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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
57334328
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diplompsychologe ist jetzt online.

Guten Morgen, ich wei nicht mehr wie es weiter gehen soll

Kundenfrage

Guten Morgen,

ich weiß nicht mehr wie es weiter gehen soll ich bin 31 Jahre alt und habe die Vermutung das ich unter Burn Out leide.
Ich war ein sehr lebensbejahender fröhlicher Mensch, ich habe 2004 geheiratet nach der Hochzeit hat sich herausgestellt das mein Mann Asexuell ist und starke Depressionen hat
ich habe jahrelang versucht ihn dazu zu bewegen zum Arzt zu gehen aber vielleicht aus Angst oder Antriebslosigkeit ist es mir egal wie nicht gelungen. Aus Liebe wollte ich meine Ehe nicht einfach so aufgeben und habe mit allen Mitteln gekämpft. Jetzt sind wir getrennt sind aber sehr eng befreundet sehen uns wann immer es möglich ist fast täglich.
Ich habe eine neue Beziehung wir drei sind seit Jahren unzertrennlich. Es ist der beste Freund von meinem Ex Mann geworden. Das ist auch alles soweit gut nur mein jetziger Partner hat mich auch sehr viel Kraft gekostet da er gelogen hat er war jahrelang bei den Zeugen Jehovas ist dort rein geboren worden und hatte Probleme sich zurecht zu finden.Mittlerweile ist es viel besser geworden dazu kommt noch das er an Narkolepsie leidet was ein zusammenleben natürlich auch nicht leicht macht.
Und jetzt sieht es so aus das ich ständig gereizt bin Angstzustände habe mich alleine fühle keine freunde mehr sehen will meine Hobbys habe ich auch aufgegeben.
Ich will nur noch Ruhe sitze nur noch vor dem Rechner ich will nichts mehr hören aber auf der anderen Seite will ich geliebt werden aber wenn mein Partner sich dann kümmert wird es mir zuviel ich ich will wieder alleine sein.
Ich brauche dringend einen Ratschlag
Mit Freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 6 Jahren.


Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die
offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.



Ich verstehe Ihr Problem und es ist durchaus nicht
auszuschließen, dass Sie nach all dem bisher Erlebten durchaus ein Burnout
ausgebildet haben, jedoch würde ich eher
eine Depression vermuten.



Ich würde Ihnen empfehlen vorerst eine Abklärung bei
Ihrem Hausarzt zu veranlassen um eine organische Erkrankung als Hintergrund der
Störung auszuschließen. Desweiteren ist eine Vorstellung bei einem Facharzt für Psychiatrie empfehlenswert, denn
dieser darf auch pharmakologisch
behandeln. Durch die doch erheblichen emotionalen Belastungen sollte eine
genaue Abgrenzung zwischen Burnout und Depression erfolgen. Man kann zwar mit Hilfe einer
hypothetischen Frage: „ Was würden Sie tun, wenn Sie nicht derart erschöpft
werden" versuchen zwischen Burnout (dieser hat darauf klare Ideen) und Depression zu unterscheiden,
jedoch bietet dies keine
diagnosespezifische Differenzierung,
gibt lediglich Auskunft über den Schweregrad
des Zustandes. Es gibt z.B
Burnouts die nicht das Ausmaß
einer Depression erreichen, aber nach fortschreiten des Burnouts kommt es zu
einer Erschöpfungsdepression.



Nach
erfolgter Diagnose beim Psychiater helfen Ihnen die Antidepressiva erst einmal
wieder aus diesem tiefen seelischen Loch herauszukommen, danach sollte aber auf
jeden Fall auch eine psychotherapeutische Behandlung aufgenommen werden , denn es ist natürlich
kein Dauerzustand und die Behandlung mit Antidepressiva ist nur ein
Therapiepfeiler bei der Behandlung von Depressionen. (Zwei weitere sind
Psychotherapeutische und sozialpsychiatrische Verfahren je nach den speziellen
Gegebenheiten der depressiven Störung). Sie haben auch die Möglichkeit sich an eine nahegelegene
psychotherapeutische/ psychiatrische ambulante Fachklinik zu wenden (meist auch
an Unikliniken) und um eine Notaufnahme (Behandlung) bitten und um dort viel
schneller als bei den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen einen Termin zu
bekommen. Es besteht auch für Sie die
Möglichkeit sich an ein psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut zu wenden um
dort ein Behandlungstermin (Termin zur Diagnostik) zu bekommen. Die Krankenkassen
tragen in der Regel auch die Kosten.



Vielleicht ist es für Sie auch hilfreich sich einer Selbsthilfegruppe für
depressiv Erkrankte anzuschließen, denn der Austausch mit anderen Betroffenen
kann sehr hilfreich sein um weitere Informationen über die Krankheit einholen
zu können und auch bessere Bewältigungsmöglichkeiten zu erlernen





http://www.ipsis.de/adressen/adressselbsthilfe.htm







http://www.kompetenznetz-depression.de/





http://www.burnout.net/infoline/index.html



Viele depressive Episoden sind auch durch eine
aktuelle Belastungssituation ausgelöst, so dass es sinnvoll ist, darüber
nachzudenken ob nicht auch eine stationäre Behandlung in einer
psychosomatsichen oder psychiatrischen Klinik für Sie in Betracht kommen würde.





Ich hoffe ich konnte Ihnen in der Kürze der Ausführung helfen und wünsche
Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute





Mit freundlichen Grüßen





Die Ausführungen und
Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende
psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell
Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen
sowie Konflikten.





Ich möchte Sie bitten,
so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt
hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button
"Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank