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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1449
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
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Hallo, ich mache mir große Sorgen um meinen 8 jährigen sohn.

Kundenfrage

Hallo, ich mache mir große Sorgen um meinen 8 jährigen sohn. Sein leiblicher Vater hat uns verlassen als er 2 jahre alt war und kümmerte sich seit dem gar nicht mehr um unseren Sohn, damals begann mein sohn dann irgendwann an immer weniger zu essen. Ich lernte dann einen anderen Mann kennen und nach einem jahr zogen wir zusammen, mein sohn liebte diesen Mann abgöttisch und sieht ihm als seinen Vater. im April dieses jahres trennte sich auch dieser Mann von uns was mein sohn nur schwer verkraftet hat, er wurde still und zurück haltend und weinte viel. Nach 2 monaten sind mein ex partner und ich wieder zusammen gekommen, mein sohn war glücklich, er war wie verwandelt aber er war auch gleichzeitig sehr anhänglich und klammerte sich förmlich an "seinen" Vater. Er sagt immer wie froh er ist das er nun wieder seinen papa hat. Nun hat mir mein Partner migeteilt das er mich doch nicht mehr so liebt wie er dachte und es doch besser wäre wenn wir uns wieder trennen. wie erkläre ich nun meinen Kind das er schon wieder seinen geliebten vater verliert ? das verkraftet er bestimmt nicht noch mal , bitte brauche ganz dringend ihren rat
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank fuer die vertrauensvoll gestellte Frage. Sie beschreiben eine schwierige Situation, denn Sie werden nicht nur mit Ihrer eigenen Trauer, sondern auch der Trauer Ihres Sohnes umgehen muessen.

 

Kinder haben feine Antennen und ahnen meist, wenn zwischen den Eltern etwas
nicht stimmt. Da Ihr Sohn Ihrer Partner als Vater ansieht, werde ich das Worte Eltern benutzen, denn so sieht er das ja. Die Ungewissheit ist für Kinder meist schlimmer als klare Verhältnisse.

Aufgabe der Eltern ist es daher, ihrem Kind in einem Gespräch die notwendigen Informationen über die Trennung zu geben.

Vor dem Gespräch mit dem Kind sollten sich beide Elternteile überlegen,

  • welche Informationen für das Kind wichtig sind und
  • welche Fragen könnten seitens des Kindes gestellt werden.

Beachten Sie:

  • Viele Informationen, die einem Erwachsenen wichtig sind, interessieren Kinder gar nicht!
  • Erklären Sie Ihrem Kind in altersgemäßer Sprache die Situation.
  • Ehrlichkeit ist oberstes Gebot, so kann man vermeiden, dass sich Kinder ihren eigenen Phantasien machen.
  • Kinder brauchen das Gefühl der Sicherheit. z.B.: Versprechungen, die nicht eingehalten werden können, oder globale Zusicherungen, dass alles ganz toll sein wird, verunsichern Kinder.

Sprechen Sie sich wenn irgendwie möglich, vorher mit Ihrem Partner über das Gespräch mit dem Kind ab. Am besten ist es, wenn beide Elternteile die gleiche Botschaft vermitteln, z.B.: „Wir werden uns als Paar trennen, aber wir haben dich beide lieb und es ist nicht deine Schuld. “ Es verwirrt Kinder sehr, wenn sie verschiedene Erklärungen bekommen. Eine der schwierigsten Aufgaben für Eltern ist es, mit dem Kind zu reden, ohne den Partner schlecht zu machen.
Wenn Sie Ihren Partner vor dem Kind schlecht machen, kommt es in einen Konflikt und weiß nicht, wen es nun lieb haben darf. Erwarten Sie nicht, dass Ihr Kind die Trennung gleich akzeptiert. Sie dürfen nicht darauf hoffen, dass die Kinder die Trennung ohne massive Reaktionen hinnehmen! Gesunde Kinder müssen auf die Scheidung reagieren.
Angst, Wut, Schuldgefühle, Beschämung und Trauer sind normale und unvermeidliche Gefühlsreaktionen der Kinder.

Auch Kinder, die in der Wahrnehmung der Eltern „nicht reagieren“, haben die gleichen Gefühlsprobleme, sie zeigen sie nur nicht.

Folgende Dinge müssen mit den Kindern besprochen werden:

  • Welche Änderungen stehen bevor?
  • Wer zieht aus der gemeinsamen Wohnung aus?
  • Was wird so bleiben wie bisher?
  • Wer wird sich um mich kümmern?
  • Wo werden wir wohnen?
  • Muss ich die Schule wechseln?
  • Kann ich meine Freunde behalten?
  • Habt ihr mich noch lieb?

Eine der wichtigsten Mitteilungen an das Kind muss die sein, dass die Probleme, die zur Trennung geführt haben

  • nur Sache der Eltern sind
  • und das Kind nicht daran schuld ist

Erlauben Sie Ihrem Sohn, den Verlust zu betrauern. Auf diese Trennung muss reagiert werden. Diese Reaktionen sind Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen, die der Wiedererlangung des seelischen Gleichgewichtes dienen und können in allen Ebenen auftreten:

Verhalten: Aggressivität, Weinerlichkeit, Rückzug, Angepasstheit, Regression, „Nicht“-Reaktion, Suchtverhalten, diverse Ängste,

Körperliche Ebene: diffuse Schmerzen unterschiedlichster Art, Bettnässen, Nägelbeißen, Ess- und Schlafstörungen.

 

Kinder haben eine eigene Sichtweise davon, wer sich von wem trennt. Sie erleben es als großen persönlichen Verlust, wenn ein Elternteil plötzlich auszieht und empfinden die Trennung der Eltern vorrangig als Trennung von sich selbst: „Die Mama/ der Papa hat mich verlassen!“, „Er/sie mag mich nicht (mehr)“. Kinder erleben in massiver Weise, dass Eltern Entscheidungen treffen, ohne sie mit einzubeziehen. Dies zu erkennen, ist schmerzlich und führt dazu, dass ihre Position in der Familie in Frage gestellt bzw. neu definiert werden muss.

So ist es nachvollziehbar, dass sich Kinder oft Sicherheiten verschaffen, indem sie in die Entwicklungsstufe zurückgehen, aus der sie gerade entwachsen sind (Mithilfe bei der Hausarbeit, Einschlafritual, Schnuller..). Sie signalisieren damit: „ich brauche Sicherheit und Vertrautes um mich“ und dies ist verbunden mit Geduld und Gelassenheit seitens der Eltern, die gerade selbst durch eine Lebenskrise gehen.

 

Da Kinder ein Teil der Familie sind und sich auch so fühlen, beginnen sie, ihre „Mitbeteiligung“ zu suchen. Welches Verhalten, welche Situation könnte dazu geführt haben, dass ihre Eltern sich so verändert haben. Sie machen sich auf die Suche und glauben, auch bald fündig geworden zu sein z.B.: „weil ich schlechte Schulnoten habe, streiten sie...“

 

Wenn Sie nicht denken, dass Ihr Sohn diesen Verlust bewaeltigen kann, waere es wahrscheinlich hilfreich, einen Termin zur Diagnostik und eine Therapie fuer ihn in Erwaegung ziehen. Dazu gibt es mehrere Moeglichkeiten, einen Therapeuten zu finden. Um relativ schnell einen Termin zur Diagnostik und/oder zur Therapie zu bekommen, wenden Sie sich am besten an eine nahegelegene psychotherapeutische/ psychiatrische ambulante Fachklinik (Kinder- und Jugendpsychiatrie), an eine Universitätsklinik mit einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz oder an ein psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut. Es dauert oft recht lange, um einen Termin bei einem niedergelassenen Psychologen zu bekommen, aber auch das waere eine Moeglichkeit. Fragen Sie dazu bei Ihrer Krankenkasse nach einer Liste von geeigneten Kinder- und Jugendtherapeuten.

 

Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort trotz ihrer Kürze geholfen hat und beantworte auch gerne eine Anschlussfrage. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.

Wenn meine Antwort Ihren Vorstellungen entspricht, bitte ich Sie, nicht zu vergessen das Honorar (durch Anklicken von "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank.



 

 

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