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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
57334328
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diplompsychologe ist jetzt online.

Schönen guten Tag, es geht um meinen ältesten Sohn (17 Jahre).

Kundenfrage

Schönen guten Tag,

es geht um meinen ältesten Sohn (17 Jahre). Nachdem er die 10te wiederholen musste,
scheint schon jetzt (11/1) klar zu sein, dass er auch die 11te wiederholen muss. Obwohl er
mehrfach betonte, sein Abitur machen zu wollen, tendiert sein Arbeitseinsatz gegen null.
Viel schlimmer erscheint mir aber, dass er auch für andere Dinge (Sport, Führerschein, etc.) keinerlei Interesse zeigt. Sein Tagesablauf ist stets gleich: lange schlafen, Facebook, verabreden, Party. Das geht jetzt seit über 2 Jahren so.
Er sieht sehr gut aus, ist sportlich und allseits beliebt. Aber wie gesagt, er scheint sich nur bei seinen Freunden wohl zu fühlen. Zu Hause und auch in der Schule ist er maximal
physisch anwesend.
Er zeigt keinerlei Interesse an familiären, gesellschaftlichen, politischen oder sonstigen Ereignissen auf diesem Planeten. Sein 2 Jahre jüngerer Bruder ist im übrigen das krasse Gegenteil.
Sein Verhalten war allerdings immer schon sehr reserviert und meines Erachtens kein ausschließliches pubertäres Problem. Die Pubertät hat dass allenfalls verschlimmert.

Wäre ein Ortswechsel (Praktikum im Ausland) für ein paar Monate eine gute Idee?
Habe ich schon vorgeschlagen, wurde von ihm kategorisch abgelehnt.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage.

Wie vielen Eltern (Müttern und Vätern) geht es ganz ähnlich und in meiner langjährigen praktischen Arbeit hat sich gezeigt, dass sich hier, wie vlt. auch bei Ihnen Wut und Verzweiflung mit dem Gefühl der Ohnmacht ("was soll ich denn noch tun") mischen und dies ist eine ganz verständliche Reaktion. Alles wird von Seiten der Eltern versucht, jedoch richtige Fortschritte können nicht erreicht werden.

Auf Grund der sehr dünnen Explorationsdaten, möchte ich auch nicht vorgreifend auf die eventuelle Diagnostik meiner Kollegen, d.h. diverse diagnostische Vermutungen anstellen, jedoch ist eine aussagefähige Exploration der Verhaltensauffälligkeiten Ihres Sohnen (es könnte sich nämlich auch um eine Schulphobie handeln, aber auch um eine depressive Reaktion im Jugendalter usw. handeln ==> jedoch ist nicht alles ganz genau ohne Testdiagnostik und diverser anderer Datenanalysen möglich) unbedingt notwendig. Eventuell sollten Sie auch über eine Vorstellung bei einem Kinder- und Jugendpsychiater nachdenken und zumindest zeitweise können Medikamente sehr gut Linderung der störenden Symptome herbeiführen (vor allem im Bereich des Antriebs bzw. depressivähnlichen Symptome).

Wichtig ist, das Sie umgehende Behandlungsschritte einleiten und in alle möglichen Richtungen im Rahmen der unetrschiedlichen Ursachen denken. Sei dies im somatischen Bereich oder psychischen Bereich. Denn diese Symptome sind nicht typisch für einen 17jährigen Jugendlichen.

Im somatischen Bereich können unter anderem z.B. massive Hormonunterversorgungen bzw. Hormonüberproduktionen zum teil zu massiven emotionalen Reaktionen (gerade in diesem Lebensalter und Pubertät) führen und sollten ggf. so notwendig von einem Endokrinologen (Facharzt für hormonelle Erkrankungen) abgeklärt bzw. behandelt werden.

Des Weiteren sollten Sie auch and en Aspekt, auch wenn dies hier nur als ein Hinweis zu verstehen ist, an die Tatsache denken, das Drogen für wesentliche und massive Verhaltensauffälligkeiten verantwortlich sein können und manche Jugendliche auf der Wirkung der Droge hängen bleiben und mit emotionalen Verhaltensveränderungen reagieren.

Sollte eine massive Eigen- bzw. Fremdgefährdung bei Ihrem Sohn vorliegen (z.B. bei Suizidankündigungen bzw. Suizidversuchen, Verwahrlosungstendenzen, Gefahr durch massiven Drogenkonsum usw.) können Sie über das Jugendamt/ Familiengericht eine zeitweise Unterbringung auch gegen den Willen zur Notwendigkeit einer Behandlung in einer Psychiatrie erwirken. Dies geht über den § 1631 b BGB und ist natürlich im Falle aller Fälle nur anzuwenden.
Sie haben des Weiteren das Recht auf Hilfe zur Erziehung beim Jugendamt zu beantragen und zumindest kann hier eine ausgebildete Psychologin/ Sozialpädagogin versuchen mit ihrem Sohn eine gemeinsame und tragfähige Beziehung herzustellen. Auch steht immer ein Psychiater/ Psychologe im Sozial-Psychiatrischen-Dienst (SPD) des Landkreises zur Verfügung und ist immer zu erreichen über das Gesundheitsamt. Dieser SPD ist zum schnellen Handeln verpflichtet und übernimmt auch ggf. aufsuchende Tätigkeiten.

Sie können sich auch natürlich weiter an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen für Kinder- und Jugendpsychotherapie) in Ihrer Nähe wenden und einen Termin ausmachen. Aus meiner Sicht eher im verhaltenstherapeutischen Therapiekontext. Die Kosten dafür werden im Regelfall von der Krankenkasse übernommen. Über die Krankenkasse erfahren Sie auch ohne Probleme welche Kollegen für eine psychotherapeutische Behandlung in Ihrem Umfeld hierfür in Frage kommen. Jedoch dauert es unheimlich lange bis Sie hier einen Termin bekommen. Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut für verhaltenstherapeutische Psychotherapie im Bereich Kinder und Jugend zu wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. psychotherapeutische Ausbildung für Kinder und Jugend Verhaltenstherapie + entsprechendem Ort in Ihrer Nähe z.B. München) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren.

Vielleicht ist ja auch unter Umständen an eine familientherapeutische Intervention zu denken. Dies wäre unter anderem in einer Erzeihungsberatungsstelle sicherlich möglich und dies am Besten mit systemischen Therapiehintergrund. Denn Sie werden nicht drum rum kommen, da das Verhalten nicht ausschließlich z.B. in der Peergroup erlent wird, das Sie auch ein Stück weit Ihr Verhalten (durch Vorleben in der Vergangenheit d.h. irgendwo her muss er ja die Verhaltensweisen auch erlernt haben) verändern und somit es zu einem schrittweisen Umdenken im Bezug auf die Auffälligkeiten bei Ihrem Sohn kommen kann.

Es besteht für Sie auch die Möglichkeit sich einer Selbsthilfegruppe für Eltern auch für von Jugendliche anzuschließen und von anderen Eltern und deren Erfahrungen zu lernen z.B. so eine Diagnose feststeht von "depressiv erkrankten Jugendlichen" Oft werden solche Elterngruppen über die Erziehungsberatungsstelle angeboten bzw. Sie erfahren hierzu weiteres über eine Selbsthilfekontaktstelle oder Krankenkasse, wo sich eine Gruppe in der Nähe befindet. Natürlich können Sie sich auch im Internet bestimmten hierzu bestehenden Foren im Internet besuchen u.a. http://www.selbsthilfenetz.de/,
http://www.eltern.de/, www.imedo.de/

Um Ihrem Sohn zu helfen, können Sie vieles unternehmen und dabei bitte nicht vergessen, wenn die emotionale Belastung für Sie zu groß wird (z.B. durch eine Co.- Abhängigkeit und das Problem sich abzugrenzen und nur noch Verantwortung für Ihren Sohn zu übernehmen usw.) sich auch professionelle Hilfe zu suchen. Denn um Ihrem Sohn auch wirklich zu helfen, müssen Sie emotional stabil sein.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiter helfen und wünsche Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Schönen guten Tag,

Sie fragen sich, warum ich die Antwort nicht akzeptiere?
Ich empfand die Antwort auf meine Problemstelllung als äußerst dürftig und wahllos.
Wenn Sie schreiben, dass Ihnen die Ausgangsdaten nicht ausreichen, frage ich mich natürlich, warum Sie sich aufgefordert gefühlt haben zu antworten. Eine Nachfrage nach weiteren Informaionen wäre doch möglich gewesen. Aber eine Bauch-Antwort, bestehend aus 2-3 Mutmaßungen und dem Hinweis doch bitte professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, zu formulieren, ist aus meiner Sicht die Mühe nicht wert gewesen und vor allem äußerst unbefriedigend. Letztlich haben Sie mir in keiner Weise weiter geholfen, da alles was Sie formuliert haben eine Auflistung von Allgemeinplätzen und bekannten Optionen war.

Es tut mir Leid, das ich Ihnen nichts anderes mitteilen kann.
Mit freundlichen Grüßen
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre erneuten Bemühungen noch ein Mal zu antworten.

Leider ist es einem Experten nur möglich, das zu beantworten was in einer Frage formuliert ist und es ist aus meiner Sicht fachlich nicht korrekt, wenn weiterführende Angaben gemacht werden auf der Grundlage von Situationsbeschreibungen. Daher kann es sich nur um Hinweise handeln und leider ist mir hier Ihr Wissenstand genauso wenig bekannt (es vewundert mich nur, dass Sie auch ebreits die Option mit den Ausbildungsinstituten kannten um schneller einen Termin zu bekommen und des Weiteren die § 1631 bBGB Empfehlung im Bedarfsfalle). Daher halte ich meine Ausführungen (Beantwortung) zum Ist-Stand für bis dato ausreichend und weiss, dass bei bisher weit über 700 akzeptierten Antworten meine Beantwortungen den meisten Fragestellern helfen konnten. Ich bedauere es sehr, dass Sie noch mehr an Informationen erhalten wollten, die Ihnen aber aus fachlicher Sicht meinerseits (ohne weitere Mutmaßungen anzustellen) nicht gegeben werden können. Sondern immer von einem Fachkollegen = professionelle Hilfe vor Ort geklärt werden sollten und das nach ausführlicher Exploration. Ihnen ist es ja frei gestellt, die Antwort zu akzeptieren oder auch nicht zu akzeptieren.

Ich möchte mich trotzdem für Ihr gezeigtes Vertrauen bedanken.

Alles Gute für Ihre weitere Zukunft.

Mit freundlichem Gruß

 

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