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diplompsychologe
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Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Gutten Tag,meine Frage betrifft meine Stieftochter.Sie ist

Kundenfrage

Gutten Tag,
meine Frage betrifft meine Stieftochter.Sie ist 31.Seit einem Jahr hat sie ihr Studium mit Diploma "Con lauda" abgeschlossen. In der Zeitraum nach ihren Abitur (11 Jahre) hat sie das Studium für 3-4 jahre abgebrochen.Wir haben zufälig das erfahren und uns "zufrieden" gestellt mit einer Erklärung, dass ihr Geld fällte irgendwelche Gebühren zu bezahlen. Sie erzällt Keiner was von ihren Leben, 3 Geschwiester wissen auch nicht WAS hat sie in der Zeit gemacht. Sie hatte ein Mini-job (in der Spielhalle),sonst sitzt sie in ihren Zimmer, die übrigens total vergammelt ist. Seit 5-6 jahre hat sie ihre Freunde abgeschaft. Seit halbes Jahr hat ein Job gefunden: on-line, auch von Zuhause, keine Betailigung in Haushalt, Kosten, vermeidet Kontakt mit uns.Was sollen wir machen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin

Vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.

Ich verstehe Ihr Problem und das Sie sich Sorgen machen. Hinter dem sozialen Rückzug und dem nicht gewillt sein auf eigenen Füßen zu stehen kann sich eine psychische Störung verbergen. Normalerweise bestehen im Alter von 31 Jahren schon sehr konkrete Zukunftsplanungen und auch der Wunsch nach einer eigenen Familiengründung. Ich kann hier nur eine Hypothese aufstellen was Ihre Stieftochter betrifft, es könnte sein das sich aus einem anfänglichen Burnout durch den Stress des Studiums nun eine Depression ausgebildet hat, die auch deutlich wird das Sie kein Interesse daran zeigt soziale Kontakte zu pflegen oder Ihr persönliches Umfeld ( Wohnung ) usw. freundlich zu gestalten.

Ich würde Ihnen empfehlen Ihre Stieftochter zu motivieren sich Ihrem Hausarzt anzuvertrauen um eine organische Erkrankung als Hintergrund der Störung auszuschließen. Anschließend ist zu empfehlen das Sie sich bei einem Psychiater vorstellt, dieser kann auch, entsprechend der psychischen Störung hilfreiche Medikamente verschreiben um ihr erst einmal zu helfen aus diesem Tief herauszukommen. Jedoch ist dies natürlich kein Dauerzustand und die Behandlung mit Antidepressiva ist nur ein Therapiepfeiler bei der Behandlung von Depressionen. (Zwei weitere sind psychotherapeutische und sozialpsychiatrische Verfahren je nach den speziellen Gegebenheiten der depressiven Störung).Sie können sich dazu auch an eine nahegelegene psychotherapeutische/psychiatrische Fachklinik wenden (an Unikliniken) und um eine Notaufnahme(Behandlung)bitten, um dort viel schneller als bei den niedergelassenen Kolleginnen oder Kollegen einen Termin zu bekommen. Auch psychotherapeutische Ausbildungsinstitute vergeben Termine zur Diagnostik. Zur Ermittlung des Schweregrades einer Depression werden z.B: auch spezielle Tests wie z.B. der BDI (Becks Depression Inventory) oder der HAMD(Hamilton- Depression- Scale) herangezogen. Eine weitere therapeutische Maßnahme zur Behandlung der Depression ist eine Schlafentzugstherapie, Lichttherapie auch Ergotherapie wird bspw. bei stationären Patienten in der Klinik eingesetzt um neue Ressourcen kennenzulernen und positiv zu nutzen. Auch die Ausarbeitung einer Tagesstrukturierung durch sinnvolle, aktivierende und nicht überfordernde Aktivitäten wirkt sich positiv aus. Entscheidend ist auch immer der diagnostizierte Schweregrad der Depression, die Bedingungen im sozialen Umfeld des Erkrankten (z.B. sind auch häufig belastende Lebensereignisse Auslöser der Depression); Chronobiologische Faktoren ( hier z.B: Störungen im biologischen Rhythmus das Auftreten der Depression zu bestimmten Jahreszeiten ( Herbst/Winterdepression) oder durch Schichtarbeit bedingt weil gestörter Schlaf/WachRhytmus); körperliche Erkrankungen oder Medikament können ebenfalls Auslöser sein .

Sollte Ihre Stieftochter nicht zu motivieren sein, bleibt Ihnen noch die Möglichkeit sich an den sozialpsychiatrischen Dienst zu wenden, dieser ist meist bei den Gesundheitsämtern zu finden und dort die Situation schildern. Dieser wird dann auch tätig und überprüft ob Handlungsbedarf in Form einer Behandlung auch gegen den Willen Ihrer Stieftochter wegen z.B. Eigengefährdung besteht.

Ich hoffe ich konnte Ihnen in der Kürze der Ausführung etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank