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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Mein Sohn 4 1/2 hat Panik vor der Toilette. Er pinkelt in

Kundenfrage

Mein Sohn 4 1/2 hat Panik vor der Toilette.
Er pinkelt in den Topf oder im Sommer an den Busch, großes Geschäft und Nachts noch in die Windel.
Er hält sein Geschäft so lange bis er die Windel bekommt oder in einen Topf machen kann
Laut seiner Aussage, hat er Angst vor dem Loch auf der Toilette und daß das "Geschäft" sofort weg ist im Wasser im Loch!?
Er weiß, daß er auf die Toilette früher oder später gehen muß aber noch hat er richtig Panik davor. Wir glauben, es kann sein, daß er als ca. 1 1/2 jähriger einmal einen Schnuller in der Toilette weggespült hat. Wie kann man ihn davon überzeugen, daß er auf die Toilette gehen muß?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre offene und vertrauensvolle Fragestellung.

Ihre Sorgen kann ich verstehen und Ihr Sohn kann wohl sich zurecht glücklich Schätzen, dass Sie eine Mutter bzw. Eltern hat die sich auch im Alter von 4,5 Jahren Gedanken machen und Ihren Sohn son intensiv begleiteten. Leider ist es nicht immer so und leichtfertig werden diverse Ängste mit vorübergehender Verhaltensauffälligkeiten erklärt ohne dabei zu bedenken, dass daraus weitreichende Schwierigkeiten auch letztendlich Schulprobleme (in Ihrem Falle Kindergartenprobleme mit diversen somatischen/ psychischen Auffälligkeitssymptomen) wie z.B. eine Entwicklungsstörung oder Angststörung im Kindesalter entstehen kann (nicht zwangsläufig muss).

Es gibt unterschiedliche Ursachen, die für eine eventuelle von Ihnne beschriebene Angst bei Ihrem Sohn in Frage kommen könnte, zum Einen wäre es eine traumatische Verlustsituation (Schnuller) die in keinster Weise psychisch verarbeitet wurde und zu traumaähnlichen Reaktionen (Verhalten) führte in Form eines Verlustes der jedes Mal durch den Besuch der Toilette aufs neue durch eine "Retraumatisierung" stattfindet. Des Weiteren können zum Zweiten auch diverse unbewusste Verlust- und Trennungsängste für das Verhalten Ihres Sohnes in Frage kommen und halt da bei jedem Kind unterschiedlich durch dieses Angstverhalten sich bei Ihrem Sohn so äußern. Aber auch andere Ursachen für das VErhalten Ihres Sohnes können hier in Frage kommen.

Wesentlich aus meiner fachlichen Sicht ist hier aber eine dringende Kinder- und Jugendpsychiatrische bzw. Kinder- und Jugendpsychologische Abklärung der Hintergrundproblematik und der sich daraus ergebenen Behandlungsschritte, die Sie auch nicht wie vlt. beabsichtigt alleine mit Ihrem Sohn gehen müssen, sondern dort fachlich fundierte Hilfe erfahren. Hier erfahren Sie auch genau, worum es sich auch genau handelt.

Sie können sich auch an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen für Kinder- und Jugendpsychotherapie) in Ihrer Nähe wenden und einen Termin ausmachen. Aus meiner Sicht eher im verhaltenstherapeutischen Therapiekontext (hier erlernt Ihr Sohn spielerisch und ohne Druck durch Trainingsprogramme speziell für Kinder sein Verhalten beim Toilettenbesuch zu verändern). Die Kosten dafür werden im Regelfall von der Krankenkasse übernommen. Über die Krankenkasse erfahren Sie auch ohne Probleme welche Kollegen für eine psychotherapeutische Behandlung in Ihrem Umfeld hierfür in Frage kommen. Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut für verhaltenstherapeutische Psychotherapie im Bereich Kinder und Jugend wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. psychotherapeutische Ausbildung für Kinder und Jugend Verhaltenstherapie + entsprechendem Ort in Ihrer Nähe z.B. München, Berlin, Köln usw.) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren.

Es besteht für Sie auch die Möglichkeit sich einer Selbsthilfegruppe für Angehörige (Eltern) auch für z.B. verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche anzuschließen. Hierzu erfahren Sie mehr über Gruppen in Ihrer Nähe über sogenannte Selbsthilefkontaktstellen und Ihre Krankenkasse. Natürlich können Sie sich auch im Internet bestimmten hierzu bestehenden Foren im Internet besuchen u.a. http://www.schule-und-familie.de/, www.selbsthilfenetz.de/, www.eltern.de/, www.angstportal.de/Trennungsangst.de, http://www.imedo.de/

Es ist wichtig, wenn Sie Ihrem Sohn weiter helfen wollen sich Informationen zu beschaffen und wenn Sie diese Situation zu sehr belasten sollte (auch wegen der Gefühle von Hilflosigkeit usw.), sich auch umgehend z.B. psychologische Hilfe zur Begleitung suchen. Dies kann auch über eine Erziehungsberatungsstelle in Ihrer Nähe geschehen und die Beratung ist hier in der Regel kostenlos und es gibt dort häufig sehr schnell einen Termin.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiter helfen und wünsche Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar(durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

 

 

 

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