So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an diplompsychologe.
diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
57334328
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychologie hier ein
diplompsychologe ist jetzt online.

hallo habe ein problem und bin im moment total überfodert damit....mein

Kundenfrage

hallo habe ein problem und bin im moment total überfodert damit....mein 13 jähriger sohn sagte mir gestern am abend das ich am morgen wenn er in der schule ist mir eine website auf seinem pc anschauen soll....gut....das hab ich gemacht.....und war total paff....da ging es um einen jungen der ein mädchen sein will und sein glied loswerden will ....usw...mir wäre nichts an ihm aufgefallen in den letzten jahren das er sich nicht als junge fühlt......sicher er ist etwas kleiner und zierlicher als die andren jungs in seinem alter aber er hat nur jungs als freunde....er hat durchwegs männliche hobbys....mir wäre nie aufgefallen das er sich mädchenhaft benommen hat......ja er ist ein sehr sensibler junge....und das noch mehr seit er in der pupertät ist.....und zu seinem vater hat er nicht wircklich eine bindung.....isch bin im moment total überfodert und konnte noch nicht mit ihm sprechn da er noch in der schule ist....aber glauben sie ich muss mir ernsthafte sorgen machen?was mir auch un den sinn kahm ist das er sich vielleicht mehr zu jungs als mädchen hingezogen fühlt und sich aber nicht als schwul apstempeln lassen will und ihm darum der gedanke XXXXX XXXXX würde lieber ein mädchen sein.....ich bitte sie um rat......eine total verzweifelte mama
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung .Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.
Ich verstehe Ihr Problem und es ist sehr lobenswert das Sie sich um Ihren Sohn sorgen. Es ist nicht ungewöhnlich das Kinder den doch mehr oder weniger indirekten Weg wählen um Ihren Eltern etwas mitzuteilen was Ihnen vielleicht auch Angst macht und unangenehm ist. Ihr Sohn hat durch den Hinweis auf die entsprechende Internetseite versucht Ihnen mitzuteilen das er ein Problem hat und sich nicht traut darüber mit Ihnen zu reden. Er befindet sich mit seinen 13 Jahren auch auf Grund der pubertären Entwicklung in einer Identitätsdiffusion , was aber nun nicht zwingend heißt das er unter einer Geschlechtsidentitätsstörung leidet, die bis zum Äußersten also einer Geschlechtsumwandlung gehen muss. Ich möchte Ihnen nachfolgend auch einmal kurz darlegen was das eigentlich heißt auch um Ihnen die Angst zu nehmen)
Die Geschlechtsidentitätsstörung im Kindesalter (als Junge im Denken, Fühlen und Handeln wie ein Mädchen oder Umgekehrt sein zu wollen), Transsexualität und Transvestitismus werden von den sexuellen Perversionen abgegrenzt. Bei der Geschlechtsidentitätsstörung im Kindesalter besteht ein anhaltendes und starkes Unbehagen über das angeborene Geschlecht zusammen mit dem starken Wunsch zum anderen Geschlecht zu gehören (relativ selten auftretende Störung): Der Beginn ist meist in der frühen Kindheit, es wird sich ständig mit der Kleidung oder den Aktivitäten des anderen Geschlechts befasst oder es erfolgt auch eine Ablehnung des eigenen Geschlechts. Da Ihr Sohn sich in der Pubertät befindet und jetzt auch die Hormonumstellung erfolgt, es sich zunehmend immer mehr männliche körperliche Symptome zeigen, kann es sich auch um eine sexuelle Reifungskrise (ICD-10 F66.0) handeln. Hier leidet die betroffene Person unter der Unsicherheit hinsichtlich ihrer Geschlechtsidentität oder sexuellen Orientierung wodurch Ängste oder Depressionen entstehen. Meist kommt dies bei Heranwachsenden vor, die sich hinsichtlich ihrer homo-, hetero-, oder bisexuellen Orientierung nicht sicher sind, oder bei Menschen die sich nach langer Zeit einer stabilen –sexuellen Orientierung z.B. nach langen Beziehungen die Erfahrung machen das sich Ihre sexuelle Orientierung geändert hat.
Wichtig ist aus meiner Sicht, die Ursachen fachlich adäquat diagnostisch abklären zu lassen. Testdiagnostische Verfahren können dann auch entsprechende Aussagen geben (z.B. liegt schon eventuell eine psychische Störung vor oder nicht) um dann entsprechende weiterführende Behandlungen durchführen zu können.
Sie können sich auch an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen für Kinder- und Jugendpsychotherapie) in Ihrer Nähe wenden und einen Termin ausmachen. Die Kosten dafür werden im Regelfall von der Krankenkasse übernommen. Über die Krankenkasse erfahren Sie auch ohne Probleme welche Kollegen für eine psychotherapeutische Behandlung in Ihrem Umfeld hierfür in Frage kommen. Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut für verhaltenstherapeutische Psychotherapie im Bereich Kinder und Jugend wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. psychotherapeutische Ausbildung für Kinder und Jugend Verhaltenstherapie + entsprechendem Ort in Ihrer Nähe z.B. München) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren.
Es besteht für Sie auch die Möglichkeit sich einer Selbsthilfegruppe für Angehörige (Eltern) auch für z.B. verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche anzuschließen. Hierzu erfahren Sie mehr über Gruppen in Ihrer Nähe über sogenannte Selbsthilfekontaktstellen und Ihre Krankenkasse. Natürlich können Sie sich auch im Internet bestimmten hierzu bestehenden Foren im Internet besuchen u.a.,

http://www.vivats.de/zeitung/00-2/artikel/mayenburg.html

www.selbsthilfenetz.de/,

www.eltern.de/,

http://www.imedo.de/

http://www.dijg.de/transsexualitaet-geschlechtsumwandlung/hilfsorganisationen/

http://www.uke.de/kliniken/kinderpsychiatrie/


Es ist wichtig, wenn Sie Ihrem Sohn weiter helfen wollen sich Informationen zu beschaffen und wenn Sie diese zu sehr belasten sollten, sich auch umgehend z.B. psychologische Hilfe zur Begleitung suchen. Dies kann auch über eine Erziehungsberatungsstelle in Ihrer Nähe geschehen und die Beratung ist hier in der Regel kostenlos und es gibt dort häufig sehr schnell einen Termin.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg

Mit freundlichen Grüßen


Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank



Ähnliche Fragen in der Kategorie Psychologie