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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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Hallo, ich bin 36 Jahre alt und zur Zeit Hausfrau und Mutter. Vor

Kundenfrage

Hallo,

ich bin 36 Jahre alt und zur Zeit Hausfrau und Mutter.

Vor knapp 5 Jahren ist mein Vater plötzlich an einem Herzinfarkt gestorben.
In dieser Zeit habe ich alles gestemmt, meine Mutter versorgt und meine Schwester getröstet. Viele Menschen die mich kennen sagten mir, das ich den Einduck mache, das mich der Tod meines Vaters nicht interessiert.
Für mch war es so, das keiner aus unserer Familie mehr funktionierte und ich musste eben.
Es stimmt ich habe selbst auf seiner Beerdigung nicht geweint. Er wurde eingeäschert und kam dann in ein Urnengrab was für mich irgendwie befremdlich war.
In dieser Zeit kam raus das er ein Verhältnis hatte und meine Muttere schimpfte nur auf Ihn. Das tat mir sehr weh.

Meine Mutter hatte zu diesem Zeitpunkt 2 Krebserkrankungen hinter sich gelassen. Nach Brustrebs folgte ein einzelliges Karzinom auf der Lunge, welches inoperabel war.
Sie bekam wieder Chemo und Bestrahlung.

Seit dem Tod meines Vaters, bis März 2011 schien auch ales in Ordnung zu sein.
Dann wurde bei Ihr plötzlich die Mengiosis Karcinomatose festgestellt. Im Juni 2011 kahm sie dann ins Hospitz und 19 Tage später starb sie.
Auch hier war es wieder so, das ich alles gemanaget habe und die Menschen um mich herum glauben das ich das alles so weg stecke. Ich denke heute noch, wie sie zum schluss ausgesehen hat und wie schnell Ihr Gesundheitszustand bergab ging...
Meine Schwester macht mir heute noch Ansagen, das ich zu hart wäre und das es den Eindruck macht ich hätte kaum Gefühle.

Wir haben die Asche meiner Mutter im September in der Schweiz verstreut, was ich sehr schön fand, denn freier kann ein Mensch nicht sein. Meine Schwester hat sehr geweint und reagierte panisch, als ein Teil Ihrer Asche auf Ihre Schuhe flog.

Meine Schwester leidet seit 5 Jahren an einer Tuberösen Sklerose und ist deswegen Gesundheitlich un Psychisch eingeschränkt.

In letzter Zeit haben eineige Menschen meiner Umgebung auch liebe Menschen auf nicht so nette Weise verloren und diese Menschen waren Wochenlang nicht ansprechbar oder in Psychischer Behandlung.

Ich frage mich langsam selber, ob ich noch ganz normal bin.
Ja, ich habe unheimliche Verlustängste wenn mein Mann mal zu spät kommt oder ich eins meiner Kinder auch nur für 1 Minute nicht im Auge habe.

Ja ich denke sehr viel an Meine Mutter und gerade leider an die letzte Zeit, die ich Hammerhart fand!

Und auch mein Vater fehlt mir, hatte ich doch den engsten Bezug zu Ihm.

Was ist Ihre Meinung dazu?

Ich denke mir eben auch, das meine Umwelt nichts dafür kann und ich diese nicht mit meinen Sorgen einnehmen kann.
Ausserdem muss doch jemand alles klären und das geht nur mit einem kühlen Kopf.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.

Eine Trauer wird von jedem Menschen unterschiedlich verarbeitet, insofern ist es eine normale Reaktion wenn Sie sowohl auf der einen Seite die Tränen zurückhalten, stark sind und sich um alles kümmern aber es ist dann auch auf der anderen Seite wichtig die Trauer zuzulassen und das mit all Ihren Facetten. Trauerbewältigung bei Verlust einer nahestehenden Person, kann man in 4 Phasen aufteilen.

1. Phase: bezeichnend ist hier der Schock zustand , das verleugnen und nicht- wahr –haben Wollen-, der Verlust wird nicht als Realität akzeptiert, die Symptome: Betäubung; Empfindungslosigkeit, Starre, Unglauben, Unwirklichkeit, stilles weinen, lautes Schluchzen, (einige Stunden bis zu 3 Wochen)

2. Phase: das Aufbrechen der Gefühle, der Trauerschmerz wird erfahren, die Symptome: Gefühlschaos von Trauer, Angst, Wut, Hilflosigkeit, Schuldgefühle, unbegründete Heiterkeit, Ruhelosigkeit, Gewichtsverlust, Schlafstörungen, Hilfe: Erlaubnis sich selbst geben, die Gefühle auch zuzulassen, zu wissen, dass das emotionale Chaos der „Normalität „ entspricht, problematisch wäre hier eine andauernde Gefühlslosigkeit und Unterdrückung der Gefühle mit Gedankenstop, die Flucht aus der Trauer durch Überaktivität , verschweigen des Verlustes usw.-

3. Phase : sich anpassen an eine Umwelt in der die/der Verstorbene fehlt, Symptome: die Suche nach dem verstorbenen in Träumen, an Orten die mit Ihm/Ihr zu tun hatten, die Erfahrung des Sich- Trennen- Müssens, Erkennen des Ausmaßes des Verlustes, beginnende Neudefinition der Lebensziele , Problematisch: Exzessives Suchtverhalten; Intensivierung des Suchens , Rückzug aus der Welt , Verweigerung des Abschieds, beharren in eigener Hilflosigkeit

4. Phase: eine neue Beziehung zu sich selbst finden, die starken gefühlsmäßigen Bindungen zu dem Verstorbenen lösen sich und in neue Beziehungen wird investiert, Symptome: DER Verlust wird akzeptiert, neue Aufgaben und Rollen werden übernommen. Neues Selbstvertrauen und neue Selbstachtung, Problematisch: neue Beziehungen und neuer Selbststand wird als Untreue gegenüber dem Verstorbenen empfunden und verhindert, Rückfälle werden nicht einprogrammiert und führen zu tiefen Enttäuschungen, Vermeidung neuer Beziehungen aus Ängste vor neuen Verlusten oder der Reaktion der Umwelt. Abwendung vom Leben , den Lebenden und der Liebe

Bitte beachten Sie Trauer braucht Zeit (kann bis zu 8 Jahre gehen)und die Phasen laufen nicht linear ab. Ob eine Trauerreaktion „normal „ oder „pathologisch“ ist, hängt von der Dauer und ihrer Intensität ab. Ich kann verstehen dass Sie schreiben dass Sie ja eigentlich gar keine Zeit hatten für sich richtig zu trauern, weil ja jemand sich um alles kümmern musste , aber ich möchte Ihnen noch einmal nahelegen schon im Hinblick auf die erwähnten Ängste um Ihre Familie sich doch einmal dazu zu zwingen diese Lebenskrise und darum handelt es sich wenn man beide Elternteile in so kurzer Zeit verliert, adäquat zu verarbeiten, bestenfalls auch mit professioneller Hilfe, um nicht noch eine psychische Störung herauszubilden. Es kann unter den beschriebenen Umständen sehr schnell zu einem Zusammenbruch kommen wie bspw. ein Burnout auf Grund der enormen seelischen Belastung und dann haben Sie damit niemand geholfen sondern dann sind Sie selber auf Hilfe angewiesen.

Ich würde Ihnen empfehlen sich eventuell einer Selbsthilfegruppe Trauer anzuschließen um hier von der Unterstützung und Hilfe anderer Betroffener zu profitieren.

http://www.ipsis.de/adressen/adressselbsthilfe.htm

Natürlich ist auch eine Vorstellung bei einem Psychiater vor Ort möglich um sich medikamentös unterstützen zu lassen. Wichtig ist aber auf jeden Fall eine begleitende professionelle Hilfe um die Weiterentwicklung zu einer schweren Depression zu verhindern wenn Sie einen zu großen Leidensdruck verspüren und sich Probleme (wie oben aufgeführt) einstellen.

Nachfolgend möchte ich ein Mal versuchen Ihnen den einen oder anderen Vorschlag zu unterbreiten, was Sie in Ihrer momentanen Situation tun könnten mit auf den Weg zu geben. Ohne jedoch hier Anspruch auf den Erfolg und Vollständigkeit zu erheben, aber vlt. etwas helfen können in Ihrer schwierigen emotionalen Situation.

  • Schrauben Sie Aktivitäten und Verpflichtungen (z.B. bei der Arbeit oder auch im Haushalt) zurück und passen Sie diese ihrer verminderten Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit an ==> d.h. Sie müssen nicht immer und überall Leistung bringen und so vermeiden Sie künstlich Enttäuschungssituationen zu schaffen, diese haben Sie durch den Verlust (Tod des Opas) genug erlebt in letzter Zeit
  • Vermeiden Sie wichtige Entscheidungen oder schwerwiegende Veränderungen auch vor allem im Beruf und in der Partnerschaft, für weitreichende Entscheidungen, die oft in einem emotionalen Chaos getroffen werden ist die Zeit nicht günstig
  • Gehen sie sorgsam mit sich um und vermeiden sie Stress und wenn dieser da sein sollte, schaffen Sie sich geeignete Ausgleichsmöglichkeiten z.B. im kreativen Bereich u.a. Malerei, Musik, Tanz usw. und dort können und müssen Sie auch gar nicht die Beste sein, sondern können dort frei und unbekümmert Ihre Gefühle nach außen richten, anstatt immer nur destruktiv zum Teil nach Innen
  • Sagen sie sich selbst, dass die eventuelle depressive Phase nicht ewig anhalten wird sondern eine vorrübergehende Phase bzw. Erkrankung ist und lassen Sie sich ggf. auch durch Medikamente helfen (diese machen in der heutigen Zeit nur mehr auf anderen Symptomebenen abhängig und Sie können ja auch erst ein Mal ein leichtes stimmungsaufhellendes und nicht abhängig machendes Medikament nehmen z.B. Opaprimol oder Insidon)
  • Nutzen sie eine passende Gelegenheit Sorgen und Gedanken mit der Familie oder guten Freunden zu besprechen. Vielleicht werden Probleme dann nicht gelöst, aber ein Gespräch und der Kontakt können bereits entlastend wirken.
  • Versuchen sie ein vernünftiges Maß an Aktivitäten und positiven Dingen in den Tag einzuplanen - gerade so viel, wie sie ohne Überanstrengung machen können. Hierzu würden Kontakte zu Freunden und Familienangehörigen gehören, die vielleicht auch nur wenige Minuten dauern müssen ==> lernen Sie einfach das Leben wieder ein Stück zu genießen und auch ein schönes Essen kann da auch schon helfen
  • Achten sie auf ihre Körperhygiene, Ernährung und körperliche Gesundheit
  • Begrenzen sie den Konsum von Alkohol und Nikotin

Sie können sich auch an eine nahegelegene psychotherapeutische/psychiatrische Fachklinik wenden (an Unikliniken) und um eine Notaufnahme(Behandlung)bitten, um dort viel schneller als bei den niedergelassenen Kolleginnen oder Kollegen einen Termin zu bekommen. Auch psychotherapeutische Ausbildungsinstitute vergeben Termine zur Diagnostik.

Ich hoffe ich konnte Ihnen in der Kürze der Ausführung etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

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