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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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ich bin hilflos

Kundenfrage

ich bin hilflos
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage.Da Sie sehr wenige Details geben ausser dass Sie "Angst" haben, ist es schwer detaillierte Vorschlaege zu machen. Stellen Sie gerne eine Anschlussfrage mit zusaetzlichen Details, dann kann ich gezielter antworten:


Meist sind es Panikattacken, die am meisten Angst machen. Typische Symptome einer Panikattacke sind:

  • Atemnot, Engegefühl in Brust und Kehle

  • Schneller Atem/Hyperventilation (darauf folgen oft Kribbelgefühle in Gesicht und Händen und Muskelkrämpfe)

  • Herzrasen

  • Schweißausbrüche

  • Zittern, Schwindel

  • Angstgedanken („Das ist ein Herzinfarkt“, „Jetzt sterbe ich gleich“, „Ich werde verrückt“)

  • Depersonalisationsgefühle („Neben sich stehen“, „Nicht mehr ich selber sein“)

  • Derealisationsgefühle („Umgebung wird als fremd, unwirklich wahrgenommen“)

Da diese Symptome so angsteinfloessend sind, setzt man alles daran, sie zu vermeiden. Man verlaesst das Haus weniger, man vermeidet Situationen, in denen man eine Panikattacke hatte, man lebt in staendiger Angst vor der naechsten Attacke. Dadurch verliert natuerlich das Leben an Qualitaet und es kann zu begleitenden Depressionen kommen. Wenn man anfaengt foermlich auf die Symptome zu warten, dann kommt es oft zu Fehlwahrnehmungen und -interpretationen: Man bewegt sich etwas schneller und atmet schneller und nimmt den schnelleren Atem als Anfang einer Panikattacke wahr.

 

Panikattacken treten oft in Zusammenhang mit anderen psychischen Störungen wie Agoraphobie, posttraumatischer Belastungsstoerung, Burnout-Syndrom oder anderen Angststoerungen auf.



Wenn Sie unter Panikattacken leiden empfehle ich Ihnen eine kognitive Verhaltenstherapie. Zusaetzlich empfehle ich Ihnen, Yoga und Meditation in Erwaegung zu ziehen. Vor allem durch die Meditation lernt man, seine Atmung zu kontrollieren. Vielen Menschen mit Panikattacken hilft es, wenn sei im Anfangsstadium einer Panikattacke Ihre Atmung ganz bewusst verlangsamen, und damit der Teufelskreis aus emotionalen (Angst vor der Angst, Depression), gedanklichen ("nicht schon wieder") und koerperlichen (Herzrasen usw.) Symptomen unterbrochen wird.



Wenn Sie Angst vor anderen Menschen haben und sich in der Gegenwart von anderen Menschen unwohl fuehlen, dann koennten Sie unter einer sozialen Phobie leiden. Die Soziale Phobie ist geprägt durch eine übermäßige Angst vor sozialen Situationen wie z.B. dem Essen oder Trinken im Beisein von anderen Menschen, dem Ansprechen einer fremden Person oder dem Reden in bzw. vor Gruppen von Menschen. Je nach Ausprägungsgrad der sozialen Phobie können diese Ängste auf wenige Situationen beschränkt sein oder sich auf ein weites Spektrum von Sozialkontakten wie z.B. jegliche Begegnung mit anderen Menschen beziehen.

Die Betroffenen befürchten dabei zumeist, dass sie oder ihr Verhalten in den sozialen Situationen von anderen negativ bewertet werden. Viele Betroffene erleben ihr eigenes Verhalten in sozialen Situationen als “unzureichend”, “peinlich” usw. Die Betroffenen kennen als Bewertung ihres eigenen Verhaltens häufig vorrangig Gedanken wie „Andere hätten das besser gemacht!“ oder “Meine Leistung war nichts Besonderes!”.

Viele Betroffene erleben in der angstbesetzten Situation oder bei dem Gedanken an diese Situation diverse körperliche Symptome wie Schweißausbrüche, Herzrasen, Erröten, Stuhl- oder Harndrang, Zittern oder Kurzatmigkeit. Die Betroffenen entwickeln aus dem Erleben dieser Symptome häufig die Befürchtung, dass ihr Gegenüber diese Symptome bei ihnen auch bemerkt, und dass sie selbst deswegen erst recht unangenehm auffallen. Durch diese - häufig gar nicht zutreffende - Befürchtung können sich die Ängste der Betroffenen noch weiter verstärken, insbesondere wenn die Betroffenen selbstabwertende Gedanken entwickeln wie z.B. „Jetzt fällt allen auf, wie unsicher ich bin...!“, „Ich wusste ja schon immer, dass ich unfähig bin...!“ etc. Dadurch können die in einen Teufelskreis geraten, in dem sich die sozialen Ängste immer mehr verstärken und ausweiten.

Eine Verhaltenstherapie ist die empfohlene Intervention bei einer Sozialphobie und bei Panikattacken. Dazu gehoert, dass man sich auf der kognitiven Ebene mit der unrealistischen Selbsteinschätzung der eigenen Fähigkeiten auseinandersetzt, das Katastrophendenken herausfordert und aendert, dass man in Rollenspielen fuer den Ernstfall uebt und dass man Uebungen macht, in denen man sich absichtlich blamiert, um zu erleben, dass meist gar nichts schlimmes passiert.

 

Meditationsuebungen sind auch sehr hilfreich. Dabei lernen Sie, wie man seinen Atem und seinen Herzschlag kontrolliert und koennen dann in einer Angstsituation, den Koeper beruhigen, was oft dazu fuehrt, dass sich die Gefuehle ebenfalls beruhigen. Auch Yoga ist ein Weg, den Koerper zu beruhigen und damit der Angst ihre Macht zu nehmen.

 

Manchmal sind Medikamente hilfreich, um ueber die erste Huerde zu springen und eine Therapie zu machen. Dazu sollten Sie mit Ihrem Hausarzt oder einem Psychiater reden.

 

 

Vielleicht haben Sie auch Angst davor, abgelehnt oder nicht gemocht zu werden.

 

Die meisten Menschen, die Angst vorm Alleinsein haben, haben irgendwann in ihrem Leben entschieden, dass sie minderwertig, nicht liebenswert, unwichtig oder wertlos sind, wenn sie alleine sind. Darum setzen sie alles daran, nicht alleine zu sein, denn dann koennen sie vermeiden, sich so zu fuehlen. Oft fuehrt das dazu, dass sie versuchen, anderen deren Wuensche und Beduerfnisse vom Gesicht abzulesen und oft entsprechend handeln bevor ein Wunsch ausgesprochen wurde. Oder, dass sie sich nie eigene Beduerfnisse goennen, denn das koennte ja dazu fuehren, dass die andere Person einen als Last empfindet und verlaesst.
Oft leben Menschen, die diese Schlussfolgerung gezogen haben, in staendiger Angst, etwas falsch zu machen und darum verlassen zu werden. Diese Menschen sind auch bewundernswert sensibel und haben ein riesengrosses Einfuehlungsvermoegen, was sie zu wunderbaren Freunden macht. Andererseits, werden sie auch oft ausgenutzt.
Was kann man tun, um diese Angst loszuwerden? Eine kognitive Therapie zeigt oft recht gute Erfolge, denn da findet man herau, warum man diese Schlussfolgerung gezogen hat (Allein = Wertlos), und kann diese Glaubenssaetze dann herausfordern und aendern. Denn oft hat man diese Glaubenssaetze als Kind gelernt und verinnerlicht. Und nicht alles, was man als Kind glaubt, erweist sich als hilfreich, wenn man erwachsen ist.



Die Krankenkassen in Deutschland bezahlen nur drei Therapieformen, die Psychoanalyse, die Verhaltenstherapie und die tiefenpsychologisch fundierte Therapieform. (Eine neuere Therapieform, die eine Mischung aus Verhaltenstherapie und tiefenpsychologischen Therapie darstellt, ist die Schematherapie. Auch diese oft von Krankenkassen bezahlt www.schematherapie.de). Wenn Sie eine andere Therapieformen wählen, dann gestaltet sich eine Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen meist schwierig.

Bei dem ersten Termin ist es wichtig, dass Sie einen Eindruck gewinnen, ob Sie sich eine Therapie mit dem betreffenden Therapeuten/Therapeutin vorstellen koennen. Nicht jeder Therapeut passt für jeden Menschen.

Es gibt mehrere Moeglichkeiten, einen Therapeuten zu finden. Um relativ schnell einen Termin zur Diagnostik und/oder zur Therapie zu bekommen, wenden Sie sich am besten an eine nahegelegene psychotherapeutische/ psychiatrische ambulante Fachklinik, an eine Universitätsklinik mit einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz oder an ein psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut. Es dauert oft recht lange, um einen Termin bei einem niedergelassenen Psychologen zu bekommen, aber auch das waere eine Moeglichkeit. Fragen Sie dazu bei Ihrer Krankenkasse nach einer Liste von geeigneten Therapeuten.



Hier finden Sie ebenfalls Listen von Therapeuten nach Postleitzahl geordnet:

http://www.psychotherapiesuche.de/therapeutensuche

http://www.netzwerk-psychotherapie.de/

http://www.therapeuten.de/

http://www.therapeutenfinder.com/therapeuten/



 

Hier finden Sie zusaetzliche Informationen ueber Angst:

http://www.lebenshilfe-abc.de/angst-panik-therapie.html

http://www.palverlag.de/Panikattacken.html

http://www.angst-panik-hilfe.de/

 



Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort trotz ihrer Kürze geholfen hat und beantworte auch gerne eine Anschlussfrage. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

Wenn meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht, bitte ich Sie, nicht zu vergessen das Honorar (durch Anklicken von "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank.



InternetCoach und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
ich zitter abendts nur und will mich umbringen ich war schon im krankenhaus rissen.jessica ahrens.ps. habe sie keine therapie für mich
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

Es ist ein grosser Schritt von Gedanken zu Taten, wenn es um Selbstmord geht. Ihr Leben ist wertvoll, auch wenn es Ihnen zur Zeit schwer faellt, das zu erkennen. Selbstmord ist eine "permanente Loesung zu einem meist zeitlich begrenzten Problem." Selbstmordgedanken an sich sind nicht ungewoehnlich und erstaunlich weit verbreitet. Sie koennen uns viele wertvolle Einblicke in unsere Psyche geben - solange wir nicht den Gedanken entsprechend handeln. Wenn Sie das Gefuehl haben, dass Sie diese Gedanken umsetzen werden, dann rufen Sie bitte umgehend den Notarzt (112) oder gehen Sie zur psychiatrischen Notaufnahme. Wenn Sie sich mit diesen Gedanken auseinandersetzen moechten, dann koennten Sie auch kostenfrei die Telefonseelsorge anrufen und dort zu jeder Tages- und Nachtzeit mit jemandem reden. (0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222).



Bitte lassen Sie sich umgehend helfen. Stationaer bekommen Sie schneller Hilfe als wenn Sie die obigen Therapeuten kontaktieren und einen Termin machen. Bitte ziehen Sie zu diesem Zeitpunkt auch Medikamente in Erwaegung. Auch die werden Ihnen im Krankenhaus verschrieben werden koennen. Wenn Sie das letzte Krankenhaus nicht mochten, dann gehen Sie zu einem anderen. Ansonsten melden Sie sich dort bitte wieder.


Ich wuensche Ihnen ganz viel Staerke und Mut zum Weiterleben.
Annegret Noble

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