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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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ich bin momentan sehr intensiv mit selbstverletzungs drang

Kundenfrage

ich bin momentan sehr intensiv mit selbstverletzungs drang geblagt dabei geht es nicht darum mich umzubringen denoch kann ich es nicht unterbinden ich hab ein richtiges black out es faszieniert mich zu sehn wie das blut fliest und sobald es aufhört und zu stocken beginnt sschneit ich weiter! irgend wann kann ich mich dann nicht mehr erinnen wie was wann und wenn ich wieder quasie zu mir komm bekomm ich dann pahnig ! dann bin ich von mir selbst entsätzt ! soll ich mich als eigen schutz ins spital einliefern lassen? hab mich in ybbs zur terapie angemeldet aber das dauert noch! glg
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage. Sie beschreiben eine sehr schwierige Situation. Wenn Sie das Gefuehl haben, dass sich die Situation weiter verschlimmert, wenn Sie nicht schnell etwas tun, dann empfehle ich Ihnen sich im Spital vorzustellen und vielleicht sogar auf die psychiatrische Abteilung einweisen zu lassen.


 

Das Ritzen kann viele Ursachen und Ziele haben und ist fuer viele Menschen heutzutage so etwas wie eine "Problemloesungsstrategie." Im Zusammenhang mit einer moeglichen Essstoerung ist das Ritzen oft ein Weg mit Angst, dem Gefuehl von Kontrollverlust und der Unzufriedenheit mit sich selbst und den eigenen Leistungen umzugehen.

 

Die beliebteste Methode ist das Ritzen, bei dem man sich mit einem Messer, einer Rasierklinge oder einer Nagelschere selbst Schnitte zufügen. Andere beißen sich, knabbern die Nägel bis aufs Blut ab oder drücken sich brennende Zigarretten auf dem Körper aus.
Für Außenstehende ist das Phänomen der Autoaggression kaum nachzufühlen und auch die betroffenen selbst können kaum erklären, was in ihnen vorgeht. Eine Gemeinsamkeit scheint in den meisten Fällen die zu sein, dass sich der Betroffene durch den Schmerz selbst spüren kann, seelischer Schmerz wird mit körperlichem überlagert – denn der ist klarer zu erfassen und tut anders, weniger weh. Die Probleme, die zur Selbstverletzung führen können ein geringes Selbstwertgefühl oder Depressionen sein; Schulfrust, familiäre Schwierigkeiten, Liebeskummer oder die Unfähigkeit, die eigenen Gefühle auszudrücken, suchen sich ein Ventil.

Jedes Mal, wenn jemand sich selbst verletzt, hat das Auswirkungen. Nicht selten wirkt das Ritzen beruhigend und ausgleichend und kann somit in kurzer Zeit zum Suchtmittel werden. Wo andere eine Zigarette rauchen oder mal eben um den Block rennen, wird hier das Ritzen genutzt, denn es „hilft“, zumindest für den Moment. Dieser Mechanismus greift, egal, welche Motivation vorhanden ist. Wenn das Blut fließt oder der Schmerz am größten ist, dann lässt der Druck, unter dem der Betroffene leidet nach und fühlt sich besser. Manche Betroffene berichten, dass es ihnen hilft, das Blut zu sehen. Mit dem Blut fliesst die Spannung aus dem Koerper. Andere berichten, dass sie ihre inneren "unsichtbaren" Schmerzen sichtbar machen moechten - und dass die Seele weniger weh tut, wenn der Koerper schmerzt.

Der erste Gedanke XXXXX XXXXX immer der, einen Psychologen aufzusuchen. Ihre anderen Strategien sind nicht langfristig hilfreich, darum ist professionelle Hilfe der naechste Schritt. Autoaggression kann auf schwere psychische Störungen hinweisen und es ist wichtig, die tiefere Ursache zu ergründen und an ihrer Auflösung zu arbeiten. Oft handelt es sich dabei um die Borderline Stoerung.

 


http://www.borderlineselbsthilfe.de/

http://www.borderlinecommunity.de/


Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine schwere Persönlichkeitsstörung, welche sich durch sehr wechselhafte Stimmungen, gestörte zwischenmenschliche Beziehungen, mangelndes Selbstvertrauen und autoaggressive Verhaltensweisen äußert.

Personen mit einer Borderline -Persönlichkeitsstörung tendieren dazu, die Welt nur in schwarzen und weißen Farben zu zeichnen.
Andere Menschen sind entweder nur und ausschließlich gut oder abgrundtief böse.
Sie schwanken häufig zwischen den Extremen, und ein Mensch, den sie heute anhimmeln, ist morgen für sie vielleicht schon der letzte Mensch. Entsprechend instabil sind in der Regel ihre zwischenmenschlichen Beziehungen. Zwischen heißem Liebesrausch und eiskaltem Hass steht mitunter nur ein falsches Wort oder ein missverständlicher Blick.

Diese Instabilität der Wahrnehmung und des Erlebens bezieht sich nicht nur auf andere Menschen, sondern auch auf das eigene Selbstbild.
Vereinzelt haben die Betroffenen nur ein sehr verschwommenes Bild von sich selbst. Unrealistische und daher unerreichbare Ziele führen oft zur Selbstentwertung.

Menschen mit Borderline sind häufig extrem impulsiv, haben sich nicht unter Kontrolle. Besonders schwer fällt es ihnen, ihre Wut zu kontrollieren.
In der Regel leiden Borderline- Betroffene unter heftigen Stimmungsschwankungen. Viele Borderline- Erkrankte sind hochgradig selbstmordgefährdet.

Wie bei den meisten psychischen Störungen sind die Ursachen noch nicht geklärt.
Zu den wichtigsten Ursachen zählen Erfahrungen aus schmerzhafter Trennung, bedrohlicher Vernachlässigung oder auch massiver Traumatisierung durch sexuellen Missbrauch, körperliche Misshandlung oder emotionale Quälereien.
Neuere neurobiologische Forschungen deuten darauf hin, dass Borderline mit Hirnstörungen verbunden ist. Diese sind offenbar für die Übererregung und den emotionalen Kontrollverlust mitverantwortlich.



Typische Symptome sind:

  • Angst (Vernichtungs-, Verlassenheits-, Trennungsangst)

  • autoaggressives Verhalten

  • Depersonalisations- und Derealisationsgefühle

  • Depressionen

  • Drogenkonsum

  • delinquentes Sozialverhalten

  • extreme Idealisierungen oder Entwertungen

  • Eßstörungen

  • Gefühlsstörungen

  • Hysterien

  • Identitätsdiffusion

  • innere Leere

  • impulsive Reaktionsweisen

  • Impulskontrollverlust

  • Kontaktvermeidung - plötzliche Kontaktabbrüche

  • Polymorphe Sexualität (stark schwankend in der Ausprägung)

  • Präventivangriffe

  • psychosomatische Symptome

  • Realitätsverlust

  • Rituale und Zwänge

  • Schwarz-Weiß-Denken

  • starkes Kontrollbedürfnis über andere Menschen

  • Sucht

  • Suizidalität

  • Zwangssymptome (überwertige Ideen)



Menschen mit einer Borderline Persoenlichkeitsstoerung geraten sehr schnell in heftige Gefühlszustände, die sie häufig nur schwer oder gar nicht kontrollieren können. Es kann zu einem intensiven Erleben etwa von Verzweiflung, Einsamkeit, Ärger oder abgrundtiefer Angst kommen. Kleine Auseinandersetzungen im Kontakt mit Anderen können zu heftiger Wut führen. Betroffene neigen dazu, die Menschen ihrer Umgebung in Schwarz und Weiss einzuteilen: Entweder ist ein Mensch nur gut oder nur schlecht. Grautöne wahrzunehmen fällt ihnen schwer. Dies führt zu Problemen im Kontakt mit anderen Menschen. Beziehungen können schnell sehr intensiv werden, sie werden aber ebenso schnell wieder abgebrochen. Einige Symptome sind auch als missglückte Selbsthilfeversuche zu verstehen: Beispielsweise Süchte oder Selbstverletzungen. Die Betroffenen versuchen, sich damit vor unerträglichen Gefühlen zu schützen. Viele leiden so schwer unter ihren Gefühlen und Stimmungen, dass sie versuchen, sich umzubringen, Etwa 10 Prozent aller Menschen mit der Diagnose Borderline nehmen sich das Leben. Borderline ist also häufig eine tödlich verlaufende Erkrankung, die nicht unterschätzt werden darf.
Aber mit Borderline sind nicht nur Schwierigkeiten, sondern häufig auch besondere Fähigkeiten verbunden: Die Betroffenen sind oft sehr kreativ, lebendig und begeisterungsfähig. Nicht nur negative Gefühle werden sehr intensiv erlebt, sondern auch positive Gefühle wie Freude oder Liebe. Aber diese Gefühle können schnell wechseln, und so kann innerhalb kürzester Zeit aus Freude Verzweiflung oder aus Liebe Wut werden.

Es gibt Symptome, die bei vielen Betroffenen sehr häufig auftreten und andere, die relativ selten sind. Rund drei Viertel aller Borderline-Betroffenen haben sich selbst schon einmal verletzt. Meist fügen sie sich mit Rasierklingen oder anderen Schneidewerkzeugen Schnittverletzungen an den Armen, Beinen oder am Bauch zu. Aber auch verschiedene andere Formen der Selbstverletzung wie sich brennen oder Körperteile gegen harte Gegenstände schlagen, kommen immer wieder vor. Heute werden Borderline-Störung und Selbstverletzungen fälschlicherweise häufig gleich gesetzt. Wer sich selbst verletzt hat aber nicht zwangsläufig auch eine Borderline-Störung. Trotzdem sind Selbstverletzungen wohl ein typisches Borderline-Symptom wie kein anderes. Meist beginnt die Erkrankung in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter. Zunächst werden häufig andere psychische Erkrankungen wie etwa Essstörungen, Suizidalität oder Sucht diagnostiziert. Da die Symptome immer wieder wechseln können, werden sie nicht gleich als Borderline-Störung erkannt. Zeitweise leidet jemand beispielsweise an starken Panikattacken, dann treten Symptome einer Magersucht auf und später kommt es zu Selbstverletzungen Viele Borderline-Betroffene haben daher verschiedene Diagnosen erhalten, was auf sie häufig sehr verunsichernd wirkt. Daher erleben viele von ihnen die Diagnose "Borderline" als Entlastung. Erstmals ergeben all ihre psychischen Schwierigkeiten zusammen genommen einen Sinn.

Borderline wird heute anhand von neun Kriterien diagnostiziert, die im Diagnostischen und statistischen Manual Psychischer Störungen (DSM-lV) aufgeführt sind. Fünf der neun Kriterien müssen erfüllt sein, um von einer Borderline-Störung sprechen zu können. Diese Kriterien treten in einer milden Ausprägung in fast allen Menschen auf. Erst ihre Intensität und das gemeinsame Auftreten mehrerer Symptome macht die Borderline-Problematik aus.

  • Verzweifeltes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden.

  • Ein Muster instabiler, aber intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch einen Wechsel zwischen den Extremen der Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet ist.

  • Identitätsstörung: ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung.

  • Impulsivität in mindestens zwei potentiell selbstschädigenden Bereichen (Geldausgeben, Sexualität, Substanzmissbrauch, rücksichtsloses Frahren, "Fressanfälle")

  • Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmordandeutungen oder -drohungen oder Selbstverletzungsverhalten.

  • Affektive Instabilität infolge einer auseprägten Reaktivität der Stimmung (z.B. hochgradige episodische Verstimmungen, Reizbarkeit oder Angst, wobei diese Verstimmungen gewöhnlich einige Stunden und nur selten mehr als eineige Tage andauern).

  • Chronische Gefühle von Leere und Langeweile.

  • Unangemessene, heftige Wut oder Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren (z.B. häufige Wutausbrüche, andauernde Wut, wiederholte körperliche Auseinandersetzungen).

  • Vorübergehende, durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome

Lange Zeit galt die Borderline-Störung als eine kaum oder gar nicht behandelbare Erkrankung. Mittlerweile gibt es wirkungsvolle psychotherapeutische Behandlungsmethoden, die aber leider noch zu selten eingesetzt werden. Untersuchungen zeigen, dass der grösste Teil der Betroffenen die professionelle Hilfe als positiv erlebt. Sie können dank der Behandlung Symptome wie Stimmungsschwankungen, starke Wutgefühle, Selbstverletzungen oder Suizidgedanken besser kontrollieren.
Borderline ist also mittlerweile eine behandelbare Krankheit, häufig ist sie sogar gut behandelbar. Da die Borderline-Störung gewissermassen ein Teil einer Person ist, verschwindet die Problematik allerdings nicht plötzlich, auch nicht durch Therapie. Es wird jedoch möglich, die Symptomatik besser zu kontrollieren und sich ihr nicht mehr so ausgeliefert zu fühlen. Schwere Symptome wie Selbstverletzungen und Suizidversuche klingen unter der Therapie häufig sogar ganz ab.

Einen guten Therapeuten oder eine gute Klinik zu finden, ist gar nicht so einfach. Gerade bei der Borderline-Störung empfiehlt sich eine Behandlung durch eine Fachperson, die sich mit dieser Erkrankung gut auskennt. Im Idealfall hat sie sogar eine spezielle Zusatzausbildung in einer borderline-spezifischen Psychotherapiemethode. Heute gibt es vor allem zwei Verfahren, die als wirkungsvoll gelten, und zwar die "Dialektisch behaviorale Therapie" und die "Übertragungsfokussierte Psychotherapie".

Dialektisch-Behaviorale Therapie

Die Dialektisch-Behaviorale-Therapie (DBT) ist ein hochstrukturiertes Therapieverfahren, das aus verschiedenen Bausteinen besteht. Parallel zur Einzeltherapie findet eine Gruppentherapie statt, die wiederum aus verschiedenen Gruppenelementen wie Achtsamkeitsübungen, Umgang mit Gefühlen und Förderung zwischenmenschlicher Fähigkeiten besteht. In der Einzeltherapie können aktuelle Probleme und Krisen besprochen werden, während in der Gruppentherapie die Fähigkeiten im Umgang mit der Borderline-Störung (die sogenannten Skills) trainiert werden. In bestimmten Situationen gibt es darüber hinaus die Möglichkeit von Telefonkontakten mit dem Therapeuten. Die DBT findet zumeist im stationären Rahmen statt, wird aber in einzelnen Elementen auch im ambulanten Bereich genutzt. Der Begriff Dialektisch (Auflösung von Gegensätzen) bedeutet, dass die Betroffenen in der Therapie die Schwarz-Weiss-Malerei überwinden und stattdessen lernen, dass verschiedene Ansichten gleichzeitig richtig sein können. Ausserdem bedeutet Dialektisch, dass es in der Therapie nicht nur um Veränderung geht, sondern auch darum, bestimmte Erfahrungen und Erlebnisweisen als gegeben zu akzeptieren. Mit dem Wort Behavioral wird betont, dass dieses Therapieverfahren ganz konkret am Verhalten der Betroffenen ansetzt und sich nicht in erster Linie mit dem Verstehen lebensgeschichtlicher Zusammenhänge beschäftigt.

Übertragungsfokussierte Psychotherapie

Aus der Tradition der Psychoanalyse entwickelte sich die Übertragungsfokussierte Psychotherapie. Im Gegensatz zur klassischen Psychoanalyse werden nicht frühe Beziehungen analysiert, sondern im Hier und Jetzt wer- den aktuelle Beziehungsprobleme in der Beziehung zwischen Klient und Therapeut sichtbar gemacht. Borderlinespezifische Wahrnehmungen und Verhaltensweisen können so bewusst gemacht und verändert werden. Hier soll im Verlauf der therapeutischen Behandlung ein stabiles und integriertes Selbstbild der Patientin aufgebaut werden. Gemeinsam mit dem Therapeuten arbeitet die betroffene Person zwischenmenschliche Konflikte auf. Dabei lernt sie, Teile ihrer Persönlichkeit anzunehmen, die sie bisher nicht wahrnehmen oder leben konnte. Es handelt sich um eine Einzel-Gesprächstherapie, die auf einen längeren Zeitraum ausgelegt ist.

Die Beziehung muss stimmen

Betroffene sollten sich nicht scheuen, den möglichen Therapeuten nach seinen bisherigen Erfahrungen und seiner Ausbildung in Bezug auf die Borderline- Störung zu fragen. Aber nicht nur das vom Therapeuten angewendete Verfahren entscheidet mit über den Erfolg der Therapie. Besonders wichtig ist, dass die Beziehung stimmt, sich die Betroffene dem Therapeuten offen anvertrauen kann und verstanden fühlt. Um das herauszufinden ist es manchmal notwendig, sich mehrere Therapeuten anzusehen und erst danach zu entscheiden, bei wem man sich am besten aufgehoben gefühlt hat.

Für viele Betroffene kann auch eine stationäre Psychotherapie oder eine tagesklinische Behandlung sinnvoll sein. Beide Therapien dauern mehrere Wochen oder Monate und werden von der Krankenkasse finanziert. Mittlerweile gibt es verschiedene Kliniken, die eine auf die Borderline-Störung abgestimmte Therapie anbieten. In Krisenzeiten kann auch eine psychiatrische Akutbehandlung notwendig werden, die in jeder psychiatrischen Klinik durchgeführt werden kann.

Medikamente

Es gibt keine Medikamente, die nur zur Behandlung der Borderline-Störung eingesetzt werden. Es ist allerdings durchaus möglich, einzelne Symptome durch Psychopharmaka zu reduzieren Eine mögliche Medikation hängt daher sehr stark von der gegenwärtig vorherrschenden psychischen Problematik ab. So können etwa Antidepressiva hilfreich sein, wenn der Betroffene längere Zeit unter Depressionen leidet, bei psychoseähnlichen Erlebnissen können Neuroleptika helfen. Auch andere Symptome wie Schlafstörungen oder schwere Angst können durch Medikamente mitbehandelt werden. Letztlich können damit fast alle Psychopharmaka unter bestimmten Bedingungen sinnvoll sein. Aufgrund der bei vielen Borderline-Betroffenen gegebenen starken Suchtneigung sollten abhängig machende Medikamente wie Benzodiazepine allerdings nur in absoluten Krisenzeiten genutzt werden. Welches Medikament im Einzelfall hilfreich ist, lässt sich in einem Gespräch mit einem Psychiater klären.





 

 






Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort in ihrer Kürze geholfen hat und beantworte auch gerne eine Anschlussfrage. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

Wenn meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht, bitte ich Sie, nicht zu vergessen das Honorar (durch Anklicken von "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank.

InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
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Erfahrung: Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
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Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
wie soll ich damit umgehn wenn meine freundinn dieses zwang zur selbstverletzung hat und das auch umsätzt! wie kann ich ihr helfen?
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für die akzeptierte Antwort und die weitere Frage. Meine erste Empfehlung waere, dass Sie Ihre Freundin ermutigen, eine Therapie zu machen. In der Zwischenzeit koennen Sie mit Ihrer Freundin nach "Ablenkungsmanoevern" suchen und diese mit ihr ueben - Eiswuerfel in der Hand halten, in ein Kissen boxen, eine heisse/kalte Dusche nehmen usw. Dazu werden Sie viele Vorschlaege im Internet finden, v.a. auch in Borderline Foren.


Wenn das alles nichts hilft, dann sollten Sie sie dazu ermutigen, sich in die Klinik einweisen zu lassen und nach den oben beschriebenen Therapien zu suchen. Es gibt auch DBT (siehe Oben) Selbsthilfebuecher, aber ohne therapeutische Unterstuetzung helfen die oft nur bedingt.


Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

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