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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

wann enden Depressionen habe seit ca. 25 jahren mit immer

Kundenfrage

wann enden Depressionen? habe seit ca. 25 jahren mit immer wiederkehrenden schlimmen
phasen zu tun, dazu angst- u. panikstörungen.
nehme z.Zt. valdoxan abends 50mg und morgens 50mg sertralin, zwischendurch bei bedarf 25mg melperon
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu geben.

Ich verstehe Ihr Problem, depressive Störungen stehen im Hinblick auf Dauer und Schwere der Beeinträchtigungen weltweit an vorderster Stellen. Sie kommen häufig als komorbide Störung mit anderen psychischen und psychosomatischen Symptombildungen, aber auch bei einem großen Spektrum von somatischen Störungsbildern vor. Zum Verlauf und Prognose depressiver neurotischer Störungen ist aufzuführen, dass sie in allen Lebensaltern beginnen können und einen chronisch –intermittierenden Verlauf haben, der nur anfänglich im vom psychosozialen Kontext, aber im weiteren Verlauf immer mehr von innerseelischen Faktoren bestimmt wird. Das heißt hinsichtlich der Prognose gibt es große Unterschiede die insbesondere auch durch soziale Folgen und dem weiter vorhandenen Problemen im Umfeld bestimmt werden. Sie schreiben. Sie haben seit 25 Jahren diese Beschwerden, verbunden mit Angst und Panikstörungen. haben vor kurzem eine Alkoholkrankheit erfolgreich bekämpft und sind auch sehr motiviert selbstständig Entspannungsverfahren anzuwenden. Wie lange eine Depression im Einzelfall anhält kann so nicht genau bestimmt werden, man geht bei den meisten depressiven Episoden von einer vollständigen Zurückbildung aus, wobei die einzelne depressive Episode unterschiedlich lang andauern kann, z.B. Wochen bis Monate. Bei 10 Prozent der Fälle kann eine depressive Episode aber auch zwei Jahre oder länger andauern. Generell ist die Prognose bezüglich einzelner depressiver Episoden gut und es besteht Hoffnung das jede depressive Episode in absehbarer Zeit beendet ist, aber auch hier bestehen bei ca. 10 Prozent der Erkrankungen- vor allem bei älteren Patienten – auch die Möglichkeiten eines chronischen Verlaufs.

Ich würde Ihnen empfehlen sich nochmal an Ihren Facharzt für Psychiatrie zu wenden und eventuell noch einmal die Einstellung der Medikamente überprüfen zu lassen, auch ist es hilfreich erneut eine psychotherapeutische Behandlung aufzunehmen. Gesprächs/Verhaltenstherapie sind die am häufigsten eingesetzten, aber vielleicht ist bei Ihnen eine tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie, auch im Rückblick auf die zurückliegende Suchterkrankung, indiziert. Es kann hilfreich sein, psychodynamische Konflikte in einer intensiven Psychotherapie aufzuarbeiten. Auch die Hypnotherapie nach Erickson ist eine Alternative. Hier wird der Patient in der Trance aufgefordert sich an angenehme Ereignisse zu erinnern. Fällt ihm dies schwer, kann er auch dazu aufgefordert werden sich andere Personen vorzustellen, denen es gut geht und er wird dabei begleitet sich in diese hineinzuversetzen. Beide Vorgehensweisen zeigen dem Patienten positive Gefühlszustände auf und lassen das während der Trance Erlebte zu einer Erfahrung werden. Da ein depressiver Mensch sich auch oft nicht in der Lage sieht, sich positive Situationen auch nur vorzustellen, führt dies zu der Einsicht, dass trotz der Depression die Fähigkeit , positive Gefühle zu haben nicht komplett weg ist ,sonder durch die Depression nur blockiert wird. Weitere therapeutische Maßnahmen sind Schlafentzugstherapie, Lichttherapie Elektrokonvulsionstherapie (EKT); Ergotherapie und ganz wichtig eine ausgearbeitete Tagesstruktur. Also bitte geben Sie die Hoffnung auf Besserung nicht auf, Sie haben jetzt auch schon so viel erreicht durch die Bekämpfung Ihrer Suchterkrankung und auch mit weitere professioneller Hilfe in Form der aufgezählten weiteren Therapiemöglichkeiten wird auch im Rahmen der Depression eine Besserung erfolgen.

Sie können sich auch einer Selbsthilfegruppe für depressiv Erkrankte anschließen und durch den Kontakt und Austausch mit anderen Mitgliedern weitere Möglichkeiten und Informationen zur Bewältigung der Depression einholen. Vielleicht sind folgende Internetseiten für Sie hilfreich:

http://www.depressionen-depression.net/

http://www.ipsis.de/adressen/adressselbsthilfe.htm

Ich hoffe ich konnte Ihnen etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank