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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Hallo nach ettlichen Monaten nach meiner Wirbelsäulen OP

Kundenfrage

Hallo

nach ettlichen Monaten nach meiner Wirbelsäulen OP HWS, körperlich relativ guter Erholung, fühle ich mich trotzdem wie an die Wand gefahren, antriebslos, mein Mut verlässt mich ständig und Arbeit finde ich auch nicht mehr - was verheerend ist als einstig Selbständige Künstlerin, Trainerin, optimistisch und Weltbewandert - nun recht entmutigt gen Zukunft zu blicken... ich weiss nicht wo ich ansetzen, was ich tun soll - was mir fehlt oder wie ich mich wieder sortiert, vor allem stabil bekomm - ich bin emotional extrem empfindlich und mir selbst zu sprunghaft, und auch pessimistisch - ich fühle mich auch überfordert, irgendeinen Termin einzuhalten, vor allem morgens verschlaf ich alles... ich weiss nicht weiter und wo ansetzen - welchen Rat können SIe mir geben? (weiblich, 39, eigenetlich Künstlerin & kreative Trainerin, derzeitig Jobcenter - kein Job klappt)
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage.

Aus meiner praktischen Erfahrung heraus weiss ich, dass es häufig nach größeren Belastungen (dies kann wie bei Ihnen eine OP sein, jedoch auch massive berufliche Umstellungen, Trennungen bzw. sogar Verlusten) zu Fehlanpassungen an die neue Lebenssituation kommen kann. Man nennt diese bekannte psychische Störung darum auch Anpassungsstörung und in diesem Zusammenhang treten sehr häufig psychische Begleitsymptome auf die z.B. wie bei Ihnen eher depressiver Natur sein können. Dieses Diagnosebild finden Sie auch unter anderem im ICD 10 Klassifikationssystem z.B. unter F43.21. So z.B. die Stimmungsschwankungen, Morgenschläfrigkeit, Antriebslosigkeit, Hoffnungslosigkeit (Pessimismus), Interessenlosigkeit, Verlust des Selbstwertgefühls, Libidoverlust, Neigung zum häufigen Weinen und dem Gefühl der Traurigkeit u.a sind hier typische Merkmale. Dies kommt zu Stande, da sich das psychische System sich mit den neuen Lebensumständen überfordert sieht und diesen Konflikt durch für Sie "wahrnehmbare und spürbare" Reaktionen zeigt. Wesentlich ist jedoch bei Ihnen auch an die tasache zu denken, dass viele Mittel die auch nach schweren Operationen gegeben werden sogar sehr häufig depressionsähnliche Symptome hervorrufen können, jedoch darauf durch den behandelnden Arzt kaum hingewiesen wird. Dies könnte vlt. auch eine Ursache mit dafür sein, dass es Ihnen psychisch nicht so gut geht. Hierzu wäre eine erneute Klärung unter Umständen mit den Arzt notwendig. Aber auf der anderen Seite wäre eine dringende psychiatrisch/ psychologische Diagnostik unbedingt zu empfehlen, um dann auf Grund der Ergenisse entsprechende medikamentöse begleitende und psychotherpeutische Behandlungsmaßnahmen einleiten zu können (so es erforderlich ist). Nur so können Sie auch Klarheit bekommen, was Ihnen auch wirklich fehlt und können etwas verändern.

Sie können sich auch an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen) z.T. auch Psychiater mit einer Zusatzqualifikation für tiefenpsychologisch/ psychoanalytische oder verhaltenstherapeutische Therapie in Ihrer Nähe wenden und einen Termin ausmachen. Die Kosten dafür werden im Regelfall von der Krankenkasse übernommen. Über die Krankenkasse erfahren Sie auch ohne Probleme welche Kollegen für eine Diagnostik (Abklärung um welche Form es sich genau handelt im Rahmen der Störung und Symptomatik oder auch nicht angemerkt) psychotherapeutische Behandlung in Ihrem Wohnumfeld hierfür in Frage kommen.
Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller,
sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut
wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. "tiefenpsychologisch/
analytische oder verhaltenstherapeutische Ausbildung + Ort z.B. München usw.) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen Ambulanz vereinbaren und dort vorstellig werden.

Leider ist es mir auch fachlich nicht möglich, auf Grund der sehr dünnen Explorationsgrundlage Ihnen weiterführende "Ratschläge" bzw. "Verhaltensanweisungen" zu geben. Ich hoffe, dafür haben Sie Verständnis.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiter helfen und wünsche Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute.

 

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank