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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
57334328
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diplompsychologe ist jetzt online.

Guten Tag, unser Sohn ist 10 1/2 Jahre alt und geht in die

Kundenfrage

Guten Tag, unser Sohn ist 10 1/2 Jahre alt und geht in die 5. Klasse. Er wurde 1 Jahr früher eingeschult, da eine Hochbegabung festgestellt wurde. Während seiner ersten Schulzeit konnte er sich sehr für spezielle Themen begeistern und vertiefte sich dann auch sehr darin. In der 3./4. Klasse musste er dann bemerken, dass sich seine Kameraden nicht dafür interessierten und er die andern eher nervte. DXXXXX XXXXXess seine Begeisterung nach. Es fiel ihm schwer, sich in die Klasse zu integrieren und er hat bis heute keinen richtigen Freund. Die letzten 2 Jahre wurde er vermehrt gehänselt und geplagt. Seine Leistungen liessen nach, heute ist er mittelmässig. Er ist ein freundliches Kind, es fällt ihm etwas schwer, andere wahrzunehmen. Uns scheint es, dass er viel seiner Energie dafür verwenden muss, sich der Peergroup anzupassen und seinen Platz in der Gruppe zu finden, die ihm dann für die Schule fehlt. Er lebt etwas sehr in seiner Welt eingeschlossen. Wir würden ihn gerne mehr aufwecken. Wie können wir das tun?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Farge.

Wie viele Eltern geht es auch Ihnen im Umfeld von Kindern, die oft Hilflos und mit Nichtverstehen („ich verstehe das Verhalten meines Kindes nicht mehr, was kann ich nur tun um Ihm/ Ihr zu helfen..") diesen und anderen Verhaltensweisen die zum Teil auffällig sind im Alltag gegenüberstehen. Es ist erst ein Mal sehr löblich von Ihnen, dass Sie sich Sorgen machen um Ihren Sohn und dazu besteht aus meiner Sicht auch auf Grund der Verhaltensweisen (auch wenn diese ganz unbedeutend erscheinen mögen) und der berufspraktischen Erfahrung berechtigter Anlass. Denn allzu oft, werden doch schwer nachvollziehbare Verhaltensweisen z.T. auch allgemein nicht so auffälliges Verhalten wie z.B. emotinaler Rückzug. leistungsprobleme ggf. Konzentrationsschwierigkeiten zu leichtfertig mit den Worten "das ist doch Normalität " auch gerade von Lehrern bzw. anderen Erziehungsberechtigten beschrieben und es erfolgt keine Hilfestellung die zur Lösung der Schwierigkeiten beitragen könnten.
Jedoch können diese Verhaltensmuster auch auf tiefgreifende unverarbeitete psychische Belastungen hinweisen oder als Ursache für eine noch nicht behandelte psychische Störung sein. Unter anderem können emotional nicht verarbeitbare Ängste eine Rolle spielen (ggf. Trennungsängste, Versagungsängste), emotionale Überforderung z.B. weil Ihr Sohn die Verantwortung für Beziehungsschwierigkeiten der Eltern übernimmt, kognitive Unterforderung w/ einer eventuellen Hochbegabung bzw. Überforderung (obwohl das häufig nicht der fall ist, aber die Kinder auf Grund einer zu frühen Testung > 6 Jahre diese Rolle zu übernehmen haben und Sie von Außen verstärkt wird), zu starke Fokusierung und übersteigerte Aufmerksamkeit der Eltern (häufig bei Einzelkindern) und somit Einschränkung der individuellen Entwicklung ==> Problem der Autonomie ==> aber wie kann ein Kind von 10 Jahren sich dagegen wehren, nur eben mit Verhaltensauffälligkeiten, weil er diese Zusammenhänge noch nicht emotional/ kognitiv vollständig erfassen kann usw., um hier wirklich nur einige mögliche Ursachen für Verhaltensauffälligkeiten wie von Ihnen beschrieben darzustellen. Oft überfordern wir Kinder auch indirekt damit, dass wir oft Denken, die Verstehen doch schon so viel, sind so intelligent (aber was ist mit der Entwicklung der emotionalen Intelligenz) aber Sie tun es eben oft nicht bzw. nicht im richtigen Kontext. Jedoch kann es sich auch schon um eine bereits bestehende psychische Störung im Kindes- und Jugendalter handeln z.B. um eine Störung der Emotion und des Sozialverhaltens genauso wie um eine A(H)DS Erkrankung (häufig auch im Zusammenhang mit einer möglichen Hochbegabung), ein Asperger Syndrom könnte vor allem auf dem Hintergrund der von Ihnen beschriebenen sozialen Interaktionsschwierigkeiten auch im Bereich des möglichen, aber ggf. auch eine Wahrnehmungsstörung oder auch (nur) eine zeitlich begrenzte Verhaltensauffälligkeit . Leider ist es aus fachlichen Überlegungen, auch auf Grund der sehr geringen Informationsdaten aus meiner beruflichen Sicht geeignet hier noch weitere eventuelle diagnostische Überlegungen anzustellen. Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis.
Das allgemein wenig bekannte Problem ist nämlich, dass psychische Störungssymptome immer wieder auftreten können, auch wenn es den Betroffenen im Moment gut geht (Besserung in Sicht ist) und Sie keinerlei Beschwerden im Rahmen Ihrer Störungsreaktionen (Verhaltensreaktionen) haben und niemand kann sagen wann es das nächste Mal sein wird. Zum Teil potenzieren sich die Störungssymptome häufig mit zunehmenden Lebensalter und Sie werden unbehandelt schlimmer und halten länger an und bitte bedenken Sie dabei immer, jetzt ist Ihr Sohn noch zu einem gewissen Maße steuerbar (beeinflussbar, motivierbar), es hat noch keine weiterführenden Konsequenzen wegen des Alters gegeben.
Wichtig aus meiner Sicht ist hier eine dringende diagnostische Abklärung der Auffälligkeiten durch einen Kinder- und Jugendpsychiater, meist angeschlossen an eine Universitätsklinik oder in einer niedergelassenen Praxis unter Hinzuziehung eines Dipl.- Psychologen für eventuelle Testdiagnostik. In diesem Zusammenhang sollte auch noch ein Mal eine dringende Hochbegabungsdiagnsotik durchgeführt werden. Denn wenn man ggf. das Wissen hat um was es sich handelt, kann man ggf. geeignete Behandlungs- und Hilfsmaßnahmen einleiten. Deshalb ist Ihr Kind nicht verrückt oder gehört gar in die Psychiatrie, nein Sie als Eltern sind in der "Pflicht" Ihn zu begleiten und Ihm zu helfen, das es Ihm aber auch Ihnen besser geht, weil Ihr Sohn keine Verhaltensauffälligkeiten mehr zeigt.
Sie können sich an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen) mit einer Zusatzqualifikation für Kinder u.- Jugendpsychologie oder Jugendpsychiatrie in Ihrer Nähe wenden und einen Termin ausmachen. Die Kosten dafür werden im Regelfall von der Krankenkasse übernommen. Über die Krankenkasse erfahren Sie auch ohne Probleme welche Kollegen für eine Diagnostik (Abklärung um welche Form es sich genau handelt im Rahmen der psychischen Störung) und psychotherapeutische Behandlung (eventuell verhaltenstherapeutisch oder tiefenpsychologisch) in Ihrem Umfeld hierfür in Frage kommen.
Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut für Kinder und Jugendpsychotherapie wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. verhaltenstherapeutisches oder tiefenpsychologisches Ausbildungsinstut für Kinder und Jugend + größere Orte in der Umgebung) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren und dort mit Ihrem Sohn vorstellig werden.
Es besteht für Sie auch die Möglichkeit sich einer Selbsthilfegruppe für Eltern auch für von Kinder und Jugendliche anzuschließen und von anderen Eltern und deren Erfahrungen zu lernen. Oft werden solche Elterngruppen über die Erziehungsberatungsstelle angeboten bzw. Sie erfahren hierzu weiteres über eine Selbsthilfekontaktstelle oder Krankenkasse, wo sich eine Gruppe in der Nähe befindet. Natürlich können Sie sich auch im Internet bestimmten hierzu bestehenden Foren im Internet besuchen u.a. www.selbsthilfenetz.de, www.eltern.de
Es ist wichtig, wenn Sie Ihrem Sohn entsprechend helfen wollen sich Informationen zu beschaffen und wenn Sie dies zu sehr belasten sollte (auch vor allem emotional), sich auch umgehend z.B. psychologische Hilfe zur Begleitung suchen, denn sonst unterliegen Sie schnell der Gefahr der Co.- Abhängigkeit (Sie unterstützen ggf. die negativ wirkenden Verhaltesweisen usw.). Dies kann auch über eine Erziehungsberatungsstelle in Ihrer Nähe geschehen und die Beratung ist hier in der Regel kostenlos. Zum Teil werden hier auch familientherapeutische Begleitungen angeboten, die aus der Erfahrung heraus oft sehr nützlich sein können.
Jedoch steht Ihnen bei Problemen die das Lernen angehen auch Vertrauenslehrer bzw. Schulpsychologen als Ansprechpartner zur Verfügung und hier können meist sehr schenll geeignete Hilfsmaßnahmen eingeleitet werden.
Bitte tun Sie etwas und haben Sie keine Angst davor, was vielleicht die Umwelt meinen könnte, Sie wären vielleicht "schlechte Eltern" oder gar "Eltern die versagt haben in der Erziehung". Nein das sind Sie ganz und gar nicht, sondern Sie scheuen weder Kosten und Mühen um Ihrem Sohn adäquat zu helfen.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiter helfen und wünsche Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute.
Mit freundlichem Gruß

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar(durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Antwort. Leider ist mir alles zu allgemein und hat mir nicht weitergeholfen. Meine Frage war, wie wir ihn etwas mehr aufwecken könnten und ihm helfen, mit der sozialen Situation in der Gruppe zurechtzukommen. Dies kann doch nicht Anlass geben, von psychischen Problemen, Psychiatrischem Dienst und Asperger zu sprechen?

Es tut mir leid, dass ich diese Antwort nicht mit Akzeptieren bestätigen kann.

Mit freundlichem Gruss

Marian Gagliano-Rosenfeld

Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre erneuten Ausführungen.
Leider ist es mir nur möglich auf meine fachlichen Hintergrund und meiner beruflichen Erfahrung die Frage möglichst korrekt fachlich zu beantworten. Es ist mir aber nicht möglich im Vorfeld zu erahnen, ob Ihnen meine Antwort besser meine Ausführungen gefallen oder auch nicht, denn eine Handlungskonsequenz aus meiner Beantwortung zu ziehen oder auch nicht, bleibt Ihnen überlassen. Sie haben ja bei justanswer die Möglichkeit die Antwort zu akzeptieren oder auch nicht zu akzeptieren.
Auf Grund auch berufsethischer und fachlicher Gesichtspunkte kann ich nur allgemien Antworten, denn für eine genaue Exploration, wo auch die schulischen Probleme her kommen, genügt es nicht ohne Ihren Sohn, das System der Familie zu kennen, diverse Ratschläge und Lösungsansätze, womöglich noch aus dem Internet zusammengesucht zu geben. Nein dies ist nicht meine Art und Weise und ich denke auch, vor allem mit dem Hinweis auf mögliche und nicht auszuschließende Störungsmuster, habe ich Ihnen sehr viel konkretes mit auf den Weg gegeben und auch mit dem Hinweis die Hochbegabung noch ein Mal überprüfen zu lassen. Da eine zu frühe Diagnostik einer Hochbegabung aus fachlicher und wissenschaftlicher Sicht einfach falsch ist. Es tut mir leid, dass ich Ihnen nicht da gewillt bin zu antworten, was Sie hören wollen und allgemeine Aussagen wie z.B. motivieren Sie Ihren Sohn z.B. im Rahmen des Tokenprinzips bei erreichten Leistungen er eine Belohnung erhält. Es ist zu vermuten, dass ich damit vielleicht die falsche Empfehlung geben könnte und vielleicht Ihr Sohn einfach emotional (ggf. auch kognitiv) überfordert ist und nicht zusätzlich einen Leistungsansporn braucht. Sondern eher, das man Ihm die Last abnimmt hochbegabt zu sein und er auf Grund der Verkümmmerung sozialer (emotionaler) Kompetenzen nur kognitiv sich weiter entwickeln kann. Denn es ist immer leichter kognitive Kompetenzen zu fördern (zu fordern im Sinne von Leistung) als emotionale Kompetenzen im Rahmen der altersgerechten Sozialisation. Hierfür benötigt Ihr Sohn Hilfe und das kann ggf. durch psychotherapeutische Begleitung geschehen.
Sie sind ja als Eltern dazu berechtigt über Ihr Kind zu entscheiden, was Sie, wenn überhaupt machen und sollten vielleicht auch Mal bei sich anfangen die Frage zu stellen, was fordere ich von meinem Kind, wie Verhalte ich mich meinem Kind gegenüber. Denn Kinder lernen von der Sozialisation der Eltern, vom vorgelebten Verhalten der Eltern, ungefiltert und unbewusst nehmen Kinder dies auf und intigrieren es in Ihr Selbstbild. Sie brauchen diese Ausführungen nicht anzunehmen und auch mein Honorar nicht anzuweisen, aber ich habe meine Fachlichkeit (das wird von mir erwartet) Ihnen deutlich noch ein Mal mitgeteilt.

Ich bedanke XXXXX XXXXXür Ihr gezeigtes Vertrauen und Wünsche Ihnen die Wahl des richtigen Weges um Ihrem Sohn zu helfen.

Mit freundlichem Gruß

 

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