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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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hallo ich nehme seit über 2 monaten etwa 15 bis 20 schmerztabletten

Kundenfrage

hallo ich nehme seit über 2 monaten etwa 15 bis 20 schmerztabletten was ist die beste möglichkeit davon loszukommen ß
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in, vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.

. Ich würde Ihnen empfehlen auf Grund der Problematik mit dem Entzug hier einen Suchtmediziner aufzusuchen um 1. zur Linderung gegebenenfalls ein Ausweichmedikament bei bestehenden Schmerzsymptomen zu verschreiben und gleichzeitig eine genaue Abgrenzung im Rahmen einer Exploration ob die Suchtsymptome aufgrund nachweisbarer körperlicher Beeinträchtigung (Schmerzen durch geschädigte Organe) oder ob hier der Fall vorliegt das Ihnen auf Grund einer somatoformen Schmerzstörung. die Psyche Schmerzen vorgibt die körperlich nicht begründbar sind und auf Grund dessen zu der Abhängigkeit von diesem Medikament geführt haben. Beim Vorliegen von einzelnen oder mehreren körperlichen Beschwerden, die nicht ausreichend durch medizinische Faktoren erklärbar sind, spricht man von einer Sonatenformen Störung. Diese kann noch einmal unterschieden werden in eine Somatisierungsstörung, hypochondrische Störung, somatoforme autonome Funktionsstörung und somatoforme Schmerzstörung. Grundsätzlich ist es so, dass körperliche Ursachen die das Ausmaß der Beschwerden erklären nicht gefunden werden. Ursachen können, chronische Überforderung, psychosozialer Stress, ähnliche Krankheitsbilder bei Familienangehörigen und einer Identifizierung, Modelllernen ( in der Ursprungsfamilie erhielt ein Familienmitglied das viel über körperliche Beschwerden klagte Schonung und Rücksichtnahme) auch eine verminderte Fähigkeit Gefühle zu äußern und wahrzunehmen ( Alexithymie) kann nicht ausgeschlossen werden.

Ich würde Ihnen empfehlen eine genaue Untersuchung bei einem Kollegen/Kollegin vor Ort zu veranlassen um auch differenzialdiagnostisch weitere Störungen (Depression; Angststörung, Hypochondrische Störung) auszuschließen. Die Therapie kann nach Diagnosestellung im Rahmen der Psychoanalyse (Aufdecken von unbewussten Konflikten; finden der auslösenden Ereignisse, übersetzten der Körpersprache in eine innerseelische Sprache) oder kognitiver Verhaltenstherapie (Wiedererlangung der Eigenkontrolle über das körperliche Wohlbefinden, Bewusstmachung ungünstiger Krankheitsüberzeugung, Übungen zur Stressbewältigung) erfolgen. Auch weitere Verfahren wie Hypnotherapie nach Erickson zur Schmerzbewältigung oder Entspannungstechniken wie autogenes Training usw. sind hilfreich. Scheuen Sie sich bitte nicht diese Hilfe in Anspruch zu nehmen, Sie sind deswegen nicht verrückt und es ist auch keine Schande heutzutage einen Psychologen/Psychiater hinzuzuziehen, letztendlich ist doch entscheidend dass es Ihnen besser gehen soll .

Sie können sich an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen) mit einer Zusatzqualifikation für tiefenpsychologisch/ psychoanalytische Therapie oder psychosomatische Medizin in Ihrer Nähe wenden und einen Termin ausmachen. Die Kosten dafür werden im Regelfall von der Krankenkasse übernommen. Über die Krankenkasse erfahren Sie auch ohne Probleme welche Kollegen für eine Diagnostik (Abklärung um welche Form es sich genau handelt im Rahmen der Störung und Symptomatik, denn es gibt dort unzählige Formen) psychotherapeutische Behandlung in Ihrem Wohnumfeld hierfür in Frage kommen. Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. "tiefenpsychologisch/ analytische Ausbildung + Ort oder Facharzt für psychosomatische Medizin usw.) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen Ambulanz vereinbaren und dort vorstellig werden.

Bitte denken Sie daran, diese beschriebene Symptomatik kann viele Ursachen haben, diese können sehr weit zurückliegen, aber es liegt alleine an Ihnen genügend Mut zu finden das genau heraus zu finden um sich dann damit auseinander setzen zu können.

Ich hoffe ich konnte Ihnen etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank