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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Hallo,meine Tochter 16 Monate wird alle 14 Tage am Samstag

Kundenfrage

Hallo, meine Tochter 16 Monate wird alle 14 Tage am Samstag morgen von ihrem leiblichen Vater abgeholt. Abends kommt sie dann völlig agressiv zurück. Geht gezielt auf ihre Geschwister los, beißt und schlägt sie. Diesen Samstag beim Heim kommen, schlug sie mir voll ins Gesicht. Sie wirkt orientierungslos und möchte gar nicht so richtig zu mir (das tut weh). Dabei ist sie so lieb, aufgeweckt einfach toll. Was ist los mit ihr? Was kann ich tun? Sie sollten vielleicht noch wissen, daß der Vater und ich kein Wort miteinander reden. Da noch einige Klagen die er gegen mich führt ausstehen. Ich weiß also auch nicht, was er mit ihr unternimmt oder macht. Das Jugendamt hilt mir in dieser Sache auch nicht.  Ich bedanke XXXXX XXXXX schon für ihre Antwort. Freundliche Grüßen
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage.

Ihr Problem kann ich aus meiner praktischen Erfahrung heraus sehr gut verstehen und oft erwachsen nach Trennungen wegen diverser unverarbeiteter Konflikte zwischen den Eltern auch Probleme im Umgang mit den Kindern heraus. Zum Teil werden sogar nicht bewältigte Rache- und Hassgefühle in das nicht entsprechende Verhalten der Kinder hineininterpretiert („der macht es so, dass meine Tochter so zu mir ist, weil er…“) ohne dabei zu bedenken, dass ein gezeigte Verhaltensveränderung bei Ihrer Tochter z.B. eventuell nur ein entwicklungspsychologische Aspekte beinhaltet und ganz und gar nichts mit dem Aufenthalt beim Kindesvater zu tun hat.

Im Rahmen der Hilfestellung durch das Jugendamt haben Sie das Recht nach Prüfung ggf. durch ein in Auftrag gegebenes Gutachten den begleiteten Umgang auf Grund massiver Bedenken im Bezug auf die Kindeswohlgefährdung und Ihr Kind darf dann ohne Begleitung (Aufsicht) den Kindsvater nicht sehen. Des Weiteren können Sie auf die "Aberkennung" des Umgangsrechts beim Familiengericht einklagen, da ein berechtigter oder nicht berechtigter Anlass zur Kindeswohlgefährdung vorliegen könnte (beides mag ich wirklich auch aus Gründen der Neutralität hier nicht weiter beurteilen). Jedoch müssen hierzu wirklich massive Gründe vorliegen und nicht weil Ihr Kind auf Grund eines Zustandes des emotional überfordert seins die eine oder andere Verhaltensauffälligkeit zeigt und auch mal nach Ihnen schlägt. Kinder können sich noch in diesem Alter verbalisieren und können nur durch zum Teil uns nicht immer erschließendes Handeln auf bestehende Konflikte aufmerksam machen. Das hat in den meisten Fällen auch wirklich rein gar nichts mit dem Kindesvater zu tun, obwohl das ja am einfachsten wäre dies anzunehmen.

Sie haben richtig erkannt, dass auf Grund der beschriebenen Verhaltensauffälligkeiten Ihrer Tochter diese eventuell Hilfe braucht bei der Bewältigung der schwierigen emotionalen Situation = Trennungs- und Umgangssituation. Hier sollten Sie nicht Ihre Bedürfnisse im Auge behalten sondern die Bedürfnisse Ihrer Tochter, nämlich nach emotionaler Stabilität durch BEIDE Eltern, Kontinuität in der Beziehungsgestaltung und ein Mindestmaß an Respekt im Umgang durch Kommunikation der Eltern untereinander (denn denken Sie nicht, das Ihre Tochter nicht spürt was zwischen beiden Eltern los ist, Sie versteht es nicht, aber interpretiert es entsprechend Ihres Alters). natürlich können Sie hier Selbst tätig werden um diese Bedürfnisse Ihrer Tochter Rechnung zu tragen, nämlich sich durch die Zuhilfenahme einer Mediation (mehr erfahren Sie hier unter www.mediation.de) mit dem Kindesvater an einen Tisch zu setzen bzw. die Hilfe einer Erziehungsberatungsstelle in Ihrer Nähe in Anspruch zu nehmen. Hier geht es nicht um das Bedürfnis der Eltern sondern um das Bedürfnis Ihrer Tochter und darauf hat Sie ein Recht und Sie die Pflicht (Verantwortung) durch Hilfe zu realisieren.

Sie können sich auch an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen für Kinder- und Jugendpsychotherapie) in Ihrer Nähe wenden und abklären zu lassen, ob hier wirklich eine vlt. bestehende Entwicklungsverzögerung, Störung wie auch immer vorliegt, oder es sich um ein ganz normales Reaktionsmuster entsprechend des Kindesalters handelt, einen Termin ausmachen. Aus meiner Sicht eher im verhaltenstherapeutischen Therapiekontext. Die Kosten dafür werden im Regelfall von der Krankenkasse übernommen. Über die Krankenkasse erfahren Sie auch ohne Probleme welche Kollegen für eine psychotherapeutische Behandlung in Ihrem Umfeld hierfür in Frage kommen. Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut für verhaltenstherapeutische Psychotherapie im Bereich Kinder und Jugend wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. psychotherapeutische Ausbildung für Kinder und Jugend Verhaltenstherapie + entsprechendem Ort in Ihrer Nähe z.B. München) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren.

Ich möchte Ihnen Mut machen in dem Ansinnen Ihrer Tochter Hilfe zukommen zu lassen und wenn auch Sie mit der belastenden Situation mit Ihrem Ex-Partner nicht klar kommen, suchen Sie sich auch geeignete professionelle Hilfe.

Vielen Dank für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen und ich hoffe, auf Ihr Verständnis, dass ich in meiner Beantwortung teilweise deutliche und ehrlich gemeinte Worte versucht habe zu finden, auch in der Betrachtung des von Ihnen geschilderten Situation.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiter helfen und wünsche Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

diplompsychologe und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ich möchte mich bei ihnen für ihre Antwort bedanken.

Könnten sie mir vielleicht noch eine Frage beantworten.

Wie soll ich meiner Tochter entgegen laufen und mich verhalten, bei Ihrem nächsten Heim kommen (bei der Übergabe, wenn der Vater noch dabei ist)?

Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre erneute Frage und das Akzeptieren meiner Beantwortung.

Mit Sicherheit gibt es da kein patent Rezept bzw. eine richtige oder falsche Handlungsanweisung. Ich würde Ihnen eventuell dazu raten, dass Sie sich in keinster Weise auf die Situation dadurch einstellen irgendetwas zu verändern, als das was Sie sonst auch tun beim in Empfang nehmen Ihrer Tochter. So geben Sie Sicherheit es verändert sich nichts und Ihre Tochter erlebt durch ein verändertes Verhalten keine "emotionale Überraschung" und verliert an Sicherheit auch Ihnen gegenüber, da Sie jetzt auf ein Mal anders reagieren als sonst. Versuchen Sie und so es unter den schwierigen Kommunikationsumständen mit dem Kindesvater auch vor Ihrer Tochter zumindest ein kurzes auch gerne belangloses Gespräch zu führen und so merkt (nicht versteht) zwar Ihre Tochter das sich was zum positiven verändert. Vielleicht teilen Sie Ihrem Ex-Partner dies via SMS vorab mit und so trifft es Ihn nicht unvorbereitet, machen Sie Ihm keine Vorhaltungen sondern teilen Sie es Ihm so mit. Denn denken Sie stets daran, Kinder in diesem Alter lernen ungefiltert von Ihrer Umwelt und können Vater wie Mutter bereits schon zuordnen und bauen zu beiden eine Beziehung auf und was soll bitte Ihre Tochter da von Ihnen lernen, nämlich nur dies, das ein "Verhältnis von Nähe" sich darauf aufbaut sich rein gar nichts zu sagen und nicht miteiannder zu reden. Bitte werden Sie sich beide Ihrer Verantwortung bewusst und das gemeinsam. kein Elternteil hat das Recht ein Kind zu besitzen oder alles in der Erziehung besser machen zu wollen, sondern Sie haben beide die Verantwortung für die Erziehung.

Ich möchte mich an dieser Stelle für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen bedanken und wünsche Ihnen für Ihre Zukunft alles erdenklich Gute.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank