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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

mein junge ( 3jahre) macht mir schon lange sorgen, zufällig

Kundenfrage

mein junge ( 3jahre) macht mir schon lange sorgen, zufällig habe ich artikel über schizophrenie gelesen und musste feststellen, dass viele ca. 9 beeinträchtigungen mit seinem verhaltensmuster übereinstimmen. wie scheinbar üblich befindet er sich definitiv mehr in der negativsymptomatik. es liegt ein fall der apathie vor, der auch eindringlich und mit ergebnis untersucht wurde. mit dem wissen und einer erklärbaren ursache, stellt sich die frage wie man ein dreijähriges kind behandelt/therapiert?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage.

Zum Anfang meiner Ausführungen darf und muss ich Sie glaube auch beruhigen, aber es gibt keine schizophrene Erkrankung bei einem Kind mit dreiJahren zu diagnostizieren und dies wäre aus fachlicher Sicht auch nicht möglich (bzw. mir nicht bekannt aus der Fachliteratur). Natürlich und das ist nicht auszuschließen, kann ein beschriebenes Symptom (auch wegen meiner mit Ihren Worten Negativsymptomatik) schon übereinstimmen, da oft auf nicht so professionellen (vor allem Internetseiten) irgendetwas zusammengetragen und dargestellt wird.

Eher kommt es auch aus meiner praktischen Erfahrung häufig vor, das es sich bei schizophren ähnlichen Symptomen um ganz andere Krankheitsbilder einer psychologischen Erkrankung im Kindesalter handeln könnte. So ist eine Apathie vor allem bei Störungen des Sozialverhaltens und der Emotion bzw. bei bestimmten Autismusformen sowie auch bei diversen Angststörungen/ depressiven Störungen im Kindesalter typisch.

Mit Apathie bezeichnet man in der Psychologie (vornehmlich im Kindes- und Jugendbereich) auch eher die Teilnahmslosigkeit, Leidenschaftslosigkeit, mangelnde Erregbarkeit und Unempfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen und dies hat nun in erster Linie nicht gleich etwas mit Schizophrenie zu tun.

Wichtig ist erst ein Mal aus meiner Sicht, die Ursachen fachlich adäquat diagnostisch abklären zu lassen. Denn irgendwoher müssen die Verhaltensauffälligkeiten und beschriebene Probleme ja herkommen. Jedoch muss man erst ein Mal konkret Wissen, worum es sich genau handelt (z.B. liegt schon eventuell eine psychische Störung vor oder nicht ect.) um dann entsprechende weiterführende Behandlungen durchführen zu können. Bitte versuchen Sie nicht Selbst Mal diagnostisch tätig zu werden (denn oft ist dies auch ein Problem der mangelnden Objektivität) und lassen Sie eine solche Untersuchung auch nicht von einem Kinderarzt (Hausarzt) durchführen.

Sie können sich auch an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen für Kinder- und Jugendpsychotherapie bzw. Kinder- und Jugendpsychiater) in Ihrer Nähe wenden und einen Termin ausmachen. Aus meiner Sicht eher im verhaltenstherapeutischen Therapiekontext. Die Kosten dafür werden im Regelfall von der Krankenkasse übernommen. Über die Krankenkasse erfahren Sie auch ohne Probleme welche Kollegen für eine psychotherapeutische Behandlung in Ihrem Umfeld hierfür in Frage kommen. Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut für verhaltenstherapeutische Psychotherapie im Bereich Kinder und Jugend wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. psychotherapeutische Ausbildung für Kinder und Jugend Verhaltenstherapie + entsprechendem Ort in Ihrer Nähe z.B. München) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Kinder- und Jugendambulanz vereinbaren.

Es besteht für Sie auch die Möglichkeit sich einer Selbsthilfegruppe für Angehörige (Eltern) auch für z.B. "verhaltensauffällige" Kinder anzuschließen. Hierzu erfahren Sie mehr über Gruppen in Ihrer Nähe über sogenannte Selbsthilefkontaktstellen und Ihre Krankenkasse. Natürlich können Sie sich auch im Internet bestimmten hierzu bestehenden Foren im Internet besuchen u.a. http://www.schule-und-familie.de/, www.selbsthilfenetz.de/, www.eltern.de/, www.angstportal.de/Trennungsangst.de, http://www.imedo.de/

Es ist wichtig auch daran zu denken, wenn Sie Ihrem Sohn weiter helfen wollen sich fachlich korrekte Informationen zu beschaffen und wenn Sie dies zu sehr belasten sollte, sich auch umgehend z.B. psychologische Hilfe zur Begleitung suchen. Dies kann auch über eine Erziehungsberatungsstelle in Ihrer Nähe geschehen und die Beratung ist hier in der Regel kostenlos und es gibt dort häufig sehr schnell einen Termin.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiter helfen und wünsche Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar(durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank