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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

ich habe das gefühl man könne meine gedanken hören,und evtl

Kundenfrage

ich habe das gefühl man könne meine gedanken hören,und evtl eine therapie dagegen machen,was muss ich beachten das,das wieder weg geht..SG.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.

Die Schizophrenie stellt ein sehr komplexes Krankheitsbild dar. Für eine Diagnosestellung der paranoiden Schizophrenie müssen zusätzlich zur allgemeinen Schizophrenie noch weitere Kriterien erfüllt sein. So unterteilt sich die Schizophrenie in Positiv und Negativsymptomatik. Zu der Positivsymptomatik zählen u.a. Verhaltensweisen die eine Verzerrung normaler Funktionen darstellen. Dazu zählen Wahn, Halluzinationen und formale Denkstörungen (Sperrung des Denkens oder Gedankenabreißen, Zerfahrenheit, Neologismen(Wortneuschöpfungen)) Die Negativsymptomatik beinhaltet Krankheitszeichen, bei denen das Verhalten des Kranken im Vergleich zum Gesunden Defizite aufweist inForm von Symptomen 1.Ranges

– Gedankenlautwerden, akustische Halluzinationen, Gedankenentzug, Gedankenausbreitung, Wahnwahrnehmung

und 2. Ranges nach Schneider

- Wahneinfall, Ratlosigkeit, depressive oder frohe Verstimmungen

Es gibt keine Symptome die ausschließlich bei der Schizophrenie auftreten. Alle Symptome können auch bei anderen psychischen Erkrankungen (z.B.Alzheimer; Alkohol und Medikamentenabhängigkeit) vorhanden sein.

Es wäre fachlich nicht vertretbar im Rahmen dieses Forums jetzt einzuschätzen ob Sie an Schizophrenie erkrankt sind . Ich vermute dass es sich bei Ihnen um die schizotype Persönlichkeitsstörung handelt. Bei dieser Persönlichkeitsstörung sprechen neurophysiologische Untersuchungen für einen engen Zusammenhang zwischen schizotyper Störung und Schizophrenie. Es scheint eine ähnliche Basisstörung vorzuliegen, insbesondere die Unfähigkeit, soziale Interaktionen emotional richtig wahrzunehmen und zu interpretieren und daraus resultierend ein ungeschicktes Sozialverhalten mit der Konsequenz das die Patienten nur wenige freundschaftliche und partnerschaftliche Beziehungen haben worunter die Schizophrenie Erkrankten leiden, die der schizotypen Persönlichkeitsstörung jedoch nicht. Entsprechend findet man auf der Symptom ebene der an Schizophrenie erkrankten häufig eine depressive Störung und auch somatoforme Störungen sind nicht selten. Die Diagnose der schizotypen Störung ist nicht einfach auf Grund der schillernden Symptomatik. Danach ist ein Therapieversuch mit niedrigen Dosen eines neueren Neuroleptikums Therapie mit Antidepressiva vorzuziehen.

Die Schizophrenie wird wie oben schon erwähnt und speziell die hebephrene Schizophrenie( desorganisierte Schizophrenie); da hier die Zielsymptomatik eher durch Negativsymptome s. o. gekennzeichnet ist, sind hier atypische Neuroleptika Mittel der ersten Wahl.

Die Dosierung wird so gewählt, dass eine ausreichende antipsychotische Wirkung und möglichst wenig Nebenwirkungen auftreten. Die Gewichtszunahme unter Antipsychotika ist häufig. Eine Dosisabhängigkeit der Gewichtszunahme ist für die meisten Psychotika eher nicht belegbar, jedoch über 50 % der Patienten haben unter Langzeitbehandlung Übergewicht.

Neuere Studien belegen das gerade junge ernst erkrankte Patienten mit Schizophrenie dazu neigen ein metabolisches Syndrom unter dem Einfluss von Antipsychotika zu entwickeln. Die Medikamente Aripiprazol und Ziprasidon scheinen(lt.“ Dem Kompendium der Psychiatrischen Pharmakotherapie“) ein deutlich geringeres Risiko zu haben.

Vielleicht sind folgende Internetseiten für Sie noch hilfreich:

http://www.metabolischessyndrom.net/

http://www.kompetenznetz-schizophrenie.info/forum/index.php?action=vthread&forum=1&topic=3789

Ich hoffe ich konnte Ihnen etwas helfen und möchte noch
einmal darauf hinweisen das die Antwort keine medizinische psychopharmakologische
Fachantwort eines Psychiaters ersetzt, sondern wurde von auf Grund des Ausbildungswissens
von
einem Diplom Psychologen beantwortet.

Es ist daher zwingend notwendig das Gespräch mit dem behandelnden Arzt zu suchen um über die Änderungswünsche zu der Medikation zu sprechen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute auf Ihrem weiteren Weg

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und
Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende
psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell
Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen
sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer
Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick
auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank