltern mal gestritten haben oder ähnliches. Als ich das letztemal herrausbekamm das er fremdgeht hat er sich sein oberschenkel mit einem scharfen messer aufgeritzt, die wunde war sehr tief und hätte meiner meinung nach genäht werden müssen. dieses ritzen hatte er schon 4 jahre lang nicht mehr gemacht und nun wieder, bzw als wir zusammen kammen vor über 4 jahren hat er das regelmäßig gemacht sobald er emotionale schwierigkeiten hatte, vor allem wenn es um beziehungsprobleme ging und hat denn aufgehört bis jetzt. er sagt er will unsere ehe retten und mich nicht verlieren und er will eine Therapie machen um sich selbst zu verstehen und mir evtl sagen zu können warum er dies macht, er möchte auch eine paartherapie. ich weis einfach nicht was ich machen soll, ich liebe ihn und will ihn nicht verlieren will aber auch nicht ständig die hörner aufgesetzt bekommen.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage. Sie beschreiben eine schwierige Situation. Sie beschreiben Verhalten in Ihrem Mann, das auf eine Persoenlichkeitsstoerung hindeuten koennte, insbesondere die Borderline Stoerung.

 

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine schwere Persönlichkeitsstörung, welche sich durch sehr wechselhafte Stimmungen, gestörte zwischenmenschliche Beziehungen, mangelndes Selbstvertrauen und autoaggressive Verhaltensweisen äußert.

Personen mit einer Borderline -Persönlichkeitsstörung tendieren dazu, die Welt nur in schwarzen und weißen Farben zu zeichnen.
Andere Menschen sind entweder nur und ausschließlich gut oder abgrundtief böse.
Sie schwanken häufig zwischen den Extremen, und ein Mensch, den sie heute anhimmeln, ist morgen für sie vielleicht schon der letzte Mensch. Entsprechend instabil sind in der Regel ihre zwischenmenschlichen Beziehungen. Zwischen heißem Liebesrausch und eiskaltem Hass steht mitunter nur ein falsches Wort oder ein missverständlicher Blick.

Diese Instabilität der Wahrnehmung und des Erlebens bezieht sich nicht nur auf andere Menschen, sondern auch auf das eigene Selbstbild. Vereinzelt haben die Betroffenen nur ein sehr verschwommenes Bild von sich selbst. Unrealistische und daher unerreichbare Ziele führen oft zur Selbstentwertung.

Menschen mit Borderline sind häufig extrem impulsiv, haben sich nicht unter Kontrolle. Besonders schwer fällt es ihnen, ihre Wut zu kontrollieren. In der Regel leiden Borderline- Betroffene unter heftigen Stimmungsschwankungen. Viele Borderline- Erkrankte sind hochgradig selbstmordgefährdet.

Wie bei den meisten psychischen Störungen sind die Ursachen noch nicht geklärt. Zu den wichtigsten Ursachen zählen Erfahrungen aus schmerzhafter Trennung, bedrohlicher Vernachlässigung oder auch massiver Traumatisierung durch sexuellen Missbrauch, körperliche Misshandlung oder emotionale Quälereien.
Neuere neurobiologische Forschungen deuten darauf hin, dass Borderline mit Hirnstörungen verbunden ist. Diese sind offenbar für die Übererregung und den emotionalen Kontrollverlust mitverantwortlich.



Typische Symptome sind:

  • Angst (Vernichtungs-, Verlassenheits-, Trennungsangst)

  • autoaggressives Verhalten

  • Depersonalisations- und Derealisationsgefühle

  • Depressionen

  • Drogenkonsum

  • delinquentes Sozialverhalten

  • extreme Idealisierungen oder Entwertungen

  • Eßstörungen

  • Gefühlsstörungen

  • Hysterien

  • Identitätsdiffusion

  • innere Leere

  • impulsive Reaktionsweisen

  • Impulskontrollverlust

  • Kontaktvermeidung - plötzliche Kontaktabbrüche

  • Polymorphe Sexualität (stark schwankend in der Ausprägung, auch haeufiges Fremdgehen wuerde als Symptom zaehlen)

  • Präventivangriffe

  • psychosomatische Symptome

  • Realitätsverlust

  • Rituale und Zwänge

  • Schwarz-Weiß-Denken

  • starkes Kontrollbedürfnis über andere Menschen

  • Sucht

  • Suizidalität

  • Zwangssymptome



Menschen mit einer Borderline Persoenlichkeitsstoerung geraten sehr schnell in heftige Gefühlszustände, die sie häufig nur schwer oder gar nicht kontrollieren können. Es kann zu einem intensiven Erleben etwa von Verzweiflung, Einsamkeit, Ärger oder abgrundtiefer Angst kommen. Kleine Auseinandersetzungen im Kontakt mit Anderen können zu heftiger Wut führen. Betroffene neigen dazu, die Menschen ihrer Umgebung in Schwarz und Weiss einzuteilen: Entweder ist ein Mensch nur gut oder nur schlecht. Grautöne wahrzunehmen fällt ihnen schwer. Dies führt zu Problemen im Kontakt mit anderen Menschen. Beziehungen können schnell sehr intensiv werden, sie werden aber ebenso schnell wieder abgebrochen. Einige Symptome sind auch als missglückte Selbsthilfeversuche zu verstehen: Beispielsweise Süchte oder Selbstverletzungen. Die Betroffenen versuchen, sich damit vor unerträglichen Gefühlen zu schützen. Viele leiden so schwer unter ihren Gefühlen und Stimmungen, dass sie versuchen, sich umzubringen, Etwa 10 Prozent aller Menschen mit der Diagnose Borderline nehmen sich das Leben. Borderline ist also häufig eine tödlich verlaufende Erkrankung, die nicht unterschätzt werden darf.
Aber mit Borderline sind nicht nur Schwierigkeiten, sondern häufig auch besondere Fähigkeiten verbunden: Die Betroffenen sind oft sehr kreativ, lebendig und begeisterungsfähig. Nicht nur negative Gefühle werden sehr intensiv erlebt, sondern auch positive Gefühle wie Freude oder Liebe. Aber diese Gefühle können schnell wechseln, und so kann innerhalb kürzester Zeit aus Freude Verzweiflung oder aus Liebe Wut werden.

Es gibt Symptome, die bei vielen Betroffenen sehr häufig auftreten und andere, die relativ selten sind. Rund drei Viertel aller Borderline-Betroffenen haben sich selbst schon einmal verletzt. Meist fügen sie sich mit Rasierklingen oder anderen Schneidewerkzeugen Schnittverletzungen an den Armen, Beinen oder am Bauch zu. Aber auch verschiedene andere Formen der Selbstverletzung wie sich brennen oder Körperteile gegen harte Gegenstände schlagen, kommen immer wieder vor. Heute werden Borderline-Störung und Selbstverletzungen fälschlicherweise häufig gleich gesetzt. Wer sich selbst verletzt hat aber nicht zwangsläufig auch eine Borderline-Störung. Trotzdem sind Selbstverletzungen wohl ein typisches Borderline-Symptom wie kein anderes. Meist beginnt die Erkrankung in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter. Zunächst werden häufig andere psychische Erkrankungen wie etwa Essstörungen, Suizidalität oder Sucht diagnostiziert. Da die Symptome immer wieder wechseln können, werden sie nicht gleich als Borderline-Störung erkannt. Zeitweise leidet jemand beispielsweise an starken Panikattacken, dann treten Symptome einer Magersucht auf und später kommt es zu Selbstverletzungen Viele Borderline-Betroffene haben daher verschiedene Diagnosen erhalten, was auf sie häufig sehr verunsichernd wirkt. Daher erleben viele von ihnen die Diagnose "Borderline" als Entlastung. Erstmals ergeben all ihre psychischen Schwierigkeiten zusammen genommen einen Sinn.


Borderline wird heute anhand von neun Kriterien diagnostiziert, fünf der neun Kriterien müssen erfüllt sein, um von einer Borderline-Störung sprechen zu können. Diese Kriterien treten in einer milden Ausprägung in fast allen Menschen auf. Erst ihre Intensität und das gemeinsame Auftreten mehrerer Symptome macht die Borderline-Problematik aus.

  • Verzweifeltes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden.

  • Ein Muster instabiler, aber intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch einen Wechsel zwischen den Extremen der Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet ist.

  • Identitätsstörung: ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung.

  • Impulsivität in mindestens zwei potentiell selbstschädigenden Bereichen (Geldausgeben, Sexualität, Substanzmissbrauch, rücksichtsloses Frahren, "Fressanfälle")

  • Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmordandeutungen oder -drohungen oder Selbstverletzungsverhalten.

  • Affektive Instabilität infolge einer auseprägten Reaktivität der Stimmung (z.B. hochgradige episodische Verstimmungen, Reizbarkeit oder Angst, wobei diese Verstimmungen gewöhnlich einige Stunden und nur selten mehr als eineige Tage andauern).

  • Chronische Gefühle von Leere und Langeweile.

  • Unangemessene, heftige Wut oder Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren (z.B. häufige Wutausbrüche, andauernde Wut, wiederholte körperliche Auseinandersetzungen).

  • Vorübergehende, durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome


Lange Zeit galt die Borderline-Störung als eine kaum oder gar nicht behandelbare Erkrankung. Mittlerweile gibt es wirkungsvolle psychotherapeutische Behandlungsmethoden, die aber leider noch zu selten eingesetzt werden. Untersuchungen zeigen, dass der grösste Teil der Betroffenen die professionelle Hilfe als positiv erlebt. Sie können dank der Behandlung Symptome wie Stimmungsschwankungen, starke Wutgefühle, Selbstverletzungen oder Suizidgedanken besser kontrollieren.
Borderline ist also mittlerweile eine behandelbare Krankheit, häufig ist sie sogar gut behandelbar. Da die Borderline-Störung gewissermassen ein Teil einer Person ist, verschwindet die Problematik allerdings nicht plötzlich, auch nicht durch Therapie. Es wird jedoch möglich, die Symptomatik besser zu kontrollieren und sich ihr nicht mehr so ausgeliefert zu fühlen. Schwere Symptome wie Selbstverletzungen und Suizidversuche klingen unter der Therapie häufig sogar ganz ab.

Einen guten Therapeuten oder eine gute Klinik zu finden, ist gar nicht so einfach. Gerade bei der Borderline-Störung empfiehlt sich eine Behandlung durch eine Fachperson, die sich mit dieser Erkrankung gut auskennt. Im Idealfall hat sie sogar eine spezielle Zusatzausbildung in einer borderline-spezifischen Psychotherapiemethode. Heute gibt es vor allem zwei Verfahren, die als wirkungsvoll gelten, und zwar die "Dialektisch behaviorale Therapie" und die "Übertragungsfokussierte Psychotherapie".

Die Dialektische behaviorale T
herapie (DBT) ist ein hochstrukturiertes Therapieverfahren, das aus verschiedenen Bausteinen besteht. Parallel zur Einzeltherapie findet eine Gruppentherapie statt, die wiederum aus verschiedenen Gruppenelementen wie Achtsamkeitsübungen, Umgang mit Gefühlen und Förderung zwischenmenschlicher Fähigkeiten besteht. In der Einzeltherapie können aktuelle Probleme und Krisen besprochen werden, während in der Gruppentherapie die Fähigkeiten im Umgang mit der Borderline-Störung (die sogenannten Skills) trainiert werden. In bestimmten Situationen gibt es darüber hinaus die Möglichkeit von Telefonkontakten mit dem Therapeuten. Die DBT findet zumeist im stationären Rahmen statt, wird aber in einzelnen Elementen auch im ambulanten Bereich genutzt. Der Begriff Dialektisch (Auflösung von Gegensätzen) bedeutet, dass die Betroffenen in der Therapie die Schwarz-Weiss-Malerei überwinden und stattdessen lernen, dass verschiedene Ansichten gleichzeitig richtig sein können. Ausserdem bedeutet Dialektisch, dass es in der Therapie nicht nur um Veränderung geht, sondern auch darum, bestimmte Erfahrungen und Erlebnisweisen als gegeben zu akzeptieren. Mit dem Wort Behavioral wird betont, dass dieses Therapieverfahren ganz konkret am Verhalten der Betroffenen ansetzt und sich nicht in erster Linie mit dem Verstehen lebensgeschichtlicher Zusammenhänge beschäftigt.

Aus der Tradition der Psychoanalyse entwickelte sich die Übertragungsfokussierte Psychotherapie. Im Gegensatz zur klassischen Psychoanalyse werden nicht frühe Beziehungen analysiert, sondern im Hier und Jetzt wer- den aktuelle Beziehungsprobleme in der Beziehung zwischen Klient und Therapeut sichtbar gemacht. Borderlinespezifische Wahrnehmungen und Verhaltensweisen können so bewusst gemacht und verändert werden. Hier soll im Verlauf der therapeutischen Behandlung ein stabiles und integriertes Selbstbild der Patientin aufgebaut werden. Gemeinsam mit dem Therapeuten arbeitet die betroffene Person zwischenmenschliche Konflikte auf. Dabei lernt sie, Teile ihrer Persönlichkeit anzunehmen, die sie bisher nicht wahrnehmen oder leben konnte. Es handelt sich um eine Einzel-Gesprächstherapie, die auf einen längeren Zeitraum ausgelegt ist.

Betroffene sollten sich nicht scheuen, den möglichen Therapeuten nach seinen bisherigen Erfahrungen und seiner Ausbildung in Bezug auf die Borderline- Störung zu fragen. Aber nicht nur das vom Therapeuten angewendete Verfahren entscheidet mit über den Erfolg der Therapie. Besonders wichtig ist, dass die Beziehung stimmt, sich die Betroffene dem Therapeuten offen anvertrauen kann und verstanden fühlt. Um das herauszufinden ist es manchmal notwendig, sich mehrere Therapeuten anzusehen und erst danach zu entscheiden, bei wem man sich am besten aufgehoben gefühlt hat.

Für viele Betroffene kann auch eine stationäre Psychotherapie oder eine tagesklinische Behandlung sinnvoll sein. Beide Therapien dauern mehrere Wochen oder Monate und werden von der Krankenkasse finanziert. Mittlerweile gibt es verschiedene Kliniken, die eine auf die Borderline-Störung abgestimmte Therapie anbieten. In Krisenzeiten kann auch eine psychiatrische Akutbehandlung notwendig werden, die in jeder psychiatrischen Klinik durchgeführt werden kann.

Es gibt keine Medikamente, die nur zur Behandlung der Borderline-Störung eingesetzt werden. Es ist allerdings durchaus möglich, einzelne Symptome durch Psychopharmaka zu reduzieren Eine mögliche Medikation hängt daher sehr stark von der gegenwärtig vorherrschenden psychischen Problematik ab. So können etwa Antidepressiva hilfreich sein, wenn der Betroffene längere Zeit unter Depressionen leidet, bei psychoseähnlichen Erlebnissen können Neuroleptika helfen. Auch andere Symptome wie Schlafstörungen oder schwere Angst können durch Medikamente mitbehandelt werden. Letztlich können damit fast alle Psychopharmaka unter bestimmten Bedingungen sinnvoll sein. Aufgrund der bei vielen Borderline-Betroffenen gegebenen starken Suchtneigung sollten abhängig machende Medikamente wie Benzodiazepine allerdings nur in absoluten Krisenzeiten genutzt werden. Welches Medikament im Einzelfall hilfreich ist, lässt sich in einem Gespräch mit einem Psychiater klären.

 

Der Verlauf von Partnerschaften mit Borderlinern ist meist ähnlich. Die Anfangsphase wird sehr intensiv erlebt und von gegenseitiger Idealisierung dominiert. Doch sobald der Alltag beginnt scheitert die Beziehung. Es gibt Probleme beim Abstimmen gemeinsamer Aktivitäten, bei der Rücksichtnahme auf individuelle Verpflichtungen und Wünsche. Sie sehen ihren Partner nun mit anderen Augen und erkennen, dass sie nicht harmonieren. Diese „Ent-Täuschung“ verursacht oft eine schwere Krise, die Beziehung kippt von sehr gut zu sehr schlecht und es kommt zum Bruch mit dem entwerteten Partner.

Das zentrale Problem bei Beziehungen von Borderline-Persönlichkeiten ist der Widerspruch zwischen der intensiven Sehnsucht nach einem guten Objekt und der Angst vor Enttäuschung und Wut.

Wie können Angehörige einen guten Umgang finden?


Hilfreich ist eine Umgangsweise, die von Verständnis und klaren Grenzen geprägt ist. Borderline-Betroffene leiden selbst am meisten unter ihren Borderline-Verhaltensweisen, können sie aber in Krisensituationen häufig nicht kontrollieren. Klare Grenzen sind wichtig, um sich und den Betroffenen vor schädigendem Verhalten zu bewahren. Meist ist es in Krisensituationen nicht möglich, die Konflikte im Gespräch zu lösen. Wut und Logik passen nicht zusammen. Häufig ist es dann besser, sich als Angehöriger zunächst zurückzuziehen und erst später die Probleme noch einmal anzusprechen. Besteht die Gefahr, dass sich der Betroffene selber deutlich schädigt, ist Hilfe von aussen nötig. Angehörige sollten sich nicht scheuen, in solchen Situationen den Notarzt zu rufen oder den Betroffenen zu ermutigen, seinen Therapeuten oder eine Klinik aufzusuchen. Immer wieder kommt es aber vor, dass Betroffene und Angehörige bestimmte Symptome ganz unterschiedlich beurteilen. Selbstverletzungen etwa werden von vielen Angehörigen als sehr dramatisch erlebt, vor allem wenn sie erstmals davon erfahren. Viele Betroffene hingegen akzeptieren sie als schlechte aber immerhin entlastende Möglichkeit, um schwierige emotionale Zustände zum Abklingen zu bringen. Ist die Krise vorbei, sollten Angehörige und Betroffenen besprechen, welcher Umgangsstil bei einer erneuten Krise hilfreich ist. Sie können dann beispielsweise vereinbaren, wie sich der Angehörige verhalten sollte, wenn es zu bestimmten Symptomen kommt oder wenn bestimmte Gefühle auftauchen. Dabei ist zu beachten, dass die Symptome durch das Verhalten des Angehörigen nicht noch gefördert werden sollten. Das passiert beispielsweise, wenn z.B. ein Partner nur dann Zeit für seine Freundin hat, wenn es ihr schlecht geht und sie von einem Selbstverletzungsdrang berichtet.


http://www.borderline-netzwerk.info/angehoerige.htm


Hilfreiche Buecher:

Partnerbeziehung als Brutstätte von Borderline: Die Borderline-Persönlichkeiten und das Leid ihrer Helfershelfer Sonja Szomoru Borderline brach Herz: Hilfe zur Trennungsverarbeitung für Borderline-Partner; Sonja Szomoru (Autor), Viola Valentin (Autor), Bert Engel und Lukas (Autor)

Schluss mit dem Eiertanz: Für Angehörige von Menschen mit Borderline von Randi Kreger, Paul T. Mason und Brigitta Merschmann (Broschiert - 5. November 2009)

 

 

 

Ein erster Schritt ist oft, mit Ihrem Hausarzt zu sprechen. Sprechen Sie und Ihr Mann offen über Ihre derzeitigen Probleme und den damit verbundenen Leidensdruck. Sie koennen sich dort auch eine Überweisung zu einem Facharzt fuer Psychiatrie oder Psychosomatik ausstellen lassen, was wahrscheinlich sinnvoll erscheint.

Die Krankenkassen in Deutschland bezahlen drei Therapieformen: die Psychoanalyse, die Verhaltenstherapie und die tiefenpsychologisch fundierte Therapie. Die Schematherapie hat in letzter Zeit immer mehr Anhaenger gefunden. Es handelt sich dabei um eine Kombination von Verhaltenstherapeutischen und tiefenpsychologischen Interventionen. Auch diese wird in der Regel von den Krankenkassen bezahlt. (www.schematherapie.de). Wenn Sie eine andere Therapieformen wählen, dann gestaltet sich eine Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen meist schwierig.


Es gibt mehrere Moeglichkeiten, einen Therapeuten zu finden. Um relativ schnell einen Termin zur Diagnostik und/oder zur Therapie zu bekommen, wenden Sie sich am besten an eine nahegelegene psychotherapeutische/ psychiatrische ambulante Fachklinik, an eine Universitätsklinik mit einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz oder an ein psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut. Es dauert oft recht lange, um einen Termin bei einem niedergelassenen Psychologen zu bekommen, aber auch das ist eine Moeglichkeit. Fragen Sie dazu bei Ihrer Krankenkasse nach einer Liste von geeigneten Therapeuten. Hier finden Sie ebenfalls Listen von Therapeuten (mit und ohne Kassenzulassung) nach Postleitzahl geordnet:

http://www.psychotherapiesuche.de/therapeutensuche
http://www.netzwerk-psychotherapie.de/
http://www.therapeuten.de/

http://www.therapeutenfinder.com/therapeuten/



 

Wenn die Symptomatik gerade akut ist, sollte Ihr Mann einen Klinikaufenthalt in Erwaegung ziehen.

Weitere Informationen und Kliniken findne Sie hier:

 

http://www.borderlineselbsthilfe.de/

http://www.borderlinecommunity.de/

http://www.borderline-angehoerige.de/



http://www.borderline-selbsthilfe.de/Index/Kliniken/kliniken.html

 

 



Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort in ihrer Kürze geholfen hat und beantworte auch gerne eine Anschlussfrage. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

Wenn meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht, bitte ich Sie, nicht zu vergessen das Honorar (durch Anklicken von "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank.

InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung: Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
InternetCoach und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
ich Danke XXXXX XXXXXür die Antwort hatte auch schon selbst vermutet das es Borderline sein könnte, war mir aber nicht sicher.
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
von dem, was Sie beschreiben, ist die Wahrscheinlichkeit da. Aber es waere gut, eine ausfuehrliche Diagnostik zu machen, um das zu bestaetigen.
Vielen Dank fuer die akzeptierte Antwort und Ihnen von Herzen alles Gute und viel Mut und Kraft auf Ihrem Weg.
Annegret Noble

Bekannt aus:

 
 
 
„[...]mehr als Zehntausend Experten weltweit; 1500 davon in Deutschland. Acht Jahre nach dem Start ist das [...] Online-Unternehmen mit seinen 90 Mitarbeitern die größte Web-Seite für das Vermitteln von Experten von Anwälten über Ärzte bis hin zu Universitätsprofessoren.“
„Wer eine fachmänische Lösung für ein medizinisches, rechtliches oder technisches Problem sucht, kann das jetzt auch im Internet tun. Lebenshilfe auf die schnelle, unkomplizierte und vor allem erschwingliche Art bietet die Seite www.justanswer.de. Etwa 1500 Experten stehen per Mail für Fragen zu ca. 200 Fachgebieten rund um die Uhr zur Verfügung."
„Rat gewünscht? Rechtliche, medizinische oder allgemeine Fragen beantworten Experten unter www.justanswer.de."
„JustAnswer, die weltweit führende Online-Plattform für Expertenfragen und -antworten, bietet ab sofort noch mehr Sicherheit und Qualität für Verbraucher."
„Ob Vorbereitung, Notfall oder Reklamation nach dem Urlaub - JustAnswer bietet jederzeit schnelle, kompetente Antworten"
„Die Online-Plattform JustAnswer bringt Ratsuchende und Experten in über 200 Fachgebieten zusammen."
 
 
 

Was unsere Besucher über uns sagen:

 
 
 
  • Danke für die wachrüttelnde Antwort, die freundlich aber bestimmt angekommen ist. Das war nötig und sehr hilfreich. Danke! JustAnswer Kunde
< Zurück | Weiter >
  • Danke für die wachrüttelnde Antwort, die freundlich aber bestimmt angekommen ist. Das war nötig und sehr hilfreich. Danke! JustAnswer Kunde
  • Sehr schnelle und kompetente Antwort, die für mich bares Geld bedeutet. Vielen Dank! S.Stober K.
  • Herzlichen Dank! Hab durch Ihre Antwort viel Geld gespart! Ben R. Deutschland
  • Sehr schnelle und kompetente Hilfestellung. Besonders für mich als Laien wurde alles sehr verständlich erklärt. Gerne wieder! Rosengl Bad Tölz
  • Vielen Dank für die schnelle und gute Beratung. Sie haben uns gut weitergeholfen. Wir kommen gerne wieder auf Sie zu. Birgit H. Kempten
  • Hervorragende und außerordentlich liebenswürdige Hilfe! Ich werde bei Bedarf bestimmt wieder auf JustAnswer zurückgreifen und bin sehr dankbar, dass es so etwas gibt! Dr. Gert Richter Verl
  • Danke für die schnelle Hilfe. Sehr schön, auch an einem Sonnabend ist jemand zu erreichen. Janine Gaus Bielfeld
 
 
 

Lernen Sie unsere Experten kennen:

 
 
 
  • diplompsychologe

    diplompsychologe

    Dipl- Psychologe

    Zufriedene Kunden:

    1216
    Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
< Zurück | Weiter >
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/DI/diplompsychologe/2011-4-27_194256_Foto158.gifbearbeitet3.64x64.gif Avatar von diplompsychologe

    diplompsychologe

    Dipl- Psychologe

    Zufriedene Kunden:

    1216
    Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/BJ/BJnD8/2013-8-2_142434_FKH0080KopfLimpens.64x64.jpg Avatar von Johann Schweißgut

    Johann Schweißgut

    Diplom Psychologe

    Zufriedene Kunden:

    817
    Verhaltenstherapeut, Systemischer Berater und Coach, Supervisor
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/WE/webpsychiater/2015-8-15_7533_ildschirmfotoum...64x64.png Avatar von webpsychiater

    webpsychiater

    Dr

    Zufriedene Kunden:

    47
    Ärztlicher Psychotherapie (Verhaltenstherapeie
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/EW/ewolf/2014-11-22_123326_rofilildx.64x64.jpg Avatar von Frau-Wolf

    Frau-Wolf

    Diplom Psychologin

    Zufriedene Kunden:

    28
    zertifiziert als Mediatorin* (Hochschule Darmstadt); als ILP (integrative lösungsorientierte Psychologie) coach; HP (Psych) ;WB med. Hypnose
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/HO/hoellering/2015-9-3_152044_x.64x64.jpg Avatar von Dr. Höllering

    Dr. Höllering

    Fachärztin

    Zufriedene Kunden:

    9772
    Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
  • http://ww2.justanswer.com/uploads/OR/Orthodocs/2012-2-12_211834_IMG6092a.64x64.jpg Avatar von Orthodoc

    Orthodoc

    Dr. med.

    Zufriedene Kunden:

    1138
    Orthopädie,Unfallchirurgie,Notfallmedizin, Allgemeinmedizin
 
 
 

Ähnliche Fragen in der Kategorie Psychologie