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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Hallo liebes Team! Ich habe eine 6-jährige Tochter und es geht

Kundenfrage

Hallo liebes Team! Ich habe eine 6-jährige Tochter und es geht um Kleinigkeiten im Alltag, die für mich allerdings zum Problem werden. Z.B. das tägliche Zähneputzen oder beim Anziehen am Morgen will sie sich dauernd durchsetzen, dies nicht zu tun und wenn ich dann darauf bestehe (ich werde dann lauter) schreit sie, läuft davon und das Schlimmste für mich, sie schimpft mich dann. Das kommt dann auch vor, wenn sie müde wird oder sie nur kurze Zeit z.B. bei der Autofahrt geschlafen hat und mich dann sieht, einfach voll zornig auf mich losgeht und wieder schimpft. Und diese Schimpfereien ertrage ich nicht und ich kann ihr das nicht abgewöhnen. Sie hat vor einigen Monaten noch im Kindergarten "Arschloch" aufgeschnappt, ich hab versucht, es nicht so wichtig zu nehmen und später hab ich dann doch erklärt. Aber mittlerweile helfen keine Erklärungen und kein Zurechtweisen, und ich weiß mir keinen Rat. Noch dazu "lernt" die kleine Schwester (3) von ihr... Obwohl sie kurze Zeit später wieder das liebste Mädchen sein kann.... Ich wäre über eine Antwort sehr sehr dankbar, ich bin manchmal sehr verzweifelt.... DAnKE!!! Anne
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage.

Ihre Sorgen kann ich verstehen und Ihre Tochter kann wohl sich zurecht glücklich Schätzen, dass Sie eine Mutter hat die sich auch im Alter von 6 Jahren Gedanken macht und Ihre Tochter so intensiv begleitet. Leider ist es nicht immer so und leichtfertig werden die von Ihnen beschriebenen Verhaltensreaktionen (z.B. Aggressivität, massive Stimmungsschwankungen, probleme der Impulssteuerung usw.) mit vorübergehender altersentsprechenden Verhaltensauffälligkeiten erklärt ohne dabei zu bedenken , dass daraus weitreichende Schwierigkeiten auch letztendlich in Ihrem Falle in der Erziehung mit später vlt. sogar diversen somatischen Symptomen bzw. psychische Störungen entstehen können (nicht zwangsläufig müssen).

Auf Grundd er geringen Explorationsdaten kann ich es aus fachlicher Sicht kaum in meiner Antwort so gestalten, dass ich Ihnen mit einer abschliessende Diagnose bzw. Ursachen für das Verhalten Ihrer Tochter dienen kann. Jedoch kann es sich um eine Störung der Emotion und des Sozialverhaltens genauso handeln wie um eine emotionale Entwicklungs- und Wahrnehmungsstörung bzw. Aufmerksamkeitsstörung im Kindesalter (um hier nur ein Mal zwei eventuell in Frage kommende Diagnosen zu nennen).

Genauso verhält es sich mit den Ursachen, diese liegen zwischen einer eventuellen Geschwisterrevalität, bestehenden Trennungsängsten, kognitive/ emotionale Überforderung hin zu unverarbeitet unbewussten Konflikten und sind auch nur in Änsätzen vorliegend bzw. können auch nicht weiter exploriert werden.

 

Was können Sie tun?

 

Eine Möglichkeit ist die Hilfe über den Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes meist untergliedert in Kinder u. Jugendbereich und/ oder Erwachsenenbereich zu erhalten, denn dort sind speziell ausgebildete Psychologen vor Ort ggf. auch schnell einen Termin zu bekommen.

Sie haben, bedingt durch das Lebensalter Ihrer Tochter, noch das alleinige Mitsprachrecht und sollten dies auch nutzen. Hier ist jedoch immer die Voraussetzung, dass Ihre Tochter bereit ist sich helfen zu lassen (entsprechend des Lebensalters), zur Einsicht gelangt entsprechend des Alters, dass sich Ihr Verhalten verändern sollte und Sie dahingehend auch von Ihnen motiviert werden kann (auch begleitet und unterstützt).

 

Wichtig ist erst ein Mal aus meiner Sicht, die Ursachen fachlich adäquat diagnostisch abklären zu lassen. Denn irgendwoher müssen die Verhaltensauffälligkeiten/ Ängste und Problem ja herkommen. Jedoch muss man erst ein Mal konkret Wissen, worum es sich genau handelt (z.B. liegt schon eventuell eine psychische Störung vor oder nicht ect.) um dann entsprechende weiterführende Behandlungen durchführen zu können.

Sie können sich auch an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen für Kinder- und Jugendpsychotherapie) in Ihrer Nähe wenden und einen Termin ausmachen. Aus meiner Sicht eher im verhaltenstherapeutischen Therapiekontext. Die Kosten dafür werden im Regelfall von der Krankenkasse übernommen. Über die Krankenkasse erfahren Sie auch ohne Probleme welche Kollegen für eine psychotherapeutische Behandlung in Ihrem Umfeld hierfür in Frage kommen. Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut für verhaltenstherapeutische Psychotherapie im Bereich Kinder und Jugend wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. psychotherapeutische Ausbildung für Kinder und Jugend Verhaltenstherapie + entsprechendem Ort in Ihrer Nähe z.B. München) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren.

 

Es besteht für Sie auch die Möglichkeit sich einer Selbsthilfegruppe für Angehörige (Eltern) auch für z.B. "verhaltensauffällige" Kinder anzuschließen. Hierzu erfahren Sie mehr über Gruppen in Ihrer Nähe über so genannte Selbsthilfekontaktstellen und Ihre Krankenkasse. Natürlich können Sie sich auch im Internet bestimmten hierzu bestehenden Foren im Internet besuchen u.a. http://www.selbsthilfenetz.de/ , http://www.eltern.de/ , http://www.imedo.de/

 

Es ist wichtig, wenn Sie Ihrer Tochter weiter helfen wollen sich Informationen zu beschaffen und wenn Sie dies zu sehr belasten sollte, sich auch umgehend z.B. psychologische Hilfe zur Begleitung suchen. Dies kann auch über eine Erziehungsberatungsstelle in Ihrer Nähe geschehen und die Beratung ist hier in der Regel kostenlos und es gibt dort häufig sehr schnell einen Termin.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiter helfen und wünsche Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar(durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank