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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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Hallo! Ich weiß nicht mehr weiter!mein freund hat Angstzustände

Kundenfrage

Hallo!
Ich weiß nicht mehr weiter!mein freund hat Angstzustände und Panikattacken !Sperrt sich ein und sagt er braucche seine Ruhe !Alle verstehen ihn nicht sagt er und wenn ich mit ihm darüber sprechen will meint er ich solle ihm in ruhe lassen!was soll ich tun ?mittlerweile glaube ich das ich durchdrehe!
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.

Angst- und Panikstörungen gehen mit körperlichen als auch seelischen Symptomen einher. Angst ist eigentlich ein alltägliches Phänomen, sie hat eine wichtige Warnfunktion und erhöht die Aufmerksamkeit und Handlungsbereitschaft. Sie tritt jedoch nicht isoliert auf, sondern auch als Begleitsymptom verschiedener psychischen Krankheiten. Darum ist eine Abgrenzung zwischen der alltäglichen und der kranken Angst so wichtig. Ursachen für das Entstehen von krankhaften Ängsten können erlerntes Verhalten, biologische Faktoren und auch (tiefenpsychologisch erklärt) sich widerstrebende Regungen und Strebungen im inneren Gleichgewicht zu halten misslingt insbesondere beim Auftreten von überfordernden Situationen, z.B. Verlusterlebnissen und einem damit verbundenen Rückfall in kindliche Verarbeitung und Verhaltensmuster. Angst und Panikstörungen verlaufen meist chronisch, die Beschwerden treten wellenförmig auf, d.h. auch beschwerdefreie Intervalle sind möglich. Mit zunehmendem Alter mildern sich die Symptome ab. Allerdings bestehen in vielen Fällen zusätzlich weitere psychische Störungen besonders Depression, und Alkohol und Medikamentenabhängigkeit. Sie schreiben ihr Freund zieht sich immer mehr zurück und nimmt auch keine Medikamente. Eine Psychotherapie in Verbindung mit der medikamentösen Behandlung wäre eigentlich wünschenswert gewesen. Ich empfehle Ihrem Freund daher im Rahmen der von Ihnen beschriebenen Symptome die Konsultation eines Psychiaters z.B. in einer psychiatrischen Institutsambulanz Notfallambulanz an einer Uniklinik oder in einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie um eine genaue diagnostische Abklärung durchzuführen und auch eine entsprechende therapeutische Behandlung zu veranlassen vor allem in Hinblick auf eine eventuell auch bestehende Depression. Der typische Verlauf einer Panikstörung ist chronisch, aber schwankend. Entweder ist die Störung episodisch mit zeitweiligen Rückbildungen oder aber als anhaltende schwere Symptomatik auftretend. Die Störung bleibt meist über Jahre in unterschiedlicher Intensität bestehen. Häufig kommen noch depressive Symptome dazu.

Der derzeitige Forschungsstand geht beim Langzeitverlauf von behandelten Patienten mit Panikstörung von folgenden Zahlen aus: 6-10 Jahre nach der Behandlung sind ca. 30% der Betroffenen symptomfrei, 40-50% hat sich der Zustand gebessert,, und bei 20-30% ist er gleich schlecht geblieben oder hat sich verschlechtert.Die Therapie der Angst und Panikstörungen können vor allem durch drei Verfahren erfolgen, Verhaltenstherapie, Psychopharmaka und tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie. Ansprechpartner, hier also bitte einen Psychiater/Neurologen hinzuziehen wenn es um eine Behandlung mit Psychopharmaka geht. Hier können Ihnen auch weitere Informationen zu einer psychotherapeutischen Behandlung der Angststörung gegeben werden und auch Psychotherapeuten in Ihrer Nähe genannt werden. Es ist wichtig zusätzlich zu der medikamentösen Behandlung den Ursachen der Angst auf den Grund zu gehen. Bei der Verhaltenstherapie kann noch einmal unterschieden werden in Reizkonfrontation( wenn ein deutlicher Auslöser für die Angst identifiziert werden kann); Gruppentherapie z.b. bei einer Sozialphobie- bei Ihrem Freund eventuell sehr hilfreich, denn hier lernt der Patient sich im Rollenspiel mit schwierigen Situationen auseinanderzusetzen, seine Gedanken und sein Selbstbild zu hinterfragen, Kontakte mit fremden Personen aufzunehmen und auch Gespräche zu führen, also Selbstsicherheitstraining und ; Kognitive Therapie vorwiegend bei generalisierter Angststörung ist eine konsequente Konfrontation mit den sorgenvollen Gedanken und das einüben eines angemessenen Denkens.

Auch Entspannungsverfahren wie autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen sind hilfreich. Vielleicht ist es auch möglich dass Sie sich sportlich betätigen, dies hilft den Stresshormonspeicher zu leeren. Er kann sich dazu auch an, und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren und dort vorstellig werden.

Da Sie schreibe, dass auch Sie inzwischen an der Grenze der belastbarkeit angekommen sind möchte ich Ihnen In einer kurzen Zusammenfassung, ohne jedoch hier den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben wie man am besten mit dem erkrankten Partner umgehen sollte, da bei Angst/Panikstörung eine Komorbidität zur Depression besteht

  • Depressive Verstimmung (negative Gefühlszustände) nicht sofort gleich Hinterfragen oder beschönigen
  • Dem Partner gegenüber die Depression nicht interpretieren bzw. keinen Sinn zuschreiben (das kann die depressive Person nur für sich selber tun)
  • Statt Ratschläge zu erteilen, lieber an den depressiven Schwierigkeiten Anteil nehmen
  • Ständige Aufheiterungsversuche unterlassen, aber sich selber Mut machen
  • Nicht an die Willenskraft (oder an Verantwortung, Glaube etc.) appellieren
  • Keine einschneidenden Veränderungen der bisherigen Lebensgewohnheiten empfehlen, eher regelmäßige Gliederung des Tagesablaufs unterstützen (morgens aufstehen, regelmäßig essen, abends zu Bett gehen)
  • Verständnis dafür zeigen, dass die depressive Person keine positiven Gefühle zeigen kann und auch die sexuelle Lust verloren geht
  • Gefühle, welche die depressive Person zeigt, möglichst anerkennen und fördern: z.B. ausweinen lassen (um die Selbstbeherrschung, welche der depressive Mensch von sich fordert, nicht noch zu fördern)
  • Die ärztliche Behandlung des depressiven Partners und die Einnahme antidepressiver Medikamente unterstützen
  • Wenn nötig selbst Arztbesuche organisieren (nur jedoch
  • Zu gemeinsamen Spaziergängen oder anderen gemeinsamen Tätigkeiten anregen (die depressive Person profitiert von Schrittmacherdiensten, weil sie selber schwer Initiativen entwickeln kann)
  • Lebenswichtige Entscheidungen während der depressiven Episode (z.B. Berufswechsel, Scheidung) möglichst zurückstellen, aber nicht unbedingt ausreden, denn so beginnt die schrittweise Angleichung an die Realität durch Erarbeitung (meist in der Therapie) von Zukunftsperspektiven
  • Sich selber etwas gönnen, nicht nur in Sorge um den depressiven Menschen aufgehen
  • Kontakte mit anderen (im Beruf, Freundeskreis) und eigenen Lebensrhythmus möglichst aufrecht erhalten, um nicht selber ins depressive Loch hineingezogen zu werden

Natürlich können Sie auch eine Angehörigen-Selbsthilfegruppe für depressiv Erkrankte besuchen und wo sich eine Selbsthilfegruppe in Ihrer Nähe befindet, dies erfahren Sie über Ihre Krankenkasse bzw. sogenannte Selbsthilfekontaktstellen.

http://www.panik.at/

http://www.psychic.de/forum/selbsthilfegruppen-soziale-phobie-agoraphobie/page300.html

Bitte achten Sie bei einer Partnerschaft mit einem depressiven Menschen auch auf Ihre Grenzen der emotionalen Belastbarkeit und werden nicht durch eventuelles Co.- abhängiges Verhalten Selbst noch krank. Sollten Sie jedoch auf dem Weg der Hilfe für Ihren Partner Hilfe benötigen, können auch Sie, ohne Angst gleich verrückt zu sein, psychologische Hilfe in Anspruch nehmen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiter helfen und wünsche Ihnen für die Zukunft viel Kraft, Mut und alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

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