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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich leider seit vielen Jahren

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, ich leider seit vielen Jahren an Depressionen und werde auch medikamentös behandelt mit Fluoxetin. Aufgrund aktueller Lebensumstände bin ich trotz des Medkaments in einer akuten Depression. Ich spüre schon längere Zeit keine positive Wirkung des Medikaments. Nun habe ich heute bei verschiedenen relevanten Praxen um einen raschen Behandlungstermin gebeten, aber nur Absagen erhalten. Wo und wie kann ich Hilfe bekommen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fargestellerin,

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage.

Ihre Verzweiflung aber auch Ihre Angst im Bezug auf die Unwirksamkeit der Medikation kann ich verstehen.

Im Rahmen der medikamentösen Therapie mit einem antidepressiv wirkendem Medikament kann es auf Grund von verschiedenen Faktoren zu unerwünschten Nebenwirkungen während der Einnahme kommen (z.B. es zeigt keine Wirkung mehr) und auch weil der Körper (Verstoffwechslungsprozess) sich durch die Dauer der Einnahme generell in der Wirksamkeit verändert bzw. ein Gewöhnungseffekt eintritt. Sicherlich kann Ihnen Ihr behandelnder Psychiater ein eventuell neues Medikament verschreiben bzw. die Dosierung verändern. Jedoch möchte ich hier aus kollegialen und fachlichen Gründen Ihnen keine weiteren Empfehlungen was die Medikation angeht geben. Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis.
Es ist erst ein Mal aus meiner Sicht der richtige Schritt und eine psychopharmakologische Behandlung (vor allem um die Primärsymptome der Depression in den Griff zu bekommen) wenn mit einer begleitenden Psychotherapie kombiniert wird, ist zwar kein Allheilmittel, aber erhöht um ein vielfaches die Heilungschancen bzw. Linderung der Symptome.

Bei akuten Reaktionen u.a. auch Suizidabsichten/ Suizidhandlungen usw. können und müssen Sie sofortig in der nächstgelegenen psychiatrischen Klinik ggf. Universitätsklinik aufgenommen werden, da hier ein massive Eigengefährdung besteht. Durch die Verständigung eines Notarztes und die Einweisung durch PsychKG besteht Behandlungspflicht der Einrichtungen und ohne Wartezeit werden Sie behandelt.

Von der Therapieform her, wäre eine verhaltenstherapeutische Therapie die mir hier am besten in Frage kommende Therapierichtung zu sein (z.B. Desensibililiesirungtechnik bzw. ggf. der ABC Methode nach Ellis). Hier erlernen Sie konkret innerhalb der Therapie, wie Sie bei depressiven Reaktionen geeignet reagieren können, ohne dass es zu stark ausgeprägtem Vermeidungsverhalten kommt.
Sie können sich natürlich auch erst ein Mal an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen) in Ihrer Nähe wenden und einen Termin ausmachen. Die Kosten dafür werden im Regelfall von der Krankenkasse übernommen. Über die Krankenkasse erfahren Sie auch ohne Probleme welche Kollegen für eine psychotherapeutische Behandlung in Ihrem Umfeld hierfür in Frage kommen. Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. verhaltenstherapeutisches Ausbildungsinstitut * größere Orte in der Nähe z.B. München, Berlin ect.) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren.

In diversen Fachpublikationen konnte eine ziemlich neue Therapiemethode gerade bei Depressionen gute Behandlungserfolge vorweisen. Diese Therapiemethode entwickelte sich aus der Verhaltenstherapie (wird daher auch von den Krankenkassen übernommen) und integriert auch andere Behandlungsansätze in die Therapie. Diese Therapieform nennt sich Schematherapie und vor allem zu Therapeuten die diese Behandlungsmethode anwenden erfahren Sie unter http://www.schematherpapie.de/

Oft als sehr hilfreich hat sich bei Depressionen und auch Ängsten ein Besuch/ Kontaktaufnahme mit einer Selbsthilfegruppe in Ihrer Nähe erwiesen. Vielleicht haben Sie das aber ja bereits versucht bzw. in Angriff genommen.

Ich hoffe, meine Ausführungen konnten Ihnen weiter helfen und wünsche Ihnen für die Zukunft viel Kraft, Mut, Ausdauer und alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen


Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar(durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank