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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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hallo ich bin 31 jahre habe schizophrenie und depressionen

Kundenfrage

hallo ich bin 31 jahre habe schizophrenie und depressionen und ich frage mich jetzt ob ich unter pathologischen trennungsängsten meiner mutter gegenüber leide
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage.

Wie Ihnen geht es auch anderen Betroffenen die an einer schizophrenen Erkrankung leiden und erst ein Mal eine richtige Schizophreniediagnose erhalten sollten um somit eine fachgerechte psychiatrische Behandlung zu erhalten. Das heisst erst ein mal herauszufinden, handelt es sich überhaupt um eine Schizophrenie?
Anhand der beschriebenen Symptomatik, kann man deutlich eine im Rahmen der Schizophrenie erkennbare Tendenz hin zu emotionalen Primärsymptomen erkennen. Nämlich zum einen die von Ihnen beschriebene depressive Reaktion sowie die Angstsymptomatik, beides beschreibt emotionale Grundzustände. Bei Ihne ganz stark ausgeprägt die Angst um Ihre Mutter.

Um jedoch von einer möglichen schizoaffektiven Störung sprechen zu können (unterwscheidet sich von einer reinen Schizophrenieform nämlich), muss neben dem Vorliegen einer affektiven Störung (können ggf. auch Angstsymptome sein, müssen nicht nur bipolare Symptome sein) eines der folgenden Kriterien während derselben Störungsepisode erfüllt sein und darf nicht durch eine organische Krankheit oder psychotrope Substanzen (z.B. Drogen, Alkohol) bedingt sein (ICD-10 Kriterien für F25.0 eine schizoaffektive Störung sind unter anderem.

  1. Ich-Störungen, wie z.B. Gedankenlautwerden, Gedankeneingebung, Gedankenentzug, Gedankenausbreitung
  2. Kontrollwahn, Beeinflussungswahn, Gefühl des Gemachten
  3. kommentierende oder dialogisierende Stimmen
  4. anhaltender, kulturell unangemessener, bizarrer und völlig unrealistischer Wahn (nicht nur Größen- oder Verfolgungswahn)
  5. Danebenreden, zerfahrene Sprache, Neologismen
  6. katatone Symptome (Haltungsstereotypien, wächserne Biegsamkeit oder Negativismus)

Die Abgrenzung zur Schizophrenie, die fast immer auch mit affektiven Symptomen einhergeht, besteht im deutlich geringeren Auftreten von „Negativsymptomen" wie Störungen des Denkens, der Sprache, der Konzentration, der Selbstorganisation etc. Man unterscheidet also die schizophrene Störung und die schizoaffektive Störung anhand der Beeinträchtigung der kognitiven Leistungsfähigkeit.

 

Da Sie, wie Sie ganz ehrlich schreiben, schon wieder einen Schub haben, sollten Sie sich umgehend in die Wiederbehandlung eines Psychiaters begeben, ggf. die Medikation muss verändert werden bzw. lassen sich umgehend in ein psychiatrisches Fachkrankenhaus einweisen, bevor die negative Symptomatik noch schlimmer wird. Hier kann Ihnne mit den richtigen Medikamenten sehr gut geholfen werden.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiter helfen und wünsche Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar(durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

 

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