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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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Guten abend, mein sohn hat erfolgreich ein BWL Studium

Kundenfrage

Guten abend,

mein sohn hat erfolgreich ein BWL Studium absolviert. Seit dem ersten Arbeisplatz hat er erhebliche Problelme und kann sich nicht auf den jeweiligen Arbeitsplätzen halten. Dieee Kündigungen schwächen zusätzlich sein schwaches Selbstbewußtsein. Wie können wir ihm helfen. Hypnoste, Sitzungen, Coutch etc. ?

Mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage.

Ihre Verzweiflung (Angst) aber auch Ihre Besorgnis um Ihren psychischen Gesundheitszustand Ihres Sohnes kann ich gut verstehen und nach allem was Sie mir mitgeteilt haben, besteht dazu auch berechtigter Anlass, denn die beschriebenen Auffälligkeiten wie u.a. schwaches Selbstbewusstsein, erhebliche Probleme im beruflichen Kontext usw., können auf eine psychische Hintergrundproblematik (psychische Erkrankung bzw. Symptomatik) hinweisen.

Es ist mir leider fachlich nicht möglich, im Rahmen eines Forums, zu entscheiden ob hier eine Depression ggf. nur eine Dysthymia oder ein Burnout vorliegt, denn alle Störungsmöglichkeiten müssen genau durch eine spezielle und gezielte Diagnostik voneinander unterschieden werden.und psychiatrisch/ psychologisch genauer vor Ort exploriert werden.
Ein beginnender Burnout/ oder Depression, auch dem Umstand geschuldet durch die hohe emotionale Belastung durch den ständigen Streit mit Ihrem Mann, hohe Belastung durch/ innerhalb der Familie, kann nicht ausgeschlossen werden. Beim Burnout kann man mit Hilfe einer hypothetischen Frage: „ Was würden Sie tun, wenn Sie nicht derart erschöpft werden" versuchen zwischen Burnout (dieser hat darauf klare Ideen) und Depression zu unterscheiden, jedoch bietet dies keine diagnosespezifische Differenzierung, gibt lediglich Auskunft über den Schweregrad des Zustandes. Es kann sich aber auch nach einem fortgeschrittenen Burnout um eine Depression (Erschöpfungsdepression) handeln, die auch noch nach Erkrankungsgrad- episodisch (also bei wechselnder Intensität der Symptome) oder chronisch in leicht, mittelgradig und schwer zu unterscheiden wäre usw. Aber auch andere Möglichkeiten im rahmen einer Störungssymptomatik können vorliegen, vor allem wenn es sich um Störungsmuster wie z.B. das soziale Inetraktionsverhalten handelt (z.B. teamfähigkeit, mangel an Durchsetzungsvermögen usw.) wären eventuell Überlegungen bis hin zu einer Persönlichkeitsstörung denkbar (jedoch nicht zwingend vorhanden).

Es ist aber auch wichtig, so es sich um eine Depression handelt sich unbedingt in Behandlung begibt, auch um erst einmal genau abzuklären ob es sich um eine Depression handelt. Sie schreiben es sind auf ein Mal Dinge aktuell die vor vielen Jahren passiert sind , es kann sich hier dann auch um ein traumatisches Ereignis gehandelt haben, was Sie jedoch noch nicht verarbeitet haben und jetzt im Zuge der Belastung wieder zum Vorschein kommt. Ich würde daher aber vorerst eine genaue Untersuchung beim Hausarzt empfehlen um hier auch eine körperliche Erkrankung als Hintergrund der Störung auszuschließen.
Depressionen zeichnen sich aus durch traurige Verstimmtheit, gedrückter pessimistischer Stimmung, Niedergeschlagenheit, Verzagtheit, Antriebsminderung, leichter Ermüdbarkeit und eventuell Angst und Selbsttötungsneigung. Dies sollte immer auf Grund noch weiterführender Diagnostik (also auch psychometrischer Testverfahren z.B. Beck Depression Inventar = BDI) psychiatrisch/ psychologisch genauer exploriert werden. Wenn man depressiv ist, dann sind alle Bereiche der Persönlichkeit, der Psyche und des Alltags davon beeinträchtigt: das Denken, Fühlen, Handeln und körperliche Befinden.

Die depressiven Symptome sind morgens am stärksten. Im Laufe des Tages tritt meist eine Besserung ein und gegen Abend fühlen sich depressive Menschen häufig recht gut.

 

Gedanken bei Depressionen

negative Gedanken = Selbstvorwürfe und Schuldgefühlen
Konzentrations- und Entscheidungsprobleme è richtige Entscheidung ist und weil er Angst hat, einen Fehler zu machen usw.

 

Körperliche Symptome bei Depressionen

Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Schlaf-, Ernährungs- und Sexualprobleme, Körperliche Beschwerden = depressive Menschen verspüren eine Reihe körperlicher Beschwerden wie Kopf-, Magen-, Rücken- und Herzschmerzen, Verstopfung aber auch zu Durchfall kommen

 

Gefühle bei Depressionen

Traurigkeit = das wesentliche Merkmal einer depressiven Erkrankung ist eine große Traurigkeit, Niedergeschlagenheit und Hoffnungslosigkeit.

Freundlosigkeit - Lustlosigkeit - Interessenlosigkeit = mit der Traurigkeit geht die Unfähigkeit einher, Freude zu empfinden. Die Unfähigkeit, sich nicht mehr über Dinge freuen zu können, die einem früher Spaß und Vergnügen bereitet haben, wird von vielen Betroffenen oft als endgültiger Beweis dafür angesehen, dass alles sinnlos und hoffnungslos ist usw.

 

Es ist also dringend anzuraten, zuerst einen Hausarzt aufzusuchen um eine körperliche Erkrankung als Hintergrund der Störung auszuschließen und dann eine Vorstellung bei einem Facharzt für Psychiatrie. Dieser kann dann auch medikamentös unterstützen um Sie aus Ihrem Tief erst einmal wieder herauszuholen, jedoch sollte dies kein Dauerzustand sein und eine Therapie ist auf jeden Fall begleitend zu empfehlen Die Behandlung mit Antidepressiva ist nur ein Therapiepfeiler bei der Behandlung von Depressionen. (Zwei weitere sind Psychotherapeutische und sozialpsychiatrische Verfahren je nach den speziellen Gegebenheiten der depressiven Störung).

 

Ihr Sohn kann sich auch an eine nahegelegene psychotherapeutische/psychiatrische Fachklinik wenden (an Unikliniken) und um eine Notaufnahme (Behandlung) bitten, um dort viel schneller als bei den niedergelassenen Kolleginnen oder Kollegen (ambulant) einen Termin zu bekommen. Auch psychotherapeutische Ausbildungsinstitute vergeben Termine (geht meist etwas schneller) zur Diagnostik und Therapie und diese befinden sich meist in größeren Städten. Geben Sie hierzu einfach ein Mal in die Suchmaschine ein: „verhaltenstherapeutisches oder tiefenpsychologisches Ausbildungsinstitut + größeren Ort z.B. Berlin, München, Wien ect.".

 

Natürlich können Sie (aber auch Ihr Sohn natürlich) auch eine Selbsthilfegruppe für depressiv Erkrankte besuchen (bzw. ggf. entsprechend der dann nach einer Exploration erfolgten Diagnose) wenn es Sie zu sehr belastet und wo sich eine Selbsthilfegruppe in Ihrer Nähe befindet, dies erfahren Sie über Ihre Krankenkasse bzw. sogenannte Selbsthilfekontaktstelle. Aber auch über das Internet können Sie ggf. Hilfsangebote nutzen bzw. Selbsthilfegruppen finden z.B. unter http://www.depressionen-depression.net/, www.selbsthilfenetz.de,

http://www.ipsis.de/

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiter helfen und wünsche Ihnen für die Zukunft viel Kraft, Mut und alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank