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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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Trennung der Eheleute läuft, die kinder möchten aber beim Vater

Kundenfrage

Trennung der Eheleute läuft, die kinder möchten aber beim Vater bleiben da sie ein sehr gutes Verhältnis zum Vater haben als zur Mutter.
Da die Mutter ziemlich oft streitet und sehr laut wird im Ton leiden die Kinder sehr darunter was kann man tun welche möglichkeiten gibt es?
Beratungsstellen wurden schon aufgesucht führten aber zu keinem Erfolg.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage.Es waere hilfreich, wenn ich etwas zusaetzliche Information bekommen koennte, wo die Kinder zur Zeit leben, ob das Gericht zustimmt, dass sie zum Vater gehen werden und was der Umgang mit der Mutter dann sein wird.

Vielen Dank,

Annegret Noble



Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Kinder wohnen noch bei beiden Elternteilen. Um die Situation zu entspannen ist der Vater zu seiner Freundin gegangen.

Werden die Kinder gefragt wo hin sie möchten oder entscheidet es das Gericht zum schluss?

Der vater ist zu seiner Freundin gegangen weil die Mutter ihn verbal beschimpft vor den Kinder das stört sie überhaupt nicht was tun?

Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für die zusaetzliche Information. Die Entscheidung des Vaters, auszuziehen, um die Situation zu entspannen, ist wahrscheinlich eine hilfreiche Massnahme, allerdings ist es wahrscheinlich fuer die Mutter schwierig, dass er zu seiner Freundin gezogen ist.


Je nachdem, wie alt die Kinder sind, wird der Richter sie bei einer Scheidung fragen, wo sie leben moechten. Allerdings muss der Richter sich nicht an die Wuensche der Kinder halten. Letztendlich ist der Richter fuer das Wohl der Kinder zustaendig, wobei juengere Kinder oft besser bei der Mutter aufgehoben sind. Und wenn die Eltern getrennt leben, dann wird ja auch nicht mehr vor den Kindern gestritten, damit waere dieser Faktor ja nicht mehr relevant. Ausserdem wird ein Richter andere Faktoren in Betracht ziehen, wie z.B. die anderen Personen im Haushalt, wobei Freund/Freundin von Mutter/ Vater oft eher als etwas negatives gesehen wird.


Wenn es unklar ist, was fuer die Kinder am besten ist, dann sollten die Eltern - oder die Rechtsanwaelte (oder der Richter) Gutachten anfordern, die genau untersuchen, wo die Kinder am besten aufgehoben sind.


In der Zwischenzeit ist es am hilfreichsten fuer die Kinder, wenn die Eltern so wenig wie moeglich streiten und so wenig wie moeglich negativ ueber das andere Elternteil sprechen. Kinder wollen und brauchen die Erlaubnis BEIDE Eltern liebzuhaben (auch wenn sie mit einem Elternteil besser klarkommen).


Trennung kann zu vielen verschiedenen Reaktionssymptomen führen:
Schulschwierigkeiten, Aggressionen, depressive Verstimmungen, Rückzug,
regressive Tendenzen (Entwicklungsrückfälle), psychosomatische Erkrankungen
(starke Kopfschmerzen, Bauchweh, Hauterkrankungen etc.), Einnässen, Einkoten
und noch weitere.
Die Konfrontation mit der Trennung kann spontan eine ganze Reihe von Ängsten,
Gefühlen und Gedanken hervorrufen:
• Angst,
den weggeschiedenen Elternteil nie mehr sehen zu können und zu verlieren.
Kinder spüren, wie schwer es dem „weggegangenen“ Elternteil fällt, trotzdem dem
Kind zur Verfügung zu stehen, bzw. der „dagebliebene“ dem Kind nicht leicht eine
eigenständige Beziehung zum anderen Elternteil zugestehen kann.
Zerstörung des Glaubens an die endlose Liebe, Angst davor, dass Streiten gleich
das Ende der Liebe bedeutet, Angst davor, dass die Eltern aufhören das Kind zu
lieben, Angst davor eines Tages allein zurückzubleiben, Verlustängste,
Identitätsverlust-Neudefinition, Wegfall von einem Stück Selbst (Teil des Selbstgefühl
wird durch das Miteinanderleben mit dem Elternteil erworben, der ein Vorbild ist, mit
dem das Kind sich vergleicht, den es bewundert), Verlust des männlichen Anteils
seines Selbst ( Stärke, Unabhängigkeit).
• Wut/ Zorn:
Kinder fühlen sich verlassen, verraten und in ihren Bedürfnissen nicht akzeptiert. Es
kann Wut gegen den „Schuldigen“ , gegen beide oder abwechselnd entstehen. Die
Wut der Kinder ist berechtigt, werden sie doch mit einer unangenehmen und
konsequenzenreichen Situation konfrontiert, die sie selbst nicht herbeigeführt haben.
Sie haben aber besondere Schwierigkeiten die Wut auszudrücken. Die Kinder
möchten einerseits den Eltern nicht noch mehr zumuten, andererseits möchten sie
die Beziehung zu den Eltern nicht gefährden und besonders „brav“ sein. Kinder
reagieren jedoch oft auch ziellos aggressiv auf ihre Umgebung. Als Hilfestellungen
brauchen Kinder neue Ausdrucksmöglichkeiten für ihren Zorn und ihre Wut. So
können sie einerseits wieder Vertrauen gewinnen, dass durch ihre Wut die Liebe und
Zuwendung der Eltern nicht gefährdet wird. Andererseits erleichtert es ihnen den
Kontakt zu anderen Kindern durch die Kontrolle der Aggressionen in der Gruppe. Die
Überwindung von Wut auf die Eltern und die Aussöhnung mit ihnen, stellen einen
Prozess dar, der Zeit braucht.
• Schuldgefühle:
Kinder (vor allem jüngere) geben sich oft selbst die Schuld für die Scheidung. Da
Kinder oft in der Rolle der scheiternden Vermittler sind, Eltern sich oft über die
Erziehung oder den Umgang mit dem Kind streiten, können große Schuldgefühle
entstehen.

• Loyalitätkonflikte:
Kinder, die Angst haben einen Elternteil zu benachteiligen oder zuzugeben, dass sie
den anderen Elternteil auch lieben. Eltern sollen den Kindern vermitteln, dass sie
beide liebhaben dürfen und von beiden geliebt werden.


Ganz wichtig ist es, dass den Kindern immer wieder glaubwuerdig versichert wird, dass der Streit zwischen den Eltern stattfindet und nichts mit den Kindern zu tun hat. Es gibt an Beratungsstellen oft Gruppen fuer Kinder, in denen diese ueber ihre Aengste und ihre Wut reden koennen. Auch eine Therapie fuer die Kinder waere vielleicht hilfreich, damit sie den Verlust verarbeiten koennen. Ich gehe davon aus, dass die Besuche bei der Beratungsstelle v.a. fuer die Eltern waren. Darum waere es eine gute Alternative, eine Beratung/Gruppe/Therapie nur fuer die Kinder in Erwaegung zu ziehen.


Diese Vorschlaege gelten auch, wenn nur ein Elternteil bereit ist, das Wohl der Kinder in den Vordergrund zu stellen und das andere Elternteil darauf besteht, den anderen schlecht zu reden oder zu streiten. Dann kann man z.B. etwas sagen wie: "Eure Mutter/euer Vater ist sehr wuetend auf mich, und sagt viele Dinge, die nicht besonders nett sind. Dieser Streit ist zwischen uns als Erwachsenen und hat nichts mit euch zu tun. Wir haben euch beide sehr lieb und werden immer eure Eltern sein, auch wenn wir nicht zusammenleben und uns gerade viel streiten."




Fuer die Eltern kaeme vielleicht eine Mediation in Frage. Ein professioneller Mediator schafft Vertrauen bei einem Paar im Streit und bewirkt, dass statt Eskalationen Lösungen gefunden werden.
Die Methode der Mediation basiert einerseits auf einer inhaltlichen Sachkenntnis des Moderators, andererseits auf Methoden der Kommunikationspsychologie, der Anthroposophie, des Coaching, des NLP, den Hypnose-Therapien von Milton Erickson, der humanistischen Beratung und dem Konfliktmanagement.

Grundlegendes Ziel der Mediation bei einem Paar ist eine verbindliche, in die Zukunft weisende Vereinbarung.
Die Mediation dient der gütlichen Einigung eines Paares, fragt nicht nach der "Schuld", sondern danach, wie das Paar in Zukunft miteinander umgehen will (lösungs- und zukunftsorientiert) - also eine "guetliche Trennung" in diesem Fall.

 

http://www.mediator-finden.de/

http://www.centrale-fuer-mediation.de/cfmsuche2/erweitert.jsp

www.bmev.de.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort trotz ihrer Kürze geholfen hat und beantworte auch gerne eine Anschlussfrage. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

Wenn meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht, bitte ich Sie, nicht zu vergessen das Honorar (durch Anklicken von "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank.

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