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drwbischof,
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 379
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drwbischof ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, seit einem Jahr bin ich mit

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
seit einem Jahr bin ich mit meinem Freund zusammen. Meine Schwiegermutter hat eine schizophrene Psychose mit religiösen Wahn, jedenfalls wurde dieses Krankheitbild vor einigen Jahren bei ihr diagnostiziert. Ich glaube jedoch, dass sie nur eine schizophrene Psychose hat. (ohne religiösen Wahn). Das Krankheitsbild äußert sich bei ihr in der Form, dass sie sich permanent Gedanken über ihr Leben und ihren Sohn macht (und vermutlich auch über mich). Außerdem kann sie so gut wie keine Nacht schlafen und hat zum Teil (jedenfalls vermute ich das, depressive Phasen. Mein Freund kommt eigentlich ziemlich gut mit der Situation zu Recht. Das liegt vermutlich daran, dass er das Krankheitsbild seiner Mutter schon länger kennt. Wobei ich zum Teil merke, dass es auch ihn belastet, er verdrängt die Situation halt. Bei mir sieht es schon anders aus. Ich komme manchmal gar nicht mit der Situation zu Recht, weil ich mich zum Teil von der Art seiner Mutter bedrängt fühle. Das liegt daran, dass sie ständig über mich, meinen Freund und unser Leben reden will. Ich fühle mich dann in der Hinsicht bedrängt, als das ich der eigene Herrscher meines Lebens sein will. Wenn sie jedoch ständig über uns redet, dann fühl ich mich leicht eingeengt.
Bei mir war das dann schon so, dass ich zum Teil auch nicht schlafen konnte, weil mich die Situation so belastet hat. Außerdem bin ich halt auch eine sehr sensible Person.
Die Mutter meines Freundes hat wohl schonmal (vor einigen Jahren) Antidepressiva bekommen, da sie dadurch jedoch einen verstärkten Bartwuchs erhalten hat und sich auch so einige Nebenwirkungen bemerkbar gemacht haben, möchten sie jetzt keine Tabletten mehr nehmen. Was ich auch einerseits verstehen kann, anderseits belastet mich auch ein wenig die Situation.
Im Prinzip ist es so, dass sie eigentlich gar nichts gegen ihre Krankheit macht, wo ich denke, dass dies auch nicht der richtige Weg seien kann.
Manchmal hasse ich sie richtig (aber nur deshalb, weil sie halt ihre ganzen Gedanken und ihre Krankheit auf ihren Sohn projeziert und da das ja die Person ist, die ich über alles liebe komm ich dann quasi damit nicht zurecht und ich fühle mich auch nicht wirklich wohl, wenn ich zu Hause bei ihm bin)
Er wohnt halt noch bei seiner Mutter, bald ziehen wir aber zusammen. Irgendwie weiß ich gar nicht, was man jetzt machen soll. Mein Freund will halt immer für seine Mutter da sein, was ich verstehen kann und auch gut finde, anderseits meine ich manchmal "seine Mutter kann man gar nicht alleine lassen".
Ich glaube auch, dass sie dass indirekt erreichen will, da sie sich immer sehr liebevoll mir gegenüber gibt (für mich kocht etc). Nerven tut sie mich aber dennoch.
Meinem Freund wäre es lieb, wenn wir alle zusammen ziehen würde, aber ich weiß, dass diese Familiensituation mich fertig machen würde. Ich komme auch nicht damit zurecht, wenn ein Krankheitsbild gar nicht wirklich "angepackt" wird. Mein Freund meint jedoch, dass dies gar nicht möglcih ist, der einzige Weg bei ihr sei sonst die Psychatrie und das will er nicht, was ich auch verstehen kann.
Ich komme auch mit ihr zurecht, ich möchte nur zukünftig nicht zu sehr in ihrer Nähe wohnen.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Krankheit schon auf mich überschwappt. Mein Freund meint jedenfalls, dass ich die anstrengenste Person bin, die er je kennengelernt hat (auch wenn er mich sehr liebt). Ich glaube das liegt daran, dass ich mich von meiner wahren Seite ihm ggü nicht wirklich zeigen kann.
Das liegt daran, dass ich auf irgendeien Art und Weise gehemmt bin, durch diese ganze Situation.
Wenn ich mit meinem Freund bspw. über seine Mutter reden wollen würde, dann blockt er auch sofort, was die Situation nicht unbedingt einfach macht. Ich denke das liegt daran, weil er nicht möchte, dass ich über sie schlecht rede, was ich auch verstehen kann.
Vielleicht können Sie mir irgendwie helfen und mir sagen, wie ich mich genau verhalten soll und wie man die Zukunft gestalten kann, wenn man eine Schwiegermutter mit solch einem Krankheitsbild hat. Ich empfinde es als "beengend"
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag,

zunächst einmal geht aus ihren Schilderungen keine Symptomatik hervor, die an eine Schizophrenie denXXXXX XXXXXeße. Möglicherweise gab es solche Symptome ja in der Vergangenheit.

Sie beschreiben hier eher eine Mutter, die offensichtlich nicht loslassen kann, wahrscheinlich die Kontrolle behalten möchte und die es vermutlich geschafft hat, ihren Sohne sehr eng an sich zu binden und emotional Druck aufzubauen, den auch sie inzwischen spüren.

Entscheidend bei allem ist aber ihre Partnerschaft. Sie beiden müssen einen gemeinsamen Weg im Umgang mit der Mutter finden. Sie werden für sich selbst prüfen müssen, wie weit sie entgegen kommen können und wo die Grenzen für sie gesteckt sind. Es muss emotional für sie passen.
Wenn sie sich in der jeweiligen Situation nicht mehr wohl fühlen können, wird es schwierig für die Partnerschaft.
Auch ihr Partner muss sich darüber im Klaren werden, ob er als erwachsener Mann eine gesunde Distanz zu seiner Mutter einnehmen möchte, was überhaupt nicht bedeuten muss, dass man sich nicht mehr kümmert.

Grundsätzlich gilt aber auch bei einer Psychose oder einer Depression dass in erster Linie der Kranke für seine Krankheit und die medizinischen Maßnahmen verantwortlich ist.

Kümmert er sich nicht um seine Gesundheit, bedeutet das nicht, dass es andere tun müssen, es sei denn, es bestünde ein medizinischer Notfall, was hier aber wohl nicht der Fall zu sein scheint.

Fazit: Sie und ihr Partner müssen das weitere Vorgehen und den Umgang mit der Mutter aushandeln. Sie dürfen dabei nur soweit entgegen kommen, wie sie es mit ihrem emotionalen Wohlbefinden vereinbaren können. Ggf. könnte ihnen beiden eine Familienberatungsstelle im Gespräch weiterhelfen.
drwbischof,
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 379
Erfahrung: 
drwbischof und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Als ich meinen Text rückblickend gelesen habe, musste ich feststellen: Sie haben Recht, vorerst lässt sich kein erkennbares Krankheitsbild verzeichnen. Meine Schilderungen entsprachen vermutlich meiner persönlichen "Gefühlsebene".

Ich könnte mir vorstellen, dass sie eine Krankheit hat und ich dies auch spüre, aber sie das so gut tarnen kann, dass es halt schwer erkennbar ist.

 

Jetzt ist jedenfalls wirklich was passiert (hat sich eben zugespitzt). Mittwoch fing es schon an, da war ich nach meiner Diplomprüfung bei ihr, um von meiner Prüfung zu berichten. Ich hatte aber das Gefühl, als ob sie mir gar nicht wirklich zuhören würde. Was sich dann auch bestätigte. Plötzlich fing sie an mir zu erzählen, sie hätte den Wohnungsschlüssel austauschen lassen, denn angeblich würde jemand in ihrer Wohnung rumschleichen und Dinge mitnehmen und wieder zurückbringen. Bsp: eine Hose sei lange Zeit nicht da gewesen, jetzt wäre sie wieder da. Das hat sie als Beweis angeführt, dass jemand in ihrer Wohnung sei (was ich bezweifel)

 

Jetzt gerade habe ich mit meinem Freund telefoniert. Er war total fertig. Seine Mutter könnte seit Tagen nicht mehr schlafen und sie würde was von "schwarzer" Magie erzählen und sie hätte große Angst, dass ihrem Sohn etwas passieren könnte.

 

Mein Freund ist jetzt total durch den Wind und ich bin mir auch nicht sicher, was man tuen kann.

Er hat sie jetzt morgen zum Arzt geschickt, aber ich bezweifel das dieser Ihr mal eben so helfen kann.

 

Meine Oma meint, sie solle mal zum Neurologen. Können Sie mir sagen, zu welchem Arzt man am besten gehen kann? Und was man genau gegen diese Krankheitsbild tun kann? Ich habe immer die langfristige Befürchtung, dass das zusammenleben mit meinem Freund schwierig werden könnte, das kann ja nicht so weitergehen, dass seine Mutter ständig irgendwelche Austicker bekommt!

 

Viele Grüße!

Experte:  drwbischof hat geantwortet vor 4 Jahren.
Es sollte möglichst ein Facharzt für Psychiatrie bzw. Neurologie und Psychiatrie sein. Was sie jetzt schildern könnte in der Tat Hinweis auf eine Psychose sein. Falls sie morgen beim Hausarzt sein sollten, kann dieser entscheiden, ob man noch zuwarten kann oder ob eine sofortige Einweisung in eine psychiatrische Klinik erforderlich ist. Der Hausarzt sollte vorinformiert werden, ansonsten könnte es sein, dass die Pat. ihre Symptomatik nicht in vollem Umfang berichtet. Die Einweiseung kann im Notfall auch gegen den Willen eines Pat., gerade wenn keine Krankheitseinsicht besteht, erfolgen.

Bei einer Psychose ist eine medikamentöse Behandlung zwingend erforderlich. Alle anderen Maßnahmen sind nur ergänzend hilfreich. Mit Medikation ist diese Problematik meist gut zu behandeln. Auch eine Langzeitvorbeugung ist in der Regel gut wirksam. Also man kann wirklich etwas tun. Es handelt sich um eine chronische Erkrankung, die dauerhaft einer psychiarischen Begleitung bedarf.

Zum Einsatz kommen sogenannte Neuroleptika. Hier existieren zwischenzeitlich einige sehr gut verträgliche Medikamente, die auch langfristig gegeben werden können.

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