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InternetCoach
InternetCoach, Psychologin
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1450
Erfahrung:  Familientherapeutin, Drogenberatung, Erziehungsberatung
62882398
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praktische psychologie

Kundenfrage

was möchte ein therapeut feststellen, indem er/sie einen kurzen leicht abfälligen blick auf den unterleib wirft? ( bei einer frau?)
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich gehe davon aus, dass der Therapeut ein Mann ist, korrekt? Meine Hoffnung ist, dass Sie einen Blick missinterpretiert haben, denn die Aufgabe eines Therapeuten ist es, Ihnen den Respekt und die positive Zuwendung zu schenken, die Sie verdient haben - dazu gehoeren Ihr Koerper, Ihre Seele, Ihre Geschichte und Ihre momentane Situation. Wenn er Sie tatsaechlich abfaellig angeschaut hat, dann gibt es verschiedene Gruende, warum so etwas passieren kann, allerdings hoffe ich auch da, dass er es nicht mit Absicht gemacht hat. Auch Therapeuten sind Menschen und haben sich und ihre Reaktionen nicht immer komplett unter Kontrolle. Vielleicht hat er an etwas ganz anderes gedacht und sein Blick war nicht persoenlich gemeint oder gar auf Sie bezogen. Vielleicht war es ein Reflex, weil er schlechte Erfahrungen mit Frauen gemacht hat? Eigentlich gibt es keinen Grund, warum er das mit Absicht gemacht hat, wenn wir ganz kreativ werden, koennte man vielleicht sagen, er wollte sehen, wie Sie reagieren. Lassen Sie es sich gefallen? Sagen Sie etwas? Wie gehen Sie damit um? Egal, was der Grund ist, ich wuerde Ihnen empfehlen, die Situation anzusprechen, denn ansonsten werden Sie diese Situation wahrscheinlich immer im Hinterkopf haben und dem Therapeuten nur bedingt Dinge anvertrauen, was dann dazu fuehrt, dass Sie nicht die Hilfe bekommen, die Sie verdient haben. Manchmal hilft es, sich vorher zu ueberlegen, wie Sie diese Situation ansprechen moechten und was genau Sie sagen moechten. Ich empfehle Ihnen da, Ihre Beobachtungen und Erfahrungen zu beschreiben, wie z.B. "Ich hatte den Eindruck, dass Sie am... einen abfaelligen Blick auf meinen Unterleib geworfen haben und dieser Eindruck beschaeftigt mich sehr..."
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Qualität der Antwort.
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
ich sehe, dass Sie mit der Qualitaet meiner Antwort nicht zufrieden waren. Ich bin gerne bereit, auf die Details einzugehen, die Ihnen unbeantwortet erscheinen, und wuerde deswegen gerne wissen, was Ihnen da wichtig waere.
Mit freundlichem Gruss,
Annegret Noble
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Könnte es z.B. sein, dass mit dieser Geste die Schamgrenze oder so etwas wie die Bereitschaft zu sexuellem Kontakt im Allgemeinen getestet wurde? (hoffe, dass ist Ihnen nicht zu kreativ oder fantasievoll...)

LG,
D.O.
Experte:  InternetCoach hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
Vielen Dank fuer Ihre Offenheit bei einem nicht ganz einfachen Thema.
Als Therapeuten, männlich wie weiblich, verpflichten wir uns dazu, niemals sexuellen Kontakt mit Klienten zu haben. Das ist eine der schweren ethischen Verfehlungen, die zum Ausschluss aus der Berufsgemeinschaft fuehren kann.
Ein ethischer Therapeut wuerde darum nicht leichtfertig diese Grenze ueberschreiten. Es kann natuerlich sein, dass Sie es entweder mit einem unethischen Therapeuten zu tun haben oder, was immer noch meine Hoffnung ist, es sich um ein Missverstaednis handelt. Es waere gegen unseren ethischen Kodex, wenn ein Therapeut damit tatsaechlich die Bereitschaft zum sexuellen Kontakt testen wuerde.

Ich habe mittlerweile mit einem maennlichen Kollegen konsultiert, welcher sagt, dass fuer Maenner manchmal der Bauch als sichere, weil "sexualfreie", Zone gesehen wird, darueber liegt die Brust und darunter befinden sich die Sexualorgane, diese beiden Zonen vermeidet man als Mann am besten, damit man nicht anstoessig wirkt, daraus ergibt sich, dass der Blick am besten auf Bauchhoehe zur Ruhe kommt, wenn man einer Person mal nicht ins Gesicht schaut.

Manchmal kommt es auch vor, dass man sich zu seinem Therapeuten oder seiner Therapeutin hingezogen fuehlt und sich wuenscht, dass dort sexuelle Attraktion entsteht, denn ein/e Therapeut/in ist oft derjenige, der die eigenen tiefsten Geheimnisse kennt und versteht - etwas, das man sich von einem Partner so oft wuenscht und nicht bekommt.

Viele Therapien arbeiten ganz bewusst mit diesem Konzept der "Transferenz" oder Uebertragung. Dabei benutzt man die Gefuehle, die der Klient gegenueber dem Therapeuten hat (Wut, Attraktion, Abneigung usw.), um herauszufinden, wo der Klient diese Gefuehle nicht zeigt (in der Beziehung zum Vater, zum Partner, zur Grossmutter usw).

Ich hoffe, dass diese Antwort Ihren Vorstellungen entspricht. Ansonsten stellen Sie bitte gerne eine Folgefrage.

Mit freundlichem Gruß,

Annegret Noble

www.nobleacres.org

Meine Ausführungen und Meinungen ersetzen keine psychologische Diagnostik oder Therapie. Sie beinhalten nur Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze.