So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an diplompsychologe.
diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
57334328
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Psychologie hier ein
diplompsychologe ist jetzt online.

Bin ein chronischer Angst und Panikpatient, der aus diesen

Kundenfrage

Bin ein chronischer Angst und Panikpatient, der aus diesen Gründen frühberentet ist. War jetzt zehn Jahre lang alleine und lernte plötzlich eine Frau kennen. Haben uns beide sehr in's Herz geschloßen. Diese Situation aber versetzt mich in große Konflikte und massive Angst vor Nähe, Bindung und Enttäuschung. War Isolation gewöhnt und bin jetzt etwas überfordert. Psychopharmaka kommen nicht in Frage. Habe Beziehung schon zweimal beendet, in der Hoffnung im alten Trott weiter zu machen und mich beruhigen zu können. Funktioniert aber nicht mehr, da zu viel Gefühl für diese Frau. Ein echtes Dilemma. Muß ich durch diese massive Angst und Panik jetzt durch? Möchte nicht kleinbei geben, da Angst ohnehin mein ganzes Leben diktierte. Problem tauchte immer auf, wenn sich etwas anbahnte. Möchte nun nicht mehr ausweichen und vermeiden, sonst bleibe ich den rest des Lebens alleine.


Th. X. Alter 49

Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.

Ich verstehe Ihr Problem, jedoch kann ich nicht ganz nachvollziehen inwiefern Sie Psychopharmaka ablehnen, wenn Sie doch schon Tavor einnehmen, welches zur Gruppe der Benzodiazepine gehört und speziell auch gerade bei Angst und Panikstörungen zum Einsatz kommt. Ich würde Ihnen empfehlen auf Grund der von Ihnen geschilderten Symptome zuerst eine diagnostische Abklärung beim Hausarzt, um den Hintergrund einer körperlichen Erkrankung auszuschließen, zu veranlassen. Angst ist eigentlich ein alltägliches Phänomen, sie hat eine wichtige Warnfunktion und erhöht die Aufmerksamkeit und Handlungsbereitschaft. Sie tritt jedoch nicht isoliert auf, sondern auch als Begleitsymptom verschiedener psychischen Krankheiten. Darum ist eine Abgrenzung zwischen der alltäglichen und der kranken Angst so wichtig. Ursachen für das Entstehen von krankhaften Ängsten können erlerntes Verhalten, biologische Faktoren und auch (tiefenpsychologisch erklärt) sich widerstrebende Regungen und Strebungen im inneren Gleichgewicht zu halten misslingt insbesondere beim Auftreten von überfordernden Situationen, z.B. Verlusterlebnissen und einem damit verbundenen Rückfall in kindliche Verarbeitungs- und Verhaltensmuster. Angst und Panikstörungen verlaufen meist chronisch, die Beschwerden treten wellenförmig auf, d.h. auch beschwerdefreie Intervalle sind möglich. Mit zunehmendem Alter mildern sich die Symptome ab. Allerdings bestehen in vielen Fällen zusätzlich weitere psychische Störungen besonders Depression, und Alkohol und Medikamentenabhängigkeit. Sie sehen auch wenn der genaue Auslöser nicht bekannt ist oder Sie sich im Moment auch nicht daran erinnern können, ist es doch wichtig die Symptome ernst zu nehmen , da eine chronische Entwicklung nicht auszuschließen ist . Wichtig jedoch wäre noch einmal eine tiefgreifende und fachlich korrekte Diagnostik bei einem Psychiater oder Dipl.- Psychologen (bei letzterem durch unterstützende Testdiagnostik), da es sich bei Ihrer geschilderten Problematik auch um andere Störungsbilder handeln könnte. So z.B. um eine ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung, einer Angststörung auf Grund von Trennungsängsten, Bindungsstörung usw. Relativ sichere Anzeichen für Bindungsangst sind bspw. häufige Rückzüge, besonders nach sehr großer Nähe, das kann auch in Form einer Verweigerung von Kommunikation sein, Gefühle werden so gut wie nicht gezeigt und es fällt auch schwer darüber zu reden, Normen und Werte werden idealisiert und hohe Ansprüche gestellt, sehr ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis mit Arroganz oder totaler Unsicherheit, Planung einer gemeinsamen Zukunft nur unverbindlich. Hilfreich ist hier eine psychoanalytische/ tiefenpsychologische Therapiemethode. Wichtig ist nur, dass Sie sich darauf "Einlassen" können und bereit sind sich zu öffnen für unbewusste, schon längst vergessen geglaubte Erinnerungen (auch wenn diese schmerzlich für Sie sein könnten, sich daran zu erinnern) und dann werden Sie die Linderung Ihrer Symptomatik sicherlich beobachten können.

Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren und dort vorstellig werden.

Ich hoffe ich konnte Ihnen in der Kürze der Ausführung etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank