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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
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wenn mann alkeholabhänige und jetzt trocken 7 jahr ab wann

Kundenfrage

wenn mann alkeholabhänige und jetzt trocken 7 jahr ab wann ist mann gans trocken
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage. Sie beschreiben eine schwierige Situation. Es gibt leider keine eindeutige Antwort. Alkoholismus wird meist als eine chronische Krankheit beschrieben, die leider nicht "heilt" waehrend man nicht trinkt. Wenn man also wieder anfangen sollte zu trinken, dann ist der Koerper oft ganz schnell wieder in der gleichen Verfassung wie zu dem Zeitpunkt als man aufgehoert hat und auch die psychische Abhaengigkeit kommt meist schnell zurueck (manchmal nach dem ersten Schluck, manchmal auch erst nach ein paar Malen). Darum wird empfohlen, dass Alkoholiker einen Rueckfall vermeiden und am besten abstinent bleiben. Es kann sein, dass man ein paar Mal trinken kann, ohne dass man in die Abhaengigkeit zurueck faellt, aber es ist ein "Spielen mit Feuer." Es kann sehr schnell schief gehen.


Es gibt verschiedene "Typen" von Trinkern (nach Prof. E.M. Jellinek). Nicht jeder "Trinker" ist auch ein "Alkoholiker".

 

Alpha - Trinker
sind Erleichterungstrinker, die mit Alkohol ihre Probleme zu lösen versuchen. Sie sind zwar einer fortschreitenden Abhängigkeit ausgesetzt, können aber ihren Alkoholkonsum unter Kontrolle halten.

Beta - Trinker
sind Gelegenheitstrinker ohne eine eingetretene Abhängigkeit. Bei ihnen treten vor allem Beschwerden durch Folgekrankheiten auf, z.B. Leberschäden, Magenleiden ( Gastritis ) u.a.

Gamma - Alkoholiker
sind die eigentlichen Alkoholiker, die vom Alkohol seelisch und körperlich abhängig sind. Sie haben über ihren Alkoholkonsum keine Kontrolle mehr.

Delta - Alkoholiker
sind " Spiegeltrinker ", sie können ihren Alkoholkonsum relativ lange unter Kontrolle halten. Sie sind zwar körperlich, aber nicht seelisch abhängig. Bei schleichender Dauerintoxikation sind sie eher unauffällig.

Epsilon - Alkoholiker
werden als " Quartalssäufer " bezeichnet. Nach wochenlanger Abstinenz trinken sie tagelang völlig unkontrolliert.

 

Hier ein Fragebogen dazu: http://www.alkohol-hilfe.de/suchthilfen/jellinek.htm

Fuer Alkoholiker ist es wichtig, dass sie einen Rueckfall vermeiden, da die Konsequenzen einfach sehr gross sein koennen. Das Risiko für einen Rückfall steigt ...

* mit jedem Rückfall

* mit längerer und stärkerer Abhängigkeit

* mit dem Rückfall in schädliche Verhaltensmuster (auch ohne dass man trinkt)

* mit Depressionen, Ängsten, einem geringen Selbstwertgefühl

* mit Persönlichkeitsstörungen und psychiatrischen Symptomen

* mit Einsamkeit und Isolation (kein Partner, wenige Freunde...)

* mit Dauerstress (mit Freunden, Familie, auf Arbeit...)

* mit einschneidenden Veränderungen (Verlust des Arbeitsplatzes, der Partnerschaft u.ä.)

* mit dem erneuten Kontakt mit Saufkumpanen

* mit der Unfähigkeit, 'Nein' sagen zu können

Hier finden Sie ausserdem Tipps, um Rueckfaelle zu vermeiden:

http://www.alkoholismus-hilfe.de/alkohol-abstinenz.html

 

Oft bedingen sich Depressionen und Alkohol. Süchtige greifen zur Flasche, um ihre Depression zu therapieren, und der Alkoholkonsum macht durch seine schädigende Wirkung selbst depressiv. Alkohol reduziert das Bewusstsein und wirken somit schmerzlindernd - nicht nur im körperlichen, sondern auch im psychischen Sinne. Alkohol wirkt stark dämpfend und ist deshalb die bevorzugte Droge vieler Menschen mit Angststörungen und Depressionen.

Depressionen erzeugen ein negatives Weltbild. Sie machen aggressiv, lustlos und stumpf. Alle Gefühle sterben ab, das Leben wird unerträglich fade und erscheint sinnlos. Alkohol dagegen 'macht Stimmung' -, auch wenn sie negativ ist. Euphorie und Wohlgefühl münden bald in Gereiztheit und Unwohlsein, aber der 'Kater' bietet wenigstens ein sozial akzeptiertes (und für das Ego noch erträgliches) Erklärungsmuster für Trübsinn und Antriebslosigkeit

Gute zusaetzliche Informationen zu dem Zusammenhang von Alkohol und Depressionen (inklusive den Veraenderungen im Gehirn) finden Sie hier: http://www.alkoholismus-hilfe.de/alkoholismus-depressionen.html


Wenn Sie denken, dass Sie unter Depressionen und Angst leiden, dann hilft es, diese Probleme zu behandeln, um langfristig abstinent bleiben zu koennen.

 

 

Weitere Informationen, auch Selbsthilfegruppen und Online-Foren zum Thema finden Sie hier:

 

 

http://www.alkohol-hilfe.de/
http://www.forum-alkoholiker.de/

 

http://www.ipsis.de/adressen/adressselbsthilfe.htm

http://www.imedo.de/

 




Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort in ihrer Kürze geholfen hat und beantworte auch gerne eine Anschlussfrage. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

Wenn meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht, bitte ich Sie, nicht zu vergessen das Honorar (durch Anklicken von "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank.