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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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InternetCoach ist jetzt online.

Hallo, der Vater meiner Lebensgefährtin ist nach 6 Wöchiger

Kundenfrage

Hallo,

der Vater meiner Lebensgefährtin ist nach 6 Wöchiger Krankheit am 18.09.2011 diesen Jahres gestorben. Kurz nach bekanntwerden der Diagnose, wurde meine Lebensgefährtin seltsam und sagte mir, das ich meine Sachen mitnehmen sollte, die wo ich im Bad habe, weil es ihre Mutter nicht erträgt. Wir haben bis jetzt auch keine Nacht mehr verbracht, das Sie immer sagt, es kommt alles wieder. Hat meine Lebensgefährtin noch Gefühle für mich, ich würde sehr gerne mal wieder mit ihr Schlafen und Intim werden, doch Sie kommt nur selten zu mir, meistens ich zu ihr und nach ein paar Stunden fahre ich wieder, da Sie das Bett im Moment mit ihrer Mutter teilt, weil diese Angst hat alleine zu sein im Haus in der Nacht und ihr Zimmer im 1. Stock wird im moment renoviert. Sie sagt immer, das alles wieder kommt, doch langsam ist man halt ungeduldig, man möchte auch wieder mal Sex. Wie soll ich mit der Situation umgehen, wir haben seit Anfang September keine Nacht mehr verbracht und nicht miteinander geschlafen und auch keinen Sex gehabt. Sie sagt, Sie kann noch nicht, es sind erst 10 Wochen nach dem Tod des Vaters.

Wie soll ich mit der Situation weiter umgehen und mich verhalten ?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
Ihre Beduerfnisse nach Klarheit, was die Beziehung angeht, und Intimitaet sind sehr verstaendlich. Genauso verstaendlich ist das Beduerfnis Ihrer Freundin, fuer Ihre Mutter da zu sein, sich abzugrenzen und zu trauern.
Der Trauerprozess nach einem Verlust verlaeuft oft in bestimmten Schritten und dauert nach dem Tod eines Elternteils oft mehrere Jahre, selten weniger als ein Jahr.
Der erste Schritt ist der Unglauben, man fuehlt sich wie versteinert und kann nicht glauben, dass so etwas passiert ist. Danach versucht man, das Geschehene ungeschehen zu machen, dabei kommt es sehr oft zu Selbstzweifeln (Wenn ich eine bessere Tochter gewesen waere, dann wuerde mein Vater noch leben....). Anschliessend folgen Wut und Traurigkeit. Da dieser Prozess sehr viel Energie braucht und man vor allem nach Innen schaut, ist es sehr schwer, Beziehungen zu pflegen und das Beduerfnis nach Intimitaet geht oft sehr zurueck.
Wenn Sie bereit sind, Ihrer Freundin die Zeit zu geben, die sie braucht, um angemessen zu trauern, kann es gut sein, dass Ihre Beziehung diese Krise uebersteht. Die ersten 3-6 Monate sind meist die schwierigsten, oft kann man danach auch wieder Energie in andere Dinge und Beziehungen stecken.
Letztendlich muessen Sie entscheiden, ob es sich fuer Sie lohnt zu warten, denn Ihre Freundin verhaelt sich der Situation angemessen und auch wenn Sie intim waeren, wuerde sie es wahrscheinlich nicht wirklich geniessen koennen. Dieser Rueckzug nach Innen ist normal und fuer die Heilung wichtig, aber fuer Sie natuerlich sehr frustrierend.

Ich hoffe, dass meine Antwort hilfreich war, ansonsten stellen Sie bitte eine Anschlussfrage. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei den nächsten Schritten.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.



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