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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Mein Mann hat sich infolge seiner Boderline - Pers nlichkeitsst rung

Kundenfrage

Mein Mann hat sich infolge seiner Boderline - Persönlichkeitsstörung vor einer Woche das Leben genommen. Ich habe die Krankheitsdiagnose ( Krankheitsbild ) heute erst durch seinen Hausarzt mitgeteilt bekommen. Ich leide massiv unter der Eingruppierung seiner beiden Persönlichkeiten und weiss noch nicht wie ich mir selbst nun in der eigentlichen Trauerzeit begegnet soll, da er mich einerseits extrem quälte, anderseits liebevoll und führsorglich war.

Er zeigte immer dann wenn es mir schlecht ging sodann eine führsorgliche Seite. Ging es mir besser, sorgte er wieder dafür Stress bis massiven Schlafendzug mir beizufügen um mich sodann wiederum liebevoll zu umsorgen.

Dabei zigte er eine mütterliche Pflegeliebe aber auch da keine partnerschaftliche Nähe.
Ich habe trotz dessen Schuldgefühle, da er nunmehr immerhin tot ist und ich in der Stunde seines Todes einfach erschöpft einschlief und mich in der Stunde seiner Selbsttötung auch noch mobil versucht hat zu erreichen, mir auf Band Hilfe und Flehbitte aufspruch und ich nunmal einfach geschlafen habe, somit nichts von seinen Bitten mitbekommen habe. Daher habe ich ein schlechtes Gewissen. Obschon dieser Zerfleischungen und nunmehr mir erarbeitenden Erkenntnisse, geht es mir wirklich nicht gut sodass auch ich zwischen Trauer und Willenlosigkeit, Erschlagenheit aber auf der anderen Seite mit einem Weg des Umgangs mich an Sie wende um einfach Stück für Stück mir " ihn " aber nunmehr auch mich zu erarbeiten.

Wie geh ich damit um, ist er doch immerhin tot?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage.

Ihr Leid und auch Ihren Schmerz kann ich verstehen und aus meiner praktischen Erfahrung heraus, kann es sich bei Ihnen auf Grund der geschilderten Ereignisse (Erlebnisse) um eine akute Belastungsstörung handeln, die nicht ausreichender Behandlung zu einer posttraumatischen Belastungsstörung werden kann. Sie zeigen sich deutliche Anzeichen von depressiven Reaktionen, geben sich Selbst die Schuld und sind kaum adäquat in der Lage sich mit dem Erlebten auseianderzusetzen. Hierbei brauchen Sie weit mehr als nur, was dennoch sehr hilfreich ist keine Frage, professionelle Hilfe. Auf der einen Seite erst ein Mal psychiatrische HIlfe um die negativen Begleitsymptome in den Griff zu bekommen z.B. das ständige sich Gedanken machen, die Sie fast erdrückenden Schuldgefühle usw. Des Weiteren benötigen Sie umgehende psychotherapeutische Hilfe um alles was mit Ihrer Beziehung und dem Suizid Ihres Mannes zu tun hat aufzuarbeiten. Denn die Wundern der Vergangenheit können vlt. vernarben, aber heilen können Sie nicht ohne fachlich kompetente Hilfe.

Sie können sich an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen) mit einer Zusatzqualifikation für tiefenpsychologisch/ psychoanalytische Therapie oder psychosomatische Medizin in Ihrer Nähe wenden und einen Termin ausmachen. Die Kosten dafür werden im Regelfall von der Krankenkasse übernommen. Über die Krankenkasse erfahren Sie auch ohne Probleme welche Kollegen für eine Diagnostik (Abklärung um welche Form der psychischen Störung beser psychischen Symptomatik es sich genau handelt, denn es gibt dort noch unzählige Beschwerdebilder die noch in Frage kommen könnten) psychotherapeutische Behandlung in Ihrem Wohnumfeld hierfür in Frage kommen. Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. "tiefenpsychologisch/ analytische Ausbildung + Ort z.B. Berlin, München, Köln ect.) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen Ambulanz vereinbaren und dort vorstellig werden.

Bitte denken Sie daran, diese beschriebene Symptomatik kann viele Ursachen haben, diese können sehr weit zurückliegen, aber es liegt alleine an Ihnen genügend Mut zu finden das genau heraus zu finden um sich dann damit auseinander setzen zu können und lassen Sie nicht unendlich viel Zeit mit der Entscheidung fachliche Hilfe anzunehmen verstreichen.

Ich hoffe, mit meinen Ausführungen konnte ich Ihnen weiter helfen und wünsche Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar(durch Klick auf den Button Akzeptieren) anzuweisen. Vielen Dank