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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Glauben sie auch, dass sexuelle Missbrauchte, die überlebt

Kundenfrage

Glauben sie auch, dass sexuelle Missbrauchte, die überlebt haben, zum Täter werden?
Dieses Gefühl sich zu rächen ist immer in dir, aber man kann dagegen ankämpfen. Manchmal überlebt man alles, was einem Objekte antun. Vergessen kann man nie!!!!Man darf diesem Gefühl der Rache, nie nach geben.

Ein Wesen des Lichts, was genau weiß, wovon sie spricht!!! Ich bin eine Dunkelziffer, die das Schweigen bricht!!!!

Und ich danke XXXXX XXXXX mit euch kommt der Glauben an Menschen und auch das Licht wieder zurück zu einem!!!

Die Wächterin des Lichts!!!!!
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben. Ich verstehe Ihr Problem, möchte Sie jedoch hinsichtlich der Angst selbst zum Täter zu werden etwas beruhigen, bei einer entsprechenden Therapie des Traumas ist es ausgeschlossen dass Sie selbst eine Täterrolle übernehmen.

Wenn insbesondere bei traumatisierten Patienten im Rahmen der Therapie Wiedererinnerungen an Auslöseereignisse auftreten und es zu heftigen affektiven ,Angst oder Symptomen einer gestörten Impulskontrolle kommt kann eine Pharmakotherapie indiziert sein, einzelne positive Erfahrungen mit Serotonin- Wiederaufnahmehemmern liegen bspw. vor. Daher möchte ich mir nachfolgend erlauben, Ihnen ein paar Hinweise zu einer möglichen besser ausgedrückt teilweisen Symptombeschreibung zu geben, die auf eine eventuelle posttraumatische Belastungsreaktion (PSB) hindeuten könnten.

Symptomatik einer einfachen PSB

Symptomtrias

1. Intrusionen ( unwillkürliches Erinnern an das Trauma ) und teilweise auch

„Flash-backs" ( unwillkürliches Wiedererleben des Traumas,

Wiederholungsträume, Erinnerungen mit Gegenwartscharakter )

2. Vermeidungsverhalten und allgemeiner emotionaler Taubheitszustand

3. anhaltendes physiologisches Hyperarousal ( physiologische Übererregung )

Zeitkriterium

Dauer > 1 Monat bis zum Teil an das Lebensende

Oft treten die Symptome der akuten Belastungsreaktion teilweise mit auf z.B. Panikattacken, depressive Reaktionen, akute Stimmungsschwankungen usw.

D E N O S Kriterien ( disorder of stress not otherwise specified )

A. Störungen der Regulierung des affektiven Erregungsniveaus

B. Störungen der Aufmerksamkeit und des Bewusstseins

C. Somatisierung

D. Chronische Persönlichkeitsveränderungen

E. Veränderungen in den Werte- und Bedeutungssystemen

A. Störungen der Regulierung des affektiven Erregungsniveaus

chronische Affektdysregulation mit verminderter Fähigkeit, die Intensität von Affekten zu regulieren

unvorhersehbare Wechsel der Stimmungslage durch Wiederbelebung traumatischer Affekte (Gefühle) im täglichen Leben

häufig enger Bezug zur „Borderline-Symptomatik"

Schwierigkeit, Ärger und Wut zu modulieren (auszudrücken)

selbstdestruktives und suizidales Verhalten

Schwierigkeit, sexuelles Kontaktverhalten zu modulieren (auszudrücken) bzw. bewusst zu erleben

impulsive und risikoreiche Verhaltensweisen

B. Störungen der Aufmerksamkeit und des Bewusstseins

(Dissoziative Störungssymptomatik)

Amnesien, Depersonalisation, dissoziative Identitätsstörung

Protektive (schützende) Funktion von Dissoziationen in der ursprünglichen traumatischen Situation

Personale Traumatisierungen im Rahmen von Kindesmissbrauch unterliegen häufig einer totalen oder partiellen Amnesie

Dissoziationsneigung umso höher, wenn der Täter ein Familienmitglied ist

Psychogene Amnesie

episodische Unfähigkeit, wichtige persönliche Informationen zu erinnern, die in ihrem Ausmaß über ein gewöhnliches Vergessen deutlich hinausgeht und nicht durch eine organische Genese erklärbar ist

Dissoziative Fugue

Verhaltenssequenz, die eine spontane und zielgerichtete Ortsveränderung, meist eine unerwartete Reise, beinhaltet und verbunden ist mit der Unfähigkeit, das Zurückliegende zu erinnern

Depersonalisation

Störung, bei der ein Betroffener seine Person und seine Umgebung als unwirklich verändert erlebt.

Dissoziative Identitätsstörung

wechselnde Identitäten - wechselnde Persönlichkeitszustände - Identitätswechsel - Identitätsfluktuation („Persönlichkeiten")

Persönlichkeitszustände variieren zwischen 2 und 100; meist unter 10; sie können sich als scheinbar voneinander unabhängige „Persönlichkeiten" präsentieren

Persönlichkeitszustände erhalten abwechselnd die Kontrolle über die Person

es kann, aber muss nicht eine Amnesie für andere „Persönlichkeiten" bestehen

C. Somatisierung

Somatisierungsstörungen als typische Langzeitfolgen schwerer, insbesondere personaler Traumatisierungen

ausgeprägte psychosomatische Symptombildungen z.B. Hypertonie, Schmerzsyndrome usw.

funktionelle Abdominalbeschwerden nach sexuellem Missbrauch und körperlicher Misshandlung in Kindheit und Jugend

Psychogene („hysterische") Krampfanfälle nach Inzesterfahrungen

D. Chronische Persönlichkeitsveränderungen

Störungen des Selbstwertgefühls

durchgängiges Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit

niedrige Selbstwirksamkeitserwartung

Gefühl des Ausgeliefertseins und der Hilflosigkeit

Überzeugung, als Person wertlos, moralisch minderwertig und schuldig zu sein

Überzeugung, für den Missbrauch oder die Gefangenschaft selbst verantwortlich zu sein

E. Veränderungen in Werte- und Bedeutungssystemen

Grundüberzeugungen von Sicherheit und Geborgenheit verloren

die Überzeugung, dass das Leben einer sinnvollen Ordnung folgt sind zerstört

verzerrte Wahrnehmung des Schädigers = Überangst

Idealisierung des Täters
Urvertrauen geht verloren

fehlende Zukunftsperspektive

Wesentlich ist hier aus meiner Sicht und dies habe ich mir zum Grundsatz bei der Behandlung einer schweren PSB gemacht, auf der einen Seite Wissen im Umgang mit dem Trauma zu vermitteln (psychoedukativer Ansatz), denn dies schafft häufig durch mehr an Wissen Sicherheit und dann mit unterschiedlichen Verfahren auch ambulant zu arbeiten.

Es geht Ihnen vielleicht wie vielen Patienten auch, die vor oder gerade während einer Therapie, durch die intensive Auseinandersetzung mit dem traumatisierenden Ereignis (Geschehen) durch das unbewusste das Ganze noch ein Mal (durchleben) um es dann auch endgültig verarbeiten zu können. Dieser Umstand und alles was damit zu tun hat, erzeugt ungeheure Angst. Da es mir an Explorationsmaterial fehlt, ist es von ungeheurer Wichtigkeit, dass Sie eine trauma -spezifische Therapie bei einem hierfür auch ausgebildeten Dipl.- Psychologen absolviert. Dieser könnte z.B. das EMDR- Verfahren zur Anwendung bringen bzw. über verschiedene traumaspezifische Techniken verfügen, um diese mit Ihnen zu üben um so besser mit auftretenden Flashs umgehen zu können (letztgenanntes z.B. durch ressourcenorientierte Traumatherapie nach PITT nach L. Reddemann).

Auf Grund der von Ihnen doch schon als schwerwiegende Begleiterscheinungen beschriebenen Symptome, würde ich hier eine psychiatrische medikamentöse (zeitbegrenzte) Intervention (Behandlung) empfehlen, um die störenden diversen Symptome wie Angst und Panik usw. im Bedarfsfalle zu mildern.

Sie können auch sehr viel Neues und Wissenswertes über unterschiedliche Selbsthilfe- und Informationsportale im Internet erfahren u.a. http://www.traumatherapie.de/ (hier finden Sie auch weiterführende Klinikadressen), http://www.ipsis.de/ (Infos über sich vor Ort befindliche Selbsthilfegruppen).

Eine sehr gute Klinik, die sich sehr intensiv um Trauma Opfer bemüht und über sehr lange Erfahrung verfügt ist die Klinik für psychotherapeutische und psychosomatische Medizin in Bielefeld oder die psychosomatische Klinik Bad Malente sowie die Klinik Windach am Ammersee (hier eher verhaltenstherapeutisch/ systemisch) orientiert.

Um Ihnen vielleicht einen praktischen Rat aus meiner langen Erfahrung auf diesem Gebiet mit auf dem Weg zu geben, es geht nicht darum alles aufzuarbeiten, bewusst wieder zu erleben, der Weg ist, das man lernt damit zu leben und die Psyche "Selbst" wird sich schon dabei etwas gedacht haben, warum nicht alles an die bewusste Oberfläche gelangt. Das gilt es einfach auch in einer Therapie zu respektieren, denn die Traumavergangenheit, so schlimm Sie auch gewesen ist, ist Vergangenheit, die es auch aufzuarbeiten gilt, aber nicht um jeden Preis und nicht um den Preis, das es einem schlechter damit geht als vorher. Das Trauma bleibt eh ein Teil der Psyche, aber Sie können gut lernen damit umzugehen.

Wenn eine stationäre Therapie nicht möglich erscheint, so kann dies auch als Alternative zur Überbrückung eine ambulante Psychotherapie bei eine Psychotherapeuten sein. Oft gibt es hier jedoch auch zu lange Wartezeiten auf einen Therapieplatz. Aber es gibt hier eine kleinen Trick und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. "verhaltenstherapeutisches/ tiefenpsychologisches Ausbildungsinstitut + Ort z.B. München) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren und dort vorstellig werden.

Ich hoffe. meine Ausführungen konnten Ihnen etwas weiter helfen und wünsch Ihnen für Ihre Zukunft viel Kraft, Mut und alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

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