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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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Mir Geht Es sehr schlecht.Gründe:Mir Ist dauerschlecht Habe

Kundenfrage

Mir Geht Es sehr schlecht.Gründe:Mir Ist dauerschlecht Habe Panische Angstzustände,Schaff Nichts Mehr Im Haushalt,Ohne Das ich Dann 2Tage Flach Liege,Mir Fehlt Die Kraft Aufzustehen Manchmal Liege Ich tagelang Nur Im Bett,War Schon Vor angst Und Grauen Monatelang Nicht Auf Der straße,Entscheidungen Kann Ich längst Nicht Mehr Treffen,Einen Brief schreiben Nicht Möglich,Da es Vor Zittern Nicht Geht.Meine Gedanken Machen sich selbstständig,Ständige Schmerzen sind Mein begleiter.Ich Warte Nur auf was weiß Ich Nicht,Vieleicht Den Tod?Zum artzt Kann Ich Nicht Da Ich panische Angst Vor der welt Da draussen Habe,Was Kann Ich Nur tun?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.

Ich verstehe Ihr Problem. Angst ist eigentlich ein alltägliches Phänomen, sie hat eine wichtige Warnfunktion und erhöht die Aufmerksamkeit und Handlungsbereitschaft. Sie tritt jedoch nicht isoliert auf, sondern auch als Begleitsymptom verschiedener psychischen Krankheiten. Darum ist eine Abgrenzung zwischen der alltäglichen und der kranken Angst so wichtig. Ursachen für das Entstehen von krankhaften Ängsten können erlerntes Verhalten, biologische Faktoren und auch (tiefenpsychologisch erklärt) sich widerstrebende Regungen und Strebungen im inneren Gleichgewicht zu halten misslingt insbesondere beim Auftreten von überfordernden Situationen, z.B: Verlusterlebnissen und einem damit verbundenen Rückfall in kindliche Verarbeitungs- und Verhaltensmuster. Angst und Panikstörungen verlaufen meist chronisch, die Beschwerden treten wellenförmig auf, d.h. auch beschwerdefreie Intervalle sind möglich. Mit zunehmendem Alter mildern sich die Symptome ab. Allerdings bestehen in vielen Fällen zusätzlich weitere psychische Störungen besonders Depression, und Alkohol und Medikamentenabhängigkeit.

Bei pathologischer Angst also einer Angststörung kann die psychotherapeutische Behandlung z.B. durch eine Reizkonfrontation erfolgen, wenn der Auslöser der Angst bekannt ist- hier stellt sich der Patient bei der systematischen Desensibilisierung schrittweise der Angstsituation und beim Flooding wird er dann an die Situation herangeführt die das Höchstmaß der Angst bei Ihm auslöst.

Ziel ist es dem Patienten zu zeigen, dass die Angst in ihrem Verlauf erst ansteigt, dann auf einem bestimmten Level verbleibt und dann ganz allein abflacht und verschwindet, obwohl der Patient sich noch immer in der auslösenden Situation befindet. Der Körper verfügt nur über einen bestimmten Vorrat von Stresshormonen und wenn dies aufgebraucht ist lässt die Angst immer nach- dies kann allerdings auch bis zu einige Stunden dauern.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass es auf die Situation vor der man Angst hat ankommt ob man sich allein dessen stellen kann oder gegebenenfalls sich professionelle Hilfe dazu holt.

Sie schreiben Sie kommen nicht mehr aus dem Haus und haben inzwischen auch Angst vor allem, hier ist eine pathologische Angst anzunehmen (Agoraphobie/generalisierte Angststörung). Es ist sehr gut dass Sie erkannt haben dass Sie Hilfe benötigen und auch bereit sind diese anzunehmen. Sie haben das Recht in diesem Fall wenn Sie die Wohnung gar nicht mehr verlassen können einen Psychotherapeuten/Psychiater zu einem Hausbesuch anzufordern. Agoraphobie ist behandelbar und die Psychiater sind dann auch verpflichtet zu einem Hausbesuch zu kommen, denn das Krankheitsbild ist ja leider so dass Sie nicht in der Lage sind das Haus zu verlassen und sich in psychotherapeutische Behandlung zu begeben. Durch den Facharzt für Psychiatrie kann dann auch erst einmal eine pharmakologische Behandlung mit Anxiolytika erfolgen .Sie können auch, vielleicht mit einer Person aus Ihrem sozialen Umfeld als Unterstützung, versuchen die Angst zu überwinden und dann einen Psychiater vor Ort aufzusuchen. Sie können sich dazu auch an, und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren und dort vorstellig werden.

Sollte Ihnen dies alles nicht möglich sein, können Sie auch den sozialpsychiatrischen Dienst an Ihrem Heimatort anfordern. Der sozialpsychiatrische Dienst hat die Aufgabe psychisch kranke Menschen zu beraten und zu begleiten. Er kooperiert mit allen anderen Institutionen, die vor Ort Hilfen für psychisch kranke Menschen anbieten. Der sozialpsychiatrische Dienst steht unter fachärztlicher Leitung und besteht aus einem interdisziplinärem Team( Ärzte, Psychologen, Krankenpfleger, Sozialarbeiter): Eine Aufgabe ist auch die Vermittlung weitergehender therapeutischer, pflegerischen, begleitenden und sozialrechtlichen Hilfen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

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