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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

bin 53jahre alt und habe eltern die bis heute behaupten sie

Kundenfrage

bin 53jahre alt und habe eltern die bis heute behaupten sie hätten alles für mich gtan.ich aber erzähle vollkommen anderes.als kind und noch bis40riss ich mir die haare aus.ab und zu erinnere ich etwas,z.b. große angst vor meinem vater ,der meiner mutter gegenüber sehr brutal war.ich war als kind sehr von sexualität beherrscht-weiß nichts habe das ,was es auslöste,strikt vergessen .meine cousine berichtete mir letzte woche von derartigem verhalten,wonach sie angehalten wurde mit mir weniger zu spielen.ich leide darunter,dass ich so schlimmes sage über meine eltern,die soviel für uns tun.mein vater ist despotisch veranlagt und duldet keine kritik an sich und bezichtigt mich der schamlosen luge,da ich meine er hätte mich als kind mißbraucht.wie komme ich an mehr klarheit?mein größtes problem war immer scham,mit 25traute ich mich nicht zu sagen,dass ich schwanger bin-ansonsten bin ich sehr wankelmütig.meine eltern haben meinen mann immer schlecht gemacht und ihn heruntergeputzt.meine haare habe ich durch eigendisziplin wachsen lassen,aber die aufarbeitung meines unsicheren bewertens meiner kindkeit war auch nicht zu lösen kann es sein,dass der mißbrauch durch meinen vater wirklich stattgefunden hat?mit 4 jahren vergaß ich das kauen und spukte das essen hinter das sofa.während ich mir den kopf blutig riß-d.h die haarwurzeln riß war ich wie weggetreten.bitte helfen sie meiner familie und mir.mit einer antwort.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihren Mut eine so vertrauensvolle Frage zu stellen.

Wie vielen Patienten auch in meinem Praxisalltag geht es auch Ihnen. Auf Grund eines traumatischen Ereignisses in der Vergangenheit gerät das ganze Leben aus dem Gleichgewicht und dies physisch sowie psychisch. Oft ist die Angst so groß, zum Einen vor dem vermeintlichen Täter zum Anderen vor der tatsache, das einem nicht geglaubt wird in dem was man leider Erleben (Ertragen) musste.

Jedoch um herauszufinden, ob es sich wirklich um ein Trauma (Missbrauch u.ä.) es sich wirklich handelt, sollten Sie unbedingt einen dafür speziell ausgebildeten Psychiater oder Psychologen aufsuchen und um dahingehend auch Klarheit zu bekommen, sind die verschiedenen Symptome auch wirklich auf das Trauma (traumatische Situation) zurückzuführen.

Nachfolgend möchte ich mir erlauben, Ihnen ein paar Hinweise zu einer möglichen besser ausgedrückt teilweisen Symptombeschreibung zu geben, die auf eine eventuelle posttraumatische Belastungsreaktion (PSB) hindeuten könnten.

Symptomatik einer einfachen PSB

 

Symptomtrias

 

1. Intrusionen ( unwillkürliches Erinnern an das Trauma ) und teilweise auch

„flashbacks" ( unwillkürliches Wiedererleben des Traumas,

Wiederholungsträume, Erinnerungen mit Gegenwartscharakter )

2. Vermeidungsverhalten und allgemeiner emotionaler Taubheitszustand

3. anhaltendes physiologisches Hyperarousal ( physiologische Übererregung )

 

Zeitkriterium

 

Dauer > 1 Monat bis zum Teil an das Lebensende

 

Oft treten die Symptome der akuten Belastungsreaktion teilweise mit auf z.B. Panikattacken, depressive Reaktionen, akute Stimmungsschwankungen usw.

 

 

D E N O S Kriterien ( disorder of stress not otherwise specified )

 

 

A. Störungen der Regulierung des affektiven Erregungsniveaus

 

B. Störungen der Aufmerksamkeit und des Bewusstseins

 

C. Somatisierung

 

D. Chronische Persönlichkeitsveränderungen

 

E. Veränderungen in den Werte- und Bedeutungssystemen

 

 

A. Störungen der Regulierung des affektiven Erregungsniveaus

 

chronische Affektdysregulation mit verminderter Fähigkeit, die Intensität von Affekten zu regulieren

unvorhersehbare Wechsel der Stimmungslage durch Wiederbelebung traumatischer Affekte (Gefühle) im täglichen Leben

häufig enger Bezug zur „Borderline-Symptomatik"

Schwierigkeit, Ärger und Wut zu modulieren (auszudrücken)

selbstdestruktives und suizidales Verhalten

Schwierigkeit, sexuelles Kontaktverhalten zu modulieren (auszudrücken) bzw. bewusst zu erleben

impulsive und risikoreiche Verhaltensweisen

 

 

 

B. Störungen der Aufmerksamkeit und des Bewußtseins

(Dissoziative Störungssymptomatik)

 

Amnesien, Depersonalisation, dissoziative Identitätsstörung

Protektive (schützende) Funktion von Dissoziationen in der ursprünglichen traumatischen Situation

Personale Traumatisierungen im Rahmen von Kindesmissbrauch unterliegen häufig einer totalen oder partiellen Amnesie

Dissoziationsneigung um so höher, wenn der Täter ein Familienmitglied ist

 

Psychogene Amnesie

 

episodische Unfähigkeit, wichtige persönliche Informationen zu erinnern, die in ihrem Ausmaß über ein gewöhnliches Vergessen deutlich hinausgeht und nicht durch eine organische Genese erklärbar ist

 

Dissoziative Fugue

 

Verhaltenssequenz, die eine spontane und zielgerichtete Ortsveränderung, meist eine unerwartete Reise, beinhaltet und verbunden ist mit der Unfähigkeit, das Zurückliegende zu erinnern

 

Depersonalisation

 

Störung, bei der ein Betroffener seine Person und seine Umgebung als unwirklich verändert erlebt.

 

Dissoziative Identitätsstörung

 

wechselnde Identitäten - wechselnde Persönlichkeitszustände - Identitätswechsel - Identitätsfluktuation („Persönlichkeiten")

Persönlichkeitszustände variieren zwischen 2 und 100; meist unter 10; sie können sich als scheinbar voneinander unabhängige „Persönlichkeiten" präsentieren

Persönlichkeitszustände erhalten abwechselnd die Kontrolle über die Person

es kann, aber muss nicht eine Amnesie für andere „Persönlichkeiten" bestehen

 

C. Somatisierung

 

Somatisierungsstörungen als typische Langzeitfolgen schwerer, insbesondere personaler Traumatisierungen

augeprägte psychosomatische Symptombildungen z.B. Hypertonie, Schmerzsyndrome usw.

funktionelle Abdominalbeschwerden nach sexuellem Missbrauch und körperlicher Misshandlung in Kindheit und Jugend

Psychogene („hystersiche") Krampfanfälle nach Inzesterfahrungen

 

D. Chronische Persönlichkeitsveränderungen

Störungen des Selbstwertgefühls

durchgängiges Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit

niedrige Selbstwirksamkeitserwartung

Gefühl des Ausgeliefertseins und der Hilflosigkeit

Überzeugung, als Person wertlos, moralisch minderwertig und schuldig zu sein

Überzeugung, für den Missbrauch oder die Gefangenschaft selbst verantwortlich zu sein

 

E. Veränderungen in Werte- und Bedeutungssystemen

 

Grundüberzeugungen von Sicherheit und Geborgenheit verloren

die Überzeugung, dass das Leben einer sinnvollen Ordnung folgt sind zerstört

verzerrte Wahrnehmung des Schädigers = Überangst

Idealisierung des Täters
Urvertrauen geht verloren

fehlende Zukunftsperspektive

 

Wesentlich ist hier aus meiner Sicht und dies habe ich mir zum Grundsatz bei der Behandlung einer schweren PSB gemacht, auf der einen Seite Wissen im Umgang mit dem Trauma zu vermitteln (psychoedukativer Ansatz), denn dies schafft häufig durch mehr an Wissen Sicherheit und dann mit unterschiedlichen Verfahren auch ambulant zu arbeiten.

Es geht Ihnen vielleicht wie vielen Patienten auch, die vor oder gerade während einer Therapie, durch die intensive Auseinandersetzung mit dem traumatisierenden Ereignis (Geschehen) durch das unbewusste das Ganze noch ein Mal (durchleben) um es dann auch endgültig verarbeiten zu können. Dieser Umstand und alles was damit zu tun hat, also auch eine frauenärztliche Untersuchung, erzeugt ungeheure Angst. Da es mir an Explorationsmaterial fehlt, ist es von ungeheurer Wichtigkeit, das Sie eine traumaspezifische Therapie bei einem hierfür auch ausgebildeten Dipl.- Psychologen absolvieren. Dieser könnte z.B. das EMDR- Verfahren zur Anwendung bringen bzw. über verschiedene traumaspazifische Techniken verfügen, um diese mit Ihnen zu üben um so besser mit auftretenden Flashs besser umgehen zu können (letztgenanntes z.B. durch ressourcenorientierte Traumatherapie nach PITT nach L. Reddemann).

Auf Grund der von Ihnen doch schon als schwerwiegende Begleiterscheinungen beschriebenen Symptome, würde ich hier eine psychiatrische medikamentöse (zeitbegrenzte) Intervention (Behandlung) empfehlen, um die störenden diversen Symptome wie Angst und Panik usw. im Bedarfsfalle zu mildern.

Sie können auch sehr viel Neues und Wissenswertes über unterschiedliche Selbsthilfe- und Informationsportale im Internet erfahren u.a. http://www.traumatherapie.de/ (hier finden Sie auch weiterführende Klinikadressen), http://www.ipsis.de/ (Infos über sich vor Ort befindliche Selbsthilfegruppen).

Eine sehr gute Klinik, die sich sehr intensiv um Traumaopfer bemüht und über sehr lange Erfahrung verfügt ist die Klinik für psychotherapeutische und psychosomatische Medizin in Bielefeld oder die psychosomatische Klinik Bad Malente sowie die Klinik Windach am Ammersee (hier eher verhaltenstherapeutisch/ systemisch) orientiert.

Um Ihnen vielleicht einen praktischen Rat aus meiner langen Erfahrung auf diesem Gebiet mit auf dem Weg zu geben, es geht nicht darum alles aufzuarbeiten, bewusst wieder zu erleben, der Weg ist, das man lernt damit zu leben und die Psyche "Selbst" wird sich schon dabei etwas gedacht haben, warum nicht alles an die bewusste Oberfläche gelangt. Das gilt es einfach auch in einer Therapie zu respektieren, denn die Traumavergangenheit, so schlimm Sie auch gewesen ist, ist Vergangenheit, die es auch aufzuarbeiten gilt, aber nicht um jeden Preis und nicht um den Preis, das es einem schlechter damit geht als vorher. Das Trauma bleibt eh ein Teil der Psyche, aber Ihre Freundin kann gut lernen damit umzugehen.

Wenn eine stationäre Therapie nicht möglich erscheint, so kann dies auch als alternative zur Überbrückung eine ambulante Psychotherapie bei eine Psychotherapeuten sein. Oft gibt es hier jedoch auch zu lange Wartezeiten auf ein Therapieplatz. Aber es gibt hier eine kleinen Trick und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. "verhaltenstherapeutisches/ tiefenpsychologisches Ausbildungsinstitut + Ort z.B. München) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren und dort vorstellig werden.

Nur durch eine gute Psychotherapie können Sie herausfinden, ob oder auch ob nicht ein Trauma wirklich vorhanden ist und dazu benötigen Sie einen geschützten Raum den Ihnen der Therapeut zur Verfügung stellt. Nur Sie haben den Schlüssel um das Schloss aufzusperren wohinter sich eventuell Ihr Trauma verbirgt.

Ich hoffe. meine Ausführungen konnten Ihnen etwas weiter helfen und wünsch Ihnen für Ihre Zukunft viel Kraft, Mut und alles Gute.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
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Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
ich bin sehr zufrieden.wüßte aber auch gerne ob jemand wie beschrieben solche symptome zeigt aber nicht mißbraucht wurde oderdoch anderes passiert ist
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
ich bin sehr zufrieden.wüßte aber auch gerne ob jemand wie beschrieben solche symptome zeigt aber nicht mißbraucht wurde oderdoch anderes passiert ist

Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre erneute Frage und das Akzeptieren der Antwort sowie den Bonus.

Es kann natürlich sein, dass andere psychische Störungen ähnliche Symptome aufweisen. Deshalb ist es ja so wichtig, dass eine differenzialdiagnostische fundierte Diagnostik erfolgt. Denn häufig ist ein Trauma eine Ursachen für eine psychische Störung z.B. häufig bei der Borderlinestörung oder anderen Persönlichkeitsstörungen die Ursache, aber es handelt sich nicht um eine posttraumatische Belastungsstörung. Es gibt z.B. dissoziative Störungen, wo fast ähnliche Störungsmuster austreten können z.B. Amnesien, Somatisierungen usw. Zum Teil können auch bei shizopsychotischen Störungen die Patienten zwischen real Erlebten und irrealen Gedankengängen bzw. Erinnerungen nicht unterscheiden. Sie sehen bie diesen obig genannten Störungen, muss überhaupt kein Trauma vorliegen, jedoch zeigen sich ähnliche Symptome.

Häufig ist es auch so, das gerade bei Traumatas in der frühen Kindheit die Erinnerungslücken sehr groß sind und nur noch Artefakte (kleine Erinnerungsbruchstücke) vorhanden sind, die nur schwer zu einem Realpuzzel des Traumas zuzammenzufügen sind. Deshalb gibt es ja Verfahren z.B. EMDR oder analytische Verfahren um da Klarheit zu schaffen und schon längst unbewusst verdrängte (vergessene) Erinnerungen an die bewusste Oberfläche zu holen und so findet man auch heraus, ob wirklich ein Traumata und welches Traumata stattgefunden hat und kann dieses dann bearbeiten besser durcharbeiten.

Ich hoffe, auch diese Ausführungen konnten Sie zufriedenstellen und wünsche Ihnen viel Erfolg auf dem Weg für sich die Wahrheit herauszufinden.

Mit freundlichem Gruß

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank

 

diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
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Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
ich mölchtemich noch mal bei ihnen bedanken.sie haben sich viel mühe mit mir gegeben und antworten immer.ich werde ihren rat befolgen und einen traumaerfahrenen arzt suchen,der aufhilft.meine fragen die ich ihnen stelle kreisen immer um dasselbe:smb ja oder nein.meine eltern:evtl.seelenmörder?warum machte dieses kleine mädchen so komische dinge?das heute ist auch-aber nur in verbindung mit den eltern,bes,mit dem vater,ein chaotisches gedankenkarussel.jetzt wo die kinder groß sind kommt alles wieder hoch-so ein mist.ich grüße sie anonymer weise recht herzlich
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen dank für Ihre Zufriedenheit und das Akzeptieren meiner Antworten.

Sie sind auf dem richtigen Weg udn nur durch Ihren eigenen Mut, können Sie herausfinden und das mit professioneller Hilfe was wirklich Geschehen ist.

Alles erdenklich Gute wünsche ich Ihnen auf Ihren weiteren Wegen.

Mit freundlichen Grüßen

 

Bekannt aus:

 
 
 
„[...]mehr als Zehntausend Experten weltweit; 1500 davon in Deutschland. Acht Jahre nach dem Start ist das [...] Online-Unternehmen mit seinen 90 Mitarbeitern die größte Web-Seite für das Vermitteln von Experten von Anwälten über Ärzte bis hin zu Universitätsprofessoren.“
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