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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Meine Vermutung ist, das ich psychotische Phasen habe. Kann

Kundenfrage

Meine Vermutung ist, das ich psychotische Phasen habe. Kann mein einfach zu einem Psychater gehen. Wie wird das festgestellt ? Ich gehe ganz normal arbeiten, höre keine Stimmen, habe jedoch Stimmungsschwankungen, und fühle mein Umfeld teilweise regelrecht körperlich mit, was für mich sehr anstrengend ist. Dies soll ein besonderer Bestandteil von Psychosen sein, das die Wahrnehmung besonders gut ist (für andere, weniger für sich selbst!) Derzeit nehme ich Neuropas, das ich sehr angenehm finde. Für eine Kontaktadresse in Südhessen, Rhein-Main-Gebiet wäre ich dankbar.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre offene und vertrauensvolle Frage.
Wesentlich ist aus meiner fachlichen Sicht, das Sie sich auch im Rahmen des Eigenschutzes umgehend in eine akutpsychiatrische Behandlung begeben und das ggf. auch in einer Notfallambulanz eines Universitätsklinikums bzw. eine Fachklinik für Psychiatrie. Hier sollten Sie sich in der Lage sehen ganz offen und Ohne Angst und Scheu über Ihre Erlebnisse mit den Stimmen zu sprechen, Ihre Symptomatik genau schildern, denn nur so kann Ihnen auch geholfen werden. Sie haben auch im akuten Notfall stets und umgehend Anspruch auf Hilfe und das egal wo Sie sind, ggf. können Sie sogar in ein Allgemeinkrankenhaus, schildern dort die Symptome die Sie belasten und werden umgehend verlegt (es wird eine Behandlung eingeleitet. So erübrigt sich auch und ich darf dies auch nicht aus wettbewerbsrechtlichen Gründen tun, Ihnen hier die ein oder andere Klinik zu nennen, da Sie jederzeit ggf. mit dem Notarzt überall hin können und bei akuter Eigengefährdung bzw. Fremdgefährdung sich via PsychKG einweisen lassen können.
Die Symptome der Schizophrenie = allg. auch psychotische Symptome (eher in Bezug auf das akute Erleben) können in die zwei Gruppen der Positiv- und Negativ-Symptome eingeteilt werden. Dabei sind die Positivsymptome solche, die bei einem akuten Schub der Erkrankung besonders deutlich zutage treten und die Negativsymptome solche, die häufig als ein zeitlich überdauerndes Merkmal der Krankheit imponieren. Als Negativsymptome gelten die so genannten „sechs A" nach Andräsen: Affektverflachung, Alogie (Sprachverarmung), Abulie/Apathie (Willenlosigkeit), Anhedonie (Unfähigkeit positive Gefühle zu empfinden), Aufmerksamkeitsstörungen und Asozialität (Störung der Kontaktfähigkeit z.B. sozialer Rückzug). Die häufigsten Positivsymptome sind: Wahn, Halluzinationen, Denkstörungen und Ich-Erlebnisstörungen (Depersonalisation).
Wenn man nach Tim Crow die Schizophrenie (Psychose) in Typ I und Typ II-Schizophrenie unterteilt, dann ergibt sich eine Ordnung der Symptome danach, ob sie vorwiegend in der akuten oder in der chronischen Phase auftreten. Die häufigsten Symptome der akuten Phase sind u. a.: Mangel an Krankheitseinsicht, akustische Halluzinationen und Wahn. Die häufigsten Symptome der chronischen Phase sind u. a.: sozialer Rückzug, Antriebsarmut und Sprachverarmung. Diese Klassifikation der Schizophrenie konnte aber in nachfolgenden empirischen Untersuchungen jedoch nicht eindeutig nachgewiesen werden. Eine weitere Möglichkeit der Diagnostik einer Psychose erfolgt nach Kurt Schneider. Demnach sind folgende Symptome erstrangig Wahnwahrnehmungsveränderung, die dialogischen und kommentierenden Stimmen sowie akustischen Halluzinationen, Gedankeneingebung, Gedankenentzug, Gedankenausbreitung und Willensbeeinflussung, andere Beeinflussungserlebnisse mit dem Charakter des von außen Gemachten (z.B. leibliche Beeinflussungserlebnisse) Die empirisch (wissenschaftlich untersuchten) häufigsten Symptome der Schizophrenie sind: Störungen von Denken und Sprache (hier vor allem die Denkzerfahrenheit), Störungen der Affektivität (Affektverflachung und Depressivität), Halluzinationen (dialogische und kommentierende Stimmen), Wahn (z. B. der Verfolgungswahn) und Ich-Störungen (die sogenannten Störungen der Meinhaftigkeit des Erlebens).
Ich hoffe. meine Ausführungen konnten Ihnen etwas weiter helfen und wünsch Ihnen für Ihre Zukunft viel Kraft, Mut und alles Gute.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

 

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