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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Hallo, Ich habe ein Angstproblem. Vor ca. 2 Wochen erkrankte

Kundenfrage

Hallo,

Ich habe ein Angstproblem. Vor ca. 2 Wochen erkrankte meine Katze und ich habe mit großer Angst bzw. Panisch auf die Situation reagiert. Nach einer Woche dauerhafter Angstzustände war ich beim Hausarzt, wo ich zunächst Opipramol verschrieben bekam. Dann wurde ich zum Neurologen überwiesen. Hier bekam ich zunächst ein Antidepressivum, fluoxetin 20mg, das ich aber schlecht vertrug, die panikgefühle stiegen. Ich habe das Medikament 1Woche eingenommen. Nun bekomme ich seit zwei Tagen lorazepam, wovon ich 2x tägl. Eine halbe Tablette nehme. Ich habe gelesen, dass das Medikament schnell abhängig macht. Nun habe ich Sorge, dass ich in einen medikamentendschungel gerate, aus dem ich so schnell nicht wieder herauskomme. Meine Angst um meine Katze ist unvermindert groß. Ich habe gelesen, dass Ängste aufgrund konkreter Auslöser als "normale" Ängste gelten, wie würden sie so etwas behandeln, wie kann ich meine unermesslich große Angst bewältigen. Ich bin dankbar für jede Hilfe, ich bin mittlerweile schon krank und nicht mehr arbeitsfähig.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,
vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.
Ich verstehe Ihr Problem und auch die zusätzliche Angst durch die Einnahme der Medikamente in eine Art Abhängigkeit zu geraten. Ich empfehle Ihnen daher dringend die Aufnahme einer begleitenden Psychotherapie.
Angst- und Panikstörungen gehen mit körperlichen als auch seelischen Symptomen einher. Angst ist eigentlich ein alltägliches Phänomen, sie hat eine wichtige Warnfunktion und erhöht die Aufmerksamkeit und Handlungsbereitschaft. Sie tritt jedoch nicht isoliert auf, sondern auch als Begleitsymptom verschiedener psychischen Krankheiten. Darum ist eine Abgrenzung zwischen der alltäglichen und der kranken Angst so wichtig. Ursachen für das Entstehen von krankhaften Ängsten können erlerntes Verhalten, biologische Faktoren und auch (tiefenpsychologisch erklärt) sich widerstrebende Regungen und Strebungen im inneren Gleichgewicht zu halten misslingt insbesondere beim Auftreten von überfordernden Situationen, z.B. Verlusterlebnissen und einem damit verbundenen Rückfall in kindliche Verarbeitung und Verhaltensmuster. Angst und Panikstörungen verlaufen meist chronisch, die Beschwerden treten wellenförmig auf, d.h. auch beschwerdefreie Intervalle sind möglich. Mit zunehmendem Alter mildern sich die Symptome ab. Allerdings bestehen in vielen Fällen zusätzlich weitere psychische Störungen besonders Depression, und Alkohol und Medikamentenabhängigkeit. Sie schreiben Sie leiden schon seit Jahren unter diesen starken Angstzuständen und nehmen auch Medikamente. Eine Psychotherapie in Verbindung mit der medikamentösen Behandlung wäre eigentlich wünschenswert gewesen. Ich empfehle Ihnen daher im Rahmen der von Ihnen beschriebenen Symptome die Konsultation eines Psychiaters z.B. in einer psychiatrischen Institutsambulanz Notfallambulanz an einer Uniklinik oder in einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie um eine genaue diagnostische Abklärung durchzuführen und auch eine entsprechende therapeutische Behandlung zu veranlassen .Die Therapie der Angst und Panikstörungen können vor allem durch drei Verfahren erfolgen, Verhaltenstherapie, Psychopharmaka und tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie. Ansprechpartner, hier also bitte einen Psychiater/Neurologen hinzuziehen wenn es um eine Behandlung mit Psychopharmaka geht. Hier können Ihnen auch weitere Informationen zu einer psychotherapeutischen Behandlung der Angststörung gegeben werden und auch Psychotherapeuten in Ihrer Nähe genannt werden. Es ist wichtig zusätzlich zu der medikamentösen Behandlung den Ursachen der Angst auf den Grund zu gehen. Bei der Verhaltenstherapie kann noch einmal unterschieden werden in Reizkonfrontation( wenn ein deutlicher Auslöser für die Angst identifiziert werden kann); Gruppentherapie z.b. bei einer Sozialphobie- bei Ihnen eventuell sehr hilfreich, denn hier lernt der Patient sich im Rollenspiel mit schwierigen Situationen auseinanderzusetzen, seine Gedanken und sein Selbstbild zu hinterfragen, Kontakte mit fremden Personen aufzunehmen und auch Gespräche zu führen, also Selbstsicherheitstraining und ; Kognitive Therapie vorwiegend bei generalisierter Angststörung ist eine konsequente Konfrontation mit den sorgenvollen Gedanken und das einüben eines angemessenen Denkens.
Auch Entspannungsverfahren wie autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen sind hilfreich. Vielleicht ist es auch möglich dass Sie sich sportlich betätigen, dies hilft den Stresshormonspeicher zu leeren. Sie können sich dazu auch an, und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren und dort vorstellig werden.
Vielleicht ist auch ein Austausch mit anderen Betroffenen im Rahmen einer Selbsthilfegruppe für Sie eine Möglichkeit sich weitere Informationen zum Umgang mit der Angst einzuholen
http://www.ipsis.de/adressen/adressselbsthilfe.htm
Ich hoffe ich konnte Ihnen in der Kürze der Ausführung etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank