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diplompsychologe
diplompsychologe, Dipl- Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 1254
Erfahrung:  Dipl.- Psychologe (Uni) & Verkehrspsychologe
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diplompsychologe ist jetzt online.

Mit fr hkindlicher St rung, kombinierter Pers nlichkeitsst rung,

Kundenfrage

Mit frühkindlicher Störung, kombinierter Persönlichkeitsstörung, Borderliner, mehrfach traumatisiert, post-traumat. Belastungsstörung, massiven Ängsten, mittelschwerer Depression, totaler innerer Leere, Interessenlosigkeit seit vier Jahren im gesellschaftl. Aus ohne Tagesstruktur, in überwiegender Isolation und konst. Lebensüberdruß frage ich nach einer Empfehlung für einen station. Aufenthalt mit u.a. EMDR- o. somatic-experiencing-Methode im Krankenhaus- o. Akutstatus. Mir wird im psychotherap. Sektor keine Reha-Maßnahme mehr bewilligt. Meine Sorge ist, überhaupt Behandlungskonzepten folgen zu können, zumal ich mich seit über vier Jahren regelrecht denk-behindert fühle und mich derart erlebe, daß ich nicht mehr wollen kann. Meine Eigen-Verurteilung ist sehr stark. Innerlich wie äußerlich habe ich keine Heimat, wage es nicht, mir eine adäquate Wohnform zu suchen, d.h. überhaupt umzuziehen und erlebe mich seit über vier Jahren derart, daß ich neben mir stehe. Schlafen kann ich seit vier Jahren nur dank Seroquel. Antidepressiva zeigten in meinem perfektionierten negativen Denken und der Angst, wieder ins Leben als quasi "abgesoffenes Kleinkind" und fern jeglicher realen Lebensbewältigung und Leistungsfähigkeit (mit nahe 50 Jahren) treten zu sollen, wie ich es empfinde, keinen Erfolg. Einen "Glauben" kann ich nicht entwickeln.
Für die konfront. Arbeit in sog. 12-Schritte-Klinikien nach Bad Herrenalber Konzept halte ich mich z.Zt.für zu instabil. - Ich möchte endlich wieder "in mir landen" können.
Für eine Antwort bin ich Ihnen dankbar.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Psychologie
Experte:  diplompsychologe hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen dank für Ihre vertrauensvoll gestellte Frage.

Aus Ihren Zeilen darf ich entnehmen, dass Sie von Allem etwas haben, jedoch scheinbar für mich in Ihren Ausführungen keine Primärdiagnose benennen. Denn aus der Borderline Persönlichkeitsstörung können und dies ist stets sorgfältig zu differenzieren auch diverse anderen Diagnosen erwachsene mit den dazugehörigen symptomübergreifenden Beschwerdebildern. Leider machen sich meine Kolegen wenig Mühe damit differenzialdiagnostisch an die Unetrsuchung und die Diagnseerstellung heranzugehen, denn leider wird dies kaum bezahlt. Also, so man nicht mehr weiter weiss, einfach noch eine Diagnose und ein neues Medikament.

Es ist aus meiner Sicht nicht verwunderlich, denn in wissenschaftlichen Unetrsuchungen musste man leider feststellen, dass genau bei der Borderlinestörung (ich nehme das jetzt auch ein Mal an, das Sie diese haben) eine Bondingtherapie (Grundlage des 12 Schritte Programms) kontraindiziert ist. Es kommt sogar bis zum völligen Verlust des "Selbst" und besteht zum Teil aus maßgeblich schwierig zu händelnden spirituellen bzw. zu sehr ganzheitlichen Denkmodellen. So verlieren sich Patienten oft völlig im Chaos und der "Unstrukturiertheit der Therapie".

Es gibt und das bezieht sich auf beide klassischen Therapieformen sehr gute Kliniken und Behandlungskonzepte und egal hier ob tiefenpsychologisch/ analytisch oder verhaltenstherapeutisch orientiert. Diese Verfahren verfügen über eine langjährige Erfahrung gerade auf dem gebiet der Borderlinestörungen. Unter anderem wäre hier als Beispiel zu nennen, die Klinik am Ammersee in Windach, Klinik Bad Bramstedt, Rhön Klinik Bad Neustadt Saale, Rhein- Jura Kliniken z.B. in Bad Seekingen usw. (behandeln auch krankenkassenmässig stationär). Dies sind unterschiedliche Behandlungskonzepte, jedoch mit wissenschaftlich untersuchter Wirksamkeit so z.B. Dialektische Verhaltenstherapie nach M. Linehan (DBT) (verhaltenstherapeutisches Verfahren), mentalisierungsbasierte Psychotherapie bzw. psychodynamische Therapie (beides analytische Verfahren)

Sollte sich Ihr allgemein schon als sehr schwerwiegend psychischer Zustand noch verschlechtern, sollten Sie eventuell über eine stationäre, möglichst zeitnahe psychiatrisch/psychotherapeutische Therapie nachdenken um hier auch das Wechselspiel zwischen unterschiedlichen Störungsebenen zu entwirren (Depression- sowie Traumaebene und Persönlichkeitsstörungsebene usw.) und ggf. aufzuarbeiten bzw. aufzulösen. Das heisst auch im schlimmsten Fall eine Krisenintervention durchzuführen und sich psychiatrisch (medikamentös) behandeln zu lassen.

Als kleine Anmerkung möchte ich mir erlauben Ihnen hier mitzuteilen. Es gibt ein Verfahren, ein relativ neues Verfahren, das sich aus der Verhaltenstherapie entwickelt hat als sehr nützlich erweisen, denn dieses Verfahren findet ambulant und stationär immer mehr Anwendung und vereint verschieden Therapiemethoden miteinander (fachlich fundiert) . Diese Therapiemethode nennt sich Schematherapie und weitere Informationen finden Sie unter: http://www.schematherapie.de/ .

Sie können sich an einen ambulant niedergelassenen Kollegen (Psychologin oder Psychologen) wenden und einen Termin ausmachen. Nach zweijähriger Pause haben Sie ein recht und einen Anspruch auf eine ambulante oder auch sationäre Therapie und das egal ob Reha (Rentenversicherungsträger) oder kassenärztlich (Krankenkasse) bezahlt werden muss. Notfalls bräuchten Sie um recht zu bekommen eventuelle fachanwaltliche Hilfe. Des Weiteren können Sie und meist geht es da mit Terminen wesentlich schneller, sich an ein in der Nähe befindliches psychotherapeutisches Ausbildungsinstitut wenden (einfach in eine Suchmaschine eingeben z.B. "verhaltenstherapeutisches oder tiefenpsychologisches/ analytisches Ausbildungsinstitut usw. + Ort z.B München usw.) und diese Institute haben in der Regel immer eine Institutsambulanz oder Sie können auch an jeder größeren Universitätsklinik einen Termin in einer psychotherapeutischen Ambulanz vereinbaren und dort vorstellig werden.

Auf Grund der unterschiedlichen Störungsmuster ist es aus fachlicher Sicht für mich nicht weiterführen festzustellen, was bei Ihnen und den daraus resultierenden Symptomen eine primäre Ursache darstellt, da dies mir zu komplex erscheint und nicht genügend Informationsmaterial zur Verfügung steht (an Explorationsdaten). Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiter helfen und wünsche Ihnen für die Zukunft viel Kraft, Mut und alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

 

Die Ausführungen und Meinungen des Antwortgebers ersetzen weder eine fachlich ausreichende psychologische Diagnostik oder Therapie, sondern beinhalten nur punktuell Hilfestellungen, Vorschläge und Lösungsansätze bei unterschiedlichen Problemen sowie Konflikten.

 

Ich möchte Sie bitten, so Ihnen die Antwort meinerseits, entsprechend Ihrer Vorstellungen zugesagt hat, nicht zu vergessen das fällige Honorar (durch Klick auf den Button "Akzeptieren") anzuweisen. Vielen Dank