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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Hallo, Ich hatte 2005 einen Nevenzusammenbruch war 2 monate

Kundenfrage

Hallo,

Ich hatte 2005 einen Nevenzusammenbruch war 2 monate in der Psychiatrie weil ich abends noch nicht mal mehr einschlafen konnte ohne das mir heiss -kalt wird und ständig herzrasen bekam habe dann irgendwie wieder den Weg zurück ins Leben gefunden. Aber seit einigen tagen leide ich erneut an diesen Angstzuständen die ich nicht kontrollieren kann leider. es gab auch keinen bestimmten auslöser dafür nicht das ich wüsste im gegenteil führe zurzeit ein super leben im gegensatz zu früher . ich möchte diese angst wieder loswerden weiss aber nicht wie fühl mich geistlich im augenblick nicht stark genug hab einfach nur angst vor der angst.

Liebe Grüße
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in

Vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die offene Fragestellung. Ich möchte mich bemühen, Ihnen punktuell eine Hilfestellung zu gebe.

Angst und Panikstörungen verlaufen meist chronisch, d.h. die Beschwerden treten wellenförmig auf –es kann also durchaus längere beschwerdefreie Intervalle geben, so wie bei Ihnen nach der Behandlung 2005. Es ist zumindest hoffnungsvoll, dass sich im Alter die Symptome abmildern. In vielen Fällen bestehen zusätzliche psychische Störungen, insbesondere Depression und Alkohol und Medikamentenmissbrauch.

Da auch körperliche Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen einer Angststörung einhergehen- z.B. Hyperthyreose (Überfunktion der Schilddrüse); Diabetes mellitus(Zustände von Unterzuckerung); akute Herz-Kreislauf –Erkrankungen und hirnorganische Krankheiten (z.b. Epilepsie) würde ich in diesem Rahmen vorerst eine Abklärung bei Ihrem Hausarzt empfehlen, da Sie schreiben dass Sie im Moment auf der psychischen Belastungsseite keinerlei Auslöser beobachten können. Nach der körperlichen Untersuchung ist eine Vorstellung bei einem Kollegen /Kollegin vor Ort anzuraten um durch eine entsprechende Therapie (z.B. Kognitive Verhaltenstherapie) mit professioneller Hilfe die Möglichkeit zu haben die generalisierte Angststörung durch Analyse der automatischen angstauslösenden Gedanken und dem einüben von angemessenem Denken zu bearbeiten. Auch Entspannungsverfahren führen zur Reduzierung der allgemeinen Anspannung – hier zu nennen ist die progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen.

Wichtig zu wissen ist, dass Angst eigentlich ein alltägliches Phänomen ist, sie hat eine wichtige Warnfunktion und erhöht die Aufmerksamkeit und Handlungsbereitschaft. Sie tritt jedoch nicht isoliert auf, sondern auch als Begleitsymptom verschiedener psychischen Krankheiten. Darum ist eine Abgrenzung zwischen der alltäglichen und der kranken Angst so wichtig. Ursachen für das Entstehen von krankhaften Ängsten können erlerntes Verhalten, biologische Faktoren und auch (tiefenpsychologisch erklärt) sich widerstrebende Regungen und Strebungen im inneren Gleichgewicht zu halten misslingt insbesondere beim Auftreten von überfordernden Situationen, z.B: Verlusterlebnissen und einem damit verbundenen Rückfall in kindliche Verarbeitungs- und Verhaltensmuster.

Sie können sich auch, und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen/ psychiatrischen Ambulanz vereinbaren und dort vorstellig werden.

Vielleicht ist auch die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe für Sie hilfreich

http://www.psychic.de/forum/

Ich hoffe ich konnte Ihnen in der Kürze der Ausführung etwas helfen und wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute auf Ihrem weiteren Weg

Mit freundlichen Grüßen

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank