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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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Hallo, ich bin 45 (m) und habe mit meiner Frau 2 Kinder ( 4

Kundenfrage

Hallo, ich bin 45 (m) und habe mit meiner Frau 2 Kinder ( 4 und 8 ). Habe kurz vor Weihnachten meiner Frau gestanden, dass ich mich in jemanden anderen verliebt habe. (Eheprobleme habe ich schon seit einigen Jahren). Dies führte dazu dass meine Frau mich speziell an Heiligabend und auch in den Tagen danach mehrmals aus der gemeinsamen Wohnung warf. Bei dem letzten Rauswurf schlug sie in Vorfeld heftigst auf mich ein. Holte dann die Polizei und lügte diese an, mit den Worten ich hätte sie brutalst mißhandelt. Die Polizei sah aber keinen Handliungsbedarf, da es in deren Augen nur um einen Ehestreit ging. Ich bin aber trotzdem erst einmal zu meiner Schwester, einen Tag später zu meiner Mutter und dann am letzten Samstag wieder zu meiner Frau gegangen. Am Montag mußte ich beruflich nach Salzburg. Und da mein Bruder in Österreich lebt bin ich anschließend bis gestern bei ihm im Urlaub gewesen ( zum Abschalten ). Er gab mir den Rat, schnellstens etwas zu unternehmen, bevor ich wieder zusammen klappe. Denn ich hatte vor ca 12 Jahren einen Absturz und war anschließend 6 Wochen in Bad Nauheim in der Psychologischen Klinik. Vor etwa 26 Jahren hatte ich massive Probleme, die aus meiner Kindheit her rührten, weswegen ich seinerzeit 2 längere Aufenthalte in Riedstadt hatte. Ich sitze jetzt an meinem Arbeitsplatz und habe Angst dass ich nicht mehr lange durchhalte. Was kann oder soll ich nur tun? Bei meiner Ankunft gestern Abend hatte ich mich auch schon wieder mit meiner Frau gesstritten. Bitte geben Sie mir einen Rart was ich tun kann?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage.Sie stehen vor wichtigen Entscheidungen. Einerseits sind Sie Vater und Ehemann und moechten Ihre Ehe retten andererseits muessen Sie auf sich selbst und Ihre Gesundheit achten.


Meine Empfehlung ist, dass Sie sich und Ihre Gesundheit kurzzeitlich in den Vordergrund stellen. Denn wenn Sie "zusammenklappen" wie SIe das sagen, dann ist keinem geholfen. Was hat damals geholfen? Was war wichtig, um nach dem Aufenthalt in der Klinik im Alltag zu zurechtzukommmen?


Oft ist es nicht ein Faktor alleine (wie Streit in der Ehe), der dazu fuehrt, dass man psychosomatische Probleme hat, meist sind es mehrere Faktoren. Welche anderen Faktoren in Ihrem Leben bereiten Ihnen im Moment Stress? Koennen Sie heute etwas tun, um ein ausgeglicheneres Leben zu fuehren? Sport? Hobbies? Besser essen? Vielleicht ist es wichtig, dass Sie im Moment nicht zusammen leben bis sie weniger oft streiten?


Zum anderen ist es wahrscheinliich wichtig, eine Therapie in Betracht zu ziehen. Entweder eine Therapie nur fuer Sie - wenn Sie denken, dass alles andere zu stressig ist in diesem Moment - oder eine Therapie fuer Sie und Ihre Frau, damit Sie entweder daran arbeiten koennen, gut miteinander zu leben, oder sich guetlich zu trennen - v.a. auch fuer die Kinder.



 

Langfristige Beziehungen durchlaufen verschiedene Phasen. Wie lange eine Phase der Partnerschaft jeweils dauert, und in welcher Sie sich gerade befinden, das wissen nur Sie.

Phase 1: Die „Übereinander-Herfall-Phase“

Das ist die Phase, in der sich zwei Menschen kennen lernen und ein Paar bilden, egal, ob es die viel zitierte Liebe auf den ersten Blick ist oder nur die pure Lust, die ja oft am Anfang einer vielleicht langjährigen Beziehung steht. Es ist die Phase, die für die Liebe steht (Schmetterlinge im Bauch) und in der viel mehr als sonst "geliebt" wird – körperlich, aber vielleicht auch schon im Ansatz mit dem Herzen. Es ist die Phase des ganz großen Gefühls, des Verrücktseins nach dem anderen, der Sehnsucht, des Glühens und des puren Genusses. Es ist die wunderschöne Zeit, aus der sich – hoffentlich – alles andere entwickelt.

Phase 2: Das satte Glücksgefühl

Die zweite Phase beginnt mit den Worten „Den / die wollte ich schon immer haben!“. Nach spätestens einem Jahr hat sich das Verliebtheitsgefühl gefestigt, ein sattes Glücksgefühl setzt ein und der Gedanke XXXXX XXXXX fest, mit diesem Mann / dieser Frau das Leben verbringen zu können.

 

Phase 3: Der Alltag

In Phase 3 sind wir als Paar schon fast auf dem Boden der Realität angekommen. Wir lernen den Partner / die Partnerin auch im Alltag kennen. Erste Fragen kommen auf: Habe ich mir das so vorgestellt oder vielleicht doch nicht? Es ist die sensibelste Phase einer Beziehung, wenn wir beim Partneri bemerken, wie und wer er wirklich ist. Und es ist die Phase, in der unsere Vorstellungen fürs gemeinsame Leben langsam Gestalt annehmen.

Phase 4: Die Stress- und Streitphase

Die vierte Phase ist die Stress- und Streitphase, in der wir anfangen - berechtigt oder unberechtigt - Kritik am Partner / der Partnerin zu üben. Die vierte Phase ist in jeder Beziehung die schwierigste Phase – es ist die Zeit der Festigung. Wenn jetzt die Reibereien beginnen, müssen wir sehr genau beobachten, ob der / die andere uns ernst nimmt und unsere Wünsche respektiert. Richtig schwierig wird es am Ende der vierten Phase: Jetzt wird klar, ob sich ein Paar trennt oder womöglich für immer zusammenbleibt. Die vierte Phase ist der Zeitraum, der am zermürbendsten ist – und dennoch halten Paare gerade diese Phase am längsten aus. Vermutlich, weil es eine schwierige Frage ist, ob wir unser Leben mit der / dem anderen wirklich teilen wollen oder doch besser auseinander gehen sollten.

Phase 5: Entweder Trennung oder Ruhepol

Die fünfte Phase ist entweder die Trennungs- oder die Ruhephase. Entschliessen wir uns innerlich dazu, ein gemeinsames Leben zu versuchen, wird es in der Beziehung ruhiger. In dieser Phase finden wir als "Partner" wieder zu uns selbst. Dem / der Anderen werden jeweils weitere Freiräume gestattet, in der Beziehung bildet sich ein Kernleben. Langsam aber sicher festigen sich die Voraussetzungen für die letzte, die sechste Phase der Partnerschaft.

Phase 6: Liebe fürs Leben

Die letzte Phase ist hoffentlich die längste: Sie ist die Zeit des satten Glücks, in der sich so viel Sicherheit in der Beziehung gebildet hat, dass nun eigentlich nichts mehr schief gehen kann. Zwischen den Partnern herrscht unbedingtes Vertrauen, die vielen Stürme sind vorbei. Gefühle des sich Liebens, der Toleranz, des Respekts stellen sich ein. Und dennoch sind wir auch in dieser letzten Phase als Paar ständig in Bewegung – alles andere wäre ja auch langweilig.

Jede Liebesbeziehung lebt von der Erfüllung der Bedürfnisse des anderen. Das ist o. k. - und wenn wir uns dessen bewusst sind - und gemeinsam daran arbeiten, dann kann die Partnerschaft funktionieren.



 

In einer Partnerschaft kann man schnell über das stolpern, was unter den Teppich gekehrt wurde.
Lernen auch Sie, als Paar Konflikte anzusprechen und Schritt für Schritt zu regeln, anstatt ihnen aus dem Weg zu gehen.
Paare haben die Tendenz bei Konflikten Dynamiken in Gang zu setzen, die zur Eskalation führen. Ist bei einem Paar die Destruktivität weit fortgeschritten, verlieren häufig alle am Konflikt Beteiligten. Irgendwann scheint für manche Paare eine Scheidung unausweichlich zu sein.

Rechtzeitige Maßnahmen zur Deeskalation bewirken Einhalt. Hierfür haben sich in den letzten Jahren vor allem Coaching, Therapie und Mediation etabliert.

Ein professioneller Mediator schafft Vertrauen bei einem Paar im Streit und bewirkt, dass statt Eskalationen Lösungen gefunden werden.
Die Methode der Mediation basiert einerseits auf einer inhaltlichen Sachkenntnis des Moderators, andererseits auf Methoden der Kommunikationspsychologie, der Anthroposophie, des Coaching, des NLP, den Hypnose-Therapien von Milton Erickson, der humanistischen Beratung und dem Konfliktmanagement.

Grundlegendes Ziel der Mediation bei einem Paar ist eine verbindliche, in die Zukunft weisende Vereinbarung.
Die Mediation dient der gütlichen Einigung eines Paares, fragt nicht nach der "Schuld", sondern danach, wie das Paar in Zukunft miteinander umgehen will (lösungs- und zukunftsorientiert).

Die Freiwilligkeit zur Teilnahme ist unbedingte Voraussetzung einer Mediation für Paare.

http://www.mediator-finden.de/

http://www.centrale-fuer-mediation.de/cfmsuche2/erweitert.jsp

www.bmev.de.


Hier finden Sie Paartherapeuten:



http://www.netzwerk-paartherapie.de/http://www.selbsthilfenetz.de/

www.paartherapie.de

 

Wenn Sie fuer sich eine Therapie anfangen moechten, dann gibt es mehrere Moeglichkeiten, einen Therapeuten zu finden. Um relativ schnell einen Termin zur Diagnostik und/oder zur Therapie zu bekommen, wenden Sie sich am besten an eine nahegelegene psychotherapeutische/ psychiatrische ambulante Fachklinik, an eine Universitätsklinik mit einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz oder an ein psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut. Es dauert oft recht lange, um einen Termin bei einem niedergelassenen Psychologen zu bekommen, aber auch das waere eine Moeglichkeit. Fragen Sie dazu bei Ihrer Krankenkasse nach einer Liste von geeigneten Therapeuten.





http://www.psychotherapiesuche.de/therapeutensuche

http://www.netzwerk-psychotherapie.de/

http://www.therapeuten.de/

http://www.therapeutenfinder.com/therapeuten/



 



Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort trotz ihrer Kürze geholfen hat und beantworte auch gerne eine Anschlussfrage. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

Wenn meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht, bitte ich Sie, nicht zu vergessen das Honorar (durch Anklicken von "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank.

InternetCoach und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke für Ihre Antwort und Ihre Ratschläge. Ich hatte in der Vergangenheit jedesmal, wenn ich so gesehen, wieder hergestellt war, nichts weiter unternommen. Ich dachte immer die Zeit heilt alle Wunden. Das Schlimme ist, bei meiner letzten Behandlung vor 12 Jahren wurde eine Tür in meine Kind-Jugendzeit aufgemacht und ich bekam es mit der Angst zu tun, was noch alles zum Vorschein kommen könnte. Man gab mir auch seinzeit den Ratschlag, eine Langzeittherapie zu machen. Das habe ich versäumt. Und durch die Situation zwischen Weihnachten und Heute fühle ich mich schon ein bisschen wie in einem Abwärtssog. Ich habe Angst, das ich weder meiner Familie noch meinem Arbeitgeber gerecht werden kann.
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

erst einmal vielen Dank fuer die akzeptierte Antwort.

Es ist nie eine gute Zeit "krank" zu sein, ob das die Grippe ist oder ein psychisches Problem. Trotzdem zieht sich das Problem nur weiter hin und wird oft schlimmer, wenn man versucht es zu ignorieren. Die Grippe wird zur lebensbedrohlichen Lungenentzuendung und die anderen Probleme rauben einem die Lebensfreude.

Vielleicht ist eine ambulante Therapie erst einmal genug. Dabei koennen Sie ja weiter arbeiten. Wenn Sie es sich leisten koennen, dann waere es auf jeden Fall schneller, eine Therapie anzufangen, wo Sie nicht auf die Genehmigung der Krankenkasse warten muessen. Hier eine Liste verschiedener Therapieformen, die vielleicht fuer Sie in Frage kommen.

http://www.psychologie-info.org/Therapieformen/Therapiearten/therapiearten.html


Ansonsten finden Sie Therapeuten mit und ohne Kassenzulassung in den Links, die ich oben angegeben hatte.

 

 

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

 

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