So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an diplompsychologe.
diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
57334328
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychologie hier ein
diplompsychologe ist jetzt online.

hallo, ich glaube das meine mutter depressiv ist, sie redet

Kundenfrage

hallo,
ich glaube das meine mutter depressiv ist, sie redet alles schlecht alle sind gegen sie auf arbeit sind alle ,sch....´ , sie redet mir schuldgefühle ein, isst nicht mehr brauch doch nichts mehr und am besten wirft sie sich vor einen ice. es gibt auch mal bessere zeiten aber eigentlich ist es für mich nur noch eine gradwanderung wie ist sie drauf was darf ich sagen was lieber nicht usw. deshalb ist meine frage was ich dagegen machen wie kann ich ihr helfen das sie einsieht das sie hilfe brauch und das ich diese ihr nicht geben kann

mfg und danke XXXXX XXXXX antworten auf meine fragen
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.


Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die
offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine
Hilfestellung zu geben.



Die von Ihnen aufgeführten Symptome Ihrer Mutter können
ein Hinweis auf das Vorliegen einer depressiven Symptomatik sein.



Den Verlauf einer
Depression kann man in zwei Phasen
unterteilen, d.h. gesunde Phasen wechseln sich mit depressiven Episoden ab,
dabei können die einzelnen Phasen zwischen einigen Wochen bis über ein Jahr
anhalten. Bei mehrmaligem Auftreten der Symptome spricht man von einer rezidivierenden
Erkrankung. Ein Psychiater
darf hilfreiche Medikament verschreiben so, dass Sie schnellstmöglich
aus ihrem Tief wieder herauskommt, jedoch ist dies natürlich kein Dauerzustand und
die Behandlung mit Antidepressiva ist nur ein Therapiepfeiler bei der
Behandlung von Depressionen. (Zwei weitere sind psychotherapeutische und
sozialpsychiatrische Verfahren je nach den speziellen Gegebenheiten der
depressiven Störung).Sie kann sich dazu auch an eine nahegelegene
psychotherapeutische/psychiatrische Fachklinik wenden (an Unikliniken) und um
eine Notaufnahme(Behandlung)bitten, um dort viel schneller als bei den
niedergelassenen Kolleginnen oder Kollegen einen Termin zu bekommen. Auch
psychotherapeutische Ausbildungsinstitute vergeben Termine zur Diagnostik. Zur
Ermittlung des Schweregrades einer Depression werden z.B: auch spezielle Tests
wie z.B. der BDI (Becks Depression Inventory) oder der HAMD(Hamilton-
Depression- Scale) herangezogen. Eine weitere therapeutische Maßnahme zur
Behandlung der Depression ist eine Schlafentzugstherapie, Lichttherapie auch
Ergotherapie wird bspw. bei stationären
Patienten in der Klinik eingesetzt um neue Ressourcen kennenzulernen und positiv
zu nutzen. Auch die Ausarbeitung einer
Tagesstrukturierung durch sinnvolle, aktivierende und nicht überfordernde
Aktivitäten wirkt sich positiv aus. Entscheidend ist auch immer der diagnostizierte Schweregrad der
Depression, die Bedingungen im sozialen Umfeld des Erkrankten (z.B. sind auch
häufig belastende Lebensereignisse Auslöser der Depression); Chronobiologische
Faktoren ( hier z.B: Störungen im
biologischen Rhythmus das Auftreten der Depression zu bestimmten Jahreszeiten (
Herbst/Winterdepression) oder durch
Schichtarbeit bedingt weil gestörter Schlaf/WachRhytmus); körperliche
Erkrankungen oder Medikament können
ebenfalls Auslöser sein . Ich kann Ihnen nur empfehlen, da
Ihre Mutter keine Krankheitseinsicht zeigt, aber auch massiv äußert sterben zu
wollen, den sozialpsychiatrischen Dienst zu kontaktieren um hier eine Unterstützung
zu erhalten. Die Kollegen machen dann einen Hausbesuch und leiten entsprechende
Schritte ein. Auch besteht die Möglichkeit bei einer erneuten
Suizidäußerung den Notarzt zu rufen und
dieser kann im Rahmen der
Selbstgefährdung (PsychKg)eine Einweisung
veranlassen.



Vielleicht ist es für Sie hilfreich wenn Sie sich mehr Informationen
zu einer Depression aneignen um zu
verstehen dass es sehr schwer ist allein Ihre Mutter zu einem Arztbesuch
zu motivieren.



Wenn man depressiv ist, dann sind
alle Bereiche der Persönlichkeit, der Psyche und des Alltags davon
beeinträchtigt: das Denken, Fühlen, Handeln und körperliche Befinden.



Die depressiven Symptome sind morgens am stärksten. Im Laufe des Tages
tritt meist eine Besserung ein und gegen Abend fühlen sich depressive Menschen
häufig recht gut.



Gedanken bei Depressionen



Negative Gedanken = Selbstvorwürfe und Schuldgefühlen

Konzentrations- und Entscheidungsprobleme è richtige Entscheidung ist und weil
er Angst hat, einen Fehler zu machen usw.



Körperliche Symptome bei Depressionen



Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Schlaf-, Ernährungs- und Sexualprobleme,
Körperliche Beschwerden = depressive Menschen verspüren eine Reihe körperlicher
Beschwerden wie Kopf-, Magen-, Rücken- und Herzschmerzen, Verstopfung aber auch
zu Durchfall kommen



Gefühle bei Depressionen



Traurigkeit = das wesentliche Merkmal einer depressiven Erkrankung ist eine
große Traurigkeit, Niedergeschlagenheit und Hoffnungslosigkeit.



Freundlosigkeit - Lustlosigkeit - Interessenlosigkeit = mit der Traurigkeit
geht die Unfähigkeit einher, Freude zu empfinden. Die Unfähigkeit, sich nicht
mehr über Dinge freuen zu können, die einem früher Spaß und Vergnügen bereitet
haben, wird von vielen Betroffenen oft als endgültiger Beweis dafür angesehen,
dass alles sinnlos und hoffnungslos ist usw.



Natürlich besteht aber auch die Möglichkeit erst einmal den Hausarzt zu
informieren, und Ihre Mutter dazu zu motivieren diesen aufzusuchen. Denn auch
körperliche Erkrankungen können Ursache für eine depressive Erkrankung sein.
Auch die Möglichkeit einer Hormonstörung-
ich weiß jetzt nicht in welchem Alter Ihre Mutter ist, kann Auslöser für das
momentane Verhalten sein, hier wäre ein Facharzt für Endokrinologie zu
empfehlen.







Ich hoffe ich konnte Ihnen in der Kürze der Ausführung
etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg





Mit freundlichen Grüßen



Die Ausführungen und
Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende
psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell
Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen
sowie Konflikten.





Ich möchte Sie bitten,
so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt
hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button
"Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank