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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

nach einem 6 Wöchigen Klinikaufenthalt ging es mir 4 Wochen

Kundenfrage

nach einem 6 Wöchigen Klinikaufenthalt ging es mir 4 Wochen sehr gut danach folgte eine schwere Depressionsphase 6 Monate seit 3 Wochen in Hochform (manisch??) aber Schlafstörungen Medikamente - keine. kann es sein, dass es sich um eine manische Depression handelt und was ist zu tun?? Ich bin nun so froh, dass ich diese schreckliche Depressionsphase hinter mir habe, aber genauso wie jetzt habe ich mich in dieser Klinik gefühlt und ein wenig grenzwertige Dinge gemacht.... habe dort eine Ferienwohnung gekauft... ansonsten viele Einkäufte gemacht... teuere Brille und viele kleinere unnötige Dinge Kleider... Schmuck... 5 Handtaschen.


Bin jetzt auch wieder und dabei Geld auszugeben, habe diese Woche den teuersten Gefrierschrank gekauf, allerdings ist diese Anschaffung nötig da das alte Gerät 25 Jahre alt ist. Aber ich kaufe jeden Tag kleinere Dinge übers Internet ein... Bücher nötig oder nicht...


 


Also nochmals meine Frage: Denken auch Sie an eine manische Depression oder nicht

Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich würde Ihnen als erstes empfehlen diagnostisch bei Ihrem Hausarzt abklären zu lassen, dass keine körperlichen Ursachen die von Ihnen beschriebenen Symptome auslösen oder noch verstärken. Durch die doch erheblichen emotionalen Belastungen und im Hinblick auf den von Ihnen angeschnittenen familiären Belastungen sollte eine genaue Abgrenzung zwischen Burnout und Depression erfolgen. Man kann zwar mit Hilfe einer hypothetischen Frage: „ Was würden Sie tun, wenn Sie nicht derart erschöpft werden“ versuchen zwischen Burnout (dieser hat darauf klare Ideen) und Depression zu unterscheiden, jedoch bietet dies keine diagnosespezifische Differenzierung, gibt lediglich Auskunft über den Schweregrad des Zustandes. Es gibt z.B Burnouts die nicht das Ausmaß einer Depression erreichen, aber nach fortschreiten des Burnouts kommt es zu einer Erschöpfungsdepression. Es ist entsprechend der Datenlage (also Ihrer geschilderten Symptomatik) sehr schwer fachlich hierzu Stellung zu nehmen, damit meine ich zu entscheiden ob hier eine Depression vorliegt könnte oder nicht bzw. eine bipolare affektive Störung. Denn dies sollte immer auf Grund noch weiterführender Diagnostik (also auch psychometrischer Testverfahren z.B. Beck Depression Inventar = BDI) psychiatrisch/ psychologisch genauer exploriert werden.

Wenn man depressiv ist, dann sind alle Bereiche der Persönlichkeit, der Psyche und des Alltags davon beeinträchtigt: das Denken, Fühlen, Handeln und körperliche Befinden.
Die depressiven Symptome sind morgens am stärksten. Im Laufe des Tages tritt meist eine Besserung ein und gegen Abend fühlen sich depressive Menschen häufig recht gut.
Gedanken bei Depressionen
Negative Gedanken = Selbstvorwürfe und Schuldgefühlen
Konzentrations- und Entscheidungsprobleme è richtige Entscheidung ist und weil er Angst hat, einen Fehler zu machen usw.
Körperliche Symptome bei Depressionen
Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Schlaf-, Ernährungs- und Sexualprobleme, Körperliche Beschwerden = depressive Menschen verspüren eine Reihe körperlicher Beschwerden wie Kopf-, Magen-, Rücken- und Herzschmerzen, Verstopfung aber auch zu Durchfall kommen
Gefühle bei Depressionen
Traurigkeit = das wesentliche Merkmal einer depressiven Erkrankung ist eine große Traurigkeit, Niedergeschlagenheit und Hoffnungslosigkeit.
Freundlosigkeit - Lustlosigkeit - Interessenlosigkeit = mit der Traurigkeit geht die Unfähigkeit einher, Freude zu empfinden. Die Unfähigkeit, sich nicht mehr über Dinge freuen zu können, die einem früher Spaß und Vergnügen bereitet haben, wird von vielen Betroffenen oft als endgültiger Beweis dafür angesehen, dass alles sinnlos und hoffnungslos ist usw.
Bei einer vorliegenden bipolaren Störung – denn Sie vermuten ja im Moment bei sich eine manische Phase – treten beide Pole der affektiven Störung, also Depression und Manie abwechselnd auf. Hier kann eine Diagnostik nur im Verlauf gestellt werden. Eine bipolare Störung liegt vor, wenn mindestens jeweils eine depressive und eine manische Phase durchlaufen wurden. Ein ausführlicher pathologischer Befund sowie Anamnese und Fremdanamnese bestimmen hier das diagnostische Vorgehen. Auch sollte ein Ausschluss zu einer Zyklothymia (F34.0) erfolgen, hierbei handelt es sich um eine leichte Form der affektiven Erkrankung mit andauernder Instabilität und leichten depressiven sowie leichten manischen Phasen.

Ich würde Ihnen daher dringend empfehlen erneut mit Ihrem behandelnden Facharzt für Psychiatrie nicht Nervenarzt Kontakt aufzunehmen und eine erneute diagnostische Abklärung einzuleiten. Dieser kann Ihnen dann auch weitere entsprechende Medikament verschreiben und Ihnen nochmals Hilfestellung geben eine geeignete psychotherapeutische Begleitung zu veranlassen.




Ich hoffe ich konnte Ihnen in der Kürze der Ausführungen etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg
Mit freundlichen Grüßen
Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank