So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an diplompsychologe.
diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
57334328
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychologie hier ein
diplompsychologe ist jetzt online.

Hallo Ich habe mal eine frage über kaufsucht. Also ich wollte

Kundenfrage

Hallo Ich habe mal eine frage über kaufsucht.
Also ich wollte gerne wissen ob ich darunter falle also Kaufsucht.Da ich immer bevor mein Lohn kommt schon nach sachen suche wo ich kaufen kann.Dann mir die sachen sobald mein geld da ist auch direkt bestelle.Und so komme ich immer mehr in schulden und kann nicht aufhören zu kaufen weil ich dann immer glücklich bin und mich hinter den Artikeln verstecke.

Gehört dieses zur Kaufsucht oder warum kann ich es nicht lassen???
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich verstehe Ihr Problem und möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.

Die Kaufsucht hat kein eigenständiges Krankheitsbild in der Sucht sondern werden wie nicht stoffgebundene oder Tätigkeitssüchte(pathologisches Spielen), Zwangsstörungen usw. zum Teil meist davon abgegrenzt. Bei Zwangsstörungen besteht der innere Drang, bestimmte Dinge zu denken oder zu tun (Zwangsgedanken/Zwangshandlungen) Der Betroffene wehrt sich gegen das Auftreten der Zwänge und erlebt diese als übertrieben und sinnlos. Die ältere Bezeichnung für Zwangsstörungen sind Zwangsneurose oder anakastische Neurose. Zwangsstörungen werden auch Angststörungen; Depressionen und Schizophrenien als vierthäufigste psychiatrische Störung angegeben. Die Zwangsstörungen stehen der Angststörung sehr nahe. Zwangsgedanken unterscheiden sich noch einmal in Zwangsbefürchtungen, Zwangsimpulse und Grübel zwang. Eine Diagnose setzt das Vorliegen der Symptome von mindestens 2 Wochen voraus und die um Krankheitswert zu haben müssen diese Gedanken psychische Leiden hervorrufen, zeitraubend sein, den normalen Tagesablauf beeinträchtigen und sich auf die beruflichen Leistungen auswirken. Der Zwang Dinge zu kaufen ist dann pathologisch zu betrachten wenn z.b. diese Dinge /Sachen gekauft werden ohne Sie zu benötigen, teils noch verpackt irgendwo gehortet werden und durch den Drang immer wieder neu zu kaufen -nicht daran vorbeigehen zu können obwohl man sie gar nicht benötigt, dadurch den Käufer in große finanzielle Schwierigkeiten bringen und somit einen hohen Leidensdruck erzeugen Ich würde Ihnen auf jeden Fall wenn Sie sich hier wiederfinden, zu einer genauen diagnostischen Abklärung zwischen Angst/Zwangsstörung raten und die Aufnahme einer Verhaltenstherapie in Erwägung zu ziehen um an Ihrem Selbstbewusstsein zu arbeiten. Viele Kaufsüchtige kompensieren Ihre innere Leere, Ihre Sucht nach Anerkennung usw. durch den Kauf von Dingen die Sie zwar nicht benötigen aber bei Ihnen dann eine Art Glücksgefühl auslösen ähnlich eines Rausches unter Drogen. Da dieser aber nicht lange anhält sind sie gezwungen immer wieder in diese Verhaltensmuster zu verfallen und auch die Menge zu steigern bis zum Kontrollverlust, wenn Sie nicht irgendwann durch z.B. den finanziellen Bankrott oder andere Auswirkungen aus dem sozialen Umfeld dazu gezwungen sind etwas zu ändern. Sie haben durch die Höhe der Schulden erkannt dass Sie etwas ändern müssen und sind auf dem richtigen Weg.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,567355,00.html

http://www.lebenshilfe-abc.de/kaufsucht.html

auch eine Selbsthilfegruppe kann Ihnen helfen

http://www.kaufsuchthilfe.de/index2.html

http://www.ipsis.de/adressen/adressselbsthilfe.htm

Daher würde ich Ihnen im Rahmen der von Ihnen beschriebenen Symptome die Konsultation eines Psychiaters /Psychologen vor Ort z.B. in einer psychiatrischen Institutsambulanz (Notfallambulanz) an einer Uniklinik oder in einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie empfehlen. Sie können sich auch an eine nahegelegene psychotherapeutische/psychiatrische Fachklinik wenden (an Unikliniken) und um eine Notaufnahme(Behandlung)bitten, um dort viel schneller als bei den niedergelassenen Kolleginnen oder Kollegen einen Termin zu bekommen. Auch psychotherapeutische Ausbildungsinstitute vergeben Termine zur Diagnostik.

Ich hoffe ich konnte Ihnen in der Kürze der Ausführung etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank