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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
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Hey! Ich bin schon mein Leben lang dumm. Kann man das irgendwie

Kundenfrage

Hey! Ich bin schon mein Leben lang dumm. Kann man das irgendwie heilen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 5 Jahren.

 

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage. Ihnen wurde immer wieder gesagt, dass Sie nicht besonders intelligent sind und Sie fragen sich, ob sich Intelligenz lernen laesst. Es gibt mehrere Formen von "Intelligenz" und die lassen sich durchaus trainieren, aber man wird wahrscheinlich nicht zu einem Genie werden, selbst wenn man uebt, denn Intelligenz hat eine genetische Komponente, ist also in gewissem Sinn angeboren.

 

Wenn man im Alltag über Intelligenz redet, gibt es selten zwei Menschen, die die gleiche Vorstellung darüber haben, was Intelligenz überhaupt sein soll. Der eine schließt auf Intelligenz, wenn eine Person gute Leistungen in der Schule erbringt oder sich einfach nur erfolgreich durchschlägt. Der andere hält es für intelligent, eine schwierige Denkaufgabe in möglichst kurzer Zeit zu lösen, ohne dass dies eine praktische Relevanz besitzen muss. Wieder ein weiterer ist davon überzeugt, dass ein großes Wissen oder ein gutes Verständnis für komplizierte Texte ein Hinweis auf Intelligenz sei.

Nach den Erkenntnissen der Genforschung üben Frauen auf Grund des X-Chromosoms Einfluss auf die Intelligenzentwicklung aus, denn Frauen verfügen über zwei solche Chromosome, sodass Defekte bei Männern schwerwiegendere Auswirkungen haben als bei Frauen. So ist etwa die geistige Minderbegabung bei Männern häufiger als bei Frauen anzutreffen, allerdings findet man unter Männern nach einer Studie an der Universität Edinburgh aus dem Jahr 2007 auch mehr Hochbegabte, denn unter den intelligentesten zwei Prozent der Bevölkerung gibt es doppelt so viele Männer wie Frauen. Allerdings sind die Männer auch in der Gruppe mit geringer Intelligenz besonders stark vertreten. Die Hochintelligenz bei Männern ist für manche Forscher ein wichtigen Bestandteil der menschlichen Evolution, denn mit einer überragenden Intelligenz gelingt es nicht nur, für viele Frauen attraktiver zu sein und mit ihnen Nachkommen zu zeugen, sondern sie ist auch im täglichen Existenzkampf förderlich. Die Entwicklung der Intelligenz der Menschheit ist demnach den Wünschen und Erwartungen der Frauen zu verdanken. Auch bei der Intelligenzvererbung spielt der Mann eine untergeordnete Rolle, denn ein Vater gibt seine Intelligenz nur an seine Tochter weiter, nicht aber an seinen Sohn, denn der bekommt nur die Intelligenzgene auf dem X-Chromosom von seiner Mutter.

Nicht-Psychologen stellen sich unter Intelligenz immer etwas Großartiges und Umfassendes vor, viele Psychologen hingegen als etwas sehr Nüchternes - eben als ein Rädchen von den vielen, die uns am Laufen halten. Es gibt keine einheitliche Definition von Intelligenz, und es gibt fast ebensoviele Theorien über sie wie Forscher, die sich mit ihr befassen. Den meisten Theorien ist aber gemeinsam, dass sie Intelligenz als eine Fähigkeit sehen, sich in neuen Situationen durch Einsicht zurechtzufinden oder Aufgaben durch Denken zu lösen. Entscheidend ist aber, dass dies nicht durch Erfahrung, sondern die schnelle Erfassung von Beziehungen ermöglicht wird. Mit anderen Worten: Intelligentere haben im allgemeinen schneller den Überblick über ein unbekanntes Gebiet.

  • Man kann das Gedächtnis trainieren.
  • Man kann auch Aufgaben aus IQ-Tests trainieren.
  • Man kann die Intelligenz trainieren
  • Und man kann seine Kreativität (und damit seine Fähigkeit, Probleme zu lösen) trainieren
    Es gibt eine Menge Bücher, Kurse und Übungen zu diesen Themen. Eine Leihbücherei koennte ein erster Schritt sein.
  • Die folgenden Buecher waeren vielleicht auch von Interesse fuer Sie:

Intelligenztraining: Der schnelle Weg zum höheren IQ von Harald Havas (Broschiert - 1. August 2007)

IQ-Training. Pocket Quiz: 50 x Denken mit beiden Hirnhälften (Spiel - 1. August 2003)

Gehirnjogging 2 von EMME Deutschland (Computerspiel) - Windows 2000 / 98 / XP

 

Es gibt auch noch eine andere Art von Intelligenz, die emotionale Intelligenz.

 

Für die emotionale Intelligenz sind vor allem folgende Kompetenzen entscheidend:

Selbstbewusstheit – Gemeint ist die realistische Einschätzung der eigenen Persönlichkeit, also das Erkennen und Verstehen der eigenen Gefühle, Bedürfnisse, Motive und Ziele, aber auch das Bewusstsein über die persönlichen Stärken und Schwächen. Es geht darum, sich selbst gut zu kennen, um einschätzen zu können, wie man selbst in bestimmten Situationen reagiert, was man braucht und wo man noch an sich selbst arbeiten muss .

Selbststeuerung – Als Selbststeuerung wird die Fähigkeit bezeichnet, die eigenen Gefühle und Stimmungen durch einen inneren Dialog zu beeinflussen und zu steuern. Mit dieser Fähigkeit sind wir unseren Gefühlen nicht mehr nur einfach ausgeliefert, sondern können sie konstruktiv beeinflussen. Ein Beispiel: Wenn uns etwas wütend macht, können wir uns durch unseren inneren Dialog selbst beruhigen und können dann viel angemessener reagieren, als wenn wir nicht in Lage sind, uns selbst zu steuern.

Motivation – Sich selbst motivieren zu können heißt, immer wieder Leistungsbereitschaft und Begeisterungsfähigkeit aus sich selbst heraus entwickeln zu können. Diese Fähigkeit ist besonders hilfreich in Phasen, in denen ein Projekt schwierig wird oder wenn die Dinge anders laufen als geplant. Wer sich selbst motivieren kann, findet immer wieder Kraft zum Weitermachen und verfügt auch über eine höhere Frustrationstoleranz, also dem Vermögen, Frust auszuhalten und trotzdem weiterzumachen.

Empathie – Empathie heißt Einfühlungsvermögen. Gemeint ist damit das Vermögen, sich in die Gefühle und Sichtweisen anderer Menschen hineinversetzen zu können und angemessen darauf zu reagieren. Es geht darum, Mitmenschen in ihrem Sein wahrzunehmen und zu akzeptieren. Dabei heißt akzeptieren nicht automatisch gutheißen. Andere Menschen zu akzeptieren, heißt ihnen mit Respekt entgegenzutreten und Verständnis für ihr Tun und Denken zu haben.

Soziale Kompetenz – Unter sozialer Kompetenz versteht man z.B. die Fähigkeit Kontakte und Beziehungen zu anderen Menschen zu knüpfen und solche Beziehungen auch dauerhaft aufrecht erhalten zu können. Gemeint ist also ein gutes Beziehungs- und Konfliktmanagement, aber auch Führungsqualitäten oder das Vermögen, funktionierende Teams zu bilden und zu leiten.

Kommunikationsfähigkeit – Eine gute Kommunikationsfähigkeit ist unerlässlich für die emotionale Intelligenz. Gemeint sind damit zwei Dinge: einerseits die Fähigkeit, sich klar und verständlich auszudrücken und somit sein Anliegen deutlich und transparent zu übermitteln; andererseits ist damit die Fähigkeit gemeint, anderen Menschen aktiv und aufmerksam zuhören zu können, und das, was sie sagen, zu verstehen und einzuordnen.

 

Hier koennen Sie Ihre emotionale Intelligenz testen:

http://spiele.sueddeutsche.de/eqtest/

 

Man kann also z.B. kein so gutes Gedaechtnis haben, dafuer aber sehr gut mit Menschen klar kommen, also hohe emotionale Intelligenz haben. Oft ist die emotionale Intelligenz sogar wichtiger, um im Leben erfolgreich zu sein. Darum sind Sie vielleicht sogar intelligenter als Sie glauben.

 

Hier ist Information zum Verbessern der emotionalen Intelligenz:

http://www.norbert-glaab.de/lebenstraining.html

 

 

Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort in ihrer Kürze geholfen hat und beantworte auch gerne eine Anschlussfrage. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

Wenn meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht, bitte ich Sie, nicht zu vergessen das Honorar (durch Anklicken von "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank.