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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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Hallo, mein Sohn 4 hat als Baby bis er in die Einrichtung kam

Kundenfrage

Hallo, mein Sohn 4 hat als Baby bis er in die Einrichtung kam immer tgl. ca 20 h geschlafen. Bevor er in die Kita mit fast 2 kam hatte ich Ihn auf den Rythmus des Kindergartenablaufs eingestellt. Zwar war er dann nachmittags müde, ging dann aber Abends früher zu Bett. Seit ca 1 Jahr habe ich immer mehr Ärger mit der Kita. Mein Sohn ist in der Kita wohl sehr aggressiv. Er haut grundlos andere Kinder, hat eine Zeit gebissen, andere Kinder beim Spielen gestört indem er alles kaputt macht, zerschnitt wohl ein laken mit der Schere als die Erzieherin sich um gedreht hat. Die Leiterin meint wenn er unter Beaufsichtigung steht oder zusammen mit Ihm in einer Gruppe gebastelt wird geht es aber sind Sie auf sich gestellt rebelliert er total. Bei mir zu Hause oder auf dem Spielplatz spielt er meiner Meinung nach normal. Es kommt zwar auch zu Streitigkeiten aber ich denke das ist normal unter Kindern. Wenn er dann dochmal übertreibt muß er sich bei mir hinsetzen für 2-3 Minuten und dann kommt er auch wieder runter und spielt weiter. Auch zu Hause haben wir einen schönen Sessel wo er sich manchmal schon selbst hinsetzt wenn ich frage wer das war. Die Mütter im Kindergarten sind natürlich schon sauer, obwohl mein Sohn(ich habe etliche Fotos)auch sehr viele Bisswunden,Kratzspuren, Blaue Flecke, von Legosteinen abdrücke usw. hat. Die Leiterin meint er benutzt auch immer so schöne Wörter wie Pissen, Hexe, Blöd usw. Das stimmt auch aber da wir zu Hause solche Wörter in unserem Sprachgebrauch nicht benutzen kann er Sie ja auch nur aus der Kita haben. Finde ich eigentlich normal. Wenn er soetwas zu mir sagt, sage ich nur das ich das nicht mag wenn er es sagt und erst wieder zuhöre wenn er die Wörter weg läßt. Und so gibt es eine Dinge. Dazu muß ich allerdings auch sagen das ich mit dem Kindergarten diesbezüglich aber auch wegen anderen Beaufsichtigungsmängeln schön ärger mit dem Kindergarten hatte.( Hauen der Kinder, mangelnde Beaufsichtigung Kind auf öffentl. Strasse vorgefunden ect. Dadurch habe ich persönlich das Gefühl man sieht bei einem Kind alles super schlimm beim anderen ist es normal wenn es Votz..... ruft vor der Leiterin. Ich weiß auch langsam nicht mehr was ich tun soll. Mein Mann und ich arbeiten beide und sind dadurch darauf angewiesen unsere beiden Kinder ( Tochter 6) in die Einrichtung von ca halb acht/acht bis 17:00 Uhr zu lassen. 2 Tage die Woche habe ich manchmal frei da hole ich Sie eher ab. Am Wochenende geh ich arbeiten da passt der Papa auf.Ich weiß nicht was ich machen soll. Ich kann nur reagieren wenn ich dabei bin. Ich halte nichts von Bestrafungen oder Schimpfen am Abend denn da weiß er gar nicht mehr was war. Außerdem war ich ja auch nicht dabei. Meine Tochter erzählt mir dann nur einiges.Vielleicht können Sie mir ja Tipps geben was wir falsch machen und anders machen können. Es ist nicht schön für mich anzusehen das er jedesmal der böse ist. Andere Kinder sagen früh schon er hat Sie gehauen obwohl er den Raum noch nicht mal betreten hat. Für Rat oder Tipps wäre ich Ihnen sehr dankbar. MFG Naumann
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage. Sie beschreiben eine schwierige Situation.

Aggression und Wut zählen zu den Grundgefühlen. Alle Menschen haben aggressive Gefühle, auch Ihr Sohn. Wir haben aber mehr oder weniger gut gelernt, mit diesen Gefühlen umzugehen. Insbesondere kleine Kinder werden vom diesen starken Gefühlen überrascht. Sie bricht praktisch in sekundenschnelle aus ihnen heraus. Das Kleinkind empfand z.B. Schmerz, wurde bedroht, seine Bewegungsfreiheit wurde eingeschränkt,es wurde angegriffen, es konnte seine Ziele nicht erreichen oder wurde überfordert. Praktisch reflexartig reagiert das Kind mit immer ähnlichen Verhaltensabläufen. Solch Kinder können Brüllen, Schlagen, Knurren, Beissen, Stossen, Packen, Aufstampfen, Treten, Gegenstände schmeissen, Türen schlagen
usw. Dass diese unangenehmen Verhaltensweisen viele Erwachsene erschrecken, ist verständlich. Für die Kinder bedeuten sie zunächst Erleichterung, denn sie konnten ihre Gefühle raus lassen. Das Kleinkind muss lernen, wie es seinen Ärger angepasst ausdrücken kann.
Wenn Sie das Verhalten des Kindes verstehen möchten, können Sie versuchen den Grund seines Handelns herauszufinden und danach entsprechend zu reagieren. Fragen Sie sich:
Was geht in meinem Kind vor?
Welchem Ziel dient seine Handlung?
Welchen Nutzen entsteht dem Kind daraus? (Wie reagiert das Umfeld auf das Verhalten? Bekommt das Kind dadurch mehr Aufmerksamkeit als vorher?).
Unbefriedigte Bedürfnisse, Eifersucht, Überforderung, schlechte Vorbilder oder sich nicht verstanden fühlen könnten vielleicht der Grund sein, warum Ihr Kind sich so aggressiv verhält. Sie können Ihr Kind auch ansprechen und es fragen warum es so wütend ist. So kann es lernen seine Gefühle in Worte zu fassen.
Sie könnten mit ihm bereden, welche anderen Möglichkeiten noch bestehen, Ärger auszudrücken. Meist gelingt eine Änderung des Verhaltens in kleinen Schritten.
Manche Kinder zeigen mit ihrem aggressiven Verhalten, dass irgendetwas nicht stimmt, entweder mit ihm oder mit seinem Umfeld. Kinder spiegeln oft die Situation in der sie leben. Kinder nehmen auch die Spannungen ihres
Umfeldes wahr und machen diese sozusagen sichtbar, indem sie Aggressionen leben, die in der Luft liegen. Eheprobleme, finanzielle Not, Stresssituationen und Ähnliches können beim Kind z.B. Aggressionen auslösen. Zu Hause haben Sie natuerlich sehr viel mehr Moeglichkeiten, auf das Verhalten Ihres Sohnes zu reagieren, aber auch seine Umwelt zu beeinflussen (also z.B. Stressfaktoren zu reduzieren), das kann die Kita nur bedingt.

Sie können ihrem Kind unmissverständlich klar machen, dass Sie Schlagen, Beissen, Spucken, Treten und Kratzen nicht akzeptieren. Als Eltern koennen Sie klar reagieren, in der Kita ist das schwieriger. Sie koennen Ihren Sohn entsprechend klar ansprechen, ihn festhalten, auf den Boden setzen oder räumliche Distanz schaffen. Kinder die andere oder sich selber gefährden, muss man vielleicht länger festhalten bis sie ruhig
werden, damit niemand verletzt wird. (Sie sagen ja selbst, dass alle Ihre Reaktionen sollen nicht im Sinne einer Strafe eingesetzt werden, sondern als Schutzmassnahme und als Grenzsetzung, was sehr wichtig ist). Das wird in der Kita schwierig.
Wenn sich das Kind wieder beruhigt hat, empfiehlt sich ein Gespräch über das Vorgefallene. Wichtig dabei ist, dass das Kind lernt wie es sich anders hätte helfen können.
Wenn Sie bemerken, dass Ihr Kind wütend wird, können Sie seine Anspannung lösen helfen, indem Sie es ansprechen. „Du schaust mich so böse an. Was macht dich denn so wütend?“. Das Gefühl ist nun angesprochen und das Kind erhält die Möglichkeit seinen Ärger in Worten ausdrücken. Gemeinsam kann man eine Lösung finden.
Gewisse Kinder bekommen sehr starke Wutanfälle. Früher nannte man dies in gewissen Fällen Jähzorn. Dabei handelt es sich sehr oft um Verteidigungsaggressionen. Diese Kinder haben eine geringere Selbststeuerung
und müssen lernen wie sie reagieren können, wenn sie spüren, dass „es“ kommt. Wenn da noch 10 andere Kinder spielen, wird das schwierig.

 

Waere es unter Umstaenden moeglich fuer Sie, eine Zeitlang eine Kinderfrau fuer Ihre Kinder zu benutzen, die auf dieses Verhalten aehnlich wie Sie als Mutter reagieren koennte und mehr Zeit und Aufmerksamkeit fuer das Verhalten Ihres Sohnes aufwenden koennte? Die Reaktionen, die Sie zu hause zeigen scheinen ja zu wirken, aber von den Erzieherinnen in der Kita kann man nicht erwarten, dass sie so viel individuelle Zeit mit Ihrem Sohn verbringen. Vielleicht ist die Kita auch einfach zu viel fuer ihn, vielleicht braucht er mehr Pausen, weniger Kinder gleichzeitig, mehr Ruhephasen oder Spielen alleine. Das koennte psychologische Ursachen haben, koennte einfach eine Temperamentsfrage sein, oder eine Reaktion auf zu wenig Schlaf.

 

Ich wuerde Ihnen trotzdem empfehlen, einen Termin zur Diagnostik zu machen, um herauszufinden, ob das Verhalten Ihres Sohnes tieferliegende Probleme hat, wie z.B. eine Angststoerung (meist Trennungsangst in Kindern), eine Diagnose auf dem Autismusspektrum (dazu muessten noch einige andere Symptome auftreten neben Aggression, aber vielleicht zeigt er die ja, Sie haben sie hier nur nicht erwaehnt), Depressionen oder eine Reaktion auf traumatische Erfahrungen. Je frueher Sie da Antworten bekommen, desto spezifischere Interventionen gibt es, damit Ihr Sohn langfristig weniger Probleme hat.

 

Fragen Sie dazu bei der oertlichen ERziehungsberatungsstelle nach, bei Ihrem Kinderarzt oder bei Ihrer Krankenkasse. Wenn Sie dann eine Verhaltenstherapie in Erwaegung ziehen, dann bekommen Sie relativ schnell einen Termin zur Therapie, wenn Sie sich an eine nahegelegene psychotherapeutische/ psychiatrische ambulante Fachklinik, an eine Universitätsklinik mit einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz oder an ein psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden. Es dauert oft recht lange, um einen Termin bei einem niedergelassenen Psychologen zu bekommen. Fragen Sie dazu bei Ihrer Krankenkasse nach einer Liste von geeigneten Therapeuten. Hier finden Sie ebenfalls Listen von Therapeuten (mit und ohne Kassenzulassung) nach Postleitzahl geordnet:

http://www.psychotherapiesuche.de/therapeutensuche
http://www.netzwerk-psychotherapie.de/
http://www.therapeuten.de/

http://www.therapeutenfinder.com/therapeuten/

 



Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort in ihrer Kürze geholfen hat und beantworte auch gerne eine Anschlussfrage. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

Wenn meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht, bitte ich Sie, nicht zu vergessen das Honorar (durch Anklicken von "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank.

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